Schon wieder eine Paulimot F207V!

mMm_1294
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Schon wieder eine Paulimot F207V!

Beitrag von mMm_1294 » Sa 15. Jun 2019, 10:45

Hi Gemeinde,

ich habe da so ein kleines Problem mit meiner F207V. Gestern habe ich ein 20er Loch in Stahl gebohrt, sehr niedrige Drehzahl, nicht allzuviel Druck, schön geschmiert. 10mm war vorgebohrt. Jedenfalls fing die Maschine irgendwann an zu ruckeln und dann ging nichts mehr. Also dem üblen Gedanken nachgegeben und nachgesehen: Das kleine Zahnrad des Doppelzahnrads hats einfach zerrissen, bzw. die Zähne runtergerupft. Da ist jetzt ne glatte Scheibe, wo mal ein Zahnrad gewesen sein sollte :nixweiss: Übrigens, das Zahnrad des zweiten Ganges sieht einwandfrei aus, da ist echt nix dran.

Dass ich das austauschen muss, ist klar. Aber ich hab keinen Bock darauf, dass mir das gleich wieder um die Ohren fliegt, da der Einbau doch recht aufwändig ist. Und da kommen mir mittlerweile einfach ein paar Fragen:

1. Gibt es mittlerweile irgendwo ein "Hybrid-Zahnrad"? Also 1. Gang in Messing und zweiter Gang in Kunststoff (der Lautstärke und Schmierung wegen)?

2. Wäre es vielleicht sinnvoller, die ganze Maschine auf Direktriementrieb umzubauen? Also einen anständigen Drehstrommotor (1,1kW) drauf, Riemen direkt auf die Welle legen und dann per FU steuern?

3. Wenn ich das Teil eh schon zerlege - lohnt sich die SK30 Spindel?

4. Lohnen sich die o.g. Umbauten (mit Ausnahme von 1.) auch ohne einen Hüfthalter und Umbau auf Kugelumlaufspindeln und Linearführung?

Ich weiß, das ist jetzt relativ radikal und wird ne Menge Zeit und Geld verschlingen. Könnte ich mir eine größere (kleine) Industriefräse in den Keller stellen, würde ich das tun - ist aber leider nicht drin, da bei uns kein Drehstrom liegt :(

Vielleicht spinne ich ja auch, aber das Kunststoffrad gefällt mir einfach nicht, zumindest im ersten Gang nicht und da ich auch mal ein 20er Loch bohren will (muss), wäre mir da was haltbareres ganz lieb.

Viele Grüße,
Marius

lumpazi
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Re: Schon wieder eine Paulimot F207V!

Beitrag von lumpazi » Sa 15. Jun 2019, 15:16

Seit Jahren wiederholen sich die Berichte über die gleiche Klage. Ich selbst hatte einen taiwanesischen Klon der Emco-FB2 Maschine. Nach dem dritten Crash
des Hartgewebe-Doppelzahnrades(eigentlich nur eines defekt, wie beim Kollegen) hatte ich die Nase voll und mir nach der Reparatur eine kleine Industrie-
fräse, 500kg, aber zerlegbar, gekauft. Sie hat etwa soviel gekostet wie eine gebrauchte Chinesin der BF20-Klasse. Seitdem ist Ruhe.
Klimmzüge wie Umbau auf Riemenantrieb, Frequenzumrichter, Hüfthalter, automatischer Vorschub etc. waren dadurch nicht erforderlich.
Drehbank: Weiler LZD 220
Fräse: Jungner VFW600
Bandsäge: Flex SBG 4908
Bügelsäge: Eigenbau
Flachschleifmaschine: Eigenbau
Zahnradabwälzfräsmaschine: Eigenbau

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Booze
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Re: Schon wieder eine Paulimot F207V!

Beitrag von Booze » Sa 15. Jun 2019, 15:39

Sorry, aber wie komme ich drauf ein 20mm Loch in Stahl mit so einer Maschine machen zu wollen?
Wenn ich doch schon weis, dass es da Probleme mit dem Plastezähnen geben wird, die da als Motorschutz fungieren?
1.1Kw Motor :popoklatsch:
Gruß Viktor




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HansN
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Re: Schon wieder eine Paulimot F207V!

Beitrag von HansN » Sa 15. Jun 2019, 16:37

Bevor ich die große Holzmann Säulenbohrmaschine bis 32mm hatte, musste ich viele Löcher bis 24mm, mit einer viel kleineren Tischbohrmaschine bohren.
Es war eine eher gemächliche Angelegenheit und die Keilriemen haben gerne mal geschliffen, aber die Löcher hat sie brav gemacht und an der Maschine ist nie was kaputtgegangen.

Als Beispiel eine Güde für 175€ (das Geld ist mit Umbauten auch schnell verbraten und es ist dann noch immer keine Bohrmaschine).
https://www.ebay.de/itm/163336805407

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Re: Schon wieder eine Paulimot F207V!

Beitrag von Schulli » Sa 15. Jun 2019, 16:43

Booze hat geschrieben:
Sa 15. Jun 2019, 15:39
Sorry, aber wie komme ich drauf ein 20mm Loch in Stahl mit so einer Maschine machen zu wollen?
Weil es da so steht:


"Modellbezeichnung: F205-V
Bohrleistung (max.): 20 mm
Fräsleistung Fingerfräser (max.): 16 mm"
MfG
Lothar



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Re: Schon wieder eine Paulimot F207V!

Beitrag von Booze » Sa 15. Jun 2019, 16:46

Die haben wohl vergessen zu schreiben in was, Balsaholz :muahaha:
Gruß Viktor




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Re: Schon wieder eine Paulimot F207V!

Beitrag von Schulli » Sa 15. Jun 2019, 16:50

Tja, steht nicht dabei :-(
In Stahl hätte ich auch Angst um die Zahnräder der Pauli, sowas überlass ich meiner umgebauten BT-MR 550 Zahnriemenantrieb, FU Drehstrommotor, Hüfthalter,... die packt das.
MfG
Lothar



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Re: Schon wieder eine Paulimot F207V!

Beitrag von skipperharry » Sa 15. Jun 2019, 17:32

Kann ich irgendwie nicht nachvollziehen, ich habe schon mehrere Löcher in Stahl, Guß und andern Materialien gebohrt, Bohrer von 25-30 mm.
Damit bohre ich die Zylinder meiner Motoren vor.
Könnte sein das Dein Zahnrad schon etwas Zahnverlust hatte, eine weiter Möglichkeit bei der 207 ist das die beiden Zahnräder nicht mit voller Breite getragen haben,
das liegt an dem Umschalter von Hase auf Schildkröte, ist vom Werk oft nicht richtig eigestellt.
Dann kannst Du zwar umschalten aber die Zahnräder tragen nicht voll.

Gruß Harald
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Re: Schon wieder eine Paulimot F207V!

Beitrag von mMm_1294 » Sa 15. Jun 2019, 19:49

Moin,

Vielen Dank für eure Kommentare. Schön, dass hier alle an konstrutiver Kritik interessiert sind :ironie:

Welche zerlegbare Industriefräse gibt es denn, die auf 230V läuft? Wenn mir da einer eine nennen kann, dann verkaufe ich sofort die Pauli und das Ding kommt ins Haus. Vorausgesetzt, das wird eine Nullnummer.

Vielleicht ist es nicht die beste Maschine, um 20er Löcher in Stahl zu bohren. Aber mit Vorbohren, viel Ruhe und Schmierung sollte das doch an sich gehen (tut es jetzt übrigens im zweiten Gang bei niedrigster Drehzahl auch wunderbar).

Es wäre natürlich denkbar, dass das Zahnrad vorher schon etwas an Zahnverlust gelitten hat. Ich hätte eben gerne eine solidere Lösung als die Plastikrädchen. Motorschutz sollte übrigens über den FU erfolgen, nicht über die Zahnräder. Diese sind mEn aus Kosten- und Lärmschutzgründen drin. Aber was weiß ich schon...

Was an einem 1,1kW Motor abwegig sein soll, erschließt sich mir nicht - die Maschine hat von Haus aus 950W, da werden die 150W mehr bei einem Umbau doch wohl nichts anrichten.

Grüße,
Marius

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Re: Schon wieder eine Paulimot F207V!

Beitrag von Booze » Sa 15. Jun 2019, 20:13

Du kannst kein Bürstenmotor mit einem Drehstrommotor Leistungstechnisch vergleichen.
Wer fragt bekommt auch Antworten, die einem nicht passen. ;-)
Was glaubst du viel Leistung so eine kleine Industriemaschine hat?
Gruß Viktor




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