Werteinschätzung Deckel FP1

HeinzHerbert
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Re: Werteinschätzung Deckel FP1

Beitrag von HeinzHerbert » Mo 7. Jan 2019, 18:24

Habe nie behauptet, daß es möglich ist, das durchzuführen, ohne zu wissen, was man tut. Davon ungeachtet besteht die Problematik auch bei einer neueren Maschine. Es braucht aber keine speziellen Messmittel, das Laserinterferometer kann daheim bleiben. Ob er Einsteiger oder Fortgeschrittener ist, lässt sich aus dem Posting nicht ohne Spekulation entnehmen.

An den Threadersteller: wenn Du völlig ahnungslos bist, dann kannst Du ja mal hier im Forum fragen, ob jemand mit der entsprechenden Erfahrung und aus Deiner Nähe bereit wäre, Dich bei der Besichtigung und Vermessung zu begleiten.

Grüße
Georg
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Schmatzek1
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Re: Werteinschätzung Deckel FP1

Beitrag von Schmatzek1 » Mo 7. Jan 2019, 19:34

Ich hab wie gesagt keine Erfahrung mit Fräsen, aber jedoch mit Drehbänken. Ich bin auch im Besitz von Messuhren und Stativen und glaube schon zu wissen wo ich da was prüfen muss vor Ort.
Mir ist schon wichtig bei der Anschaffung das ich dann später auch problemlos Werkzeug dafür bekomme und dafür dann auch keine Unsummen ausgeben muss wenn ich mal etwas dazu kaufe.
Wenn das hier bei Deckel schon schlecht aussieht dann ist es auch nicht das richtige für mich.
Welche Aufnahmeform bzw. Bezeichnung sollte eine Fräse denn heute haben um da eine vernünftige Versorgung zu einem akzeptablen Preis zu haben?
Die Erfahrung steigt mit dem Wert des zerstörten Gegenstandes!

elmech
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Re: Werteinschätzung Deckel FP1

Beitrag von elmech » Mo 7. Jan 2019, 19:36

Hallo, jetzt hört doch endlich mal mit der Unterscheidung Gleitlager7 Nadellager, nach Schmiernippel auf! Die FP1 hatte bis 1953 Gleitlager! Danach dann die Nadellager! Die Kopfbefestigung mit zwei Muttern von vorne, ist alte Ausführung. Auch mit Klemmung von Hinten und den vier Inbusschraubenköpfen , gab es 1953 noch Gleitlagerköpfe mit Schmiernippel links oben an der Seite! Die echt sicher neuern Köpfe, hatten die Klemmung ganz am Ende unten und nicht im oberen Drittel! Da gab es eben noch Gleit und Nadellager, in der Ausführung! Es ist einfach so, hat man keine genormte, Wälzlager verbaut , ist man auf den Hersteller angewiesen und dessen Ersatzteilversorgung! Was aber dann,bei solchen Spindel und Pinolen, heute kaum noch zahlbar ist! Somit habe ich keine Deckel FP1 mehr in der Werkstatt, nach über 20 Jahren Zufriedenheit mit ihr! Die Ersatzteillisten geben ganz klar an, ab Nummer so und so ab diese Ausführung! Da wurde aber noch eine Weile Ersatz geliefert und so kamen alte Köpfe zu neuen Nadellagern! Später gab es die Ersatzköpfe nur noch am Stück! Anfangs der 80er Jahre, in der Schweiz, für 4500,- Sfr! Was den Maschinenpreis dann, gleich ausgeglichen hat! Ich habe gut aufgepasst und keinen guten Vertikalfräskopf mehr, gefunden! Irgendwie scheint da ein Nachbau dieser Teile in Fernost nicht genug Interessenten gebracht zu haben? Schade, aber eben, der Lauf der Zeit. Meine Jetztige Werkzeugfräse, hat Normlager, allüberall! Freundliche Grüsse Andi

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FP91
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Re: Werteinschätzung Deckel FP1

Beitrag von FP91 » Mo 7. Jan 2019, 20:00

Schmatzek1 hat geschrieben:
Mo 7. Jan 2019, 19:34
Ich hab wie gesagt keine Erfahrung mit Fräsen, aber jedoch mit Drehbänken. Ich bin auch im Besitz von Messuhren und Stativen und glaube schon zu wissen wo ich da was prüfen muss vor Ort.
Mir ist schon wichtig bei der Anschaffung das ich dann später auch problemlos Werkzeug dafür bekomme und dafür dann auch keine Unsummen ausgeben muss wenn ich mal etwas dazu kaufe.
Wenn das hier bei Deckel schon schlecht aussieht dann ist es auch nicht das richtige für mich.
Welche Aufnahmeform bzw. Bezeichnung sollte eine Fräse denn heute haben um da eine vernünftige Versorgung zu einem akzeptablen Preis zu haben?
Lass dir vor MK4 keine Angst machen. Am besten bekommt man SK30/40 Aufnahmen, die werden einem quasi nachgeworfen. MK4 Aufnahmen sind aber auch nicht schwer zu bekommen. Deckel hat original ein unübliches Anzugsgewinde: S20/2 außen.
Du kannst aber auch einfach normale MK4/M16 innen Aufnahmen kaufen und dir eine simple Anzugstange mit M16 drehen. Das ist in einer Stunde gemacht und senkt die Werkzeugkosten um ein vielfaches. Was aber stimmt: Alles wo Deckel oder Schaublin drauf steht wird mit Gold aufgewogen.

LG Flo

HeinzHerbert
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Re: Werteinschätzung Deckel FP1

Beitrag von HeinzHerbert » Mo 7. Jan 2019, 20:08

Schmatzek1 hat geschrieben:
Mo 7. Jan 2019, 19:34
Mir ist schon wichtig bei der Anschaffung das ich dann später auch problemlos Werkzeug dafür bekomme und dafür dann auch keine Unsummen ausgeben muss wenn ich mal etwas dazu kaufe.
Werkzeuge sind nicht das Problem, sondern die Aufnahmen. Da kostet ein Fräsdorn mit Deckel-Gewinde (neu) dann halt 80,-/90,- € statt 40,- €, aber wie viele verschiedene davon benötigt man denn? Mit einem Spannzangenfutter (z.B. ER32) und ein paar Direktspannzangen kommt man schon recht weit (bis 25 mm Schaftfräser). Unklar ist ja auch, ob der horizontale Halter/Arm mit dabei ist. Für's Horizontalfräsen bräuchte man ggf. noch lange Fräsdorne. Seit ich die Maschine habe (8 Jahre?) habe ich erst einmal auf horizontal mit langem Dorn umgebaut.

Für mich bleibt es eine Frage der Geometrie. Irgendwas an Werkzeugaufnahmen muß bei der Maschine ja dabei sein, sonst hätte der jetzige Besitzer damit ja nicht arbeiten können. Wenn die Geometrie stimmt (inkl. Lagerspiel!) und noch ein paar Aufnahmen dabei sind: zuschlagen. Schlimmstenfalls legst Du halt nochmal 300,- € für ein neues Spannzangenfutter und zwei Fräsdorne (wenn Du denn Walzenstirnfräser oder Messerköpfe auf der Maschine nutzen willst) drauf. Wenn die Lager allerdings am Ende sind, lieber die Finger davon lassen.

Edit: was Flo bzgl. der MK4-Aufnahmen geschrieben hat, kann ich so auch unterschreiben.

Grüße
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Re: Werteinschätzung Deckel FP1

Beitrag von Schmatzek1 » Mo 7. Jan 2019, 20:25

Danke euch. Gut, die Anzugsstange sehe ich jetzt auch nicht als Problem an meiner Drehe zu bauen.
Wie sieht es denn bei MK4 aus wenn ich da mit der Anschaffung eines Plan- und Ausdrehkopfes liebäugeln würde.
Sind da große Unterschiede zu SK in der Anschaffung?
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Re: Werteinschätzung Deckel FP1

Beitrag von Schmatzek1 » Mo 7. Jan 2019, 20:45

Wobei ich gerade sehe das diese neuen China Drehmaschinen Bernado, Optimum, SWM usw. ja auch fast alle MK4 haben.
SK scheint dort irgendwie gar nicht vertreten zu sein.
Naja, da muss ich mir den Markt mit den verschiedenen Aufnahmen wohl nochmal etwas anschauen.
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Re: Werteinschätzung Deckel FP1

Beitrag von HeinzHerbert » Mo 7. Jan 2019, 20:47

Den typischen UPA 3 von Wohlhaupter bekommst Du (bei ebay oder in den Kleinanzeigen) ganz oft mit einem Deckel-MK4-Schaft, über den noch der SK40-Adapter gezogen ist (wie hier, ohne Zubehör ist der Preis allerdings zu hoch). Preislich nimmt sich das nichts gegenüber einem mit einem "reinen" SK40 Schaft.

Übrigens reden wir uns hier gerne mit Vornamen an ;-)

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Re: Werteinschätzung Deckel FP1

Beitrag von Schmatzek1 » Di 8. Jan 2019, 08:53

Ok danke.

Gruß Mathias
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Re: Werteinschätzung Deckel FP1

Beitrag von gerhard_56 » Di 8. Jan 2019, 09:07

Hallo Mathias,
ich habe auch eine FP1 mit MK4 Aufnahme und bisher keinerlei Probleme bei der Beschaffung von Fräsern oder Werkzeugaufnahmen gehabt. Ja, Werkzeuge mit dem speziellen Deckelgewinde sind seltener und dann auch i.d.R. teuer, ich habe mir aber eine Anzugstange mit M16 Gewinde besorgt und dafür gibt es sehr viele Aufnahmen, angefangen von HM-bestückten Fräsern mit MK4 Schaft in der Dimension 25 bis 35 mm die in der Bucht für um die 25 € angeboten werden, ER Spannzangenaufnahme für kleinere Fräser entweder als Satz, z.B. ER32 von 4 bis 30 mm oder man kauft gezielt nur die Spannzangen die man braucht. In dem ER32 kann man eine ER8 oder ER11 Aufnahme ggf. in langer Ausführung spannen, dann erreicht man auch tiefere Stellen wo man mit einem normalen Fräser nicht hinkommt. Bohrfutter gibt es verschiedensten Ausführungen ebenfalls mit MK4. Meine Köpfe (Lenz Kegeldrehgerät, Joke Koordinatenschleifkopf, d'Andrea Feinbohrkopf) habe ich gebraucht mit SK40 gekauft und da die Schäfte ausgewechselt werden können, habe ich mir die aus einem entsprechenden Rohling selber gebaut oder fertig gekauft, fertig vom Hersteller sind die dann auch teuer, da sie nur beim jeweiligen Hersteller passen, kann man aber problemlos nachbauen. Wie das bei einem UPA ist kann ich nicht sagen, ich gehe aber davon aus, dass auch bei dem der Schaft gewechselt werden kann.

Bei den Aufnahmen für die horizontale Spindel sollte man überlegen was man machen will, die gibt es mit verschiedenen Durchmessern und dass günstigste ist, sich auf einen Durchmeser zu fokussieren, da man ansonsten die Stange, die Distanzringe und Scheibenfräser mehrfach braucht.

Also MK4 wäre für mich kein Hinderungsgrund eine Maschine nicht zu kaufen und ich kann den anderen beim Punkt Geometrie nur zustimmen, die muss noch i.O. sein, denn wenn es da nicht passt ist es Wurscht ob man MK4 oder SK40 hat.
Viele Grüße, Gerhard

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