Bitte um Kaufberatung

fd8v7
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Re: Bitte um Kaufberatung

Beitrag von fd8v7 » Mo 4. Feb 2019, 16:58

Farbklex hat geschrieben:
So 3. Feb 2019, 20:22
mann kann auch was tot quatschen :?
Was wird denn totgequatscht?

JCM
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Re: Bitte um Kaufberatung

Beitrag von JCM » Do 7. Feb 2019, 00:05

fd8v7 hat geschrieben:
So 3. Feb 2019, 20:07
Hier noch einmal eine kurze Liste mit Dingen, auf die ich achten würde:
- Allgemein natürlich Pflege, Rost, etc.
Da hast du wohl das wichtigste überhaupt vergessen. Rundlauf der Spindel messen, a) im Konus, b) an einer Aussenfläche, c) an Aussenstrinfläche... d) an eingesetztem Mk Messstab (oder notfalls einfach nen Marken Kegeldorn, von Röhm o.ä. verwenden). Dann noch am Messtab etwas drücken und sehen ob es radial oder Axialspiel gibt. Gleichzeit muss sich die spindel leicht drehen, wenn kein Motor dran hängt. Bei einer Emco wäre mir alles ûber 1/100 mm suspekt, kenne jetzt aber die genaue Lagerkonstruktion dieser Maschine nicht.

Mit nem verschlissenen Bett oder ein bisschen Rost kann man noch viele genaue Teile herstellen, wenn man es kann ;-) Eine verzogenen Spindel dagegen kann man nur sehr schwer wieder hinbekommen (Keith Fenner zeigt wie es geht an seinen Bootswellen). Eine kaputte Spindellagerng ist je nach typ (Gleitlager) auch nicht viel besser. Erste indikatoren für letzteres sind da oft kein Öl in den Ölern und eben Spiel...

So, nun aber genug mit der Nachhilfe. Auch schreib ich jetzt nix mehr hier, bis du mal ne echte Maschine angefasst und ausprobiert hast :-D

LG Jakob
Gruss aus Wien
Jakob
---
Bohr- und Fräsmaschinen: Metabo 7523; Arboga E100 mit Fehlmann Kreuztisch; Arboga U2508
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fd8v7
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Re: Bitte um Kaufberatung

Beitrag von fd8v7 » Fr 8. Feb 2019, 20:57

JCM hat geschrieben:
Do 7. Feb 2019, 00:05
fd8v7 hat geschrieben:
So 3. Feb 2019, 20:07
Hier noch einmal eine kurze Liste mit Dingen, auf die ich achten würde:
- Allgemein natürlich Pflege, Rost, etc.
Da hast du wohl das wichtigste überhaupt vergessen. Rundlauf der Spindel messen, a) im Konus, b) an einer Aussenfläche, c) an Aussenstrinfläche... d) an eingesetztem Mk Messstab (oder notfalls einfach nen Marken Kegeldorn, von Röhm o.ä. verwenden). Dann noch am Messtab etwas drücken und sehen ob es radial oder Axialspiel gibt. Gleichzeit muss sich die spindel leicht drehen, wenn kein Motor dran hängt. Bei einer Emco wäre mir alles ûber 1/100 mm suspekt, kenne jetzt aber die genaue Lagerkonstruktion dieser Maschine nicht.

Mit nem verschlissenen Bett oder ein bisschen Rost kann man noch viele genaue Teile herstellen, wenn man es kann ;-) Eine verzogenen Spindel dagegen kann man nur sehr schwer wieder hinbekommen (Keith Fenner zeigt wie es geht an seinen Bootswellen). Eine kaputte Spindellagerng ist je nach typ (Gleitlager) auch nicht viel besser. Erste indikatoren für letzteres sind da oft kein Öl in den Ölern und eben Spiel...

So, nun aber genug mit der Nachhilfe. Auch schreib ich jetzt nix mehr hier, bis du mal ne echte Maschine angefasst und ausprobiert hast :-D

LG Jakob
Hallo Leute,

vielen Dank noch einmal für Eure ganzen Kommentare. Ich habe mir die Emco Compact 8 angesehen und auch gekauft. Ein paar Sachen sind vielleicht nicht zu meiner vollsten Zufriedenheit, aber dafür konnte ich den Preis noch drücken.

Die Spindel habe ich ausgemessen, allerdings ohne einen MK3 Kegeldorn (war keiner vorhanden bei der Besichtigung, habe aber einen bestellt). Ansonsten sind die Werte wie folgt:
- Außenfläche am Kurzkegel: < 0.01mm, vielleicht 0.008mm, genauer kann ich das mit meiner Messuhr nicht sagen :-)
- Innenfläche im MK3 Kegel: < 0.005mm
- Planarität der Auflagefläche des Drehfutters: Nadel bewegt sich faktisch nicht. Lediglich in der Nähe der Bohrungen ganz leicht

Spiel hat die Spindel anscheinend gar keins, oder zumindest kein messbares Spiel. Allerdings kann ich mir vorstellen, dadurch, dass die Emco schon recht alt ist, dass die Lager stark gespannt sind. Die Spindel kann ich noch ganz gut drehen, aber ganz leicht ist es nicht. Der Motor scheint damit aber erstmal keine weiteren Probleme zu haben.

Ein Problem bei der Emco Compact 8 ist allerdings das Bohrfutter. Man hat da schon 0.5mm Versatz beim Einspannen. Allerdings habe ich noch nicht ganz genau herausgefunden, welche Probleme dazu führen, dass man einfach nicht mittig einspannen kann. Also ich weiß, dass die Backen alles andere als perfekt sind, die könnte ich vielleicht mal nachschleifen. Aber ich muss das Futter mal auseinander bauen und reinigen. Vielleicht sitzen irgendwo noch Späne.
Ich werde aber mit ziemlicher Sicherheit das Röhm Futter anbauen dafür benötige ich noch einen Futterflansch.

Mit den Schlitten bin ich leider nicht ganz so zufrieden. Die haben zwar so gut wie kein Spiel, also 0.01mm, wenn man versucht, den Schlitten zu verdrehen, aber der Backlash nervt mich etwas. Habe heute den Backlash fast eliminiert, aber die Schlitten laufen auch zu schwer.
Gibt es eine grobe Regel, was an Spiel normal ist? Vielleicht kann ich das Spiel etwas erhöhen, dafür aber leichtgängigere Schlitten erhalten :-D

fd8v7
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Re: Bitte um Kaufberatung

Beitrag von fd8v7 » So 24. Mär 2019, 13:27

Hallo zusammen,

nun habe ich etwas mehr Zeit mit der Drehmaschine verbracht und glücklicherweise sind mir keine weiteren Probleme aufgefallen. Die bestehenden Probleme konnte ich lösen.

Zum Rundlauffehler:
- Die Spindel hat einen Rundlauffehler von 1/100mm, da werde ich vielleicht demnächst einmal die Spindel auseinandernehmen und schauen woran das liegt, aber eigentlich bin ich damit zufrieden.
- Mit dem Röhm 4-Backenfutter 125 und einem Futterflansch Rohling von RC-Machines (https://www.rcm-machines.com/de/stahl-f ... rcffe8_125) habe ich einen Rundlauffehler von 3/100 mm, das ist schon ganz nett. Mit etwas mehr Ausrichten könnte ich den Fehler sicher noch auf unter 1/100mm bekommen, aber dafür hatte ich noch keine Zeit. Das 4-Backenfutter hatte ich allerdings für ein anderes Projekt geplant, daher werde ich auf Dauer auf ein anderes 3-Backenfutter wechseln, vielleicht von Zentra oder ein gebrauchtes Röhm. Habt ihr da noch eine Empfehlung, welche 3-Backenfutter gut sind?

Zum Multifix:
- Der Multifix Aa von Paulimot ist verbaut. Um die 10mm Drehmeißel nutzen zu können musste ich 3mm vom Oberschlitten abnehmen, was aber total in Ordnung ist. Ich glaube nicht, dass es deswegen Stabilitätsprobleme gibt. Des Weiteren habe ich mir eine Hülse gedreht, die zwischen die 8mm Aufnahme des Oberschlittens und die 13/18mm des Multifix passt.

Nächstes Projekt: Stehlünette
- Ich hatte mir von emcoshop.at eine Stehlünette bestellt, aber die war wirklich schlecht verarbeitet. Die verkaufen anscheinend keine Originalteile mehr, sondern billig produzierte Teile aus Ungarn. Da kann ich mir die besser selber bauen und bin deutlich genauer. Folgende Probleme: 1. Der Schlitten kommt nicht an der Stehlünette vorbei, da, wo man eigentlich vorbeikommen sollte. 2. Die Lünette ist nicht mal ungefähr konzentrisch mit der Spindel, das sind eher 5-10mm Fehler, dementsprechend stehen die Gleitbacken auch nicht senkrecht auf dem Rohteil.
- Wenn das Projekt geschafft ist (davon werde ich ein wenig Videodokumentation betreiben), werde ich die Pläne hier zur Verfügung stellen.

Übernächstes Projekt: Vernünftiger Supportschleifer
- Ein günstiger China-Supportschleifer scheint ungefähr $500 zu kosten und der passt dann womöglich nicht auf die Emco Compact 8.
- Daher ein DIY Supportschleifer, bestehend aus Motor und einer extra Welle, angetrieben durch Riemen. Der Motor wird ca. 3000rpm schaffen, aber zum Schleifen von unlegierten Stählen benötigt man wohl ungefähr 30-35m/s Umlaufgeschwindigkeit, also bei 10cm Schleifscheibe ca. 6500rpm. Daher werde ich eine Untersetzung einbauen.
- Auch da werde ich die Pläne hier zur Verfügung stellen, wenn alles abgeschlossen ist und funktioniert.

Vielleicht später mal: Umbau auf CNC
- Dafür würde ich den Motor ersetzen und einen AC Servo mit ca. 1kw nutzen
- Den Umbau würde ich so gestalten, dass man sowohl im CNC Modus, als auch manuell drehen kann (das wird der schwierige Teil des Umbaus)

Viele Grüße

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