Optische Brennschneidmaschine

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Steinbruchsoldat
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Optische Brennschneidmaschine

Beitrag von Steinbruchsoldat » Sa 13. Jul 2019, 08:25

Servus,
würde gerne ein paar Meinungen zu einer optischen Brennschneidmaschine hören. Überlege eine zu kaufen finde aber nichts darüber im Internet und Erfahrung hab ich keine damit.
Prinzipiell muss ich da ja dann CAD zeichnen und ausdrucken. Wie sieht es da mit der Genauigkeit aus? Wieviel Gas wird verbraucht?
Arg teuer wär das Teil nicht, hab mir in letzter Zeit oft gewünscht ein paar Freiformbleche schneiden zu können.

murx
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Re: Optische Brennschneidmaschine

Beitrag von murx » Sa 13. Jul 2019, 08:48

Allso ich hab ein altes modell (ca.35jahre) und binn damit sehr zufrieden ! Kann alerdings nur zeichnungen 1zu1 lesen und die strichsterke auf der zeichnung muss passen ! Ich kann innerhalb,ausserhalb,oder auf der zeichnungslinie abfahren muss aber trotzdem noch die schnittsterke des schneidbrenners mitberüksichtigen das heist es wird nie genau 1zu1 aber das sind dann erfahrungswerte ! ich schneide mit propan u sauerstoff aber habe den verbrauch eigentlich noch nie sorichtig beachtet aber es wird ehnlic eines handschneidbrenners sein ! mfg.michael

murx
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Re: Optische Brennschneidmaschine

Beitrag von murx » Sa 13. Jul 2019, 09:33

Hab gerade nachgesehen ! Meine ist BJ.1974 !

metallfunk
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Re: Optische Brennschneidmaschine

Beitrag von metallfunk » Sa 13. Jul 2019, 19:09

Steinbruchsoldat hat geschrieben:
Sa 13. Jul 2019, 08:25
Servus,
würde gerne ein paar Meinungen zu einer optischen Brennschneidmaschine hören. Überlege eine zu kaufen finde aber nichts darüber im Internet und Erfahrung hab ich keine damit.
Prinzipiell muss ich da ja dann CAD zeichnen und ausdrucken. Wie sieht es da mit der Genauigkeit aus? Wieviel Gas wird verbraucht?
Arg teuer wär das Teil nicht, hab mir in letzter Zeit oft gewünscht ein paar Freiformbleche schneiden zu können.
Das beißt sich irgendwie. (CAD- Zeichnen und dann optisch abtasten). Wenn CAD vorliegt, ist es doch gleich gelasert.

Der Maschine reicht ja eine Handzeichnung, die ist in wenigen Sekunden oder Minuten auf das Papier gemalt.
Natürlich wird das kein Genauigkeitswunder, aber 1mm ist erreichbar.
Eine sehr interessante Variante habe ich bei einem Kollegen gesehen:
Statt dem Schneidbrenner ein Plasmabrenner montiert und statt Luft Schutzgas.
Ich war sehr angetan von der Schnittgüte in Edelstahlblech.

Grüße Bernd

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gerhard_56
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Re: Optische Brennschneidmaschine

Beitrag von gerhard_56 » Sa 13. Jul 2019, 19:43

Wie funktioniert so ein Teil und wie sieht es aus?
Wird die Zeichnung optisch abgetastet und der Brenner dann entsprechend geführt?
Viele Grüße, Gerhard

murx
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Re: Optische Brennschneidmaschine

Beitrag von murx » Sa 13. Jul 2019, 21:27

Mann kann natürlich auch einen leser oder plasmakopf draufmachen ! Bei mir wird biss 12mm genibbelt und darüber verwende ich die schneidanlage ! 1. brenner bis 100 mm 2.brenner biss 300mm 3.brenner bis500 mm mus nur gasdüse je blechsterke tauschen ! foto kann ich morgen machen falls gewünscht ! mfg.michael

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udowet
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Re: Optische Brennschneidmaschine

Beitrag von udowet » So 14. Jul 2019, 00:22

Moins.

Wenn es um eine alte Anlage mit Fotozellenverfolgung geht: die Dinger moegen gern satte Striche mit viel Kontrast. Die Strichstaerke war zumindest bei Messer Anlagen frueher mindestens 1 mm. Die DInger moegen nur Radien (frag mich nur nicht nach dem Mindestradius, das weiss ich nicht mehr, kann man aber ausprobieren [ohne Schneidstrahl, versteht sich]). Ecken sind nicht beliebt, da faehrt die Maschine gern geradeaus.

Die bearbeitbaren Blechstaerken haengen hauptsaechlich vom Brenner und der Beduesung ab. Wir haben frueher dickere Bleche bis >= 500 mm mit nem zusaetzlichen Sauerstoffbuendel fuer den Schneidtstrahl gebrannt. Propan geht gut als Schneidgas. Ist wahrscheinlich auch billiger als Acetylen.

Die Abgaenge der Sauerstoffbuendel sollten beheizt werden. Kraeftiger Infrarotstrahler hilft sehr. Die Druckminderer und Ventile frieren gern ein. Der Laerm wird so ab 200 mm allerdings infernalisch, und es gibt jede Menge Rauch und Dreck.

Das Verfahren ist schlicht nicht mit Plasma oder Laser vergleichbar. Aber die Blechdicken, die machbar sind, reichen halt auch weit ueber die Moeglichkeiten von Plasma und Laser hinaus. Grundsaetzlich ist brennen natuerlich eine Grobbearbeitung. Will sagen, die Schnittkanten sind in aller Regel nicht direkt verwendbar, sondern muessen nachbearbeitet werden.

Durchstechen geht nur bei duenneren Blechen. Danach muss eine Pilotbohrung her, wenn man nicht vom Rand starten kann / will.

Gruss,

Udo

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Steinbruchsoldat
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Re: Optische Brennschneidmaschine

Beitrag von Steinbruchsoldat » So 14. Jul 2019, 12:27

Danke für eure Beiträge, waren eine gute Entscheidungshilfe.
metallfunk hat geschrieben:
Sa 13. Jul 2019, 19:09


Das beißt sich irgendwie. (CAD- Zeichnen und dann optisch abtasten). Wenn CAD vorliegt, ist es doch gleich gelasert.
Hab gerade nochmal nachgeschaut, steht leider immer noch kein Laser in meiner Werkstatt... :-(

gerhard_56 hat geschrieben:
Sa 13. Jul 2019, 19:43
Wie funktioniert so ein Teil und wie sieht es aus?
Wird die Zeichnung optisch abgetastet und der Brenner dann entsprechend geführt?
Genau, man legt eine Zeichnung auf, diese wird abgetastet und der Brenner nachgeführt. Mehr in nem neuen Thread in der Galerie. :andiearbeit:

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