Rändelschraube Oldtimer-Motorrad - Drehteil

Euch fehlen die Maschinen ein Projekt zu Ende zu führen. Hier könnt Ihr bei den Mitgliedern um Hilfe bitten.
Forumsregeln
Eindeutige Erklärungen und Zeichnungen sollten hier nicht fehlen. Über Kosten NUR per persönliche Nachrichten verhandeln. OffTopic wird sofort gelöscht!
Benutzeravatar
Trommelmops
Beiträge: 536
Registriert: Mo 9. Jan 2017, 18:37
Wohnort: Neuruppin
Germany

Re: Rändelschraube Oldtimer-Motorrad - Drehteil

Beitrag von Trommelmops » Do 26. Jul 2018, 10:49

THX back ;-) @Merlin , nur das Rändeln mit den 0,8er Rädern ist irgendwie noch nicht so wie ich es mir vorstelle. Das Ergebnis ist gut,
doch die Handhabung ist nicht ohne. Immer wieder klemmt ein Spänchen und wird eingewalzt. Das Spülen mit Öl funktioniert nicht gut.
Ich hatte einfach Bremsenreiniger genommen. Das ging gut, aber nur befriedigend. Da hilft nur experimentieren oder ein richtiger Tipp. Ich habe erstmal keinen. Ich nehme Automatenstahl, der ist für die Schrauben ausreichend fest und lässt sich gut bearbeiten.

Kann es am Bleizusatz liegen? Ich meine ich habe schon oft mal gerändelt, aber irgendwie nicht immer reproduzierbare Ergebnisse erzielt. :kopfkratz:
Gruß der Trommelmops

Benutzeravatar
tommydsa
Beiträge: 5261
Registriert: So 7. Nov 2010, 18:03
Wohnort: 72669 UE
Germany

Re: Rändelschraube Oldtimer-Motorrad - Drehteil

Beitrag von tommydsa » Do 26. Jul 2018, 11:02

In der Lehrzeit hatten wir beim rändeln immerreichlich bohrwasser zum wegspülen der späne im Einsatz
So genau wie nötig und so einfach wie möglich....

Tommy

THIEL Duplex 58, Gack H185, Genko TB, Opti D280, Opti F20, Güde MBS115, USM3. Bj.1948 - 2014

https://www.youtube.com/channel/UC7lpVs ... FOafZTjpBQ

Benutzeravatar
Trommelmops
Beiträge: 536
Registriert: Mo 9. Jan 2017, 18:37
Wohnort: Neuruppin
Germany

Re: Rändelschraube Oldtimer-Motorrad - Drehteil

Beitrag von Trommelmops » Sa 28. Jul 2018, 19:33

Es gibt wie immer mal ein kleines Update:

Es hat mich einfach nicht zu 100% glücklich gestimmt die Stirn nur du drehen, auch wenn die Qualität gut ist. Von daher habe ich mal wieder drüber nachgedacht was zu tun ist. Der erste Gedanke war eine Butangasflasche. Diese hatte einen konvexen Boden. Hm dachte ich mir, das könnte zum schleifen oder polieren gut funktionieren. Das habe ich versucht, das Ergebnis war aber nicht so wie ich es mir wünschte. Daher beschloss ich mir eine schwenkbare Schleifhilfe zu bauen. Ich nahm dazu den seit Jahren sinnlos in der Ecke hängenden Schleifmotor mit Flexwelle zu benutzen. Die Aufnahme der Schleifscheibe habe ich aus dicker Antirutsch LKW Matte herausgehauen. Mit Locheisen. Das Schleifmittel ist ein Nassschleif 280er Körnung auf Leinen. Einfach mit doppelseitigem Klebeband befestigt. Hält super und gibt bei zuviel Druck sehr gut nach.

Der kleine Halter für die Flexwelle wurde aus Resten gefertigt. Und im Ausdrehkopf war die Befestigung sehr leicht. In der Grundplatte habe ich 12er Bohrungen gesetzt und dann einfach geschliffene 12er Silberstahlwellen eingeklebt mit Loctite 638.
Dann kann man das Dingen einfach herausziehen und wieder weghängen. Super simpel, aber extrem toll was das Ergebnis angeht.
Nun bin ich zufrieden. Die Stirnflächen habe ich nach dem Schleifen lediglich mit Scotch abgerieben. Also Schleifvlies um zu überprüfen ob es eine eingeschliffene Mitte gibt. Aber es ist einfach nix erkennbar. Damit kann man sich sehen lassen. :freu: Aber seht selbst.....Vielleicht als Anregung wie man das machen kann. ;-)
Dateianhänge
20180727_201712.jpg
20180727_201747.jpg
20180728_175658.jpg
20180728_175705.jpg
20180728_175722.jpg
20180728_175814.jpg
20180728_180543.jpg
Gruß der Trommelmops

arne
Beiträge: 10
Registriert: Sa 18. Nov 2017, 11:50
Germany

Re: Rändelschraube Oldtimer-Motorrad - Drehteil

Beitrag von arne » Do 2. Aug 2018, 20:03

Bester Mann :super:

Killereddy
Beiträge: 1
Registriert: Fr 3. Aug 2018, 11:39
Wohnort: an der Ostseeküste
Germany

Re: Rändelschraube Oldtimer-Motorrad - Drehteil

Beitrag von Killereddy » Fr 3. Aug 2018, 12:09

Hallo Trommelmops,
ich bin neu hier, aber ich kann dir ein wenig zum Polieren sagen.
Ich selber poliere mit einem festen Poliermotor mit einer konischen Aufnahme.(stammt aus einer ehemaligen Schmuckproduzenten)
Dort dreht man am besten eine Sisalscheibe rauf.
Zum Polieren noch ein wenig Polierpaste rauf (rot, grün )
Danach mit einer Filzscheibe nachpolieren.
Der E-Motor sollte nicht mehr wie 1500 U/min haben.
Die selbst gebaute Gummischeibe ist zu weich und es fehlen in der Scheibe die Schleifbestandteile.
Mit wasserfestem Schleifpapier in der richtigen Körnung kann man das polieren noch ein wenig reduzieren.
Wenn du einen Hersteller von den Gummischeiben wissen möchtest schaue ich nach.
Bei Bedarf einfach melden.

Benutzeravatar
Trommelmops
Beiträge: 536
Registriert: Mo 9. Jan 2017, 18:37
Wohnort: Neuruppin
Germany

Re: Rändelschraube Oldtimer-Motorrad - Drehteil

Beitrag von Trommelmops » Fr 3. Aug 2018, 16:56

Moinsen Killereddy :-)

vielen Dank erst einmal für die angebotene Hilfe. Doch vielmehr geht es nicht um das Polieren als solches. Es geht nur ums Drehspuren schleifen.

Also das Beseitigen von sichtbaren Unebenheiten und "Spurrillen" :-D Der Vorgang des Polierens wird sicher vom Verchromer als solches selbstständig durchgeführt.

Darüber mache ich mir keine Gedanken. Im Übrigen bin ich in Richtung des Polierens gut ausgestattet, da ich sehr gute Uhrmacher als Freunde habe und selbst

mal ein Intermezzo beim Uhrmacher hatte. Die Kontakte sind immer noch da. Und daher auch viele Möglichkeiten. Aber wie gesagt, Danke für das Angebot ;-)
Gruß der Trommelmops

arne
Beiträge: 10
Registriert: Sa 18. Nov 2017, 11:50
Germany

Re: Rändelschraube Oldtimer-Motorrad - Drehteil

Beitrag von arne » So 20. Jan 2019, 09:41

Um das Thema hier vielleicht mal vorerst abzuschließen, hier mal das Ergebnis den sehr engagierten Bemühungen vom Trommelmops. Nach der galvanischen Behandlung kann ich sagen, es entspricht 100% meinen Vorstellungen... Top Arbeit!
rändelschraube_fertig.JPG
:thx: :2up:

Antworten