Wieder was gelernt, Reitstock Drehmaschinen

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Storch 01
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Re: Wieder was gelernt, Reitstock Drehmaschinen

Beitrag von Storch 01 » Di 19. Jan 2016, 13:13

eXact Modellbau hat geschrieben:Tafelkreide ist heute mMn aus Gips.
Also meine ist von gestern :-D
Ostdeutsches Qualitätsprodukt aus den 80ern :hi:

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teralu
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Re: Wieder was gelernt, Reitstock Drehmaschinen

Beitrag von teralu » Mi 20. Jan 2016, 08:52

Mikron91 hat geschrieben:alten Schaublin Reitstöcken hat es neben der Knebelschraube für die Arretierung der Pinole oft ein kleines Loch.
Grüsse David
Hallo David
ja bis jetzt habe ich auch immer nur das Loch gesehen und das passende dazu hat immer gefehlt.
Aber jetzt habe ich eine Habegger Neotor Swiss TDLE und hier ist der Reitstock vollständig.
Das sieht dann so aus:
Habegger TDLE Reitstock Schaublin 2 Grad  IMG_7680.jpg
Habegger TDLE Oeler Reitstock Schaublin 2 Grad  IMG_7680.jpg
Habegger Neotor Swiss JH  102 Type TDLE 500.JPG
Danke nochmals für den Tipp
Gruss Thomas
Drehbank:..............Schaublin 102-VM W25, Habegger JH70 W12
Fräsmaschine:......Aciera F3 / F2 W20, Rawyler TF2 W12, Hauser W10
Schleifmaschine:..Strama 75 III, Mafac K100, Vitax V1, Raskin A175
Bohrmaschine:......Cincinatti PTM

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eXact Modellbau
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Re: Wieder was gelernt, Reitstock Drehmaschinen

Beitrag von eXact Modellbau » Mi 17. Feb 2016, 23:08

Hallo

Ich habe es jetzt in zwei alten Ami-Videos gesehen - an dem Griffstück ist ein Gänsefederkiel als Ölgeber dran. Aber die Kuststoffe waren damals auch noch nicht erfunden.
Gruß
Larry

Nehmen und geben! Es ist nicht der Sinn eines Forums, Informationen per PN auszutauschen!

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Flamberger
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Re: Wieder was gelernt, Reitstock Drehmaschinen

Beitrag von Flamberger » Di 28. Mai 2019, 15:35

Rein zufällig über diese Thema gestolpert. Danke dafür! Ich habe mich auch schon gefragt warum es dieses Loch gibt. Jetzt weiss ich es. :-D
Grüsse Ivo
__________________________________
Bohr-/Fräsmaschine: Aciera 22 Tischmodell mit Fehlmann KS380
Bohrmaschine: Aciera 10 und irgend ein altes Tischmodell aus Italien
Schleifmaschine: KMG-Clone 50x2000mm und Tellerschleifer Eigenbau 305mm

juergenwt
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Re: Wieder was gelernt, Reitstock Drehmaschinen

Beitrag von juergenwt » Di 18. Jun 2019, 03:11

Bei diesem alten Video werden viele Erinnerungen wach und auch vieles was in Amerika anders ist als in D. Bei der Drehbank handelt es sich um eine "Southbend". Vielleicht die am meisten gebrauchte Drehbank im Werkzeugbau. Sehr schöne Maschine. Habe viele Jahre mit ihr gearbeitet. Zu sehen ist auch die Benutzung der Kugelkurbel welche beim Drehen von Hand in der Innenhandfläche gerollt wird damit eine schiene Oberfläche entsteht. Heute kaum noch vorhanden.
Außerdem ein sogenannter "Lamp Post Tool Holder" zum einspannen des Drehmeißels. Die untere Scheibe ist konkav ausgedreht und eine konvexe Schwinge justiert die Höhe des Drehmeißels.
Vielleicht noch interessant ist die "BOX" die an verschiedenen Stellen des Videos auf der Werkbank zu sehen ist. In D völlig unbekannt. I Amerika der Stolz eines jeden Werkzeugmachers.
Manche Fabrikate wie z.Bsp. "Gerstner" können leicht ueber $1000.00 kosten. In der Box hat der Werkzeugmacher meist folgende Sachen in den verschiedenen Schubladen: 1. Machinist Handbook. 2.Mikrometer und Messuhren. 3.Winkel und andere Messwerkzeuge. Winkelplatten, V-Blöcke. Parallel Unterlagen und vieles mehr. Alles in mit Filz ausgelegten Schubladen. Wenn man seinen Arbeitsplatz wechselt oder verliert dann nimmt jeder sein eigenes Werkzeug mit nach Hause. Die Firma stellt meistens nur sehr spezielles Werkzeug oder Messwerkzeug.
Besonders zu beachten ist der Anschliff der Drehmeißel und vor allem die leichte Rundung an der Spitze. Nicht vergessen mit einem Ölstein leicht abziehen.
Hier eine kleine Auswahl:https://gerstnerusa.com/made-in-usa-pro ... -and-bases
Jetzt in Pension aber in meiner Garage stehen noch zwei Tool Boxes auf der Werkbank.

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Rainer60
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Re: Wieder was gelernt, Reitstock Drehmaschinen

Beitrag von Rainer60 » Di 18. Jun 2019, 06:19

Hoi David
Schönes Video mit interessantem Inhalt :2up:
Beim betrachten dachte ich mir, was wohl die feststehende Spitze macht - dann kam der Hinweis dass die Spitze gelockert, frisch geölt und die Wärmenlängung der Welle infolge der Bearbeitung, neu justiert werden muss.
Letzthin hatten wir hier das Thema bezgl. angeriebener Festspitze. Im Video wird mit Werkzeugstahl und lediglich 180 U/min. gedreht.
Das mit dem Reitstocköler wusste ich auch nicht. Die händische Zentrierbohrerei sah ich so auch das erste Mal :o und empfinde es etwas abenteuerlich.
Der Friede sei mit Euch...
Gruss Rainer
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