Rändelschraube Oldtimer-Motorrad - Drehteil

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Trommelmops
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Re: Rändelschraube Oldtimer-Motorrad - Drehteil

Beitrag von Trommelmops » So 8. Jul 2018, 13:34

FP91 hat geschrieben:
So 8. Jul 2018, 13:27
Hast du so eine von oben und unten greifende Rändelzange
Ja habe ich, dazu habe ich meine damals gekaufte aber etwas umbauen müssen. Nun kann ich den Außendurchmesser etwas größer
wählen. Das gekaufte günstige exemplar war ok bis maximal 18mm.....Danach wurde es schnell mau ;-)
Gruß der Trommelmops

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FP91
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Re: Rändelschraube Oldtimer-Motorrad - Drehteil

Beitrag von FP91 » So 8. Jul 2018, 14:23

Zeig doch mal bitte. Alles was ich so finde geht immer bis ~20 mm, das ist natürlich arg wenig. Die Frage ist, ob ich für verschiedene Durchmesser verschiedene Zangen brauche.

Meine "Anlegezange" geht bei Alu und Messing noch ganz gut - bei Stahl hab ich irgendwie kein gutes Gefühl, das muss schon mächtig Druck anliegen.

Grüße

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Re: Rändelschraube Oldtimer-Motorrad - Drehteil

Beitrag von Trommelmops » So 8. Jul 2018, 22:27

Morgen mach ich mal n ;) Bild.....
Gruß der Trommelmops

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Re: Rändelschraube Oldtimer-Motorrad - Drehteil

Beitrag von Trommelmops » Mo 9. Jul 2018, 21:05

Einfach aber lässt sich gut Rändeln oder Kordeln....Mir ist dabei die Funktion mal wichtiger gewesen. Die Optik spielt dabei
mal ausnahmsweise keinerlei Rolle.... :pfeif:
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Re: Rändelschraube Oldtimer-Motorrad - Drehteil

Beitrag von Trommelmops » Fr 13. Jul 2018, 21:30

Es gibt ein kleines Update:

In der Zwischenzeit habe ich mein kleines Hilfsmittel die Kugeldreheinrichtung fertig gestellt :-D

Damit konnte ich nun endlich die Rändelschraube auf der Stirnfläche in einem definierten Radius konvex drehen.

Das Ergebnis stellt mich wirklich sehr zufrieden. Dazu musste ich allerdings auch einen geeigneten Drehmeißel anfertigen,

da die Eintrittsrichtung der Kraft ja nun etwas anders wirkt. Das war aber nach etwas Überlegen kein Thema. Mein Meißel

schneidet 360° und kann einfach bei Verschleiß um die eigene Achse gedreht werden. Damit habe ich nun eine Weile Ruhe

vor dem erneuten Anschleifen. Er schneidet wirklich sauber und ohne Kraftaufwand. Das stimmt mich sehr zufrieden.

Der erste Versuch klappte dann auch gleich auf Anhieb. Und nun kann ich mich Fug und recht behaupten, dass die

kommenden Schrauben im wahrsten Sinne des Wortes nur noch "Reine Formsache" werden :-D :2up: aber seht selbst
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Rändelschraube ES MZ 175
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Rändelschraube ES MZ 175
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Rändelschraube Herstellung Stirnfläche mit Radiendreheinrichtung
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Rändelschraube Herstellung Stirnfläche mit Radiendreheinrichtung
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Re: Rändelschraube Oldtimer-Motorrad - Drehteil

Beitrag von merlin » Fr 13. Jul 2018, 21:53

:super: Zeigst du bitte noch Details vom Meißel?

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Re: Rändelschraube Oldtimer-Motorrad - Drehteil

Beitrag von Trommelmops » Sa 14. Jul 2018, 09:36

Update zum angefragten Meißel :-)

Es handelt sich um 115CrV3.....Ein geschliffener 12mm Rohling gehärtet und geschliffen. Die Stirn leicht konkav, der umlaufende

Freiwinkel ist auch zu sehen. Der Schaft ist freigedreht. Der Spanwinkel ist dadurch positiv. Ich habe aber bereits eine andere Idee.

Ich wollte nämlich keine Radiusplatte auf einen Schaft schrauben. Deshalb ein ganzer Meißel. Bei Verschleiß einfach weiterdrehen.
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Drehmeißel mit umlaufender Schneide aus 115CrV3
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Drehmeißel mit umlaufender Schneide aus 115CrV3
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Drehmeißel mit umlaufender Schneide aus 115CrV3
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Drehmeißel mit umlaufender Schneide aus 115CrV3
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Re: Rändelschraube Oldtimer-Motorrad - Drehteil

Beitrag von arne » Sa 14. Jul 2018, 11:32

:respekt: das ist wirklich klasse!

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Re: Rändelschraube Oldtimer-Motorrad - Drehteil

Beitrag von Trommelmops » Mi 25. Jul 2018, 23:03

Es gibt wieder ein Update :news:

der Arne hatte mir in der Zwischenzeit mal ein "Überraschungspaket" zukommen lassen. Also genau genommen kam es heute :-)

Als mir der Bote das Ding überreichte hat mich das Gewicht verblüfft. Ich tippte zuerst auf "Rohmaterial" zum Herstellen der Schrauben. Allerdings war ein kurzer aber sehr lieber Brief das Erste was mich erblickte. Danke Arne :thx:

Und dann sah ich die beiden gläsernen Behältnisse mit implementiertem Gerstensaft :-D Dafür ein recht herzliches Dankeschön :trink2:

Soweit so gut. Ich hatte nach dem Ausgraben auch gleich die originale Schraube in der Hand. Nun ich verglich diese mit meiner bereits hergestellten. Und bis auf die innere Kontur und die Rändelung waren beide gleich. Also gut getroffen. Aber der Meißel musste umgeschliffen werden. Das war aber kein Thema. Gegen das Licht kannst du prima die Kontur überprüfen. Nun denn tat ich mich gleich ans Werk machen. Was mir auffiel war oder ist das Gewinde der originalen Schraube. Das war kein M6 wie ich es kenne.
Es war etwas größer im Durchmesser. 6,12mm und da passte keine M6 Mutter rauf. Ich denke die Schraube war etwas vergurkt.
Und Zoll oder sonstewas schloss ich kategorisch bei der MZ aus.

Also ran ans Werk und mal probiert. Das heutige Resultat überzeugt mich voll und ganz. Die Maße sind gut einhaltbar und die Oberflächen sind wirklich gut geworden. Und alles ohne was zu schmirgeln oder zu schleifen. Auch die ballige oder konvexe Stirn
ließ sich perfekt mit meinem dafür extra gebauten Apparatschik drehen. Auch hier war keinerlei Nacharbeit in Form von Schleifen oder so notwendig. Nicht mal ein fühlbares oder sichtbares Zentrum. Wenn die Parameter stimmen und man sachte arbeitet, geht alles wunderbar. Die Vorarbeiten sind allerdings
enorm gewesen. Nun ja ich hoffe Arne du kannst mit dem werdenden Ergebnis leben. Kleine Toleranzen sind vorhanden. Aber nur im Zehntelbereich maximal. Ich messe zwar immer wieder, doch wenn mal was um ein Zehntel abweicht nicht traurig sein.....
Das ist wirklich schwierig und jede Schraube ist eine große Menge an Fleiß und Handarbeit. ..... :pfeif:
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Gruß der Trommelmops

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Re: Rändelschraube Oldtimer-Motorrad - Drehteil

Beitrag von merlin » Mi 25. Jul 2018, 23:16

Sehr chic! :2up: :thx: fürs Zeigen.

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