Hartlöten von Kupfer mit Messing

FräsGazelle
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Re: Hartlöten von Kupfer mit Messing

Beitrag von FräsGazelle » Mi 12. Sep 2018, 21:18

Hallo Christoph,

vielen Dank für dein Angebot! :-)

Werde hier auch eine Skizze von dem Teil reinstellen. Dann sieht man eher um was es sich handelt.
Diese Skizze muß ich erst noch Zeichen.
Bei meinen Zeichenkünsten kann das noch einige Tage mit dem "FrontDesigner" dauern

Die dicksten Kupferbrocken sind 160x80x5mm und werden mit einem hohlen Kupferband 160x2,7x600mm verheiratet.
Die Wandstärke des hohlen Kupferbandes ist 0,6mm

Morgen trudelt meine Hartlötaufrüstung ein.
Gestern habe ich meinen noch nicht benützen CFH Hartlöter, d24mm Düse Arbeitstemperatur 800°C, mal kurz getestet.
BoaHH, das Kupferlot tropft inerhalb von 2, 3 Sekunden runter :o
Dabei war das nur die Standflamme wenn der Löter abgelegt wird!

Die Vorwärmdüsen mit d36mm, Arbeitstemperatur 730°C zwei Stck. davon und das Teil in Schamott eingehaust sollten zum
Vorwärmen locker reichen...

Grüße,
Dieter
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gerhard_56
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Re: Hartlöten von Kupfer mit Messing

Beitrag von gerhard_56 » Do 13. Sep 2018, 09:32

Also die beiden Teile miteinander zu verheiraten erfordert viel Fingerspitzengefühl und Übung. Versuche den Wärmeeintrag möglichst mit weicher Flamme auf das dicke Teil zu konzentrieren, das Rohr ist sehr dünn und wird sehr schnell aufglühen und wegschmelzen, siehe Dein Test mit dem Lötdraht und der war vermutlich dicker als Dein Rohr. Vielleicht hast Du ja noch Abfallstücke zum üben.
Viel Erfolg.
Gruss
Gerhard
Viele Grüße, Gerhard

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Re: Hartlöten von Kupfer mit Messing

Beitrag von FräsGazelle » Do 13. Sep 2018, 09:49

Hallo Gerhard,

vielen Dank für deine Hinweise und Glückwunsch.

Da ich nicht mit Atze/O2 arbeite ist die Gefahr durch falsche Wärmeeinleitung was zu zerstören gering.
Die Düsen für Propan haben Arbeitstemperaturen 800°C und 730°C.

Das Propan/O2 Lötgegerät hat Düsen mit d1,2mm und d2mm.
Damit kann ich an dünnen Blechen sehr punktuell löten.

Div. Test werde ich vorher sowieso machen müssen...

Grüße,
Dieter
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FP91
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Re: Hartlöten von Kupfer mit Messing

Beitrag von FP91 » Do 13. Sep 2018, 10:44

Hi Dieter,

entschuldige - dann habe ich oben etwas falsch verstanden. Da stand was von 6 - 8 mm Blech. Bei 160/80/5 am dicksten Teil wirst du wohl keine Probleme bekommen.

Grüße

FräsGazelle
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Re: Hartlöten von Kupfer mit Messing

Beitrag von FräsGazelle » Sa 15. Sep 2018, 17:36

Servus mitanand,

die Skizze von der Sekundärspule mit Ausleger habe ich jetzt fertig.
Sicherlich hat die Zeichnung leichte Mängel, hoffe die ist hinreichend verständlich...
Indofen Sekundärwicklung Skizze_ji.jpg
Das im folgenden Bild gezeigte Lötequipment sollte zum Hartlöten für das Teil ausreichen...
Für weiter gehende Vorschläge dazu sehr gerne!
Man lernt ja dazu :andiearbeit:
DSCF0704_jiw-Z.jpg
DSCF0703_jiw.jpg
Grüße,
Dieter
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gerhard_56
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Re: Hartlöten von Kupfer mit Messing

Beitrag von gerhard_56 » Sa 15. Sep 2018, 19:59

Also für das einlöten der Messingschrauben sehe ich kein Problem.
Was bedeutet das doppel-T in der unteren Zeichnung? Das müsste doch ein Hohlteil sein und in das schickt man links unten Wasser rein, es fließt durch das hohle Kupferband und dann oben rechts soll es wieder heraus kommen, richtig?
Ist das auch so ein dünnes Zeug wie das Kupferband? Wenn ja dann würde ich erst die Innenlage mit diesem Teil verlöten und danach dann das Ganze an die dicken Platten. Beim verlöten der dünnen Teile sehr vorsichtig sein und das ganze viel Zeit und mit ganz weicher Flamme auf Löttemperatur bringen, weil wenn Du an einer Stelle etwas zuviel Wärme (zu harte Flamme oder zu nah dran) in dieses dünne Blech einträgst wirft das sofort Wellen und Du bekommst die Lötstelle hier nicht dicht.
Gibt es eigentlich einen bestimmten Grund warum das hartgelötet sein muss? Wenn man das weichlöten könnte hätte man es viel leichter.
Gruß
Gerhard
Viele Grüße, Gerhard

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Re: Hartlöten von Kupfer mit Messing

Beitrag von FräsGazelle » Sa 15. Sep 2018, 20:25

gerhard_56 hat geschrieben:
Sa 15. Sep 2018, 19:59
Was bedeutet das doppel-T in der unteren Zeichnung? Das müsste doch ein Hohlteil sein und in das schickt man links unten Wasser rein, es fließt durch das hohle Kupferband und dann oben rechts soll es wieder heraus kommen, richtig?
Ja, richtig. Das ist ein Kupferrohr das zwischen den beiden Ansätzen auf 5mm geplättet wird. In dem Teil vom Rohr hat man eine Öffnug von ca. 10x3mm.
gerhard_56 hat geschrieben:
Sa 15. Sep 2018, 19:59

Ist das auch so ein dünnes Zeug wie das Kupferband?
Wenn ja dann würde ich erst die Innenlage mit diesem Teil verlöten und danach dann das Ganze an die dicken Platten. Beim verlöten der dünnen Teile sehr vorsichtig sein und das ganze viel Zeit und mit ganz weicher Flamme auf Löttemperatur bringen, weil wenn Du an einer Stelle etwas zuviel Wärme (zu harte Flamme oder zu nah dran) in dieses dünne Blech einträgst wirft das sofort Wellen und Du bekommst die Lötstelle hier nicht dicht.
Gibt es eigentlich einen bestimmten Grund warum das hartgelötet sein muss? Wenn man das weichlöten könnte hätte man es viel leichter.
Wenn du das geplättete Rohr meinst, die Wandstärke ist 1mm.
Das Blech ist 0,6mm dick.

Das mit dem Werfen des Blechs ist ein Thema, keine Frage.
Es ist eh geplant die 5mm dicken Kupferplatten mit den Schrauben erst am Schluß anzulöten.

Weichlöten ist nicht wegen der starken Temperaturwechsel nicht drin.
Diese Erfahrung mußte ich vor ca. 40 Jahren mit dem Opel Ascona und dessen Kühler machen!
Hatte auf längeren Reisen immer ein Propanlötgrät für den Kühler dabei :-D
Ohne dem konnte ich bei offenen Kühler max 80Km/h fahren.
Hast du schonmal so 2000Km runtergespult...?

Grüße,
Dieter
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Re: Hartlöten von Kupfer mit Messing

Beitrag von gerhard_56 » So 16. Sep 2018, 16:39

Mit einem undichten oder kaputten Kühler zu fahren macht keinen Spaß, allerdings hat man die früher immer weich verlötet und i.d.R. haben die Lötungen auch ein Autoleben lang gehalten. Punktuelle Nachlötungen hatten das Problem, daß diese undichte Stelle nur überlötet wurde und man den Lötspalt i.d.R. nicht komplett mit neuem Lot füllen konnte und somit blieb eine Schwachstelle,die sich auch immer zum ungünstigsten Zeitpunkt meldete.

Was ich mich frage ist, was baust Du da? Gelesen habe ich etwas von Induktionsspule und bis zu 2000 A und starken Temperaturschwankungen - wird das ein Punktschweissgerät?

Angesichts der bis zu 2000 A erscheint mir der Querschnitt Deines Leiters von rund 200 mm2 (160 x 0,6 x 2) sehr gering zu sein, das sollten eher mindestens 800 mm2 sein und das würde die gebogene Kupferplatte bieten. Dem zu erwartenden Temperaturanstieg willst Du offensichtlich mit der Wasserkühlung an den Kragen, wenn Du immer kaltes Wasser zuführen kannst könnte das gehen, sobald die "Wicklung" aber sehr heiß wird werden sich an der Wandung Dampfblasen bilden, die die Kühlleistung dramatisch reduzieren.

Jetzt höre ich aber auf zu spekulieren, verräts Du uns was das werden soll oder willst Du erst fertig bauen?

Gruss
Gerhard
Viele Grüße, Gerhard

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Re: Hartlöten von Kupfer mit Messing

Beitrag von FräsGazelle » So 16. Sep 2018, 17:12

gerhard_56 hat geschrieben:
So 16. Sep 2018, 16:39
Was ich mich frage ist, was baust Du da? Gelesen habe ich etwas von Induktionsspule und bis zu 2000 A und starken Temperaturschwankungen - wird das ein Punktschweissgerät?
Nein, aber gugg mal da viewtopic.php?f=40&t=24188&start=440#p424343
gerhard_56 hat geschrieben:
So 16. Sep 2018, 16:39
Angesichts der bis zu 2000 A erscheint mir der Querschnitt Deines Leiters von rund 200 mm2 (160 x 0,6 x 2) sehr gering zu sein, das sollten eher mindestens 800 mm2 sein und das würde die gebogene Kupferplatte bieten.
Beachte, der Leiter ist ein hohles Kupferband 160x0,6mm!
Der von dir erwähnte Querschnitt bringt überhaupt nix! :-)
Wir arbeiten hier im Frequenzbereich 20KHz bis ca. 80KHz.
Die Eindringtiefe des Feldes ist im Bereich 0,4mm bis 0,2mm so mal grob geschätzt...
Im Kurzschlußfall wenn die 2000A fließen wird in dem gezeigten Teil eine Verlustleistung von ca. 800W frei.
gerhard_56 hat geschrieben:
So 16. Sep 2018, 16:39
Dem zu erwartenden Temperaturanstieg willst Du offensichtlich mit der Wasserkühlung an den Kragen, wenn Du immer kaltes Wasser zuführen kannst könnte das gehen, sobald die "Wicklung" aber sehr heiß wird werden sich an der Wandung Dampfblasen bilden, die die Kühlleistung dramatisch reduzieren.
Keine Sorge, die angeschossenen Pumpen drücken ca. 10L/min Wasser durch das Teil :-D

Hoffe nicht alle Klarheiten beseitigt zu haben :-)

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Re: Hartlöten von Kupfer mit Messing

Beitrag von gerhard_56 » So 16. Sep 2018, 17:25

Aah, das muß ich mal in Ruhe lesen :thx:
Gruss
Gerhard
Viele Grüße, Gerhard

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