Feinverstellung für Z-Achse am Oberfräsen-Tisch (Eigenbau)

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spansau
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Feinverstellung für Z-Achse am Oberfräsen-Tisch (Eigenbau)

Beitrag von spansau » Do 31. Mai 2018, 10:46

Damit die große Tischfräse (Schwere Schreinerei-3-Zweck-Maschine)
viewtopic.php?f=59&t=21936
nicht immer wegen Kleinkram umgestellt werden muß, hat mein Sohn den Eurohals-Schlitten für den KRESS Scheif-und Fräsmotor
in eine dicke Siebdruckplatte von unten eingelassen und verstellbare Führunsschienen aufgebaut. Einfach und handlich.
Nur die Flügelmuttern und -schrauben werde ich noch durch solche mit großen Rändelknöpfen ersetzen.
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Dieser Führungsschlitten besaß wie bei allen billigen Oberfräsen ursprünglich nur den üblichen dreistufigen Revolveranschlag.
Dieser ist aber unter der Platte sowieso untauglich, deßhalb wurde er gleich weggelassen.
Was mich hier eigentlich immer generft hat, war die Fummelei, den Schlitten mit dem Motor in die richtige Z-Position hoch und runter zu schieben.

Hier Schlitten und Motor zur Anschauung fürs Foto zusammengesteckt.
Der Kenner sieht sofort, daß der bewegliche Teil der Führung falsch herum sitzt. Habs erst jetzt gemerkt. :pfeif:
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Schlitten ohne Feinverstellung
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Ursprüglich wollte ich die Spindel für die Feinverstellung komplett neu anfertigen.
Aber da ist mir eingefallen, es liegt noch der Anschlag meiner Billig-Baumakt-Tischbohrmaschine rum, dessen Plasikhalter gebrochen war und den ich sowieso nie benutzte. Das vorhandene M 10 x 1-Gewinde erschien mir als geeignet.

Dem habe ich dann zur Befestigung auf dem gewindelosen Abschnitt ein M 8 x 1-Gewinde vepaßt.
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M8 x 1-Gewinde
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Eine Führungsstange hatte bereits eine Bohrung mit M 5-Gewinde für eine Schraube mit Unterlagscheibe als Anschlagsicherung.
Diese habe ich dann auf M 8 x 1 aufgebohrt.
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aufgebohrte Führungsstange
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Nun muß eine Spindelmutter mit Skalenring her.
Die Mutter mit M 10 x 1-Gewinde ist aus RG-Irgendwas,der Skalenring aus Alu, aufgeschrumpft, 20° angefast und gerändelt.

Zum Stechen der 10 Teilstriche habe ich den Hebelsupport der BOLEY Nr. 2 vor den Teilapparat aufgebaut
Die Befestigung des Supports mittels eines extra angefertigten Wangenstücks habe ich vor einiger Zeit vorgestellt:
viewtopic.php?f=9&t=18499
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Hebelsupport der BOLEY Nr. 2 vor den Teilapparat
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Den Obersupport habe ich auf die 20° des Skanenrings, -die Strichlänge (Anfang) und die Stichtiefe mit dem Längs- bzw. Plananschlageingestellt
Zehn Striche, ein Teilstich entspricht 1/10 mm, jeden zweiten Teilstrich habe ich mit den Zahlen 0 - 2 - 4 - 6 - 8 gestempelt.
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Teilstriche und Schlagzahlen
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Als ich schon fertig war, ist mir eingefallen, daß ich ja eine 20 mm-MK4-Direktspannzange besitze, da wäre der Lange Aufbau mit dem ER40-Futter nicht notwendig gewesen,
und der Kurze Ansatz der Mutter hätte aug beim Stempeln besser gehalten.

Hier nochmal die Teile:
Eine Führungsbuchse mit Index-Stich und Nut (Verdrehsicherung)
Verdrehsicherung mit Stellschraube (Sptze für die Nut angedreht.)
Mutter mit Skalenring (Mit Edding geschwärzt, mal sehen, wie lange das hält)
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und hier zusammengebaut
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Und hier unter der Platte
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Gruß
Max

ThomasH
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Re: Feinverstellung für Z-Achse am Oberfräsen-Tisch (Eigenbau)

Beitrag von ThomasH » Do 31. Mai 2018, 13:51

Saubere Arbeit!
Auf dem Bild sieht es aus, als hättest du die Skalenstriche "rückwärts" gestoßen oder täuscht das nur?
Und wie hast du die Zahlen so schön hinbekommen?

Gruß,
Thomas

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spansau
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Re: Feinverstellung für Z-Achse am Oberfräsen-Tisch (Eigenbau)

Beitrag von spansau » Do 31. Mai 2018, 14:34

ThomasH hat geschrieben:
Do 31. Mai 2018, 13:51
Auf dem Bild sieht es aus, als hättest du die Skalenstriche "rückwärts" gestoßen
Den Stichel habe ich in den Ring hineingedrückt, dann nach rechts außen gstoßen. Damit bleibt kein Span im Werkstück zurück.
ThomasH hat geschrieben:
Do 31. Mai 2018, 13:51
Und wie hast du die Zahlen so schön hinbekommen?
Mit Hammer und Augenmaß!
Übrigens: aus der Nähe sehen die garnicht soooo gut aus.
Gruß
Max

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