Konusdrehvorrichtung:Proof of the pudding

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wolfs
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Konusdrehvorrichtung:Proof of the pudding

Beitrag von wolfs » Fr 8. Jun 2018, 22:38

Hallo Leute :hi:

Nachdem es neulich eine angeregte Diskussion über die Konusdreheinrichtung ohne Reitstock versetzen gab. Bzw ob sie überhaupt funktioniert und wenn dann wabbert und was noch alles. Andere meinte mit festen Spitzen könne das nicht gehen etc pp.
Also dachte ich mir versuchen wirs einfach... Also gewabbert hat nix natürlich darf ich hier nur vorsichtig was heisst so vorsichtig eh nicht sagen wir weniger zustellen als sonst, die Spitzen immer schön schmieren und Drehzahlen nicht zu hoch lieber mal kurze Abkuehlpause machen obwohl ich in einem durch gearbeitet habe aber war auch nur einer ein Mk3 normal dreh ich später mehrere auf Reserve wenn ich schon dabei bin. Ich brauchte einen Mk3 mit 1/2'-20UNF Gewinde weshalb ich vorher den 12,70er Bolzen gedreht habe später ist der Konus schwerer zu spannen als vorher zylindrisch 8-)
IMG_20180608_215935.jpg
Der Mk3 mit dem Bolzen fürs UNF Gewinde Halbzoll
Muss sagen der Mk3 trägt mindestens so gut wie gekaufte hab ihn ohne Nacharbeit ausprobiert..
Das neben den Backen sind Praezisionsanschlaege a la Stefan Gotteswinter (Respekt und vielen Dank an der Stelle)
IMG_20180608_213646.jpg
Ohne zurück kurbeln bekommt man ihn unmöglich raus und trägt gleichmäßig...
Und nun paar Bilder vom Drehen Material Stahl C45:
IMG_20180608_161549.jpg
Ausgangsmaterial 25mm Rundstahl.. Fertig ist der Bolzen fürs Feingewinde..
IMG_20180608_182540.jpg
Musterkouns Mk3 mit Uhr abfahren und einstellen der Vorrichtung versetzt genau 3 Skalenstriche..
IMG_20180608_184032.jpg
Nun den Rundstahl zwischen Spitzen aufnehmen eine ist im Futter eine in der Vorrichtung...
IMG_20180608_212322.jpg
Etwas weniger als sonst zustellen dafür hat man flott nen Konus..
IMG_20180608_212822.jpg
Das Fasen nicht vergessen...
IMG_20180608_213451.jpg
Wichtig sind Laenge, Anfangs- und Enddurchmesser
IMG_20180608_213626.jpg
THE PROOF OF THE PUDDING...
IMG_20180608_215934.jpg
Das war der erste Konus...
Fazit die Vorrichtung erfüllt den Zweck den sie sollte Konus drehen ohne Reitstock versetzen... Nachher kommt der Rollkoerner wieder rein und mein Reitstock bleibt top eingestellt. Auf kleinen und instabilen Maschinen wie meiner Minilathe weiss ich nicht obs geht auf der 265kg D290V ging es jedenfalls okay für mich als Hobbyisten... Gewerblich will ichs ja nicht nutzen und verkaufen tu ich auch nix ist jedenfalls ne gute Alternative statt die Dinger dauernd zu kaufen weil man Reitstock nicht versetzen will..mehr wollte ich nie. Wichtig ist am Anfang die Vorrichtung parallel zum Bett auszurichten damit Spitze auf Spitzenhoehe bleibt beim Verfahren.

Kollegiale Gruesse
Wolfs Tirol

PS Feste Spitzen sind dufte... :2up: und genauer als mitlaufende laut Prof. RIEG (LSCAD etc. ) und anderen
PSS meine Minilathe GuedeGmd400 ist verkauft und wird morgen abgeholt brauch Platz für MB4 Klon aber mir blutet das Herz... :scheisse:
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Re: Konusdrehvorrichtung:Proof of the pudding

Beitrag von Workshop Tom » Fr 8. Jun 2018, 22:59

Was bringt Dir das abfahren eines MK3 Musterkonus?

Grüße aus der Pfalz
Tom
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wolfs
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Re: Konusdrehvorrichtung:Proof of the pudding

Beitrag von wolfs » Fr 8. Jun 2018, 23:04

Hallo Thom

Wenn ich den Musterkouns einspanne muss ich unten die Spitze so weit versetzen bis die Messuhr beim abfahren auf 0 bleibt dann hab ich richtigen Winkel und kann Spitze klemmen da ja vom Musterkouns übernommen... Der einfachste Weg..

Gruss Wolfs
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Re: Konusdrehvorrichtung:Proof of the pudding

Beitrag von Workshop Tom » Fr 8. Jun 2018, 23:11

Hallo Wols,

dann müsste der selbst hergestellt MK 3 aber 100% die gleiche Länge wie der MK3 Musterkonus haben, oder? :nixweiss:

Grüße aus der Pfalz
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Re: Konusdrehvorrichtung:Proof of the pudding

Beitrag von eXact Modellbau » Fr 8. Jun 2018, 23:21

Moin

Wenn man das Muster abtastet, müssen Länge von Werkstück und Muster haargenau gleich sein, und die Zentrierung muss haargenau gleich groß sein. Sonst kommt Murks dabei raus. Das ist der größte Knackpunkt der Geschichte.

EDIT: Tom hatte es schon geschrieben.
Gruß
Larry

Nehmen und geben! Es ist nicht der Sinn eines Forums, Informationen per PN auszutauschen!

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Re: Konusdrehvorrichtung:Proof of the pudding

Beitrag von Workshop Tom » Fr 8. Jun 2018, 23:26

Wolfs,

mit Verlaub, Du bist ein Schelm.
Dies war mir schon bei DIESEN BERICHT klar.

Grüße aus der Pfalz
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Re: Konusdrehvorrichtung:Proof of the pudding

Beitrag von wolfs » Fr 8. Jun 2018, 23:41

Hallo

Natürlich hab ich die erwähnten 3 Werte Laenge,
Anfangs - und Enddurchmesser vom Musterkouns übernommen. Dann abgefahren und eingestellt.

Ad Tom

Meinst du wegen der Bilder? Muss nun nix mehr tun drehen sich nimmer mit neuem Handy und das rumkopieren ist passé... zum Glück.

Das Teil ist für Hobbyisten ausreichend solange ich nicht auf die Idee komme Konusproduktion für die Luft und Raumfahrt aufzunehmen tut es mir das leicht, aber vielleicht bin ich auch nur leicht zufrieden zu stellen... Selig die Einfaeltigen heisst es ja in der Bibel schon :freu:

Gruss Wolfs
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Re: Konusdrehvorrichtung:Proof of the pudding

Beitrag von 1.2510 » Sa 9. Jun 2018, 14:19

wolfs hat geschrieben:
Fr 8. Jun 2018, 22:38
... Fazit die Vorrichtung erfüllt den Zweck den sie sollte Konus drehen ohne Reitstock versetzen...
Gratuliere, du hast mit Murx-Methoden ein funktionierendes Teil hergestellt :handshake:

Murx u.a. deshalb, weil bei verschobenen Spitzen eine 60°-Spitze in einer 60°-Zentrierung bescheiden trägt und beide Teile leiden.


wolfs hat geschrieben:
Fr 8. Jun 2018, 22:38
PS Feste Spitzen sind dufte... :2up: und genauer als mitlaufende laut Prof. RIEG (LSCAD etc. ) und anderen
Prof. Frank Rieg in diesem Zusammenhang zu zitieren, zeigt mir, dass du den Sachverhalt nicht verstanden hast.
Grüsse, Rob

Kompliziert kann jeder ...

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Re: Konusdrehvorrichtung:Proof of the pudding

Beitrag von Albego » Sa 9. Jun 2018, 16:17

Hallo Rob,

ach lass doch dem Kind das Rappelken, hat doch nur das eine :lol:

Und ich glaube das er es noch festellen wird, das an dem Spruch "Kleine Ursache, große Wirkung" viel wahres dran ist.

Prof. Frank Rieg in diesem Zusammenhang zu zitieren ....
Sorry, i'm a Stupid Män! :imstupid:
Kannst Du mich mal aufklären was dieser Prof. gesagt hat das er hier namentlich genannt wird? Denn Du musst wissen das ich kein Stukatierter bin, sondern ein ganz normaler Malocher war.



Es grüßt
Bernhard

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Re: Konusdrehvorrichtung:Proof of the pudding

Beitrag von MadHatter » Mo 11. Jun 2018, 16:18

1.2510 hat geschrieben:
Sa 9. Jun 2018, 14:19
Murx u.a. deshalb, weil bei verschobenen Spitzen eine 60°-Spitze in einer 60°-Zentrierung bescheiden trägt und beide Teile leiden.
An die alten Hasen und gelehrten, lasst mich nicht dumm sterben:

Ich gehe davon aus, dass sich die Zentrierung hier rund "walkt" und somit durch das nötige Nachstellen der Kegel nicht mehr passt.
Ganz gleichmäßig wird das nicht sein, also geht der Rundlauf auch mit dahin.
Für eine 60° Senkung kenne ich das als "Maximalversatz <= Werkstücklänge / 50".
Bis zu welchem Verhältnis macht es bei Form "R" Zentrierungen Sinn zwischen den Spitzen einen Kegel zu drehen? Hierfür habe ich noch keine Angabe gefunden.
Grüsse,
David

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