Hermle FW650

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augustiner
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Hermle FW650

Beitrag von augustiner » Mo 6. Aug 2018, 23:10

Hallo alle zusammen,

dies ist mein erster Thread und ich möchte euch gerne mich (heiße Marinko) und mein neues Maschinchen vorstellen, eine Hermle FW650.
Es ist eigentlich schon die 5te, aber sie ist mein aktuelles Projekt.
Stammt aus den 70er Jahren und wurde vom Vorbesitzer nicht besonders gewartet.
Hermle_FW650.JPG
Hier noch beim Vorbesitzer in der Werkstatt.
Hermle_FW650___2.JPG
Hermle_FW650___2.JPG (50.3 KiB) 1125 mal betrachtet
Dateianhänge
DSC00282.JPG
Daheim angekommen zusammen mit einer Sandstrahlkabine und Kasto Hubsäge.
DSC00285.JPG

augustiner
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Re: Hermle FW650

Beitrag von augustiner » Mo 6. Aug 2018, 23:34

Es folgte eine gründliche Inspektion aller Innereien.
Zuerst habe ich versucht das Kühlmittel abzulassen... ging irgendwie nicht... scheinbar verstopft oder so...
Dann den Kühlmittelbehälter-Deckel aufgemacht und dann kams...

Ca. 10 L Öl-Schlamm mit Spänen und sonstigem Dreck. Ich glaube, der Vorbesitzer hat die Maschine das letzte mal vor ca. 30 Jahren sauber gemacht.
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DSC00286.JPG
DSC00287.JPG
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Nachdem alles draußen war, sah es innen ganz OK aus. Nur die Kühlmittelpumpe hat einige Roststellen.
Bin noch am überlegen ob ich sie gegen eine Neue ersetzen soll. Aber dazu müsste man sie in zwei Hälften auseinanderschrauben um da ran zu kommen.
Und das ist mir etwas zu viel Aufwand...
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20180604_121459.jpg
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Nach dem der erste Schock verdaut war, sah es doch besser aus als anfangs befürchtet.
Führungen sehen gut aus, die manuelle Öl-Pumpe funktioniert und es schein nichts gebrochen zu sein.
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DSC00292.JPG
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Öl ist überall abgelassen, aber die Ölschaugläser zeigen immer noch Halb-voll an (ist wohl sedimentierter Schmodder).
Hat einer eine Ahnung, wie man die möglichst zerstörungsfrei rausbekommt bzw. sie mit möglichst wenig aufwand sauber bekommt?
Die Gläser sehen für mich aus wie entweder eingepresst oder eingeklebt.
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DSC00289.JPG
DSC00290.JPG
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Noch habe ich sie nicht unter Strom getestet. Der Vorbesitzer hat alle Kabel abgesteckt und die Belegung nicht dokumentiert.
Muss jetzt mal sehen, ob ich die alle richtig ohne einen Kurzschluss zu produzieren zusammen gesteckt bekomme.
Falls jemand von euch ein gleiches (oder ähnliches) Modell daheim hat, würde ich mich über eine Nachricht freuen.
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20180604_122343.jpg

elmech
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Re: Hermle FW650

Beitrag von elmech » Di 7. Aug 2018, 12:04

Hallo, die Ölschaugläser sind eingepresst und müssen ersetzt werden man kann sie zwar, von der Rückseite her auspressen, aber meist dann doch nicht sauber reinigen, ausserdem werden brüchig! Ersatz bestellen und dann auswechseln. Die Stecker konnte man Codieren . Es wurden Stifte statt Befestigungsschrauben für die Stecker und Kuppungseinsätze verwendet? Da müssten dann die Stecker, nicht tauschbar sein? An sich eine schöne Maschine und eine brauchbare Grösse, dazu der einfache Aufbau. Ich wünsche Dir viel Erfolg und hoffe, es ist nur der Kühlwasserbehälter in dem Zustand? Echt, so was habe ich noch nie gesehen! Bei meiner alten FP1 war der Kühlmittelbehälter mit Rotbronzespänen aufgefüllt und beim Rausputzen fand sich dann noch ein Plastiksack mit Scherstiften für den Vorschub... Alte Maschinen werden viel bös misshandelt. Immerhin gab es dann Geld beim Altstoffhändler ! Freundliche Grüsse Andi

Bohrer111
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Re: Hermle FW650

Beitrag von Bohrer111 » Di 7. Aug 2018, 12:30

Schöne Maschine,

Denk die Stecker sind nicht alle gleich, sondern codiert oder unterschiedliche Polanzahl, Hermle ist ja ein Premiumhersteller...

Falls dich die Maschine nervt, nehme ich Sie Dir ab, hätte noch leicht Paltz bei mir, komme auch aus dem Bereich München Nord.... also nicht all zu weit, und mein Frontlader hat sogar eine Motorhaube...

Grüße Erwin

HansZuDemWurst
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Re: Hermle FW650

Beitrag von HansZuDemWurst » Fr 17. Aug 2018, 08:33

Bohrer111 hat geschrieben:
Di 7. Aug 2018, 12:30
Schöne Maschine,

Denk die Stecker sind nicht alle gleich, sondern codiert oder unterschiedliche Polanzahl, Hermle ist ja ein Premiumhersteller...

Falls dich die Maschine nervt, nehme ich Sie Dir ab, hätte noch leicht Paltz bei mir, komme auch aus dem Bereich München Nord.... also nicht all zu weit, und mein Frontlader hat sogar eine Motorhaube...

Grüße Erwin
Hermle ist "jetzt" ein Premium hersteller, damals als diese maschinen gebaut wurden, wollte Hermle noch nicht so Premium daher kommen :) das war aus der Not herraus weil sie keine maschinen für Ihre Uhrenproduktion bekamen... Das entwickelte sich dann erst später zum Premium hersteller mit den 800er modellen.

augustiner
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Re: Hermle FW650

Beitrag von augustiner » So 26. Aug 2018, 13:28

Sooo... Maschine läuft!!
Zumindest alles bis auf die automatische Programmierung. Aber die brauche ich eh nicht.

Die Stecker waren tatsächlich nummeriert. Nur wegen dem anhaftenden Dreck hab ich die anfangs nicht gesehen.

Der Hauptmotor hat auch eine Bremse, die die Spindel nach dem Ausschalten sofort anhält (die Benutzung der Bremse kann man variabel zu- oder abschalten).
Schnell- und Langsam-Vorlauf funktionieren auch.

Nur mir ist jetzt aufgefallen, dass der Verkäufer mir die Wechsel-Zahnräder für den Vorschub nicht mitgegeben hat! :wall:

Falls einer von euch welche übrig hat, bitte melden.
Ich werde noch bei Gelegenheit ein Foto von dem Inneren im Zahnrad-Kasten machen.

Zu verkaufen ist sie erstmal nicht... sorry!
:-D

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