Leinen LZ 43 Grundüberholung

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leowuli
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Re: Leinen LZ 43 Grundüberholung

Beitrag von leowuli » Sa 22. Dez 2018, 15:17

Das mit den Haarrissen ist mir auch schon bekannt. Das Vorschubgetriebe kommt aber als letztes dran, da man die Drehe auch ohne mal testen kann :-D
Ich liebe Farbe:
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Montags wurden wohl immer die Spänefangwannen gegossen... Gut dass ich noch Gusskit habe :pfeif:
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Filztest mit VGL 10:
Hat 20 ml geschluckt und sich sehr schnell durchgetränkt. Ich denke dass der weichere der beiden gut geeignet sein wir.
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leowuli
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Re: Leinen LZ 43 Grundüberholung

Beitrag von leowuli » Do 27. Dez 2018, 00:24

Über die Feiertage habe ich Zeit gefunden, den Spindelstock wieder zusammenzusetzen:
Das Radialspiel wird über eine Mutter eingestellt, die das Spindellager in das Konisch gebohrte Gehäuse zieht. Die äußere Mutter ist dann nur zum Kontern da. Um nun das Radialspiel einzustellen zieht man die innere Mutter entsprechend an. Das funktioniert nur in Begrenztem Maße, da sich in der Lagerbuchse noch ein eingepasster Chim befindet. Ich habe erstmal probiert wie weit ich im vorderen Lager durch anziehen der Mutter komme. Die Messuhr zeigte ca 5 Hundertstel Spiel. Das war mir zu viel. Daher habe ich den Chim herausgenommen, und mit einer Feinzeigerbügelmessschraube mir eine "Karte" mit den Dicken an verschiedenen Stellen gemacht. Dann habe ich den Chim etwas dünner und planer geschiffen. Zwischendurch immer wieder das Lager eingesetzt und das Spiel gemessen. Geschliffen habe ich den Chim bis kein Spiel mehr da war (Mutter voll angeknallt), dann kann ich nachher einfach nachstellen. Beim finalen Einbau strebe ich ca 2-2,5 Hundertstel Spiel an. Zu wenig ist nicht gut, da sich die Spindel dann bei Erwärmung fressen kann. mit 2 Hundertstel darf sie eh nur noch ca 40° wärmer als das Gehäuse sein.
Das Hintere Lager hatte eigentlich gepasst, dh, Spiel von 2 Hundertstel einstellbar. Ich habe trotzdem den Chim herausgenommen. Er fühlte sich etwas leicht an :o Nach etwas putzen musste ich feststellen, dass ein Vollpfosten einen Chim aus Holz eingesetzt hatte :popoklatsch:. Der erfüllt natürlich nur bedingt seinen Zweck. Da natürlich kein Messingblech zur Hand war, habe ich beschlossen, dass es Alu auch tun sollte, zumal ich da 1,6mm da hatte und der Chim am Ende irgendwas um 1,5 haben sollte. Also ausgeschnitten viel geschliffen und dann passte auch das hintere Lager.
Neuer Filz für die Dochtschmierung der Lager war schnell herausgeschnitten, leider hab ich kein Foto gemacht. Nach einbau des Filz hab ich gleich mal Öl reingekippt. In einer Minute war das Öl wunderbar durch den Filz hochgestiegen. So solls sein. Der Filz muss immer bis an die Spindel reichen, daher habe ich ihn etwas überstehen lassen.(Die Spindel wird schon noch reingehen... ) Ich habe mir trotzdem vorgenommen die Spindel nach ein paar Betriebsstunden nochmal herauszunehmen und nachzuschauen ob die Schmierung noch einwandfrei funktioniert.
Dann Wendeherz, Vorgelege und Riemenscheibe wieder rein. Das dauert natürlich auch bis da auch wieder alles da ist wo's hingehört...
Die Spindel und Lager nochmal reichlich im Öl ersäuft, rein damit (Verdammte Passtifte) und Lager final eingestellt.
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Lager mit Chim
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Holz???
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Neubau aus Alu
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Fertig ;)

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Oliver M
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Re: Leinen LZ 43 Grundüberholung

Beitrag von Oliver M » Do 27. Dez 2018, 00:55

Hallo

Die Einlagen so dünn zu schleifen das du das Spindelpiel komplett auf 0 stellen kannst ist keine gute Idee.
Dadurch sind die Lagerbuchsen bei korrekter Einstellung ohne Spannung.

Gruß Martin
Früher war alles:
A: besser B: aus Holz C: mit Schlitzschrauben

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Re: Leinen LZ 43 Grundüberholung

Beitrag von leowuli » Do 27. Dez 2018, 02:24

Oliver M hat geschrieben:
Do 27. Dez 2018, 00:55
Die Einlagen so dünn zu schleifen das du das Spindelpiel komplett auf 0 stellen kannst ist keine gute Idee.
Dadurch sind die Lagerbuchsen bei korrekter Einstellung ohne Spannung.
Ja war wohl nicht die beste Idee des Tages. Der Gedanke war, mir eine Nachstellmöglichkeit zu geben, wie im Handbuch beschrieben. Ein bisschen Vorspannung hat es aber noch, da die Einlage schon fest sitzt bevor ich überhaupt die Mutter angezogen habe.
Falls ich sowas nochmal mache, schleife ich nicht mehr so viel...

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Re: Leinen LZ 43 Grundüberholung

Beitrag von Oliver M » Do 27. Dez 2018, 11:18

Du kannst immer noch Hasbergfolie beilegen.
Würde ich dringend empfehlen.

Gruß Martin
Früher war alles:
A: besser B: aus Holz C: mit Schlitzschrauben

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Re: Leinen LZ 43 Grundüberholung

Beitrag von leowuli » Mo 14. Jan 2019, 21:54

Habe nun das Gestell gereinigt, repariert und Lackiert:
Am Linken Fuß waren beide Aufstandsflächen gebrochen und vom Vorbesitzer schlecht repariert. Er hatte außen auf der einen Seite eine Platte aufgeschweißt und auf der anderen geschraubt. Beides hat nicht gehalten und die Maschine hat einen Spagat gemacht.
Ich habe nun das vorerst wieder ausgerichtet und wieder angeschweißt. Wer schon mal Guss geschweißt hat weiß dass das nicht lange hält... :pfeif: Daher habe ich innen noch 2 solide Stahlplatten eingebaut. Sonst den ganzen Tag nur Putzen... :|
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Re: Leinen LZ 43 Grundüberholung

Beitrag von Eisenwut » Di 15. Jan 2019, 09:29

Wenn's nicht hält, solltest Du über die Option Hartlöten nachdenken... Das ist zwar bzgl. anwärmen aufwändig, hält aber -wenn es ordentlich gemacht wird- so gut wie vor dem Bruch.
Musst Dich umhören, wer bei sowas nicht nur mit Equipment, sondern auch Erfahrung helfen kann, das ist eher nix für "mal eben selber" ohne Vorerfahrung.
Kannst Du ja auch später noch überlegen, musst den Fuß halt wieder ausbauen....

Wer Kunststoff kennt, nimmt Metall !

Boley & Leinen MLZ4SB, L3n
Deckel FP2, GK21, SO

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Re: Leinen LZ 43 Grundüberholung

Beitrag von leowuli » Mi 27. Feb 2019, 12:04

Hartlöten ist sicher eine super Sache für Gussteile; habe das in letzter Zeit ein paar mal gegoogelt, kann man ja auch mit dem WIG machen. Werde ich irgendwann mal ausprobieren. Für die Maschinenfüße bin ich aber sicher dass es so hält, da durch meine inneren Platten keine Biegung mehr drauf sein sollte.

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Re: Leinen LZ 43 Grundüberholung

Beitrag von leowuli » Mi 27. Feb 2019, 12:23

Nun mal ein Update was ich den letzten Monat so gemacht habe:
Zuerst war der Motor fällig. Beim Kauf der Maschine ist der ja nicht gelaufen, ich hatte zwischenzeitlich festgestellt dass nur eine Phase angeklemmt war, der Rest war wegen unfachmännischer Verkabelung einfach abgefallen. Keine Aderendhülsen und auch nicht verzinnt... Ich war zuversichtlich und habe den Motor vor der Überholung gar nicht laufen lassen.
Es scheint als würde er aus 3 Teilen bestehen, ich konnte aber nur 2 voneinander trennen. Das reicht allerdings um den Läufer rauszubekommen, die Lager auszuwaschen und innen sauberzumachen.
Nach dem Zusammenbau habe ich alle 3 Geschwindigkeitsstufen mal angeklemmt. Der Motor läuft absolut ruhig und leise, davon kann meine Chinadrehe mit Kondensatormotor nur träumen.
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Motor vorher
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Versuch auch die Teile voneinander zu bekommen
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Farbe ;)
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Testverkabelung

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Re: Leinen LZ 43 Grundüberholung

Beitrag von leowuli » Mi 27. Feb 2019, 12:42

Als nächstes die Elektrik. Hier war maximaler Pfusch des Vorbesitzers zu erkennen. Den Schaltkasten hatte er ohne Abdeckung außen am Maschinenfuß montiert, "damit man besser hinkommt". :(
Ich möchte möglichst viel davon wiederverwenden, daher wurden Polumschalter Phasenwender und Relais erstmal zerlegt geputzt und geölt. Jetzt knischt und hakt auch nichts mehr, ich würde sagen so kann man es wieder einbauen. Natürlich in den Maschinenfuß wo es hingehört. Bevor ich allerdings zusammenbaue möchte ich meine Einzelteile halbwegs fertig haben...
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Ohne Worte
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Umbau auf eine Phase. Rot wäre übrigens der Schutzleiter gewesen...
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Polumschalter
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Relais mit Überlastschutz

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