Schon wieder eine Paulimot F207V!

Niskie
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Re: Schon wieder eine Paulimot F207V!

Beitrag von Niskie » Sa 15. Jun 2019, 20:24

Und warum nicht? In beiden Fällen _SOLLTE_ die Motorleistung die Wellenleistung bei Nenndrehzahl sein. (Im übrigen scheint original auch ein Asynchronmotor mit FU verbaut zu sein und kein Universalmotor).

Wobei die Zahnräder jetzt wohl nicht wegen der Motorleistung sondern wegen des Drehmoments aufgeben. Also den 1.1 kW Asynchron-Motor (1500 upm, nicht 3000 upm) mit FU als Ersatz finde ich nicht so verkehrt. Man will ja ein gewisses Drehmoment erreichen und nicht ständig den Riemen umlegen.

Wer mag, kann seine Brustleier modifizieren und vorne einen MK 3 anbringen. Dann klappt es auch mit den großen Bohrern. :ironie:

Gruß Peter
Einfache Antworten sind immer falsch. Komplizierte meistens auch.

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skipperharry
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Re: Schon wieder eine Paulimot F207V!

Beitrag von skipperharry » Sa 15. Jun 2019, 20:31

Lass Dir das Zahnrad aus hochfesten Alu oder Hartpapier machen, 56 Zähne, Fräse ist doch vorhanden, vielleicht macht Dir
das auch jemand aus dem Forum.
Stahlzahnrad würde ich nicht nehmen denn wenn dann die Fräse hackt gibt Bröckchen. :o

Gruß Harald
Wer immer in der Herde läuft sieht nur Ärsche.

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Schulli
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Re: Schon wieder eine Paulimot F207V!

Beitrag von Schulli » Sa 15. Jun 2019, 21:50

Booze hat geschrieben:
Sa 15. Jun 2019, 20:13
Du kannst kein Bürstenmotor mit einem Drehstrommotor Leistungstechnisch vergleichen.
"Kräftiger 3-Phasen-Asynchron-Motor für FU-Betrieb mit einer Aufnahmeleistung von 950 Watt (made in Germany)"

Der ist da verbaut. Die Zahnräder im Schaltgetriebe aus einem anderen Werkstoff wären nicht das Problem, die bekommt man bei Mädler. Aber das schrägverzahnte oben neben dem Motor( Plaste).
MfG
Lothar



Holzmann ED400 FD, Fu Drehstrommotor 0,75kw
Fräse BT-MR 550 Zahnriemenantrieb, FU Drehstrommotor, Hüfthalter
Paulimot F207-V
Schweissgerät: BT-EW 160

Rundstahl
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Re: Schon wieder eine Paulimot F207V!

Beitrag von Rundstahl » So 16. Jun 2019, 09:27

Hallo!
Habe das selbe Thema mit meiner FV-320T (Emco FB2 Nachbau Thaiwan) gehabt.Der Lärm war nicht mehr auszuhalten.
Habe den Fräskopf auf Direktantrieb mit einem Servomotor 1100Watt/3600 U/min umgebaut.Das Getriebe entfernt.
Der Fräskopf läuft jetzt flüsterleise.Wenn ich grössere Bohrungen habe werden diese mit dem Ausdrehkopf ausgedreht.
Dauert zwar etwas länger,ist aber ein guter Kompromiss.Eine Möglichkeit wäre das Motorritzel und das Zwischengetriebezahnrad
in Schrägverzahnung auszuführen.Aber soweit denkt man nicht,man will nur kopieren.
In England gibt es einen Hersteller der den Fräskopf für EMCO FB2 mit Riemenantrieb herstellt.Hier der Link!
sales@emcomachinetools.co.uk
mfg
Norbert

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Re: Schon wieder eine Paulimot F207V!

Beitrag von mMm_1294 » Mo 17. Jun 2019, 15:05

Hi,

ich glaube ich muss hier nochmal einiges Klarstellen.
Die Paulimot ist von Haus aus mit einem 950W Asynchronmotor und FU ausgestattet/angetrieben. Aber wie weiter oben schon erwähnt wurde, gleiche Leistung ist eben gleich. Vielleicht gibts es aber doch Unterschiede im Drehmoment.

Bei Riementrieb würde ich die Spindel direkt antreiben wollen und nicht das Getriebe. Damit hätte ich ja dann überhaupt nichts gewonnen... Ich habe das neulich bei einer BF20 gesehen und fand das recht interessant!

Wie dem auch sei, ich werde mir vermutlich ein Doppelzahnrad aus Messing/POM machen lassen. Messing für den 1. Gang und POM für den 2. Umbau auf Riementrieb dann wann anders...

Grüße,
Marius

Schwarzfinger
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Re: Schon wieder eine Paulimot F207V!

Beitrag von Schwarzfinger » Mo 17. Jun 2019, 15:41

Hallo
Wenn der Einsatz einer richtigen Fräsmaschine nur am Strom scheitert, warum nicht was in der Größe einer Fp1, Macmon M100, oder so ähnlich und den Drehstrommotor wenn möglich auf Steinmetzschaltung umbauen?
Wenn das mit dem originalen Motor nicht geht muss eben der Motor getauscht werden. 220/380V Motoren können doch auch mit entsprechenden FUs betrieben werden, dann kann man sich den häufig verbauten Dahlander Motor sparen.
Grüße
Schwarzfinger

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zuendler
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Re: Schon wieder eine Paulimot F207V!

Beitrag von zuendler » Di 18. Jun 2019, 13:19

Über die Motorisierung der 205/207 kann ich nichts kommen lassen. Der Motor hat in beiden Gängen genug Drehmoment für alles. Vorher gibt das Gestell der Fräse nach. Also den Motor würde ich auf jeden Fall behalten.
Die Fräse ist ab Werk überraschend leise muss ich sagen, wie eine Nähmaschine.

So ein kombiniertes Zahnrad zu machen finde ich eine gute Idee.
Ich bin auf die Lärmerfahrung gespannt.

Ich habe mir schon die Umbauten auf Riemenantrieb angesehen, aber da die Fräse so leise ist gar nicht weiter verfolgt.
Es wäre ja auch denkbar die Zahnräder einfach doppelt so dick auszuführen. Ja das gibt mehr Bastelaufwand durch die Umschaltung.
Wäre aber auch ein cooler Umbau.

lumpazi
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Re: Schon wieder eine Paulimot F207V!

Beitrag von lumpazi » Di 18. Jun 2019, 14:02

Die Leistung eines Motors in einer Zerspanungsmaschine scheint mir ein vielschichtiges Problem zu sein, bei der die Motorsteuerung mitentscheidend ist.
Meine Industriefräse begnügt sich mit 0,55 kw. Der Antrieb erfolgt über Riemen bzw. Vorgelege. Ich benutze Bohrer bis 31,5 mm.
Die Paulimotfräse benötigt bereits ca. 0,9 kw. Das Mehr an kw ist vielleicht erklärlich dadurch, dass die Kraftübertragung im niederen Drehzahlbereich
gegenüber einer mechanischen Lösung im Nachteil ist.
Die Wabecofräse benötigt 1,4 kw . Falls es zutrifft, daß Wabeco die Drehzahlregulierung nicht mit einem richtigen FU sondern mit einem Widerstand vornimmt,
könnte dies eine Erklärung für die höhere Motorleistung sein.

Was die Lösung des Zahnradproblems angeht, so möchte ich darauf hinweisen, wie es auch in vielen Forumsbeiträgen schon gesagt wurde, dass das
Doppelzahnrad von einer Schaltklaue hin und her bewegt werden kann und eine Sollbruchstelle darstellt. Die Umstellung auf Messing könnte also andere Getriebeteile gefährden.
Drehbank: Weiler LZD 220
Fräse: Jungner VFW600
Bandsäge: Flex SBG 4908
Bügelsäge: Eigenbau
Flachschleifmaschine: Eigenbau
Zahnradabwälzfräsmaschine: Eigenbau

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zuendler
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Re: Schon wieder eine Paulimot F207V!

Beitrag von zuendler » Mi 19. Jun 2019, 00:19

Also "benötigen" ist der falsche Ausdruck.
Wenn keine Last auf dem Motor ist braucht der ja kaum Strom.
Man sollte eher sagen man kann den Motor bis x Watt belasten.

Und wenns ums Arbeiten geht kommt der Wirkungsgrad und Drehmoment bei entsprechender Drehzahl dazu.
So ein Asynchronmotor hat keine so lineare Kennlinie wie ein Gleichstrommotor.

Und da kann es sein, dass man den Motor an seine Grenzen bringt weil man ihn in einem ungünstigen Betriebspunkt laufen lässt.
Der gibt dann nur ein Drittel der Leistung ab, wird dafür aber heiss.

Von daher muss ich sagen ist der Motor von Pauli zusammen mit seinem FU sehr gut auf die Fräse abgestimmt.
Dem Motor würde ich zutrauen im langsamen Gang auch 40er Löcher zu bohren.
Dass die Maschine vom TO im Hasen-Gang in niedriger Drehzahl (schlechter Betriebspunkt) auch 20er schafft spricht ja dafür.

Bob
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Re: Schon wieder eine Paulimot F207V!

Beitrag von Bob » Mi 19. Jun 2019, 02:59

Hallo Markus,
ich denke, dass das Problem nicht aufgetreten wären, wenn Du kleiner vorgebohrt hättest, gerade so Querschneidenbreite als Durchmesser. Dann neigt der Bohrer weniger dazu, sich reinzuziehen, und die Belastung des Getriebes ist gleichmäßiger.
Ansonsten: Wenn der Platz es erlaubt, ist eine zusätzliche Tischbohrmaschine wirklich hilfreich. Man muss dann seine eingerichtete Fräse nicht abräumen, wenn man zwischendurch ein paar ordentliche Bohrungen machen muss.
Meine Drehstrom-Tischbohrmaschine läuft übrigens über FU an Wechselstrom....

Viele Grüße,

Bob

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