Drehdornpresse

Andygraphy
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Drehdornpresse

Beitrag von Andygraphy » Mo 15. Apr 2019, 16:40

Hallo zusammen,
Ein Freund von mir möchte sich eine Drehdornpresse zulegen um gelegentlich mal kleine Nuten in Zahnrädern etc stoßen zu können. Kann da wer einen Hersteller empfehlen und weiß worauf man achten sollte?

vielen Dank :)
Andy

elmech
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Re: Drehdornpresse

Beitrag von elmech » Mo 15. Apr 2019, 17:35

Hallo Andy, da kommt es auf die Nutenbreite und die Nutenlänge an, dazu auf die Ausladung. der Presse? Bei grösseren Nuten mit Räumnadeln, geht der Druck dann schnell in den Hydraulischen Bereich und Zahnstangen oder Spindelpressen erreichen die nötigen Kräfte und Stabilitäten, eben nicht mehr! Dazu dann noch die Festigkeit der Werkstoffe? Meine 1,5T Presse, schafft eine 10mm Räumnadel in festeres Aluminium schon nicht mehr! Da wären dann, mindestens 5T für Stahl nötig! Grüsse Andi

Andygraphy
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Re: Drehdornpresse

Beitrag von Andygraphy » Mo 15. Apr 2019, 17:54

Hallo Andi,

also wir würden gerne kleine Keilnuten mit 2,3 und 4mm Breite mit entsprechender Räumnadel in Zahnräder reinbringen. Material wäre von Alu, Messing bis hin zu Stahl. Die länge der Nut schätze ich jetzt mal auf 15-20mm.

Viele Grüße
Andy

elmech
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Re: Drehdornpresse

Beitrag von elmech » Mo 15. Apr 2019, 18:58

Hallo da würde die meisten Drehdornpressen mit gegen 1T Druck reichen. Vorausgesetzt , dass die Räumnadel und das Werkstück unter den Stempel passen? Da so eine Presse auch für andere Aufgaben verwendet wird, schadet eine etwas Grössere nie! Die meisten Drehdornpressen haben mit der Einbauhöhe von Werkstück und Räumnadel, dann zu wenig Durchlass, oder Einbringhöhe! Meine kommt aus der Schweiz Fabrikat Fehlmann 210mm Ausladung und 430mm Einbringhöhe . Durchlass nach unten 80mm reduzierbar durch eine drehbare Auflageplatte mit 4 Aussparungen. Brauche ich recht oft, für Lager und Schrumpfungen , Ausbüchsen , richten und Montagen von Bauteilen. Hydraulik hat mehr Druck, aber man hat kein Gefühl beim arbeiten. Somit ist bei den so erreichbaren, ausreichenden Drücken, eine mechanische Presse besser. Der Werkzeugbau hat die Andrücke oder die Versuche, mit Spindelpressen gemacht, da hatten die Werkzeugmacher das dafür nötige Feingefühl und konnten wenn nötig abbrechen und nacharbeiten. Freundliche Grüsse Andi

Andygraphy
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Re: Drehdornpresse

Beitrag von Andygraphy » Mo 15. Apr 2019, 19:24

Hallo Andi,

danke für die Info!
Mich verwirren ein wenig die Angaben der Hersteller. Da steht beispielsweise Max. Werkstückhöhe 190mm und eine Ausladung von 150mm. Jetzt habe ich beispielsweise eine 4mm Räumnadel mit einer Gesamtlänge von 170mm. Darf nun mein Werkstück maximal 20mm hoch sein? Die Ausladung sagt mir wie weit die Mitte von der Pressensäule entfernt ist oder? Sprich beispielsweise maximaler runder Werkstückdurchmesser 300mm ?

gruß
Andy

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Re: Drehdornpresse

Beitrag von tommydsa » Mo 15. Apr 2019, 19:29

Die Raumnadeln gehen immer etwas ins Werkstück rein aber Luft nach oben ist zum handeln sehr sinnvoll.
So genau wie nötig und so einfach wie möglich....

Tommy

THIEL Duplex 58, Gack H185, Genko TB, Opti D280, Opti F20, Güde MBS115, USM3. Bj.1948 - 2014

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Re: Drehdornpresse

Beitrag von 1.2510 » Mo 15. Apr 2019, 20:16

In meinem Ideenspeicher ist folgendes ...

Ist einfach, platzsparend und gut selber zu bauen.
Mein Ständer geht dann aber bis zum Boden :2up:
.
Dornpresse-wandmontiert.JPG
Dornpresse-wandmontiert.JPG (43.98 KiB) 987 mal betrachtet
Grüsse, Rob

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Re: Drehdornpresse

Beitrag von Arnster83 » Di 16. Apr 2019, 07:03

Die sieht aber nicht sehr kräftig aus im Arm, ist bestimmt nicht annähernd für 1t Gewicht geeignet,da sich das Rohr schnell wegbiegen wird. Die Arme der Dornpressen sind ja nicht umsonst so kräftig dimensioniert.
Wird reichen für kleine Lager usw,aber beim räumen von Stahlnuten ? Die werden bei dem Gerät bestimmt nicht gerade...
Liebe Grüße Arne

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Re: Drehdornpresse

Beitrag von 1.2510 » Di 16. Apr 2019, 07:44

Arnster83 hat geschrieben:
Di 16. Apr 2019, 07:03
Die sieht aber nicht sehr kräftig aus im Arm, ist bestimmt nicht annähernd für 1t Gewicht geeignet,da sich das Rohr schnell wegbiegen wird. Die Arme der Dornpressen sind ja nicht umsonst so kräftig dimensioniert.
Dass wir uns richtig verstehen, wozu die gezeigte Presse verwendet wird, weiss ich nicht. Es ist nicht meine. Aber als Inspiration finde ich ich sie sehr gelungen. Selber würde ich sie ein klein wenig anders gestalten. einfacher ;-)

Arnster83 hat geschrieben:
Di 16. Apr 2019, 07:03
Die werden bei dem Gerät bestimmt nicht gerade...
Ich kann dir versichern, dass es der Stossräumnadel relativ egal ist, wo genau auf der relativ kleinen Stirnfläche die Kraft wirkt.
Die Stossräumnadel wird ja durch durch die Führungsbüchse geführt. Weil die Stossräumnadel sich aber um die im Eingriff stehenden Zähne "wegdrehen" will, sollte man sie zwischendurch mal entlasten.
Grüsse, Rob

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Re: Drehdornpresse

Beitrag von Arnster83 » Di 16. Apr 2019, 07:54

Ja das hab ich schon verstanden das es nicht deine ist und finds gut das du sie als Anschauungsmaterial zur Diskussion bereitgestellt hast.
Bin ich ja beruhigt das du dir selber dann Änderungen an dieser wirklich nicht gelungenen Konstruktion für deine Presse vornehmen würdest :freu:

Ich kann dir aber aus Erfahrung sagen,das wenn der Druck ein wenig seitlich kommen sollte auf diese kleine Fläche,es doch zu unangenehmen Nebenwirkungen kommen KÖNNTE...ich hab schon mehrere Zehntel schiefe Nuten gemessen durch sowas,und damit meine ich die Tiefen,also wenn du quasi die Nuttiefe auf einer Seite misst und dann das Teil umdrehst und auf der anderen Seite misst. Wenn das bei dir nie der Fall war,alles richtig gemacht :2up:
Liebe Grüße Arne

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