Bohrerhalterung

Benutzeravatar
wim
Beiträge: 348
Registriert: Sa 27. Nov 2010, 17:06
Wohnort: Bremen

Bohrerhalterung

Beitrag von wim » Mo 11. Feb 2019, 20:51

Ich komm da mal auf einen andelen Tlead zurück.
Da wurde folgendes Bild gepostet:
Bohren.png
Bohren.png (11.32 KiB) 1331 mal betrachtet
Ich war dazu etwas irritiert.
Die obere Abbildung war für mich "normal".
Das in der Mitte kenne ich so ähnlich - nur verwende ich für gewöhnlich eine kräftige Grippzange und kein Drehherz.
Zu dem unteren Bild hatte ich dann gefragt - freundlich, wie es bei Chinesen ja nun mal üblich ist und auf googel-chinesisch:
"Hallo, Herr Darko, was für ein Werkzeug ist das Bild unten mit einem Bohrer?"
Ich bekam die Information von minitc:
"Hallo, Herr Wim, das ist der Halter des MK-Bohrers." Und von Darko: "Wenn es jedoch nur als Treiber verwendet wird, wird es nicht geklemmt."
Dazu noch mal eine Frage:
Was ist das für eine Konusaufnahme? Muss ich mir da so vorstellen, dass sie nicht, wie für einen Schnellspannhalter, parallel zur Bohrerachse eine Vierkantaufnahme hat; sondern eine, die zur Bohrerachse im Winkel von 90° angeordnet ist? Also für ein Stichelhaus nutzbar wäre?
Gibt es irgendwo solche Aufnahmen noch zu kaufen? Wenn ja, wo?
Weil das doch für mich einige Probleme lösen könnte.
Weniger Ist Mehr
mit den besten Grüssen von Petterson

Benutzeravatar
tommydsa
Beiträge: 4731
Registriert: So 7. Nov 2010, 18:03
Wohnort: 72669 UE
Germany

Re: Bohrerhalterung

Beitrag von tommydsa » Mo 11. Feb 2019, 21:13

Du könntest eine mk Verlängerung nehmen und einen klemmarm dazu basteln. Etwas anzuschweissen .....vmtl nicht gut

Vorteil du kannst die Verlängerung auch weiterhin nutzen
So genau wie nötig und so einfach wie möglich....

Tommy

THIEL Duplex 58, Gack H185, Genko TB, Opti D280, Opti F20, Güde MBS115, USM3. Bj.1948 - 2014

https://www.youtube.com/channel/UC7lpVs ... FOafZTjpBQ

Benutzeravatar
Tech-Nik
Beiträge: 818
Registriert: Sa 28. Dez 2013, 22:36
Wohnort: Südbaden
Germany

Re: Bohrerhalterung

Beitrag von Tech-Nik » Mo 11. Feb 2019, 21:53

Der Arm an der letzten Aufnahme in der Skizze ist nicht zum festspannen gedacht, sondern nur als Drehmomentabstützung.

Du könntest eine Klemmfaust für die MK-Hülsen bauen, wie es sie für die Multifixhalter gibt zB: https://www.kami-maschinen.de/werkzeugm ... x80mm.html

Mit dem Stahlhalter zu bohren erfordert aber eine stabile Maschine.
Eigenbau-Präzisions-Universal-Werkzeug-Fräsmaschine >FP0<
Drehmaschine Wabeco D6000 mit 2achsen Digitalanzeige
Fräsmaschine Proxxon FF 400 umgebaut mit unzähligen Verbesserungen
Tischbohrmaschine Optimum B23Pro
Werkstattpresse 10t

Benutzeravatar
wim
Beiträge: 348
Registriert: Sa 27. Nov 2010, 17:06
Wohnort: Bremen

Re: Bohrerhalterung

Beitrag von wim » Mo 11. Feb 2019, 22:02

Die Ideen mit der Klemmfaust - ich vermute mal ihr meint beide im Prinzip das Gleiche - ist gut. Ich werde das mal probieren.
Schweissen ging tatsächlich nicht. Danach hätte der Konus nachgerieben werden müssen. Deshalb ging das Teil in den Schrott.
Eine zusätzliche Frage:
Wenn der Bohrer über die Pinole gedrückt wird und der "Konushalter" quasi nur als Verdrehsicherung wirkt, ruckelt der sich dann nicht los?
Weniger Ist Mehr
mit den besten Grüssen von Petterson

Darko
Beiträge: 736
Registriert: Fr 17. Mai 2013, 21:11
China

Re: Bohrerhalterung

Beitrag von Darko » Di 12. Feb 2019, 20:20

wim hat geschrieben:
Mo 11. Feb 2019, 20:51
Zu dem unteren Bild hatte ich dann gefragt - freundlich, wie es bei Chinesen ja nun mal üblich ist und auf googel-chinesisch:
Du hast Glück gehabt dass du da mit dem Leben davongekommen bist. Die hatten deswegen schon Fackeln und Mistgabeln geholt. :muahaha:

Verstehe die Aufregung eigentlich nicht. Es ist doch üblich die Sprache des aktuellen Imperiums weltweit zu verwenden. Früher waren die Römer das Imperium, deshalb latein. Danach die Engländer und die Amis, also wird überall Englisch gesprochen. Das nächste Imperium wird China sein, also kann man sich schon mal darauf einstellen, dass Chinesisch das Englisch in der Schule bald verdrängen wird. :pfeif:
wim hat geschrieben:
Mo 11. Feb 2019, 20:51
Wenn der Bohrer über die Pinole gedrückt wird und der "Konushalter" quasi nur als Verdrehsicherung wirkt, ruckelt der sich dann nicht los?
Die Spitze wird aber nicht dem Bohrer vorgesetzt, sondern der Bohrung hinten im Halter. Der Bohrer geht nur bis zur Hälfte der Nut für den Austreibkeil. ;-)

Ich hab gerade lange gegoogelt, aber konnte nirgendwo mehr einen 90° Halter finden. Scheint man nicht mehr zu brauchen bzw. zu kennen.
Dafür hab ich was Besseres gefunden - einen Schnellwechselhalter für den Vierfachhalter 8-)
TB25a1diVXXXXcMXpXXXXXXXXXX_!!49518567.jpg
Stammt von hier.
Ganz unten gibt es noch mehr Spannzeug. Vielleicht findest du was Passendes.
Eventuell sowas?
Alle Angaben ohne Gewähr, Irrtümer und Druckfehler vorbehalten.

Benutzeravatar
wim
Beiträge: 348
Registriert: Sa 27. Nov 2010, 17:06
Wohnort: Bremen

Re: Bohrerhalterung

Beitrag von wim » Mi 13. Feb 2019, 21:52

Moin Darko,
das mit dem imperialem Sprachgebrauch war eigentlich wegen Deiner Landesflagge gedacht. Und es beruhigt mich schon, dass Du das nicht übel genommen hast.
Ansonsten Danke für die Linke /-s.
So eine Konusaufnahme in Längsrichtung habe ich und hatte sie mit mäßigem Erfolg im Einsatz. Bei größeren Bohrern setze ich dies in der Regel mit der Unterstützung durch eine Grippzange ein. Das hat sich bewährt.
Die Sache mit der Spannzange ist schon interessant. Nur erschliesst sich mir hier nicht der Sinn. Welcher Vorteil gegenüber einem Bohrfutter?
Weniger Ist Mehr
mit den besten Grüssen von Petterson

Benutzeravatar
Jochen2
Beiträge: 1185
Registriert: Fr 17. Jul 2015, 12:20
Wohnort: Zwickau
Germany

Re: Bohrerhalterung

Beitrag von Jochen2 » Mi 13. Feb 2019, 21:57

Ähm die mittlere Variante ... warum /wann /wozu verwendet man diese ?
Rexon Standbohre , Schramm & Lichner DML 105 x 500 , Emil F. Schmidt Leipzig , Inverter GYS Mod. 161 , NVA Notstromer mit EL 65 ...

Benutzeravatar
wim
Beiträge: 348
Registriert: Sa 27. Nov 2010, 17:06
Wohnort: Bremen

Re: Bohrerhalterung

Beitrag von wim » Mi 13. Feb 2019, 22:12

Moin Jochen,
mein Grund dafür sie zu verwenden:
- ich kann Bohrer mit vergnaddelten oder verrosteten Konen verwenden.
- ich brauch keine Angst zu haben meinen Konus im Reitstock durch "Durchrutscher, weil verhakt" zu ruinieren.
- ich kann einen Bohrer einsetzen, der einen größeren Konus hat als mein Reitstock
- wenn mein Reitstock nicht hundert promillig zu meinem Spindelzentrum zeigt, merk ich das beim Drehen nicht. Aber beim Bohren. So ein Bohrer - je länger er ist, weicht immer weiter von der Drehachse ab und muss dann in das vorgebohrte Loch gezwängt werden.
Mehr fällt mir grad nicht ein.
Ach ja, ich nehm kein Drehherz. Hab das zwar auch so gelernt, nur halten die nicht sonderlich gut auf Bohrern. Meine Wahl ist die genannte Grippzange.
Weniger Ist Mehr
mit den besten Grüssen von Petterson

Benutzeravatar
RSS
Beiträge: 154
Registriert: Fr 10. Jul 2015, 20:01
Germany

Re: Bohrerhalterung

Beitrag von RSS » Mi 13. Feb 2019, 22:18

Jochen2 hat geschrieben:
Mi 13. Feb 2019, 21:57
die mittlere Variante
Beispielsweise wenn kein passendes Futter vorhanden ist
Grüße Robert :smilingplanet:

Benutzeravatar
Jochen2
Beiträge: 1185
Registriert: Fr 17. Jul 2015, 12:20
Wohnort: Zwickau
Germany

Re: Bohrerhalterung

Beitrag von Jochen2 » Do 14. Feb 2019, 11:55

Ahja das macht Sinn , zumal wenn man nur MK1 in der Pinole hat ,Danke !

Steigert das auch die Wahrscheinlichkeit zentrischer auf der anderen Seite der Bohrung raus zu kommen ?
Rexon Standbohre , Schramm & Lichner DML 105 x 500 , Emil F. Schmidt Leipzig , Inverter GYS Mod. 161 , NVA Notstromer mit EL 65 ...

Antworten