HBM16/ZX7016 Steifigkeit Z-Säule

wolfgam
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HBM16/ZX7016 Steifigkeit Z-Säule

Beitrag von wolfgam » Fr 26. Jul 2019, 11:40

Hallo,

ich bin Besitzer einer China Bohr/Fräsmaschine ZX7016 (baugleich HBM16).
Die Z-Säule ist ziemlich dünn (Wandstärke ca. 3mm) und rel weich.

Ich habe versucht die Z-Säule zu versteifen (4-Kant Rohr eingeschweisst und mit Beton ausgefüllt).
Die Z-Säule ist absolut fest mit zusätzlichen Schrauben in der Basis fixiert.

Das Ergebnis ist wie folgt:
In Z-Richtung, ca. 10Kg Last auf der Pinole
Das Rohr biegt sich um ca. 2/100, macht an der Pinole eine Absenkung von ca. 6/100

Torsion x-Richtung, ca. 10Kg Last auf der Pinole
Das Rohr verdreht sich um ca. 3/100, macht an der Pinole eine x-Auslenkung von ca. +- 7/100

Glaubt mir es macht Sinn mir eine stärkere/härtere Z-Säule zu besorgen?
Danach wollte ich die Spindeln am Kreuztisch gegen rel. günstige Kugelumlaufspindeln tauschen.

Gruß
Wolfgam

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Booze
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Re: HBM16/ZX7016 Steifigkeit Z-Säule

Beitrag von Booze » Fr 26. Jul 2019, 11:55

Falls du diese Maschine meinst, da ist jede Investition zu viel dafür.
[ externes Bild ]
Sorry, aber was willst du mit Kugelumlaufspindeln, bei einer konventionellen Maschine?
Da besorgt man sich eine Vollmaterial Säule dafür, was den Rest nicht besser macht.
Sorry
Gruß Viktor




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msk-rn
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Re: HBM16/ZX7016 Steifigkeit Z-Säule

Beitrag von msk-rn » Fr 26. Jul 2019, 13:23

ich habe auch noch eine HBM16 und bin der Meinung Viktor hat leider recht :nixweiss: ,
zum Bohren ist das Ding gut zu gebrauchen, aber meine damaligen Fräsversuche waren auch nicht zufriedenstellend
ich denke das Hauptproblem ist die Rundsäule, eine andere billige Chinafräse aber mit vernünftiger Schwalbenschwanz Z-Achse sollte da schon deutlich besser sein
ich habe jedenfalls nichts in die Versteifung meiner Maschine investiert und würde es auch jetzt nicht tun

Gruß
Roland

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Re: HBM16/ZX7016 Steifigkeit Z-Säule

Beitrag von Limbo » Fr 26. Jul 2019, 14:44

msk-rn hat geschrieben:
Fr 26. Jul 2019, 13:23
ich habe auch noch eine HBM16 und bin der Meinung ....
das Hauptproblem ist die Rundsäule.
.... ich habe jedenfalls nichts in die Versteifung meiner Maschine investiert und würde es auch jetzt nicht tun

Roland
Endlich mal ein Realist. :2up:

Einfach mal als gut gepflegte, gebrauchte Einsteigermaschine gebraucht verkaufen und eine größere Maschine, BF 20/25-Klasse, für die gewachsenen Aufgaben kaufen. Verkauf am Besten zur Weihnachtsgeld-Zeit. ;-)

Hans
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Re: HBM16/ZX7016 Steifigkeit Z-Säule

Beitrag von Toenne » Mo 29. Jul 2019, 23:21

Ich hatte als Einstieg Anno-dazumal einen Proxxon Bohrständer mit dem entsprechenden Fräsemotor BFM36 (oder so ähnlich). Da war das Rohr auch recht dünn. Meine Lösung: Ein paar Beutelchen Sand/Split in verschiedenen Körnungen aus dem Baumarkt mitgenommen, ein bisschen Laminierharz angemischt (gehört ja ohnehin in jeden Haushalt), damit und o.g. verschiedenen Körnungen eine zähe Pampe angerührt und die dann schichtweise ins Rohr gestampft - fertig war der Mineralguss für Arme. Der Erfolg: Bombastisch, das Rohr absolut steif und dabei mit weitaus höherer Dämpfung als Vollmaterial. Und natürlich weitaus billiger.
Und weil es so schön war habe ich dann später noch eine dieser China-Kracher-Tischbohrmaschinen so behandelt, mit dem gleichen Erfolg. Plötzlich konnte man mit dem Ding leidlich arbeiten.
Vielleicht eine schnelle Lösung ohne grossen Finanzeinsatz bis das Geld für eine stabilere Fräse beisammen ist? Soweit du die überhaupt brauchst, wenn du nur Kleinteile mit überschaubarer Präzision fertigst lass dir bloss kein 2to Eisenschwein einreden ;).

Gruss
Toenne

wolfgam
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Re: HBM16/ZX7016 Steifigkeit Z-Säule

Beitrag von wolfgam » Mo 5. Aug 2019, 15:05

Hallo,

ich habe meine Säule ursprünglich einfach mit Beton ausgegossen.
Leider hatte ich nicht bedacht, dass Beton beim Trocknen leicht schwindet.
Die Steifigkeit ist zwar deutlich besser aber noch nicht optimal.
Gerade die Torsion ist nicht wesentlich besser geworden...

In einem anderen Fall habe ich TEGNO als günstigen Mineralbeton verwendet (5KG ca. 13€).
Ich habs beim Mörtelshop bestellt (https://www.moertelshop.com/, nicht verwandt/befreundet etc. :-D )

Gruß
Wolfgam

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Re: HBM16/ZX7016 Steifigkeit Z-Säule

Beitrag von eXact Modellbau » Mo 5. Aug 2019, 16:32

Falls Dich doch noch ein Umbau interessiert, hier mal der Beitrag meines Kollegen Gerhard: viewtopic.php?f=58&t=6637
Gruß
Larry

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Bob
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Re: HBM16/ZX7016 Steifigkeit Z-Säule

Beitrag von Bob » Mo 5. Aug 2019, 20:14

Hallo Wolfgram,
ich hatte auch so eine und meine Säule habe ich mit zwei Rohren inneinander und Fliesenfugenmasse gefüllt. Das Hauptproblem der Säule war ja, dass sie der Klemmkraft nachgab, und sich in der Aufnahme im Fuß unter Last verdrehte. Dann noch eine Feinzustellung für die Pinole und ein 0,3mm Stahlbandmaß in der X-Führung untergelegt, und die Maschine war gar nicht so ungenau und man konnte gut bohren und ein Bißchen fräsen. Das Ding ist insgesamt auf unterstem Niveau verarbeitet, man muss mit Fehlern an allen Ecken rechnen (meine war passabel) und daher würde ich weder viel Zeit noch Geld da reinstecken, sondern sie so benutzen wie sie ist.

Viele Grüße,

Bob

deMichel
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Re: HBM16/ZX7016 Steifigkeit Z-Säule

Beitrag von deMichel » Mo 5. Aug 2019, 20:47

Servus,

ich hab seit geraumer Zeit eine HBM 16 und erziele entgegen der vielen negativen Posts hier, sehr gute Ergebnisse für den Hobbybereich. Arbeite also nicht nebenberuflich der NASA zu. ;-) Als erste Massnahme hatte ich aber gleich die Säule gegen ein 70er Vollmaterial St52 getauscht. Der Invest ging gerade noch so. Aber zunächst mal zum Topic.
Ich habe die Messungen des Threaderöffners zum Anlass genommen, das mal bei meiner nach zu vollziehen. Stimmt, ich hatte ähnliche Werte, wenn man den Kopf belastet und die Messuhr von der Pinole zum Kreuztisch ansetzt.

Jetzt die Überaschung: Die Säule ist eigentlich nicht das Problem,verbiegen tut sich das Teil bereits unterhalb an der Säulenaufnahme zur Grundplatte. Auf dem Foto unten seht Ihr wie ich gemessen habe. Ich habe aber dann die Grundplatte mit Metallankern auf die 60x30 Betonplatte verdübelt. Hier kommt dann noch eine Abweichung von 1-2/100 aber erst ab 15kg Gewicht oben auf den Frässkopf aufgelegt. Das Ganze Thema hat aber meine Arbeit bisher nicht spürbar beeinflusst.
Eine einfache, aber gut funktionierende Z-Feinverstellung( 5/100 p.U.)habe ich auch gebaut, wie man auf dem Foto sieht. Muss aber auch dazu sagen, dass ich ohne Probleme mit dem Handrad unter Last auch im Hundertstelbereich zustellen kann.

Gruss Michel
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Re: HBM16/ZX7016 Steifigkeit Z-Säule

Beitrag von Booze » Mo 5. Aug 2019, 22:11

Zeig doch mal, was du damit schon gefräst hast, lass uns staunen.
Gruß Viktor




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