Abstechstahl aus Holzsägeblatt

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Matustahl
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Abstechstahl aus Holzsägeblatt

Beitrag von Matustahl » Mi 9. Okt 2019, 14:53

Da hier das Thema Abstechen immer wieder ein schönes Beispiel ist, wo welche Probleme auftauchen, hier mal etwas Altwerkzeug-Verwertung.
Stechstahl.pdf
(1.76 MiB) 627-mal heruntergeladen
Das eine Abstechschwert habe ich nun etwa 1,5 Jahre im Gebraucht, ist mir einmal beim losen Querschlitten reingezogen und mir die halbe Platte gekostet. Erneut nachgeschliffen und weiter damit gearbeitet. Da meine Maschine 2,5 Tonnen wiegt, kann ich selber nix zu den kleinen Maschinen sagen. Neun Ersatzschwerter liegen einsatzbereit in der Schublade für den nächsten Fehler von mir. Vielleicht ein kleiner Tipp, wer Zugriff auf ein verschlissenes Holzblatt hat.

Gruß
Bernhard

ferze001
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Re: Abstechstahl aus Holzsägeblatt

Beitrag von ferze001 » Mi 9. Okt 2019, 14:57

teufel noch eins, das funktioniert? nicht schlecht... :hi:

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FP91
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Re: Abstechstahl aus Holzsägeblatt

Beitrag von FP91 » Mi 9. Okt 2019, 15:26

Hi Bernhard,

coole Idee. Auf ein HM besetztes Holzblatt wäre ich nicht gekommen. Ich nehme abgerissene HSS Sägeblätter von der Maschinenbügelsäge dafür. Rausflexen, anschleifen, feuer frei. Klappt auch sehr gut, aber ist halt nur HSS.

Matustahl
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Re: Abstechstahl aus Holzsägeblatt

Beitrag von Matustahl » Mi 9. Okt 2019, 15:34

Hallo @FP91,
HSS Sägeblätter nehme ich gerne für meine kleine DMT 160x280. Billig, gut schleifbar. Da fahre ich keine so hohen Schnittgeschwindigkeiten. Der Zweck heilig die Mittel.

Gruß
Bernhard

Bob
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Re: Abstechstahl aus Holzsägeblatt

Beitrag von Bob » Mi 9. Okt 2019, 15:41

Hallo Bernhardt,
danke fürs Zeigen Deiner Methode!
Bei den Schneidplatten ist die Mulde hinter der Schneide meines Erachtens der große Pluspunkt, weil der Span einbeult und besser abgeführt wird, da er schmaler als die gestochene Nut ist. Die Mulde kann man sicherlich mit einem Diamantstift einschleifen, so genau muss das nicht sein.

Viele Grüße,

Bob

Matustahl
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Re: Abstechstahl aus Holzsägeblatt

Beitrag von Matustahl » Mi 9. Okt 2019, 15:51

Hallo Bob,
mit dem Einkerben der Schneidplatte bin ich 100% deiner Meinung, da die Flanken recht und links vom der Schneidplattenspan entlastet werden. Wenn ich dran Denke, werde ich es noch zufügen.

Gruß
Bernhard

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thomas56
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Re: Abstechstahl aus Holzsägeblatt

Beitrag von thomas56 » Mi 9. Okt 2019, 19:19

Gute Ideen kommen immer mal wieder. :-D
viewtopic.php?f=59&t=546&p=4536&hilit=k ... latt#p4536
viewtopic.php?f=37&t=11336&p=123665&hil ... tt#p123665

So einen Abstecher habe ich auch seit ein paar Jahren im Gebrauch.
Segmente aus einem Billig-Hartmetallsägeblatt von NORMA rausgeschnitten.
Eingesetzt in einen selbstgefrickelten Abstechstahlhalter.
Sägeblatt-Abstechstahl.jpg
Wer seine Schwerter zu Pflugscharen schmiedet, wird für jene pflügen, die ihre Schwerter behalten haben.

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Hägar
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Re: Abstechstahl aus Holzsägeblatt

Beitrag von Hägar » Do 10. Okt 2019, 04:42

Da habe ich gleich ein ganzes Blatt genommen mit kleinerem Durchmesser.
Ist ein Zahn verschlissen oder abgebrochen dann drehe ich das Blatt einfach weiter.

viewtopic.php?p=60005#p60005
Es hat schon seinen Grund warum alle Teleskope, die intelligentes Leben suchen von der Erde weg gerichtet sind! :pfeif:

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Re: Abstechstahl aus Holzsägeblatt

Beitrag von fischerverla » Do 10. Okt 2019, 07:37

Coole Ideen habt ihr da, und ich zerstöre auch viele der Abstechstähle, und meistens die Schwerter gleich mit, die Seitlich ausbrechen, und durch die Verlinkungen hier bin ich auf Torstens Beitrag gestoßen, der schreibt: (viewtopic.php?f=9&t=6731&start=10)

"Die Abstechschwerter kann man meist wieder retten.Einfach eine neue Platte einsetzen und mit einem Schweißgerät auf die Platte schweißen. Dadurch formt sich wieder ein neuer Plattensitz und die Schweißnaht verbindet sich nicht mit dem Hartmetall.Dann noch die Schweißnaht verschleifen und fast wieder wie neu."

Meine Frage dazu: Soll man das mit einem MIG/MAG Schweißen oder einem WIG-Gerät? Ich denke mal beim WIG wird es ja zu heiß und man klebt das Hartmetallplättchen mit ein, oder?
Hat es schon mal wer versucht?

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Re: Abstechstahl aus Holzsägeblatt

Beitrag von gerhard_56 » Do 10. Okt 2019, 07:57

Aufgeschweisste HM Platten habe ich noch nicht gesehen, die sind i.d.R. hart aufgelötet.
Wenn sich eine HM Platte gelöst hat, dann ist meistens noch das Lot auf dem Träger und dann kann man mit etwas Glück einfach eine neue auflegen, mit dem Schweissbrenner (Autogen, MIG/MAG geht nicht, WIG könnte gehen, wenn man damit nur erwärmt) erhitzen und dann verlötet die sich wieder, mit etwas aufgetragenem Flussmittel geht es einfacher und besser.
Viele Grüße, Gerhard

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