China-Drechselbank, leicht gepimpt

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Burki
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China-Drechselbank, leicht gepimpt

Beitrag von Burki » Sa 8. Dez 2018, 21:10

Mahlzeit,
an anderer Stelle läuft ja grade ein Thread wg. "Werkstatt-Burnout" etc.
Das hat mich auch ne zeitlang im Griff gehabt, deshalb kam von mir in letzter Zeit auch kein Beitrag mehr, von den "grünen" (moderativen) Beiträgen mal abgesehen... ;-)
Heute hatte ich mal wieder Bock was zu machen und hab deshalb eine schon ältere Baustelle angefangen und auch mehr oder weniger gleich abgeschlossen :2up:

Alles fing damit an, daß ich beim letzten Schwabentreffen (im April) von einem netten Mitforenten eine Drechselbank geschenkt bekommen habe. Dem Spender sei an dieser Stelle nochmals mein Dank gesagt. :2up: :thx:
Es ist das allseits bekannte China-Modell wie es in verschiedenen Farben und Ausführungen (mit geringen Abweichungen) auf diversen Handelsplattformen angeboten wird. Die "BF-20" unter den Drechselbänken sozusagen. Ein Bild vom Originalzustand hab ich leider keines, aber so sieht das Ding normalerweise aus:
01.jpg
01.jpg (21.6 KiB) 820 mal betrachtet
Einen kleinen, aber entscheidenen Unterschied gabs bei meinem Modell, da ist nämlich die "Basis" (keine Ahnung wie ich das sonst nennen soll :unknown: ) aus gekantetem Blech. Die neueren Modelle haben alle Vierkantrohre. Jedenfalls ist diese "Basis" alles andere als ein Ausbund an Stabilität (wurde wohl deswegen auch geändert).
Gemerkt hab ich das beim allerersten Einsatz, als ich den Reitstock verwenden wollte. Ich hatte mich noch gewundert, warum ich die Spitze so weit kurbeln konnte, es hat dabei aber nur das Blech verbogen... auf dem Foto hab ich das Blech mal an eine gerade Wand gelehnt, damit man die Verbiegung sehen kann.
01a.JPG
01b.JPG
So kann man nicht damit arbeiten... :wall:
Also musste Abhilfe her. Mal in den Materialbeständen gewühlt und halbwegs passende Vierkantrohre gefunden. Bisschen gesägt, gebohrt, zusammengeschraubt und jetzt sieht die Kiste so aus:
Ich seh absolut keinen vernünftigen Grund, warum oder wo sich da sich jetzt noch was verwinden könnte, vorher geht die Leistung in die Knie ;-)
02.JPG

Noch ein paar "close-ups", man sieht die Verschraubungen
03.JPG
04.JPG
Wie man sieht, hat das Ding Räder bekommen. Warum das? :nixweiss:
Nun, die unteren Rohre sind 60x40x5 mm, die oberen 40x40x5, die "Querverbinder 60x60x5, das treibt das Gewicht der Maschine natürlich enorm in die Höhe. Mit den Rädern kann ich das Teil fahren wie eine Schubkarre
05.JPG
Und geparkt nimmt das Ding nicht viel Platz weg
06.JPG
Da ich in nächster Zeit ein paar andere Sachen zum Verzinken bringen muss, werde ich alles nochmals auseinanderschrauben und die Rohre gleich mitgeben zum verzinken. Sollte dann ne Weile halten.
Geplant ist auch noch ein M33-Adapter, damit ich anstatt der Planscheibe oder dem Mitnehmer auch mal ein Futter oder anderes Zubehör montieren kann.
Gruß
Burki
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tommydsa
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Re: China-Drechselbank, leicht gepimpt

Beitrag von tommydsa » Sa 8. Dez 2018, 21:17

Nachbar
Welche Soindelnase Gewinde hast du an der Maschine?
So genau wie nötig und so einfach wie möglich....

Tommy

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Re: China-Drechselbank, leicht gepimpt

Beitrag von Burki » Sa 8. Dez 2018, 21:18

tommydsa hat geschrieben:
Sa 8. Dez 2018, 21:17
Nachbar
Welche Soindelnase Gewinde hast du an der Maschine?
Müsste nochmals messen, ich meine M18x2 oder so...
Gruß
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Re: China-Drechselbank, leicht gepimpt

Beitrag von Swag » Sa 8. Dez 2018, 21:46

Super schaut’s aus, Burki. Das alte habe ich bei dir gesehen, jetzt hast du der große Schwachstelle richtig beseitigt. :2up:

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Re: China-Drechselbank, leicht gepimpt

Beitrag von Burki » Sa 8. Dez 2018, 22:34

tommydsa hat geschrieben:
Sa 8. Dez 2018, 21:17
Nachbar
Welche Soindelnase Gewinde hast du an der Maschine?
Jetzt mal gemessen: M 18 x 2,5 ist der Gewindezapfen an der Maschine
Gruß
Burki
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Re: China-Drechselbank, leicht gepimpt

Beitrag von ThatGangsta » So 9. Dez 2018, 00:55

Ich hatte mal selbiges Modell von Ferm, die war aber standardmäßig nur 500mm lang und konnte durch Anschrauben der beiden Erweiterungsstücke auf 1000mm verlängert werden.
Bei meiner gab es nichtmals ein Blech unten drunter, nach einer Verwendung war der Haufen in alle Dimensionen verzogen und verdreht.

Hauptproblem war, dass der Spindelstock bezogen auf das "Bett" auseinander / weggekippt ist, zudem hat sich die gesamte Seitenwand des Spindelstocks mit Spindel nach hinten gebogen.

Ich habe sie dann relativ schnell wieder in den Kleinanzeigen reingesetzt und jemand anders damit glücklich gemacht, fragt sich nur wie lange er das war :D
Selbstverständlich vorher wieder alles gerade gebogen.

Gruß,
Rene

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Re: China-Drechselbank, leicht gepimpt

Beitrag von tommydsa » So 9. Dez 2018, 07:56

Schade
M33x hätt ich noch einiges da...
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Tommy

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Re: China-Drechselbank, leicht gepimpt

Beitrag von raidy » So 9. Dez 2018, 08:49

Macht jetzt einen robusten Eindruck.
1) Wie viel kostet es so ungefähr die Rohre zu verzinken?
2) Wäre Pulverbeschichten nicht auch eine Alternative?
Gruß Georg
Der Backenschlüssel heißt Backenschlüssel, weil er in deinem Backen steckt, wenn man ihn nicht vom Backen steckt.

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Re: China-Drechselbank, leicht gepimpt

Beitrag von Stern-300E24V » So 9. Dez 2018, 09:05

Hi,
tommydsa hat geschrieben:
So 9. Dez 2018, 07:56
Schade
M33x hätt ich noch einiges da...
Bedeutet das, dass du was zum abgegeben hättest?
Wir suchen immer Mal wieder Zubehör mit M33 oder 2 1/4" Gewinde. Ggfs per PN?

Zurück zum Thema: ein gelungener Umbau. Sieht massiver aus wie der Spindelkasten :unknown:

Grüßle, Jörg :hi:
Grüßle, Jörg :hi:

Erst das alte aufbrauchen....

Kobold
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Re: China-Drechselbank, leicht gepimpt

Beitrag von Kobold » So 9. Dez 2018, 11:15

Hallo,

dieser Unterbau ist jetzt tatsächlich stabiler als der Spindelkasten.
Darum sollte man auch Pläne mit M33-Adaptern in der Schublade lassen. Mit einem handelsüblichen Drechselfutter bestückt ist das Spindelchen an der Grenze seiner Tragfähigkeit. Da kann man nicht mehr viel Holz aufspannen, eine 20cm Schale schon gar nicht.

Ich hatte auch mal so ein Teil, Drechselbank will ich es nicht nennen. Hab sie für 50 DM gekauft und ein halbes Jahr später verschenkt. Manche bauen sich aus dem Spindelstock einen Tellerschleifer, das ist eine prima Resteverwertung.

Natürlich kommt es immer auf die Ansprüche an: Ich kenne Jemand, der baut die tollsten Sachen mit so einem Teil. Ein ehemaliger Kollege meines Vaters hat jahrelang Spinnräder gefertigt auf einer selbstgebauten Vorrichtung, die im wesentlichen aus einem Nähmaschinen-Untergestell und einer 2-Gang-Schlagbohrmaschine bestand. Dagegen sieht dieser Chinakracher fast noch professionell aus.

Gruß Reinhard

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