Diamant Schleifscheiben

ailer
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Re: Diamant Schleifscheiben

Beitrag von ailer » Fr 11. Okt 2019, 09:51

...oder sogar 27,6m/s?

ailer
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Re: Diamant Schleifscheiben

Beitrag von ailer » Fr 11. Okt 2019, 12:16

Schaut mal, in China gibt es sogar CBN und Diamant in einundderselben Scheibe...

https://www.ebay.de/itm/CBN-Diamantschl ... ad56968139

motor64.1
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Re: Diamant Schleifscheiben

Beitrag von motor64.1 » Sa 12. Okt 2019, 11:21

Grüße
Franz

Selbermacher
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Re: Diamant Schleifscheiben

Beitrag von Selbermacher » Sa 12. Okt 2019, 17:17

Bleibt noch die Frage zu beantworten, warum man sich die Mühe macht CBN-Schleifmittel herzustellen.
Und verflixt nochmal sie werden sogar benutzt. :o (Auch von mir)
Herzliche Grüße
Harald

Schaubliner
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Re: Diamant Schleifscheiben

Beitrag von Schaubliner » Sa 12. Okt 2019, 18:43

Selbermacher hat geschrieben:
Sa 12. Okt 2019, 17:17
Bleibt noch die Frage zu beantworten, warum man sich die Mühe macht CBN-Schleifmittel herzustellen.
Und verflixt nochmal sie werden sogar benutzt. :o (Auch von mir)

Hallo Harald,

CBN wurde von Spezialisten für Spezialisten oder Fachleute gemacht, die wissen wofür und warum. ;-) :2up: Z.B. dass CBN die 5fache Wärmeleitfähigkeit besitzt im Vergleich zu Kupfer, welches für seine schon hohe Leitfähigkeit bekannt ist. Daher der "kühle Schliff mit geringerer Gefahr für das Blauanlaufen der Werkzeuge. Dies gilt hauptsächlich für galvanisch gebundene Schleifscheiben
mit leitfähigem Metallgrundkörper. CBN behält seine Härte bis zu 1400 Grad Celsius während Diamant ab etwa 600Grad verbrennt. CBN hat auch eine ca. 50fache (!!!) Standzeit im Vergleich zu Korund!
Wie ferze erwähnt, kann Diamant bei niedrigen Temperaturen zB Handschleifen mit Feilen durchaus gut auch für Stahl verwendet werden. Empfohlen aber nur bei gehärtetem Stahl.
Gehärtet nur, weil weicher Stahl das Werkzeug verschmiert und damit unbrauchbar macht.
Gleiches gilt auch für CBN. Mit sehr weichem Stahl wird CBN bei möglichst niedrigen Drehzahlen abgerichtet und Spanraum geschaffen. Gilt für CBN mit Kunststoffbindung.
Neue CBN Scheiben mit Kunststoffbindung müssen oft "konditioniert" werden um Spanraum zu schaffen. Sonst arbeiten diese Scheiben nicht, da die Kunstoffbindung die Schleifkörner vollständig umhüllen und somit kein Spanraum vorliegt.
Wenn nicht schon heute, so werden in der Industrie künftig nur noch Diamant und CBN zu finden sein. Ich selber verwende schon länger nichts anderes mehr und kaufe mit Zufriedenheit meine Scheiben bei dem von Stefan genannten Lieferanten.

Gruß
Hans

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Re: Diamant Schleifscheiben

Beitrag von Dr. No » Sa 12. Okt 2019, 23:52

Selbermacher hat geschrieben:
Sa 12. Okt 2019, 17:17
Bleibt noch die Frage zu beantworten, warum man sich die Mühe macht CBN-Schleifmittel herzustellen.
Weil man sie gut verkaufen kann ;-)

Peter

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bot
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Re: Diamant Schleifscheiben

Beitrag von bot » So 13. Okt 2019, 00:31

Hallo,
mal eine grundsätzliche Frage (an Schleifgott, oder auch andere mit Ahnung):
Wie stellt man bei vorhandenen Scheiben (ein ganzes Sammelsurium)fest, aus welchem Material diese sind ?
Gruß
bot
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Rainer60
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Re: Diamant Schleifscheiben

Beitrag von Rainer60 » So 13. Okt 2019, 07:27

Hoi
Mit galvanisch gebundenen Diamantscheiben lässt sich auch Stahl schleifen ohne gravierende Scheibenabnutzung. Es bedingt allerdings einer Titanbeschichtung wie z.B. bei der Kaindl Sichtschleifscheibe.
https://www.kaindl-shop.de/epages/78341 ... cts/357375
Habe gehört, dass diese Art von Schleifscheiben bei Bohrerschleifmaschinen zum Einsatz kommen, um HSS und HM Bohrer nachschärfen zu können. Getestet habe ich es noch nicht und kann dazu weder Empfehlungen angeben noch Erfahrungen teilen. Kann es in dem Sinne nur als „nachgeplapper“ im Raum stehen lassen - wobei die Information von einem Schleiffachmann stammt.

Schleifmittelidentifikation:
Identifizierung von vorhandenen Schleifmitteln dürfte schwierig werden. Durch die Farbe des Schleifmittels könnte dies zugeordnet werden. Mittels Lupe/Mikroskop die Körnung vergleichen und bei der Porösität evtl. Näherungswerte erkennen. Die Bindung wird wohl nur durch Schleifversuche (bei gleicher Schnittgeschwindigkeit!!) annähernd zuzuordnen sein.

Ich habe auch noch einige im Fundus, welche auf Identifikation warten. Bin somit auf weitere fachliche Beiträge gespannt. :hi:
Der Friede und die Zufriedenheit sei mit Euch... denn das Glück ist meist nur von kurzer Dauer.
Gruss Rainer
————————————————————————————
Es gibt immer eine Lösung - machmal auch eine Andere

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Re: Diamant Schleifscheiben

Beitrag von C3250 » So 12. Jan 2020, 10:46

@ stefangtwr

Eine ist garantiert gut, die andere vieleicht ;)

Zu den Körnungen: D125 ist ein guter Kompromiss für den Alltag, man schläft nicht ein was den Materialabtrag angeht und die Oberflächen werden auch noch ok. Für feine Schneiden hab ich noch eine D40.

Möchte mich für die umfangreiche Information aller hier bedanken.

Hab mich für Tyrolit entschieden,ich bin jetzt gut ausgestattet und kann jetzt fast alle meiner Werkzeuge selbst schleifen.


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Gruß. Karl

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