Rumag RU2–V Fräsmaschine - Kaufempfehlung?

gearhead82
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Rumag RU2–V Fräsmaschine - Kaufempfehlung?

Beitrag von gearhead82 » Fr 15. Mär 2019, 00:47

Hallo,
Ich mich nach regelmäßigem Lesen im Forum nun auch endlich mal angemeldet.
Es gibt hier spannende Themen, viele Infos zum Nachlesen und ich finde im Vergleich zu anderen Foren einen wohlwollenden Umgang. :super:

Ich heisse Stefan, bin gelernter Werkzeugmechaniker und habe mir gleich nach der Ausbildung (ist 13 Jahre her) ein paar Maschinen besorgt (MK2 Säulenbohrmaschine, Celtic 17 Drehbank, MAG Schweissgerät etc). Mache hauptsächlich Reparaturen für mich oder andere oder kleine eigene Projekte und bastel hin und wieder Geräte für Garten oder unsere Mosterei.

Schon lange träume ich von einer Fräsmaschine. Aus falschen Sparsamkeits- und Dummheitsgründen habe ich 2 verhunzte WMW FU 250x800 gekauft (für viel zu viel Geld).
Irgendwie habe ich nun die Lust verloren, diese aufzumöbeln. Denn eigentlich will ich an meinen Maschinen arbeiten und nicht rumbasteln.

Ganz in der Nähe wurde nun diese Fräse angeboten:
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anz ... 97-84-239
scheint eine Rumag RU2–V zu sein, sagt jedenfalls dieses Inserat: https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anz ... 4-249-8133
Ich habe die Maschine heute besichtigt. Ein sehr netter und ehrlicher Verkäufer, der sie selbst in Gebrauch hatte.

Spindel hat vertikal MK3. Scheint mir ganz schön klein für diese Maschine.

Soweit scheint alles zu funktionieren, nur der Hebel womit (vermutlich) die Horizontale Fräswelle auszuschalten geht, war ohne Funktion.
Das Drehzahlschild zeigt 2 Motordrehzahlen, wofür es aber keinen Umschalter gibt.
Laut http://lathes.co.uk/rumag/page2.html gab es aber auch Ausführungen nur mit einer Drehzahl.
Der Motor scheint noch orginal.
Die Achsen haben teilweise gut Umkehrspiel. Mit DRO aber fast egal, und lässt sich hoffentlich nachstellen.
Radialspiel in der Spindel konnte ich keins Messen.
Die Achsen ließen sich gut verfahren.
Vorschub und Eilgang geht in allen Achsen.
Der Tisch hat keine Beschädigungen, bis auf den Ausbruch des Aluteils auf dem Foto.

Bei max. Drehzahl fand ich die Maschine recht laut - ich kann nur schwer einschätzen, ob das normal ist.
Die Zahnräder, die ich durch den transparenten Getriebedeckel sehen konnte, schienen alle einwandfrei.

Dabei ist noch ein Zwischenstück, womit der Kopf nochmal 90° versetzt angebaut werden kann, und somit in alle Richtungen schwenkbar ist.
Werkzeuge und anderes Zub. leider kaum, bis auf ein ER32-Futter mit ein paar Einsätzen, immerhin.

Ich kann die Maschine für 1500,- kaufen. Mit der funktionierenden Digitalanzeige finde ich das einen angemessenen Preis. Zumals nur 10km entfernt ist.
Was meint ihr? Top oder flop?
Sollte ich noch dringend etwas überprüfen vor dem Kauf?

Hat jemand irgendwelche Infos oder Dokumente?

Nachteile, die ich sehe:
-Rumag scheint irgendwie nicht so verbreitet und nicht mehr existent zu sein (Ersatzteilversorgung)
-Habe auch keine Dokumentation gefunden. Hier im Forum hatten schon andere nachgefragt, leider erfolglos.
-keine vernünftige Bohrpinole. Die Pinole kann nur von oben mit Handrad ausgefahren werden.
-Vorschubgetriebedeckel muss abgedichtet werden.
-Gegenhalter fürs Horizontalfräsen fehlt. Keine Ahnung ob man das jemals benötigt.

Danke!

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HanomagOWL
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Re: Rumag RU2–V Fräsmaschine - Kaufempfehlung?

Beitrag von HanomagOWL » Fr 15. Mär 2019, 05:22

Ich kenne die Maschine nicht und kann nicht beurteilen ob es ein durchdachtes Maschinenkonzept ist.
Solide schaut das Teil auf jeden Fall aus, schade das sie keine SK Aufnahme hat.
Das es für mehr Geld mehr Komfort gibt sollte klar sein.
Man muss ein Limit setzen und gut.

Auf jeden Fall würde ich versuchen mit allen vorhanden Messwerkzeugen die Abweichungen zu ermitteln.

Hast du eine längere Parallelunterlage zur Hand?
Eine Messung von der Spindel zum Tisch in x und y hilft schon.

Ein paar Werkstücke überfräsen und vermessen ist auch möglich.

Bin gespannt auf die weitere Entwicklung.
Gruß Fabian

R2S5V0
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Re: Rumag RU2–V Fräsmaschine - Kaufempfehlung?

Beitrag von R2S5V0 » Fr 15. Mär 2019, 06:22

Über sowas würde ich hier gar nicht erst fragen.
Als erstes giebt es da immer etwas zu finden wo es sich nörgeln läßt. Is ja eine gebrauchte Maschine. Und nörgeln ist nicht schwer. :schlaumeier:
Und Nr 2 gehen die Ansichten weit auseinander. Sehr weit.

Tommel
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Re: Rumag RU2–V Fräsmaschine - Kaufempfehlung?

Beitrag von Tommel » Fr 15. Mär 2019, 08:04

Moin,

nur soviel von mir: Die angegeben 1200Kg kann ich nicht glauben. Meine Bridgeport mit ihren 1000 ist, verglichen mit diesem Knödel, erheblich schmächtiger .
Der Tisch bewegt sich in X wirklich 1000mm bei 1200mm Gesamtlänge? Ich weiß, wenn die Jungs es damals geschafft haben mit MK3 zu arbeiten wirst du es mit deinem Hobbyrams auch schaffen. Ganz bestimmt.
Ich denke auf Ersatzteile darfst du nicht mehr hoffen

"Das Drehzahlschild zeigt 2 Motordrehzahlen, wofür es aber keinen Umschalter gibt."
Konntest du nun alle Drehzahlen fahren oder nicht ?

Viel Glück
Tommel

murx
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Re: Rumag RU2–V Fräsmaschine - Kaufempfehlung?

Beitrag von murx » Fr 15. Mär 2019, 08:25

also meine ru2vs/a hat in x 900 mm weg und mk4 in der pinole bj.1960 gebaut fuer die ewigkeit verwende sie im wekzeugbau 2hundertztel sind immer möglich für mich reicht das gewicht 2600 kg Getriebe ist auch bei mir imm oberen bereich sehr laut ist aber normahl achtung mann kan die maschine nicht direkt auf den boden stellen spindel der höhenverstellung ragt ca 150mm in den boden (loch bohren ) mfg. michael

gearhead82
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Re: Rumag RU2–V Fräsmaschine - Kaufempfehlung?

Beitrag von gearhead82 » Fr 15. Mär 2019, 08:38

Moin,

X1000mm habe ich nicht überprüft weil ich lange Verfahrwege nicht unbedingt benötige. Aber lange Aufspannfläche ist schon gut für Teilkopf usw.

Ich konnte nur die Hälfte der angebenen Drehzahlen per Getriebe schalten.
Habe nun nicht rausfinden können, ob der Motor auf 1400 oder 2800 läuft - also welche Spalte der Drehzahltabelle gültig ist.
Ist aber nicht unbedingt ein Manko, habe noch einen FU hier, und Getriebe/Lagermäßig scheint ja Luft nach oben zu sein.

Ich denke auch dass die Fräse schwerer ist. hoffe mein 2000kg Hubwagen packt es.

@michael: Danke für den Hinweis. werde nochmal nachfragen wegen der Spindel. Bevor sie am endgültigen Platz steht, könnte sie auch auf Palette.

Bin noch unentschieden und gebe mir bis heute Nachmittag Gedenkzeit.
Klar, ich denke man kriegt Eisenschweine auch günstiger. Aber das scheint keine Baustelle zu sein, jemand hat in eine gute DRO investiert und dem Tisch nach zu Urteilen wurde aufmerksam damit gearbeitet.

Gruss, Stefan

murx
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Re: Rumag RU2–V Fräsmaschine - Kaufempfehlung?

Beitrag von murx » Fr 15. Mär 2019, 08:44

um den preis würde ich sie sofort nehmen aber ich hab schon eine !! und die ferfahrwege sind gigantisch mfg. michael

Meistertruck
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Re: Rumag RU2–V Fräsmaschine - Kaufempfehlung?

Beitrag von Meistertruck » Fr 15. Mär 2019, 10:33

gearhead82 hat geschrieben:
Fr 15. Mär 2019, 08:38
Moin,

Bin noch unentschieden und gebe mir bis heute Nachmittag Gedenkzeit.
Gruss, Stefan
Bedenkzeit oder ist die schon tot. :muahaha:

Sorry aber bei der Steilvorlage konnte ich nicht anders :handshake:
LG. Andreas

Versuch und Irrtum hat den höchsten Lernerfolg!!!
Leider ist diese Methode nicht immer die kostengünstigste.

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Re: Rumag RU2–V Fräsmaschine - Kaufempfehlung?

Beitrag von gearhead82 » Fr 15. Mär 2019, 21:34

:goodpost:

Die Fräse wurde übrigens verkauft, an mich. :-D

Im April wandert sie dann in die Werkstatt.
Der Verkäufer meinte, sie hat unter 1,5t, denn mehr hebt sein Stapler nicht.

@Michael:
Die Spindel schaut bei mir nicht unten raus.
Meine ist wohl ein Stück kleiner als deine.


Schönes Wochenende,
Stefan

murx
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Re: Rumag RU2–V Fräsmaschine - Kaufempfehlung?

Beitrag von murx » Sa 16. Mär 2019, 13:04

gratuliere ! ein paar bilder von meiner !
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