Sägeblattkiller

metallfunk
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Sägeblattkiller

Beitrag von metallfunk » Mi 6. Feb 2019, 19:55

Hallo miteinander, hier ein Problem, das mich doch immer wieder Geld kostet.

Auf meiner Kaltkreissäge von Berg und Schmid laufen Sägeblätter mit 315-320 mm Durchmesser.
Die sind explizit für rostfreien Stahl geignet ( so dunkel Dampfangelassen).

Immer wieder das gleiche Problem ,1.4301 wird gesägt (hier speziell gezogenes Rundmaterial 20 mm).
Recht schnell merkt man ein Ruckeln am Handhebel. Sägeblatt ausbauen und suchen: Aha, es gibt eine
seitliche Materialaufschweißung bei 1-2 Zähnen.
Hunderte Schnitte in ein Edelstahlflach 30 x 15 sind mit den Blättern kein Problem.

Also abschleifen. Kontrolle mit dem Mikrometer (0,5 bis 10 Hundertstel dünner, als der Rest vom Sägeblatt).
Nach zwei Schnitten ist die Aufschweißung schon wieder an der gleichen Stelle.
Beim dritten Schnitt zerplatzt das Sägeblatt.

Nun meine Frage: Am Ausgangsmaterial kann ich nichts ändern. Die Sägeblätter? es gibt nichts besseres?
Eventuell die Entfernung der Aufschweißungen: Mehr abschleifen? Oder was draufschmieren?

Ich bin ratlos.

Viele Grüße
Bernd

Selbermacher
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Re: Sägeblattkiller

Beitrag von Selbermacher » Mi 6. Feb 2019, 20:03

metallfunk hat geschrieben:
Mi 6. Feb 2019, 19:55

Die sind explizit für rostfreien Stahl geignet ( so dunkel Dampfangelassen).
Die dunkle "Farbe" ist aber noch kein Indiz dafür, dass es sich um HSS-E (mit Cobalt) handelt.
Woher kommt die Angabe, dass es sich um ein Sägeblatt für VS handelt?

Achja: Schnittgeschwindigkeit zu hoch? Zahnteilung zu gering ... Kühlung?
Herzliche Grüße
Harald

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Stormlord
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Re: Sägeblattkiller

Beitrag von Stormlord » Mi 6. Feb 2019, 20:07

Kauf doch mal ein Blatt von einem anderen Hersteller!

STORMLORD

metallfunk
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Re: Sägeblattkiller

Beitrag von metallfunk » Mi 6. Feb 2019, 20:34

Stormlord hat geschrieben:
Mi 6. Feb 2019, 20:07
Kauf doch mal ein Blatt von einem anderen Hersteller!

STORMLORD
..
Hallo Stormlord,

Sägeblätter von verschiedenen Herstellern, Kühlschmierstoffe ebenfalls, das Problem bleibt.
Dieses gezogene Rundmaterial (1.4301), scheint das Problem zu sein, da nur dieses die Probleme macht.
Gezogenes Flach macht keinerlei Mucken.

Da ich dieses Rundmaterial eher selten Säge, frage ich mich, was ist da los?
Oder, wie präpariere ich das Sägeblatt, wenn es eine punktuelle Aufschweißung gibt?

Grüße Bernd

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Re: Sägeblattkiller

Beitrag von gerhard_56 » Mi 6. Feb 2019, 20:46

In einem anderen thread geht es um das Fliessbohren, siehe
viewtopic.php?f=61&t=38111&start=40
Bei der Technik wird zur Verhinderung einer Verschweissung eine Paste auf den Bohrer aufgetragen.
Vielleicht hilft die ja, die punktuellen Verschweissungen zu verhindern.
https://glowdrill.de/product/hochleistu ... edelstahl/
Viele Grüße, Gerhard

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Re: Sägeblattkiller

Beitrag von V7 Sport » Mi 6. Feb 2019, 20:47

Hallo Berd, vermute mal das Material steht unter starker Spannung und der Schnitt zieht sich zu.

Gruß Lothar :hi:
verarbeite hauptsächlich Stahl, aber manchmal kupfer ich auch ab

Fräse: Steinel SH4 Nr.5615
Drehmaschine: Wille Rapid Bj.1956
Kompressor: Champion USA Bj.1959
Bügelsäge : Fortuna

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Re: Sägeblattkiller

Beitrag von Rainer60 » Mi 6. Feb 2019, 20:52

Hoi Bernd
Chromstahl hat den Teifel gesehen...
Ich vermute, dass die Verzahnung zu fein war für Ø20. Bis Ø16 säge ich Chromstahl auch mal auf der Kaltkreissäge.
Nebst dem Werkzeugwerkstoff und Wärmebehandlung, ist die Zahngeometrie ein weiterer Faktor.
Hin und wieder bleibt ein Span in der Verzahnung hängen. Dies kann zu Deinem angesprochenen Problem führen.
Die Sagenblätter werden quer zur Spanlaufrichtung geschliffen. Bearbeite die Spanmulden mit dem Dremel nach, damit die Späne sich nicht verhaken können
Das KSS kann unterstützend wirken, wenn die Konzentration bei 8% oder höher liegt.
Der Friede sei mit Euch...
Gruss Rainer
————————————————————————————
Es gibt immer eine Lösung - machmal auch eine Andere

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Re: Sägeblattkiller

Beitrag von tommydsa » Mi 6. Feb 2019, 20:56

Wie wird das Material eingespannt

Schon mal versucht hinter dem Material was beizulegen damit das eine Teile sich etwas geben kann bzw. nicht klemmt..
So genau wie nötig und so einfach wie möglich....

Tommy

THIEL Duplex 58, Gack H185, Genko TB, Opti D280, Opti F20, Güde MBS115, USM3. Bj.1948 - 2014

https://www.youtube.com/channel/UC7lpVs ... FOafZTjpBQ

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Re: Sägeblattkiller

Beitrag von Stormlord » Mi 6. Feb 2019, 20:59

[/quote]
..
Da ich dieses Rundmaterial eher selten Säge, frage ich mich, was ist da los?
Oder, wie präpariere ich das Sägeblatt, wenn es eine punktuelle Aufschweißung gibt?

Grüße Bernd
[/quote]

Tja Bernd, vielleicht ist es wie bei einer Aufbauschneide an einem Drehstahl So eine Auskolkung?
Ich würde die Stelle einfach mal am Sägeblatt spiegelblank polieren und probieren, ob es dann besser geht?

Oder evtl. gibt es eine Art Teflon Beschichtung, etwas was die Reibung minimiert,
ich kenne mich da leider nicht aus. So wie Fräser beschichten eben meine ich...


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Re: Sägeblattkiller

Beitrag von S4B5 » Mi 6. Feb 2019, 21:00

Hi

Ich hab hier ein paar Stücke Rundmaterial 1.4301 12mm welches sich ums verrecken kaum bohren lässt. Lustiger Weise kann das ein paar Millimeter weiter wieder ganz anders ausschauen, der Bohrer liefert dann einen schönen Span als wäre nie was anderes gewesen.

Die nächsten Kleinteile werde ich vorher einmal glühen, mal sehen ob sich dann was ändert.

lg Marco

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