Wieder ein Hüfthalter für eine BF 16

bastelfreund
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Wieder ein Hüfthalter für eine BF 16

Beitrag von bastelfreund » So 13. Jan 2019, 22:25

Hallo

inspiriert durch die hier mehrfach schon vorgestellten „Hüfthalter“ für mini-Chinafräsen habe ich für meine Optimum BF 16 auch einen Hüfthalter entworfen und umgesetzt.

Das Material:
- U-Profil 32x25mm Wandstärke 3mm
- Vierkantrohr 30x30 mm Wandstärke 1,5 mm
- Vierkantrohr 60x60 mm Wandstärke 3 mm
hatte ich bis auf die Säule rumliegen und so erst mal im CAD gezeichnet.
Fräse01.JPG
Fräse01.JPG (23.31 KiB) 1075 mal betrachtet
Fräse02.JPG
Fräse03.JPG
Fräse04.JPG
Danach an der Bandsäge zugeschnitten und die kleinen Winkelflächen an der Fräse nachbearbeitet.

So sehen dann die Teile lose zusammengestellt aus:
_MG_0266_a.jpg
_MG_0265_a.jpg
_MG_0267_a.jpg
_MG_0268_a.jpg
Da ich keine Möglichkeit habe selbst zu schweißen haben ich in der Schlosserei unseres Unternehmens für ein gutes Kaffeekassenentgelt Hilfe gefunden und die haben das sehr gut und passgenau hinbekommen.

Leider habe ich danach kein Foto gemacht, deshalb hier der schon fertig verschweißte Hüfthalter mit BF 16, zusammengestellt um die passgenauigkeit grob abschätzen zu können.
_MG_0269_a.jpg
Bis auf wenige 10tel passte das schon sehr gut zusammen.

Nächster Teil folgt...

Gruß Klaus

bastelfreund
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Re: Wieder ein Hüfthalter für eine BF 16

Beitrag von bastelfreund » So 13. Jan 2019, 23:11

Hallo,

die Verschraubung des Frästisches erfolgt durch die U-Profile in je ein 20x20 mm Vierkanteisen (Vollmaterial) in das entsprechende Gewindebohrungen eingebracht wurden. Die liegen in den U-Profilen, siehe rote Pfeile im Foto:
_MG_0278_a1.jpg
Die ganze Konstruktion aus relativ dünnen Profilen würde natürlich wenig Versteifung bewirken, deshalb musste hier noch anderes Material dazu kommen. Die Grundplatte und die Säule sollten mit Mineralguss verfestigt und beschwert werden.
Wie im folgenden Foto zu erkennen habe ich die BF 16 zuvor mit dem „Hüfthalter“ verschraubt und soweit wie möglich ausgerichtet. Die Schrauben und alle Teile die nicht eingegossen werden sollten sind zuvor mit Silikonfett eingestrichen worden. Flächen die nicht eingegossen werden sollten, wurden mit Haushaltsfolie isoliert (siehe oben).



Danach konnte der Guss beginnen. Die Mineralgussmasse habe ich aus folgenden Komponenten selbst angesetzt:

15 % Epoxidharz (welches weiß ich gerade nicht, könnte aber nachschauen)
30 % Quarzmehl
35 % Sand (aus dem Baumarkt für Sandkästen)
20 % Kies (0,5 bis 3 mm)

Quarzmehl, Sand und Kies habe ich zuvor grob gemischt und auf einer 70 Grad C Heizplatte mehrere Stunden getrocknet.
Das Anstrengendste war das Durchmischen der Masse, erst per Hand mit Rühr-holz und dann mit Bohrmaschiene und Quirl.
Dann konnte endlich gegossen werden.
_MG_0270a.jpg
Um eine gleichmäßige Verteilung der Gussmasse und die Eliminierung der Lufteinschlüsse zu erreichen, habe ich eine alte Bohrmaschine mit eingespanntem Bohrschlüsse als Unwuchtrüttler misbraucht.
_MG_0307a.jpg
Gruß
Klaus

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Re: Wieder ein Hüfthalter für eine BF 16

Beitrag von FriesenSpan » Mo 14. Jan 2019, 08:02

Schönes Projekt :hi:

Bin ich der Einzige, der die Bilderflut für überzogen hält?
8 Bilder um ein "Rohrgestell" zu verdeutlichen?
Sowas kann ein Thema auch verlangweilen ... :nixweiss:
Auch das beste Werkzeug kann mangelndes Know-How nicht ersetzen.

werckler
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Re: Wieder ein Hüfthalter für eine BF 16

Beitrag von werckler » Mo 14. Jan 2019, 08:25

Also ich finds super.
Gruß Florian
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Re: Wieder ein Hüfthalter für eine BF 16

Beitrag von Workshop Tom » Mo 14. Jan 2019, 08:28

hat geschrieben: Bin ich der Einzige, der die Bilderflut für überzogen hält?
Suchst Du jetzt Anhänger?
Du solltest die Mehrheit nicht mit der Wahrheit verwechseln!

Mein Tipp, schau Dir doch nur jedes zweite an oder geh spazieren.

Grüße aus der Pfalz
Tom
Jede neue Maschine wird auf einer "Gebrauchten" hergestellt.

"Niemals hätte ich mir träumen lassen, ....

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Re: Wieder ein Hüfthalter für eine BF 16

Beitrag von audiomixer » Mo 14. Jan 2019, 08:35

schön gemacht bisher.
Bin sehr gespannt, wie sich das in der Praxis bewährt. Den Aufwand halte ich ja für durchaus überschaubar, wäre vielleicht auch was für meine Fräse. Wieso hast du den Mineralguss selber gemischt, es gibt doch einige fertige Produkte, rechnet sich das in den kleinen Mengen? Ich hatte das Gefühl allein das Epoxy kostet schon so viel wie die entsprechende Menge Fertigmischung.

Michael
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Re: Wieder ein Hüfthalter für eine BF 16

Beitrag von Schulli » Mo 14. Jan 2019, 09:23

Wird auf jeden Fall eine merkliche Verbesserung bringen, schon durch das höhere Gesamtgewicht. Wie war der Verzug durch das Schweißen ?
MfG
Lothar


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Re: Wieder ein Hüfthalter für eine BF 16

Beitrag von BOT1 » Mo 14. Jan 2019, 09:43

Sieht das auf dem letzten Bild nur so aus, oder ist oben zwischen Gestell und Säule Luft?
Unten im Winkel liegt es scheinbar an, bringt denn die Konstruktion - ausser Gewicht - etwas, wenn das Gestell oben nachher mal eben so an die Säule gezogen werden kann?
Du hast Maschinenfuss und Säule im Winkel stehen, aber stimmt nachher auch der Winkel Tisch und Säule?
Da bin ich mir bei den Chinakrachern nicht so sicher, da musste ich bei meiner auch schon ran.
Schöne Grüsse
Dietmar



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Re: Wieder ein Hüfthalter für eine BF 16

Beitrag von Krampas » Mo 14. Jan 2019, 09:53

Schulli hat geschrieben:
Mo 14. Jan 2019, 09:23
Wird auf jeden Fall eine merkliche Verbesserung bringen, schon durch das höhere Gesamtgewicht. Wie war der Verzug durch das Schweißen ?
Ich als Schweißlaie würde das wahrscheinlich nicht verzugsfrei hinbekommen.

Wie sieht das eigentlich aus wenn der Verzug groß ist?
Wie kann man das ausgleichen?
Grüße,
Stefan

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Re: Wieder ein Hüfthalter für eine BF 16

Beitrag von Schulli » Mo 14. Jan 2019, 10:18

Bei meiner Konstruktion hat sich der Verzug in Grenzen gehalten, oben war etwas Luft. Hab ich durch unterlegen von verschieden starken Blechen dann ausgleichen können.
War ne längere Fummelei. Immer wieder messen mit Messuhr im Bohrfutter auf Umschlag. Blech unterlegen, festschrauben, messen. Es hat sich ja nicht meine Z Verstärkung
an die Fräsensäule gezogen, sondern umgekehrt.
MfG
Lothar


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