meine "neue" Torsa Drehmaschine

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Oliver M
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Re: meine "neue" Torsa Drehmaschine

Beitrag von Oliver M » So 27. Okt 2019, 18:59

Harald F. hat geschrieben:
So 27. Okt 2019, 08:47
Guten Morgen

Das Problem mit dem Linkslauf macht mir auch Kopfzerbrechen, und ich finde die Lösung mit dem Klemmring richtig gut.
Daher habe ich mir auch noch ein Stück Guß für einen neuen Flansch und eine Ronde CroMo für den Klemmring bestellt.

Viele Grüße
Harald
Dann versuch die Klemmung doch zuerst mal wie bei Schaublin hin zu bekommen. Von der Idee den Flansch selbst zu schlitzen halte ich zumindest gar nichts. Kein mit bekannter Hersteller hat das gemacht, zumindest Schaublin Weiler und Boley haben jeweils andere Lösung für das Problem gefunden. Die von Weiler gewählte ist neben dem Klemmring von Schaublin die einfachste. Hat man die Passung für die Schaublin Klemmung nicht gut genug getroffen würde ich die Weiler Variante mit 3 Druckstücken und einer Madenschraube empfehlen.

Welchen Außendurchmesser müsste denn ein Gußrohling für dein Futter haben, ich hätte da noch was für dich...

Gruß Martin
Früher war alles:
A: besser B: aus Holz C: mit Schlitzschrauben

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Harald F.
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Re: meine "neue" Torsa Drehmaschine

Beitrag von Harald F. » So 27. Okt 2019, 19:22

N'Abend,
Oliver M hat geschrieben:
So 27. Okt 2019, 18:59
Harald F. hat geschrieben:
So 27. Okt 2019, 08:47
Das Problem mit dem Linkslauf macht mir auch Kopfzerbrechen, und ich finde die Lösung mit dem Klemmring richtig gut.
Daher habe ich mir auch noch ein Stück Guß für einen neuen Flansch und eine Ronde CroMo für den Klemmring bestellt.
Dann versuch die Klemmung doch zuerst mal wie bei Schaublin hin zu bekommen. Von der Idee den Flansch selbst zu schlitzen halte ich zumindest gar nichts. Kein mit bekannter Hersteller hat das gemacht, zumindest Schaublin Weiler und Boley haben jeweils andere Lösung für das Problem gefunden. Die von Weiler gewählte ist neben dem Klemmring von Schaublin die einfachste. Hat man die Passung für die Schaublin Klemmung nicht gut genug getroffen würde ich die Weiler Variante mit 3 Druckstücken und einer Madenschraube empfehlen.
Die "Schaublin-Variante" strebe ich jedenfalls an. Geeignetes Messwerkzeug zur Messung von Innendurchmessern steht zur Verfügung. Eventuell werde ich die letzen Müh läppen.
Oliver M hat geschrieben:
So 27. Okt 2019, 18:59
Welchen Außendurchmesser müsste denn ein Gußrohling für dein Futter haben, ich hätte da noch was für dich...
danke, das ist nett. Ich hab mir ein Stück 80er GG25 bestellt. Ich strebe 70 mm Außendurchmesser für die Buchse an.

Viele Grüße
Harald

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Oliver M
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Re: meine "neue" Torsa Drehmaschine

Beitrag von Oliver M » So 27. Okt 2019, 19:35

Ich dachte eher, wenn du dir noch einen kompletten Flansch drehen möchtest, da hätte ich noch einen Halbfertigen für 125mm Futter.
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Re: meine "neue" Torsa Drehmaschine

Beitrag von gerhard_56 » So 27. Okt 2019, 19:41

Ich habe auf die Schnelle einmal meine Spindel und einen Flansch vermessen, der Unterschied liegt bei 0,01 bis 0,02 mm, d.h. die 0,3 mm sind definitiv zu viel und vermutlich Ursache des Problems. Morgen messe ich noch einmal sorgfältig alle meine Flansche.
Die Idee mir einer eingelegten Hasberfolie finde ich für einen Schnelltest gut und die Klemmung mit drei Madenschrauben finde ich auch besser als meine Schlitzlösung, die ist entstanden, da hatte ich noch keinen Teilapparat, sieht man ja auch an dem aussermittigen Schnitt des Klemmrings :unknown:
Viele Grüße, Gerhard

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Oliver M
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Re: meine "neue" Torsa Drehmaschine

Beitrag von Oliver M » So 27. Okt 2019, 20:45

Keine 3 Madenschrauben, eine und 3 Messingdruckstücke ;-)
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Re: meine "neue" Torsa Drehmaschine

Beitrag von gerhard_56 » So 27. Okt 2019, 23:36

Warun 3 Messingdruckstücke hintereinander?
Da müsste doch eins reichen.
Viele Grüße, Gerhard

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Harald F.
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Re: meine "neue" Torsa Drehmaschine

Beitrag von Harald F. » Di 29. Okt 2019, 20:21

Guten Abend,

inzwischen habe ich die Schrauben zur Befestigung des Oberschlittens auf dem Planschlitten neu gefertigt und bin damit so weit zufrieden.

Weniger zufrieden war ich mit dem Ergebnis des Tests mit einer 0.2 mm Ms-Blech-Lage zwischen dem zylindrischen Teil der Spindel und dem Futterflansch. Ich habe keinerlei Verbesserung feststellen können, wobei diese Zwischenlage das Spiel natürlich nicht auf Null gebracht hat.

Ich habe auch noch mal diverse Messungen mit der Uhr durchgeführt. Insbesondere habe ich die Uhr auf dem Futterkörper befestigt und gegen ein ca 200mm langes Stück Rundmaterial gemessen, an dem ich mit der mir möglichen Muskelkraft gerissen habe. Die Auslenkung lag bei knapp 0.1 mm. Das allein sagt wahrscheinlich nicht viel aus. Wichtiger ist wohl, daß ich mit unter 1/100 mm eine kaum merkliche Hysterese festgestellt habe. Das sieht mir nicht nach Spiel im Bereich der Backen oder der Spirale aus.

Schließlich kam heute der Paketdienst, dessen Mitarbeiter mir angesichts des schweren Pakets echt leid getan hat:
gg-DSC01284.JPG
Theoretisch passt der Guß-Trümmer sogar auf meine Emco C8:
gg-DSC01285.JPG

Diese Geschichte mit den drei Messingdruckstücken und der Madenschraube ist mir noch unklar. Wär nett, wenn Ihr mir da mal auf die Sprünge helfen würdet.
Ich hatte auch schon mal daran gedacht, radial drei Maden-Klemmschrauben mit Messing-Druckstücken zu verwenden, finde diese Lösung aber wegen der Gefahr für die Spindel und dem Risiko des seitlichen Verdrückens nicht optimal.

Viele Grüße

Harald

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Re: meine "neue" Torsa Drehmaschine

Beitrag von gerhard_56 » Di 29. Okt 2019, 20:53

Ich weiß nicht ob ich Dich richtig verstanden habe, aber wenn Du mit der Messuhr am Futter eine fest eingespannte Stange in 200 mm Abstand um 0,1 mm auslenken kannst, dann hat die Stange sich verbogen oder das Futter spannt nicht richtig, ich kann mir nicht vorstellen, dass das normal ist.
Und wenn das unterlegte Blech nichts gebracht hat, dann liegt der Fehler woanders und ich vermute ganz stark beim Drehfutter.
Viele Grüße, Gerhard

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Harald F.
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Re: meine "neue" Torsa Drehmaschine

Beitrag von Harald F. » Di 29. Okt 2019, 20:57

gerhard_56 hat geschrieben:
Di 29. Okt 2019, 20:53
Ich weiß nicht ob ich Dich richtig verstanden habe, aber wenn Du mit der Messuhr am Futter eine fest eingespannte Stange in 200 mm Abstand um 0,1 mm auslenken kannst, dann hat die Stange sich verbogen oder das Futter spannt nicht richtig, ich kann mir nicht vorstellen, dass das normal ist.
ich hab nichts zum Durchmesser gesagt: das waren 20 mm (ich gebe zu: Festigkeitslehre liegt zu lange zurück, als das ich das jetzt rechnen könnte :pfeif: )
gerhard_56 hat geschrieben:
Di 29. Okt 2019, 20:53
Und wenn das unterlegte Blech nichts gebracht hat, dann liegt der Fehler woanders und ich vermute ganz stark beim Drehfutter.
Ich habe noch ein weiteres Dreibackenfutter, das zu meinem großen Teilapparat gehört. Ich weiss grad nicht, welche Aufnahme das hat.
Muß ich mir mal ansehen, ob das eine Alternative wäre.

Viele Grüße
Harald

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Harald F.
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Re: meine "neue" Torsa Drehmaschine

Beitrag von Harald F. » Di 29. Okt 2019, 21:14

Ergänzungen:

noch ein paar Messungen mit 40 mm Rundstahl im Futter.
Am Ende der Welle (bei ca 300 mm mit maximaler Kraft - schätzungsweise entsprechend 30 kg) gewackelt.

Messung Futterkörper gegen Welle bei 200 mm Auslenkung max 0.1 mm
Messung Futterkörper gegen Welle unmittelbar am reitstockseitigen Ende der Backe : unter 0.01 mm
Messung Futterkörper gegen reitstockseitiges Ende der Backe (radial): unter 0.01 mm
Messung Futterkörper gegen Welle etwa in Backenmitte: nicht messbar
Messung Futterflansch gegen Futterkörper radial und gegen "Planfläche": nicht messbar

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