Leichtgängiges großes Gewinde mit wenig Spiel

Mark_m
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Leichtgängiges großes Gewinde mit wenig Spiel

Beitrag von Mark_m » Di 13. Mär 2018, 19:03

Hallo Zerspaner

Ich möchte mir ein kleines Fernrohr selber bauen.
Optik ist bereits vorhanden, Tubus wird ein Alurohr.
Zum Scharfstellen muss der Abstand zwischen der vorderen großen Linse und der Augenlinse verändert werden.
Dazu möchte ich mit einem Gewinde zwei Rohre miteinander verbinden die ich dann ineinander drehen kann.

Verstellbereich sind etwa 20mm, Durchmesser etwa 50mm.

Das gewinde sollte schön weich laufen ohne es mit massig Fett vollstopfen zu müssen.
Fett hat den Nachteil das es schnell da ist wo es überhaupt nicht hingehört, vor allem ziehen Linsen es magisch an.
:heul:
Ebenso ist die Zähigkeit sehr Temperaturabhängig, was im Bastelkeller genau den richtigen Dreh ergibt ist draußen bei Zehn Grad unter Null fast wie festgeschweißt.
Also wenn es geht sollte nur wenig und weiches Fett eingesetzt werden.
Daher soll das Gewinde von hause aus schon gut laufen und das Fett nur leicht unterstützten.

Ich habe eine kleine Drehmaschine Holzmann ED400FD und eine Fräse ebenfalls von Holzmann die ZX7045.

Die Drehmaschine kann maximal Gewinde mit 3mm Steigung erstellen.
So zwei bis drei Millimeter Steigung sollten für das Teleskop ideal sein.

Jetzt zu meinen Fragen:

Welchen Gewindetyp nehme ich geschickter weise?
Wie bekomme ich die Toleranzen Innen/Außengewinde richtig hin?
Trenne ich konstruktiv Transport (Irgend was gewindeähnliches) und Lagerung (Gleitlager bestehend aus Innen und Außenrohr?
Würde ein Gleitlager aus O-Ringen funktionieren?
Wie bekomme ich das Gewinde geschnitten. Gewindeschneider fallen wohl aus oder?


Welche Materialien/Gleitpaarung?
Ich würde gerne Alu nehmen da es rostfrei ist und sich gut bearbeiten lässt.
Kann ein Alu-Alu Gewinde ohne Beschichtung (Eloxiert) funktionieren?
Edelstahl in der Größe ist schon sehr Grenzwertig für die kleine Drehe.
Messing und Kupfer gehen auch noch sehr gut.

In Teleobjektiven werden gerne mehrgängige (3,4 oder 5) Rechteckgewinde mit sehr viel Steigung eingesetzt.
Also ca. 10-20mm pro Umdrehung.
Bei der Sogenannten Russentonne (Ein sehr voluminöses Spielgelobjektiv das in Russland gefertigt wird) wird mit mehreren Gängen und einer Steigung von etwa 4-6mm bei 100mm Durchmesser gearbeitet.

Das ist für mein Teleskop aber zu viel, hier kommt es mehr auf eine genaue Einstellung an.

Tja, wie Ihr seht bin ich noch absolut ratlos wie ich das geschickter Weise anstelle.

Ich freu mich auf Eure Erfahrung und Ideen!!

Gruß
Mark

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Re: Leichtgängiges großes Gewinde mit wenig Spiel

Beitrag von tillmann221 » Di 13. Mär 2018, 19:16

Gewindebohrer

Also ich würde ein Metrisches Trapezgewinde in PTFE drehen
und etwas Lubcon Turmopast dazwischen
Gruß Tillmann

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Mazak
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Re: Leichtgängiges großes Gewinde mit wenig Spiel

Beitrag von Mazak » Di 13. Mär 2018, 19:21

Du hast eine PN.

Mark_m
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Re: Leichtgängiges großes Gewinde mit wenig Spiel

Beitrag von Mark_m » Di 13. Mär 2018, 19:28

Hallo Tillmann

Hört sich gut an.
Beide Seiten, Also Innen und Außengewinde aus PTFE oder eine Seite Alu und die andere PTFE?

Die Gewindebohrer sind aber unbezahlbar bzw. unwirtschaftlich für einmalige Nutzung.

Die Steigungen sind auch zu groß für meine Maschine, 5mm schafft die nicht.

Eventuell Feingewinde?

Gruß
Mark

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Re: Leichtgängiges großes Gewinde mit wenig Spiel

Beitrag von Niskie » Di 13. Mär 2018, 19:29

Mazak hat geschrieben:Du hast eine PN.
Warum so geheimnisvoll? Das hier ist ein Forum.
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Re: Leichtgängiges großes Gewinde mit wenig Spiel

Beitrag von momech » Di 13. Mär 2018, 20:24

Hallo
Alu in Alu hat auf jeden Fall Fresspotential vor allem als Nutzgewinde.
Für ein Fernrohr kõnnte ich mir auch gut eine Lösung mit 1-3 Kulissensteinen vorstellen.
Gruß Norman

ohjaa
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Re: Leichtgängiges großes Gewinde mit wenig Spiel

Beitrag von ohjaa » Di 13. Mär 2018, 21:00

moins

schau dir mal die russentonne genau an.
da ist ne führung dazu der ganse spass ist nicht im gewinde alleine tragend nur zur einstellung. woher ich das weis .... ich hab meinen spiegel schon entspannt und geputzt.
beim fernrohr ala 50-70 cm schätz ich, kannst du das nicht anders machen.
es wird dir die optik verbiegen. sprich brennpunkt wandert ergo fürn popo.
ins rohr ne messingbuchse als führung und dann dein gewinde nach wunsch.
oder halt wie überall mit einem okularauszug arbeiten. mit dem klappt das mit einem längeren feingewinde.
is auch nurn tip ;)

mfg p. aus s.

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Re: Leichtgängiges großes Gewinde mit wenig Spiel

Beitrag von tillmann221 » Di 13. Mär 2018, 21:09

Man könnte ja einen Trapez-Gewindemeißel schleifen.
Mit etwas Geschick könnte man das mit nem guten HSS Bohrerschaft und
nem Schleifbock machen (+Lehre)
Wenn ein Werkstoff der Reibpaarung PTFE ist frisst garantiert nichts, auch ohne Schmierstoff.
Wie es mit dem Verschleiß aussieht weiß ich nicht aber wenn die Oberflächen glatt sind
Geht es bestimmt

Alu auf Alu ist sehr schlecht und hält nicht lange wenn bisschen Druck beim drehen ist.
Mit viel dem zähen Turmopast Fett drauf bisschen besser
Gruß Tillmann

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Re: Leichtgängiges großes Gewinde mit wenig Spiel

Beitrag von dr.markus » Di 13. Mär 2018, 22:08

Kunststoff-Alu würde ich auch bevorzugen.
Muß das Teflon sein? Wäre POM vielleicht eine Alternative?

Das Gewinde erstmal auf der Aluseite drehen und dann das Gewinde im Kunststoff darauf anpassen.
Sprich zwichenden den letzten Zustellungen mit dem schon fertigen Gewinde prüfen.
Den Kunsttoffring als zweites zu drehen, hat den Vorteil das es nicht so tragisch ist, wenn es vielleicht 2 Anläufe benötigt.

Zusätzlich 2 Kunststoffringe als Gleitlager mit möglichst viel Abstand zueinander.
Viele Grüße, Markus

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Re: Leichtgängiges großes Gewinde mit wenig Spiel

Beitrag von tillmann221 » Di 13. Mär 2018, 23:50

Stimmt POM ist glaube ich sogar noch besser dafür, weil es Verschleißfester ist.
Die Oberfläche vom Kunststoff Gewinde ist nicht so wichtig, aber beim Metall schon (polieren?)
Gruß Tillmann

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