Spannzangenfutter, wo ist der Unterschied

servuskaiser
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Spannzangenfutter, wo ist der Unterschied

Beitrag von servuskaiser » Mo 11. Feb 2019, 22:53

Hallo,

im Metallbearbeitung > Fräsen - Forum gibts gerade einen interessanten Thread zu Spannzangen und speziell der Einwand von stefangtwr, daß man normalerweise nicht alle Größen braucht, hat mich auf die Idee gebracht - weniger ist mehr - ich kaufe Spannzangen und Futter bei Kemmler https://www.kemmler-shop.de/de/din-2080 ... 2080?c=179 statt bei Paulimot https://www.paulimot.de/fraesen/spannza ... alu-koffer ein ganzes Set.

Wenn ich mir aber die SK30 Aufnahmen anschaue, bin ich nicht sicher, ob das funktioniert. Für meine (kommende) Fräsmaschine HBM 45 passt (laut anderen Forum-Postings) die Aufnahme von Paulimot. Die von Kemmler scheint am "oberen Ende" etwas anders konstruiert zu sein (zusätzliche Nut und Kunststoffende, um es laienhaft auszudrücken).

Nachdem ich keinen wirklichen Plan habe, weiß ich auch nicht, ob der Unterschied relevant ist. Ist er? Weiß das jemand?

Mit freundlichen Grüßen
Markus

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zuendler
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Re: Spannzangenfutter, wo ist der Unterschied

Beitrag von zuendler » Di 12. Feb 2019, 01:12

Ich hab das Set von Pauli und bin zufrieden.
Ausgehend von den Pauli Zangen könnte ich nicht behaupten, dass man da andere Durchmesser rein bekommt.
Also es gibt je eine Größe die leicht klemmend auf dem Fräser sitzt, das ist die passende.
Man kann mit Rumgedrücke usw. noch 1mm mehr an Durchmesser reinbekommen. Ist aber olles Gefummel, macht kein Spass.
Ich würde nicht unterschreiben, dass man nicht alle Größen braucht. Man braucht halt die zu denen man entsprechende Fräser hat.

michelko
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Re: Spannzangenfutter, wo ist der Unterschied

Beitrag von michelko » Di 12. Feb 2019, 06:50

Hallo,
Er zangen können keine
Übermasse spannen, dafür aber bis zu 1mm Untermass. Also bitte nichts mit Gewalt reindrücken.

Gruss Michael

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Tech-Nik
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Re: Spannzangenfutter, wo ist der Unterschied

Beitrag von Tech-Nik » Di 12. Feb 2019, 06:56

Die Aufnahmen sind identisch, der Kunststoffring dient zum Schutz des Spindelkonus beim einführen. Ist ein elegantes Extra.
Din 2080 bleibt Din 2080

ER-Spannzangen können nicht grundsätzlich 1mm Untermaß spannen! Nur wenn sie dafür gemacht sind.
Eigenbau-Präzisions-Universal-Werkzeug-Fräsmaschine >FP0<
Drehmaschine Wabeco D6000 mit 2achsen Digitalanzeige
Fräsmaschine Proxxon FF 400 umgebaut mit unzähligen Verbesserungen
Tischbohrmaschine Optimum B23Pro
Werkstattpresse 10t

servuskaiser
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Re: Spannzangenfutter, wo ist der Unterschied

Beitrag von servuskaiser » Di 12. Feb 2019, 08:22

OK, verstehe, danke an alle für die Information!

Mit freundlichen Grüßen
Markus

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bobber
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Re: Spannzangenfutter, wo ist der Unterschied

Beitrag von bobber » Di 12. Feb 2019, 08:58

Hallo Markus,

da ich auch meine SK30 DIN2080 Werkzeuge von Kemmler gekauft habe, kann ich dir sagen, das (Beispiel-) Bild ist ein SK40 Werkzeug.
Die SK30 Werkzeuge haben keine Greiferrille und Kunststoffschutzring. Ich habe auch u.a. das von dir ausgewählte ER32 Futter und bin voll zufrieden.

Gruß
Florian
Gruß Florian
- Woran erkennt man einen Dreher? - An den Stahllocken in den Haaren -
Fräsmaschine: Kunzmann UF 6N
Drehbank: Voest DA 250
Bohrmaschinen: Gillardon GB40V und Flott TB16

Fischkopf
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Re: Spannzangenfutter, wo ist der Unterschied

Beitrag von Fischkopf » Di 12. Feb 2019, 12:37

michelko hat geschrieben:
Di 12. Feb 2019, 06:50
Hallo,
Er zangen können keine
Übermasse spannen, dafür aber bis zu 1mm Untermass. Also bitte nichts mit Gewalt reindrücken.

Gruss Michael
Dem möchte ich jetzt widersprechen.
Ein minimales Übermaß funktioniert schon, Ich spanne Werkzeuge mit 3,2mm Schaft in eine 1/8 Zoll (3,175mm) ER25 Spannzange.
Gleichfalls vermeide ich großes Untermaß. Laut Definition ist zwar bis zu 1mm Untermaß erlaubt doch muss man dafür die Zange ziemlich weit zusammendrücken.
Statt ein Werkzeug mit 3mm Schaft in einer 4mm ER Zange zu spannen bietet sich eher eine 3mm ER Zange an.
Zusätzlich gibt es die Option Zwischengrößen zu nutzen:
https://www.ebay.de/itm/Spannzange-ER25 ... :rk:2:pf:0
(Ist jetzt nicht der billigste, bei guter Handhabung sollte eine ER Zange ziemlich lange halten)

MfG,
Tilo

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HansD
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Re: Spannzangenfutter, wo ist der Unterschied

Beitrag von HansD » Di 12. Feb 2019, 13:04

Min.Übermass geht. Notfalls spanne ich einen 3/4" in einer 19-18 Spannzange.

Hans
Bauberichte Thread #12691

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mechabert
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Re: Spannzangenfutter, wo ist der Unterschied

Beitrag von mechabert » Di 12. Feb 2019, 13:54

Ich fräse mit dem billigen ER32 MK3 Set von Paulimot auf meiner RF30, und kann nicht klagen.

Hab den Rundlauf noch nicht gemessen (kann ich mal), aber es läuft "augenscheinlich" sehr gut. Also für die Fräser und Bohrer die ich bisher verwendet habe absolut ausreichend.
6,5mm Bohrer in die 7mm Spannzange spannen funktioniert schon, 9,7mm VHM-Fräser hab ich ein paar, die spann ich in der 10er.

Bei dem, was das Plaui-Set kostet, würde ich dir davon abraten irgendwelche Experimente zu machen, bei denen man 6,5er Bohrer in 6er Spannzangen quaat (wie schreibt man das eigentlich?) und diese für 5er-Bohrer(Fräser) maximal zusammenquetscht.
=> Für mich ist das sparen am falschen Ort.

Ich hab mir das günstige Komplettset als Grundausstattung geholt, und bin damit absolut zufrieden. (Richtig ist zwar, dass ich von den ~20 Spannzangen immer noch die Hälfte originalverpackt ist, aber man weiss ja im Voraus nie, was man brauchen wird.)

Wenn ich mal einen Fräser habe, bei dem ich einen besseren Rundlauf möchte, dann bin ich dafür offen einen hochwertigen Spannzangenhalter inkl. der benötigten Spannzangen (dann eben nicht alle) zu holen. So hab ich mir jetzt z.B. einen ER40 mit 24er und 25er Spannzange bestellt, weil ich an ein paar Fräser mit 24mm und 25mm Schaft gekommen bin.

servuskaiser
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Re: Spannzangenfutter, wo ist der Unterschied

Beitrag von servuskaiser » Mi 13. Feb 2019, 09:34

Danke für die neuen Antworten!

@bobber danke für den Hinweis über SK40, das ist schlimm. Wenn man Prämiumware verkaufen will sollte man wenigstens die Produktbeschreibung richtig beisammen haben. Falsche Fotos machen einen extrem unprofessionellen Eindruck, es ist wesentlich schlechter als gar keines. Für mich ein guter Grund das zu meiden.

@mechabert werd wohl auch ein Paulimot Set kaufen und sehen wie das passt. Ich hab nicht vor hoch-präzise Teile zu bauen, die Genauigkeit reicht sicher locker.

Danke!
Markus

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