Das schwarze Museum Pleiten & Pannen

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Bleamebrogga
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Re: Das schwarze Museum Pleiten & Pannen

Beitrag von Bleamebrogga » Do 4. Apr 2013, 10:09

Hallo!
Ich nähere mich jetzt wieder vorsichtig dem Thema ;-)

"Stundenlang" einen HSS-Abstechstahl zugeschliffen bis er endlich geschnitten hat und genau 3mm breit war. ( so genau ich es halt messen kann).

Werkstück eingespannt, vorne angekratzt, zugestellt und abgestochen.... ging wie Butter, die Freude war groß! Dann Nachgemessen und das Teil war 3mm zu kurz...

Naja, dann halt nochmal ein Teil gedreht, da hats mir beim Abstechen die Klinge reingezogen...PENG!! ab war sie :|

Ich hab' mich für den Rest des Abends in die Kühlschrank- Ecke verzogen und hab' meinen Hobler abgeschmiert....
Grüsse Tom

Alles kann, nix geht....

mercruiser
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Re: Das schwarze Museum Pleiten & Pannen

Beitrag von mercruiser » Do 4. Apr 2013, 12:15

Ich finde gerade die Beiträge über schief gelaufende Arbeiten sehr interessant,
die bringen Zerspanungsanfänger weiter als das Klugscheißen und Niederreden
manch selbsternannter Oberzerpanungsdoktoren :-D

Ich zähle mich immer noch noch zu den Anfängen und habe manche Fehler gemacht,
aber auch Fehler nicht gemacht weil es eben das Forum und deren Beiträge gibt. :2up:

Die Hilfsbereitschaft hier im Forum ist Vorbildlich, leider ist auch hier, wie in fast allen Foren
der Ein oder Andere Profilneurotiker unterwegs :-(

Ich kenne diese Leute aus vielen Foren, dass wirklich beste Mittel ist, dass man diese Leute ignoriert,
wenn man anfängt mit solchen Leute zu diskutieren, artet das schnell in Streit aus und stört den Boardfrieden.

Und das jeder Fehler macht, sogar der Profi, dass weiß auch jeder,
deswegen lasst uns zum eigentlichen Thema dieses Threads zurück kommen,
nun weiter schön Eure Fehler posten, lachen tun nur die, die sich keine Fehler eingestehen können !

Uwe

Zum Thema:

Beim letzten fräsen auf meiner Portalfräse, habe ich vergessen die Frässpindel anzuschalten und knacks
war der Fräser abgebrochen.
Voller Wut einen neuen Fräser eingesetzt und das ganze von vorn

und was habe ich vergessen ?

richtig die Frässpindel einzuschalten, wieder ein Fräser abgebrochen, mein Gott wie Doof muss
man denn sein, dass man zwei mal den selben Fehler macht :muahaha:

Habe dann die Werkstatt abgeschlossen und erst am nächsten Tag weiter gemacht :-D
und das ohne einen Fräser abzubrechen ;-)

:pfeif:

HansD
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Re: Das schwarze Museum Pleiten & Pannen

Beitrag von HansD » Do 4. Apr 2013, 12:18

Bittebitte, wenn schon einer einen Beitrag zu Pleitenpechundpannen aufmacht dann haltet diesen Bereich doch frei von Diskussionen, Besserwissereien und Anfeindungen!!!

Ich habe auch schon eine Reitstockspitze in das Werkstück geschweisst (ist wohl schon manchem passiert).

Daraufhin habe ich mir eine Spitze mit HM gemacht - mal sehen, ob die besser durchhält.
Wobei ich im Normalfall eine mitdrehende Spitze verwende.
Und dennoch für den Sonderfall eine halbe Spitze kaufte (die es leider in mitdrehener Form nur einen Tag lang, am Ostermontag, zu kaufen gab).

Hans

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Tiggr
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Re: Das schwarze Museum Pleiten & Pannen

Beitrag von Tiggr » Do 4. Apr 2013, 12:26

Hiho!

Ich hab mal alles um die Vor- und Nachteile der festen und mitlaufenden Spitzen in einen eigenen Thread geschoben. Ich hoffe, ich habe keine falschen Beiträge erwischt!

Bei einigen war mich mir nicht sicher, wo ich sie hin schieben soll...

Meckert mich an, wenn was falsch gelaufen ist!

Tschüss
Marcus (aka Tiggr)

Lichtbringer
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Re: Das schwarze Museum Pleiten & Pannen

Beitrag von Lichtbringer » Do 4. Apr 2013, 12:48

Mit den Fehlern ist das so eine Sache - eigentlich jeder der arbeitet macht sie. Aber sie sind nicht immer spektakulär genug um wirklich interessant zu sein.

Mein Lieblingsfehler ist die Ungeduld. Fast fertig, und anstelle zwischendurch nochmal nachzumessen nur noch schnell diesen einen Span abnehmen "und dann messe ich". Ist wohl jedem klar was passiert - zu kurz, oder zu klein im Durchmesser. Oder auch gerne .... arbeiten bis es heiß wird, wirklich heiß - und vergessen beim arbeiten auf Endmaß zu warten bis es wieder kalt ist. Also messen, alles paßt - beim rausnehmen noch denken "Aua, ganz schön heiß" und weglegen - und später wundern das mal wieder ein Teil Untermaß hat. :pfeif:

Apropos "Ungeduld" und "heiß" - neulich ging mir beim drehen von 80er rund unbekannter Stahlart einfach die Maschine komplett aus, tot, nix mehr. Ich gucke mit meinem blöden Schafsgesicht ungläubig, und als mein Blick auf das Gewölle unter dem Futter fällt, sehe ich es anstelle der üblichen blauen Spänchen noch orange glühen. :o Feinsicherung in der Steuerung kontrolliert, und richtig, es hatte die 10A flink geröstet.

Ansonsten - vom in der Lehre steckengelassenen Futterschlüssel (aber Gottseidank mit Getriebe auf Minimaldrehzahl, so 20-30 Umdrehungen, er fiel also nur raus als er unten ankam anstelle durch die Werkstatt zu schiessen), zu energisch eingefahrenem Abstecher der vorm/beim abbrechen die Maschine ganz schön hüpfen ließ, regelmäßig auch den schon beschriebenen "Lamettaregen" , ....

Die Liste ist zu lang, und ich zu alt, um mich an alles zu erinnern. :-D

Und ich lasse den Schlüssel immer noch gerne mal stecken. Vor einiger Zeit war ich im Bastelkeller, ein Freund (Schlosser) kam vorbei und wurde von meiner Frau in den Keller geschickt. Ich stehe gerade nicht direkt an der Maschine sondern bin etwas am messen - und noch bevor er "Hallo" sagt, bekomme ich einen Klaps an den Hinterkops - mit den Worten "du weißt wofür" zeigt er zur Drehe. Beim umschauen bemerke ich den steckenden Futterschlüssel. :pfeif:

Ja, und auch wenn ich einen Lehrling dafür in den Hintern treten würde, ich trage meist Handschuhe. :hi:
Gruß, Michael

Keller/230V: Drehe HBM 280x700V, Fräse BF20 Klon (MK3)

Garage/380V: Drehe Mondial Celtic 12, Fräse Kocherscheidt, Schleifm. Famo LS200, Feilm. HK2S, DDR Bügelsäge SgB160MR, Schleifer Greif D17 + StephanWerke 300mm, Bohrmaschine NS12A

Erpi
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Re: Das schwarze Museum Pleiten & Pannen

Beitrag von Erpi » Fr 5. Apr 2013, 08:30

Und das jeder Fehler macht, sogar der Profi,.....
Dank an alle geständigen Fehlermacher. Das stärkt wieder das Selbstvertrauen! Wenn man schon glaubt, man sei der einzige und größte Idiot und liest dann diese befreienden Geständnisse.
:thx:
Herzlichen Gruß
Erwin

FriesenSpan
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Re: Das schwarze Museum Pleiten & Pannen

Beitrag von FriesenSpan » Fr 5. Apr 2013, 08:47

Fehler zu machen ist die härteste Art des Lernes, mehr nicht.
Fehler zugeben und gemeinsam drüber lachen zeigt die Persönlichkeit.

Okay, ab und an vielleicht mal "etwas" peinlich :wall:, aber all Diejenigen, denen auch Fehler passieren :handshake:
haben einen unterhaltsamen Beitrag und können weise-wissend darüber grienen.

Also her mit euren "Beichten", wir warten schon auf euch :meeting: <= das da hinter dem Sofa bin ich!

:hallo:


P.S.
Noch beanspruche ich die "schwarze" Goldmedaille für mich :tanz:
Auch das beste Werkzeug kann mangelndes Wissen nicht ersetzen.

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MasFre
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Re: Das schwarze Museum Pleiten & Pannen

Beitrag von MasFre » Fr 5. Apr 2013, 09:45

Ok, dann will ich auch mal ...

kenn jemand den unterschied zwischen Gott und manchen Lehrlingen? nee?
Gott weiß alles und manche Lehrlinge wissen alles besser :-D

In der Lehre sollte ich mal einen Halter bauen also ein Stück Winkeleisen abgelängt und mangels Standbohrmaschine ab damit zum Schraubstock.
Ankörnen hab ich schon von gehört aber :scheisse: drauf, geht auch so, wäre doch gelacht wenn ich den Bohrer da nicht so durch drücken kann.
Bohrmaschine angesetzt, mit der Schulter noch etwas Druck auf die Bohrmaschine ausgeübt und los gehts.
Bohrer und Bohrmaschine haben sich dann gedacht "nö, soviel Ignoranz muss bestraft werden" also haben beide entschlossen sich mit Vollgas den Weg durch den Blaumann, knapp an Junior vorbei in meine Arterie im rechten Oberschenkel zu suchen.
Dank der entsprechenden Drehzahl hatten sich Blaumann und Boxershort so um den Bohrer und Bohrfutter gewickelt, das ich im ersten Moment nicht wusste was mehr weh tat, der Bohrer im Oberschenkel oder die Unnerbüx inne Kimme.
Alles Fummeln half nix, die Bohrmaschine lies sich nicht vom Blaumann trennen, da fiel mir das Messer an der Reifenabziehmaschine ein mit dem wir immer die Ventile abgeschnitten haben. Auf Grund des sinkenden Öldrucks im System wurde mir allmählich etwas schwindelig also hab ich mir das Rollbrett geschnappt und bin wie der Igel im Werner-Film zur Reifenabziehmaschine gerobbt.
Na ja, ich war gerade fertig mit der friemelei als der Chef aus dem Büro kam und ich kann mich nur noch an seinen Blick erinnern. Den hätte man die Augen mit ner Dachlatte abschlagen können.
Der Rest war dann eher unspektakulär, Sanitäter, RTW, Krankenhaus, etc.

Auch wenn es die Ordnung in meiner Werkstatt nicht immer zulässt sofort das entsprechende Werkzeug zu lokalisieren weiß ich aber immer wo meine Körner sind und hab für den Notfall eine Lagerbox gestrichen voll mit Körner im Lager stehen.
Viele Grüße
Nuno
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Re: Das schwarze Museum Pleiten & Pannen

Beitrag von Flensburger » Fr 5. Apr 2013, 12:52

Meine Fresse, jetzt hast Du aber alle anderen Beiträge dermaßen getoppt :-D :-D :-D

Neulich, so 1974 inner Berufsschule:
Der Meister wie immer ganz wichtig: Jungs, an der Säulenbormachine immer Mütze oder Haarnetz.
Der Chor: Jo Meister,....
- wir hatten damals ja fast alle mindestens schulterlange Matte.
Als ich dann bohren wollte nicht mehr dran gedacht oder als Geschwätz abgetan.
Und was passierte?
Eben, genau das...
Konnte die Birne noch mit einem Ruck wegreißen, hatte aber ein ordentliches Loch, so Markstückgroß am Schädel.
Heute ist die kahle Stelle größer, allerdings auf natürliche Weise.

Gruß
Lars

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Re: Das schwarze Museum Pleiten & Pannen

Beitrag von Maggo » Fr 5. Apr 2013, 14:17

Berufsschule 2tes Lehrjahr,Werkstatt: Beim abstechen eines MK 3 Morsekonus als Übungsstück habe ich wohl zu Kräftig und ohne Gefühl per Hand Abgestochen,Der MK hing am letzten Stück Kippte bei voller Geschwindigkeit, riss am Butzen ab und Flog in einem hohen Bogen auf den Tisch zum Lehrer. :-D

Klassiker,Beim Spannen des Drehfutters habe ich den Schlüssel vergessen aus dem Futter zu ziehen- Man sollte halt nicht noch etwas verkatert in die Arbeit gehen sondern frei nehmen...

Vor nicht allzu langer Zeit riss mir der ganze Oberschlitten bei der Winkelverstellung von einer Weiler Condor beim Drehen ab und flog in die Spänewanne. Der Grund,die Spannschrauben rissen ab weil beide Gewinde durch das jahrelange allzu starke Anziehen der Schrauben vermurkst waren.

Gestern ein neues höheres Korn für ein Schweizer Gewehr gehobelt,leider hat es mir beim Hobeln der Schwalbenschwanznut das Korn verbogen,leider Hinüber . :cry:


Wer nicht Arbeitet kann auch keine Fehler machen,Fehler passieren nun mal,solange man draus lernt........
Ich bin Anhänger des Russischen Maschinenbaus,So viel Spiel wie nur möglich! :-)

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