Fragen zu Hobeln von Dachlatten

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joewie
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Fragen zu Hobeln von Dachlatten

Beitrag von joewie » So 2. Sep 2018, 06:54

Hallo zusammen,
ich muss regelmäßig KVH-Latten (Fichte) mit gehobelter Oberfläche herstellen. Die Abschnitte müssen 1 m lang sein. Es müssen alle 4 Seiten gehobelt werden, die Oberfläche sollte einem Fensterholz nahe kommen. Dafür wollte ich mir einen Dicktenhobel zulegen. Da ich so ein Teil nur von Fotos kenne, worauf muss ich beim Kauf (z. B. einer gebrauchten Maschine) achten? Wie erkenne ich, dass die gehobelte Oberfläche dann auch wirklich riefenfrei wird?
Gruß Jochen

Lorch KD 50, Wabeco F1200E, Webo B3, CNC Stepcraft D600, Scheppach BASA 3,

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eXact Modellbau
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Re: Fragen zu Hobeln von Dachlatten

Beitrag von eXact Modellbau » So 2. Sep 2018, 07:27

Sollen die Flächen nur gut aussehen, oder sollen sie eben und rechtwinklig zueinader sein? Im zweiten Fall reicht der Dicktenhobel nicht. Da brauchst Du auch noch einen Abrichter. Und ohne vernüftige Absaugung macht das Hobeln auch nicht viel Freude. Messer einsetzen muss man auch können.
Ich würde zum nächsen Stellmacher/Zimmerer/Tischler gehen und es machen lassen. Das wird billiger.
Gruß
Larry

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HansD
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Re: Fragen zu Hobeln von Dachlatten

Beitrag von HansD » So 2. Sep 2018, 07:43

Wenn es regelmässig vorkommt und KVH sein soll würde ich als erstes versuchen die ab Hobelwerk zu beziehen.

Hnas
Bauberichte Thread #12691

Bevor ihr euch ärgert über meine Beiträge - freut euch lieber über die vielen die ich nicht geschrieben habe!

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joewie
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Re: Fragen zu Hobeln von Dachlatten

Beitrag von joewie » So 2. Sep 2018, 08:12

Danke für die schnellen Antworten zu dieser Zeit. Problemstellung:
Ich brauche glatte Holzoberflächen ohne bestimmte Winkligkeit. Die gehobelten Hölzer werden im Meer versenkt. Dort wird geprüft, ob die Bohrmuschel vorhanden ist und wie schnell die Hölzer besiedelt werden. Sie werden in 4 - 7 m Tiefe an die Pfahlgründungen angeschraubt (von Berufstauchern). Damit wird die Befallssituation der Pfahlgründungen simuliert. Ich kriege also einen Anruf, dass übermorgen die Taucher fahren und die Hölzer benötigt werden. Dann geht meine Frau ins Lager, nimmt die fertigen Hölzer und fährt zum Tauchboot. Damit verdiene ich Geld. Ich habe einen mehrjährigen Vertrag und damit feste Preise. (Beruflich bin ich jeden Tag ca. 12 Stunden unterwegs, habe also selten die Möglichkeit, tagsüber irgend etwas zu regeln. Das geht nur samstags.)
Natürlich ist das jetzt so geregelt, dass das ein Tischler für mich macht. Für ihn ist es aber eine eher lästige Nebenbeschäftigung während der Saison. Ich habe manchmal Wartezeiten von 4 Wochen. In der Tauchsaison wird das schwierig. (Ich lege mir im Winter auch keine großen Mengen Holz hin wegen der Befallssituation dieser Hölzer im Frühjahr durch den Hausdbock.) Also wollte ich das selbst machen. Ich habe eine Halle mit Absauganlage zur Verfügung und einen Rentner, der sich damit Geld verdienen will. Daher meine Frage, ob ich mit einem Dicktenhobel das glatte Oberflächenbild erreichen kann, wobei der Winkel nicht die Rolle spielt.
Das was vom Hobelwerk kommt, kann ich vergessen. Das ist zwar glatt, hat aber Faserabrisse, Vertiefungen und Kantenbeschädigungen. Genau dort setzen sich die Larven der Bohrmuschel fest. Wenn ich nun jedes Holz, das geliefert wird, selbst noch einmal nachschauen muss, kostet das auch Geld. Dann lasse ich lieber den Rentner arbeiten, der sofort alles aussortiert, was nicht den Anforderungen entspricht. Und ich nehme dann auch kein KVH mehr, sondern getrocknete Latten. Bestelle ich aber wirklich einwandfreie Oberflächen, dann liegen die Preise über meinen Preisen, die festgeschrieben sind. Ich liefere nicht nur das Holz, sondern auch die Edelstahlschrauben und die Unterlagsscheiben sowie die Kunststoffrohre als Distanzhülsen. Also bin ich bemüht, im Limit zu bleiben.
Der 2. Aspekt ist natürlich, dass so eine Maschine dann auch privat zur Verfügung steht.
Gruß Jochen

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tommydsa
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Re: Fragen zu Hobeln von Dachlatten

Beitrag von tommydsa » So 2. Sep 2018, 08:22

Wenn du den platz hast

Große Schreiner Bandschleifmaschine mit Schiebetisch gibt es aufgrund der Größe meist günstig und macht eine super Oberfläche
So genau wie nötig und so einfach wie möglich....

Tommy

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joewie
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Re: Fragen zu Hobeln von Dachlatten

Beitrag von joewie » So 2. Sep 2018, 08:45

Danke, das ist doch mal ein Tipp. In der Nähe meines Wohnortes ist eine mit Absauganlage zu verkaufen. Die werde ich mir ansehen.
Gruß Jochen

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Re: Fragen zu Hobeln von Dachlatten

Beitrag von tommydsa » So 2. Sep 2018, 08:47

Mit den richtigen Bändern tragen die ganz schön was ab
So genau wie nötig und so einfach wie möglich....

Tommy

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joewie
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Re: Fragen zu Hobeln von Dachlatten

Beitrag von joewie » So 2. Sep 2018, 08:56

Worauf muss ich bei den Schleifbändern achten?
Gruß Jochen

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Re: Fragen zu Hobeln von Dachlatten

Beitrag von emcoalex » So 2. Sep 2018, 10:24

Hallo!

Ich hätte, wenn schön eckig geschliffene Äste nicht stören, auch zum Schleifen geraten.
Ganz einfach weil die Richtung beim Schleifen unerheblicher ist, als beim Hobeln.
Ausrisse so gut wie ganz verachwinden.
In Europa findet da gerade ein Umdenken statt.
Weiters sind die Bänder einfacher zu wechseln als Hobelmesser.
Die Absaugung kann dann wegen dem geringeren Gewicht der Späne/Stäube und weniger
Totraum im Bunker auch anders ausfallen, Staubsauger, Zyklon, ...
In Deinem Fall würde ich sogar überlegen mir eine Maschine bauen zu lassen, die mit
2 Bändern gleich rechtwinkelig arbeitet. Ist um vieles einfacher und das Rohmaterial ist
ja schon gehobelt. Vorschub, Andruckleisten ware dann auch mal geil.
Ich persönlich hätte sowas schnell aus Holz, Stahl zusammengeschraubt.
Oder Du guckst Dich mal bei Kantenschlwifmaschinen um ... Holzman hat da ganz gut brauchbare.
Auch mal mach Zweiseitenmaschinen schauen.

Doc Alex
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Re: Fragen zu Hobeln von Dachlatten

Beitrag von Doc Alex » So 2. Sep 2018, 10:31

Hobelmaschine hier

http://www.hammer-maschinen.de/products ... gion/de-de

Kostet 2500€ ca.

Sowas gibts auch gebraucht.

Schleifen hier

https://www.hbm-machines.com/producten/ ... uurmachine

Die oszilliert und schont so das schleifband.

Ich würde den Hobel nehmen. Da der einen autom. Vorschub hat kann man viel leichter arbeiten.

Viele Grüße

Alexander
Wer Kunststoff kennt nimmt Stahl!

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