EFM200 (Sieg X2-Clone) - meine Verbesserungsvorschläge

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Re: EFM200 (Sieg X2-Clone) - meine Verbesserungsvorschläge

Beitrag von Limbachnet » So 12. Mai 2019, 22:42

Klasse! Dann kann ja deine Spindelbremse in den Ruhestand... :zustimm:

Sag mal, wie hast du denn eigentlich das kleine Zahnrad da draufgebracht? Hast du die komplette Zwischenachse getauscht? Bei mir schaut da nur ein kurzer Wellenstummel heraus, der IMHO kein Zahnrad zu tragen in der Lage ist. :nixweiss:
Schöne Grüße,
Matthias

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Re: EFM200 (Sieg X2-Clone) - meine Verbesserungsvorschläge

Beitrag von Karsten » Mo 13. Mai 2019, 06:50

Ja Matthias bremsen brauche ich in dem Gang jetzt nichts mehr. :-)
Für das kleine Zahnrad habe ich jetzt erst mal die einfachste Lösung genommen:
- 10 Zähne/Modul1 gekauft (mit 4mm Bohrung), in die originale Zwischenwelle eine M6/10.9 Schraube eingesetzt,
Kopft ab, auf 4mm runtergedreht, Zahnrad aufgeschoben und alles hart miteinander verlötet.
Hätte das jetzt nicht gehalten, hätte ich noch einen Plan B im Köcher gehabt:
- Neue Welle anfertigen, 12 Zähne/Modul1 selber drauffräsen ...
Das wäre natürlich viel stabiler, aber die Übersetzung (12/80) wäre auch schon wieder deutlich länger.

Gruß Karsten

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Re: EFM200 (Sieg X2-Clone) - meine Verbesserungsvorschläge

Beitrag von Limbachnet » Do 16. Mai 2019, 12:05

Wirklich cool. Da muss ich doch glatt die angedachte Befestigung für meine Ringlicht-Spindelbeleuchtung mal umplanen, um mir nicht die Nachbau-Möglichkeit dieses Kriechgangs zu verbauen...
Der Gesamtaufwand ist aber schon nicht ganz ohne, wenn du das an einem Wochenende geschafft hast: :2up:

Ich bräuchte erst mal eine Ersatz-Spindel, weil ich bei demontierter Fräse ja schon mal keine Passfedernut fräsen kann, da hab' ich ein Henne-Ei-Problem. Dann den ganzen Fräskopf 'runter- und auseinandernehmen, Spindel raus, Lager ab, Zwischenspindel raus, Lager auf die neue Spindel drauf (diese Lager-Presserei...), Zwischenspindel auf der Drehe umarbeiten, Kopf zusammenbauen. Fixierung für den Ganghebel in Neutral-Stellung überlegen und anbauen, Kopf wieder aufsetzen, senkrechte Lage austesten und ggf. nachjustieren, 80er Zahnrad ausdrehen... Puuuh. Also, ich komm' da mit einem einzigen Wochenende wahrscheinlich nicht hin, das wird was für lange Winterabende.

Ist aber sinnvoll, denke ich. Ich hab' vor ein paar Tagen 13mm-Bohrungen in V2A gebraucht. 4mm vorgebohrt, kein Problem. Der 13er drauf, schön schmieren, so 250-300 U/min eingestellt. Um die Oberflächen-Aufhärtung bei zu geringer Spanabnahme zu vermeiden musste ich schon ein bisschen drücken - und da ging die Drehzahl doch massiv in den Keller. Da hab' ich an deine Spindelbremse gedacht, die wäre hilfreich gewesen - aber der Kriechgang ist noch besser, denke ich.
Schöne Grüße,
Matthias

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Re: EFM200 (Sieg X2-Clone) - meine Verbesserungsvorschläge

Beitrag von Karsten » Do 16. Mai 2019, 12:43

Moin Matthias,
ich versuche immer die einfachste Lösung zu finden.
Deshalb hätte ich das wohl auch an 1 Tag geschafft.
- Eine Ersatzspindel brauchte ich nicht, habe die Nut auf der Drehbank gestoßen (wie z.B. auf dem Bild unten).
- Spindel und Zwischenwelle sind in 5 Min. ausgebaut ... (Würde nur nicht beide gleichzeitig ausbauen, sonst fallen Dir innen die Zahnräder weg)
- Kopf braucht dazu nicht ab, auch nicht für die Fixierung des Ganghebels (siehe Bild unten) ;-)
Ich könnte mir vorstellen dass das Schwerste bei der ganzen Aktion das Löten des Zahnrades auf die Zwischenwelle ist.
Da braucht man etwas Erfahrung, damit das Lot nur dahin kommt wo es soll und nicht in das Zahnrad ...

- Also Kopf braucht nicht runter.
- 4mm Stift an die Zwischenwelle besorgen, Zahnrad auflöten
- 40er Loch in das große Zahnrad, Nut stoßen
- Nut in die Spindel stoßen, Nut für den Seegerring einstechen
Fettig :-)

Gruß Karsten

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Re: EFM200 (Sieg X2-Clone) - meine Verbesserungsvorschläge

Beitrag von Limbachnet » Do 16. Mai 2019, 14:01

Hmmmm, das klingt gut...
Die Nut im Zahnrad, die könnte ich ja notfalls manuell feilen, wenn die EDM350 sich als überfordert outet. Hab' ich bei zwei zusätzlichen Zahnrädern für die EDM auch so gemacht. Hartlöten bekomme ich mittlerweile hin (hoffe ich...). Die Nut in der Spindel, hmm, Spindel arretieren, Meißel senkrecht stehend in den Maschinenschraubstock, mit dem Tisch ausrichten und anfahren und schichtweise mit dem manuellen Kopfvorschub stoßen? Auch ne Idee, das probier' ich aus! Vielen Dank für die Tipps!
Schöne Grüße,
Matthias

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Re: EFM200 (Sieg X2-Clone) - meine Verbesserungsvorschläge

Beitrag von Karsten » Do 16. Mai 2019, 15:47

Weil bei Dir oben etwas anderes steht: Zahnräder wären Modul1 10/82 oder 12/80 Zähne.
Hartgelötet habe ich das nicht mit der "Lötstange" in der Hand ..., sonder Flussmittel mit einem kleinen Pinsel
und Hartlot in kleinen Teilen mit der Pinzette aufgelegt ...
Die Nut auf der Fräse stoßen, das wird meiner Meinung nach nichts. Der Hebel bis zur Säule ist zu groß ...
Aber schau mal hier: viewtopic.php?f=36&t=39632&start=10
auf der Drehbank fräsen wäre mein Plan B gewesen.
Und damit Du jetzt nicht durcheinander kommst:
In dem Thread hatte ich mich gleich mal gepflegt verrechnet und einen falschen Wellenabstand angegeben. :pfeif:
Zum Glück habe ich bevor ich die Zahnräder bestellt habe noch mal genau nachgemessen und gerechnet!
Was jetzt hier steht stimmt.

Gruß Karsten
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Re: EFM200 (Sieg X2-Clone) - meine Verbesserungsvorschläge

Beitrag von Limbachnet » Do 16. Mai 2019, 23:10

So, die Mädler-Bestellung ist raus, aber die Frage, wie ich die Nut in die Spindel bekomme, hat mir keine Ruhe gelassen - und ich habe noch gemerkt, dass ich gar keinen zum Stoßen geeigneten Meißel habe... :pfeif: . Aber ich hab doch ein Pollin-Sortiment VHM-Minifräser, die ich eigentlich für Platinen-Fummeleien gekauft habe, die aber erstaunlich robust sind. In Ermangelung eines Sägedorns (der steht noch auf der Bastel-Liste) habe ich damit auch schon mal eine Nut in eine 8x8mm-Hülse für runde 4mm-Drehstähle gefräst.

Deshalb bewerbe ich mich für die bekloppteste Aufspannung des Tages:
image001r.jpg
image001r.jpg (76.67 KiB) 343 mal betrachtet
Aber es funktioniert. 2mm tief bin ich, 2 Durchläufe in der Breite hab' ich, 4 fehlen noch und dann müsste eine 4mm-Passfeder passen. Geht doch! Ja, da unten links - ach, reden wir nicht drüber... :pfeif:
image002r.jpg
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Schöne Grüße,
Matthias

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Re: EFM200 (Sieg X2-Clone) - meine Verbesserungsvorschläge

Beitrag von Karsten » Fr 17. Mai 2019, 06:28

:2up:
Bei Mädler habe ich auch bestellt. Habe auch woanders kein 82er Zahnrad gefunden.
-Die Spindel musst Du dann nach unten, zusammen mit dem unteren Lager ausbauen (wegen der langen Passfeder ...)
Meine Spindel war unten etwas "aufgeweitet" (2/100), deshalb ging mein Zahnrad erst schwer drauf.
Wenn ich das jetzt nochmal machen würde, würde ich die erst auf der Drehbank nochmal "geradeziehen" (5/100) und
die Bohrung vom Zahnrad dann auf das Maß fertigen.
-Die Zwischenwelle habe ich unten noch ca. 2mm gekürzt und von der Nabe am Zahnrad ließ ich nur 1mm stehen.
Einerseits sollten die Zahnräder möglichst nahe an den Fräskopf kommen, andererseits sollten die Zähne vom Zahnrad
nicht direkt auf der Welle stehen, damit mir das Hartlot da nicht reinläuft.
Ach ja: Zwischenwelle im 1 Gang ausbauen, dann fällt Dir das Doppelzahnrad innen nicht von der Schaltgabel. :pfeif:

Gutes Gelingen und Gruß
Karsten

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Re: EFM200 (Sieg X2-Clone) - meine Verbesserungsvorschläge

Beitrag von SchlosserIng » Do 6. Jun 2019, 19:27

Hallo Kollegen,
ich habe mal wieder 2 Infos für Euch:

Die erste:
Ich hatte geschrieben (Post #415484), dass der langsamere meiner beiden 5er Keilriemen durchrutscht und irgendwann später (mehr scherzhaft), dass ich vielleicht mit Kolophonium (auf die Keilriemen-Seitenflächen) etwas dagegen unternehmen könnte - und das bringt wirklich was. Allerdings hält die Wirkung nicht lange an, kürzer als mein Staunen darüber ...
Bezüglich des Durchbiegens der Keilriemen-Außenseiten: das könnte auch am Exemplar (oder am Hersteller) liegen. Bei einem haptischen Vergleich der (passenden, aber sich durchbiegenden) Mitsubishi-Keilriemen mit den polnischen (leider zu langen) Keilriemen kann man deutlich spüren, dass die letzteren bezüglich Seitenkraft sich wesentlich steifer anfühlen. Ich hatte daraufhin versucht, durch ein zusätzliches Kugellager (als Außenrolle) die Länge auszugleichen und gleichzeitig den Umschlingungswinkel zu erhöhen - aber es hat nicht leider nicht gereicht, sogar nach Vergößerung des Spannbereiches und ein größeres Kugellager passt nicht rein.
EFM_Spannrolle.JPG
EFM_Spannrolle.JPG (57.63 KiB) 209 mal betrachtet
und die zweite (hoffentlich interessantere):
Ich hatte auch erwähnt, dass die Drehzahl meines (noch originalen) Antriebs nicht stabil bleibt, ich nach unspezifischen Reparaturversuchen (Kontakte putzen, Schleifkohlen drehen usw.) Verbesserungen erreichen konnte, die aber nie länger als ein paar Stunden Betriebszeit anhielten. Andere Kollegen hatten mir das bestätigt und als Abhilfe den Tausch des Drehzahl-Einstellpotentiometers gegen ein Drahtexemplar empfohlen.
Das konnte ich mir für meinem Fall nicht vorstellen und das war's auch nicht.
Jetzt, da ich schlauer bin, ist mir alles ganz klar - aber vorher... Kennt ihr das auch? :o
EFM_Leiterplatte.JPG
EFM_Leiterplatte.JPG (75.92 KiB) 209 mal betrachtet
Der alleinig Schuldige (in meinem Fall) war ein Strommess-Widerstand. Der wurde bei der Herstellung nicht sauber auf die Leiterplatte aufgesetzt und durch die unvermeidlichen Vibrationen beim Fräsen brach eines der beiden "Beinchen" ab. Manchmal gab es nach einer Weile wieder Kontakt und dann eben nicht mehr.
Natürlich war der abgebrochene Anschluss zu kurz. Als Sofortreparatur habe ich die Auflageflächen des Keramik(?)-Gehäuses abgeschliffen (im Bild unten noch im Originalzustand) und einer meiner Söhne (inzwischen deutlich bessere Augen als ich) hat ihn mir wieder eingelötet.
EFM_Messwiderstand.JPG
EFM_Messwiderstand.JPG (60.19 KiB) 209 mal betrachtet
Ersatz wird umgehend bestellt.
Falls gewünscht, kann ich noch ein paar Symptome zur Fehler-Identifikation beisteuern (außer, dass der Widerstand gewackelt hat).

Ursprünglich wollte ich (für die Eigenproduktion eines Badmöbels) nur in ein dickeres Brett drei rechtwinklige, passgenaue Nuten einfräsen ...
Das war vorgestern und zwei Nuten fehlen noch ... :scheisse:
Macht's besser
Gottfried

Meine Meinung: es erst mal versuchen ... und dann verzweifeln?
EFM200DS, EDM300DS, GFW4013, Woodstar-pt85, Oberfräse,
viel Eigenbau (wovon die Hälfte nicht gut funktioniert), viel "wenig Platz"

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Re: EFM200 (Sieg X2-Clone) - meine Verbesserungsvorschläge

Beitrag von Karsten » Fr 7. Jun 2019, 15:46

Moin Gottfried,
die Platine an meiner Rotwerk sieht ganz anders aus und "unvermeidliche Vibrationen" gibt's
da bei mir auch nicht mehr. :-)
Ich habe aus der Not eine Tugend gemacht und den ganzen Kasten nur noch auf Moosgummi festgeklebt.

Gruß Karsten

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DSCF1136.JPG
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