Welche Fräser - Bitte um Tips

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gerhard_56
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Re: Welche Fräser - Bitte um Tips

Beitrag von gerhard_56 » Fr 8. Feb 2019, 11:22

Das finde ich doch einmal eine brauchbare Zusammenstellung :thx:
Viele Grüße, Gerhard

Darko
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Re: Welche Fräser - Bitte um Tips

Beitrag von Darko » Fr 8. Feb 2019, 11:26

servuskaiser hat geschrieben:
Do 7. Feb 2019, 20:18
Also, was brauche ich für das Teil?
Für die Bohrung braucht man Bohrer und Zapfensenker. Da müssen die Maße auf der Zeichnung schon vorher zum Werkzeug passen. :-D

Für die Nut braucht man den Bohrnutenfräser in 10mm, damit die Radien stimmen und man ins Volle bohren und fräsen kann.

Die Fasen macht man mit dem Fasenfräser, es geht aber auch der NC-Anbohrer oder der Kegelsenker, natürlich 90°.

Zum Spannen braucht man einen Schraubstock und Parallelunterlagen.

Außen macht man das am Besten mit dem Schlagzahn. Wenn das Material viel größer wird, dann erst sägen. Das ist eigentlich die Wichtigste Maschine beim Drehen, Fräsen usw... Ohne die Säge geht fast gar nichts. ;-)
servuskaiser hat geschrieben:
Do 7. Feb 2019, 20:18
Ich will jetzt nicht Millionen in sündteure Fräser investieren, am liebsten wäre mir ein Satz in verschiedenen Größen mit dem ich ein bisserl Spielen kann. Das Ausgangsmaterial ist gesägt.
Ich habe Fräser zum Schruppen, Schlagzahn zum Planen, Schlichtfräser zum Umfangfräsen (lang). Eventuell auch längere Fräser um damit tiefere Taschen, Nuten usw. fräsen zu können. Viel mehr als das braucht man nicht.

Fräsersätze in x verschiedenen Größen braucht man nur, wenn irgendwo ein Radius stimmen muss. Oder weil man gern Sätze im Sortiment hat, zum Verkaufen. :-D
Für einfache Arbeiten die privat so vorkommen reicht es erstmal, wenn man hier und da ein gutes Angebot in der Bucht abwartet.
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Meistertruck
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Re: Welche Fräser - Bitte um Tips

Beitrag von Meistertruck » Fr 8. Feb 2019, 11:46

servuskaiser hat geschrieben:
Fr 8. Feb 2019, 10:20
Hab ich schon mehrfach gelesen :), sehr interessant und lehrreich.

Falls das Thema noch weiterentwickelt wird: Für Anfänger wäre auch ein Absatz über die verschiedenen Methoden zum Einspannen von Fräsern interessant. Das ist meiner Meinung nach stark verwirrend. Was ist zb. eine Weldon Aufnahme, wann braucht man einen Fräsdorn, wann Mitnehmersteine. Blutiger Anfänger halt.

Mit freundlichen Grüßen
Markus
Weldonaufnahmen sind eine Alternative zu Bohrfuttern, wo ein großes Drehmoment übertragen werden muss, oder Gefahr besteht, das das Werkzeug aus dem Spannfutter gezogen werden könnte. Werden aber auch auf Fräsmaschinen eingesetzt da die Werkzeuge schnell gewechselt werden können und auch nicht so Dreckempfindlich sind. Nachteil ist der nicht ganz so präzise Rundlauf.

Fräsdorne benötigt man für Walzenfräser oder Messerköpfe und bei diesen kann man dann je nach erforderlichem Drehmoment noch Nutensteine einsetzen, welche eine kraftschlüssige Verbindung zwischen Frässpindel und Werkzeug herstellen, also etwas für größrere Maschinen.
LG. Andreas

Versuch und Irrtum hat den höchsten Lernerfolg!!!
Leider ist diese Methode nicht immer die kostengünstigste.

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Re: Welche Fräser - Bitte um Tips

Beitrag von R2S5V0 » Fr 8. Feb 2019, 12:10

Viele viele Tips. Wenn er alles auf nen zettel schreibt was hier oder empfohlen wird kann einen der Spaß vergehen. Kostet ja tausende. Alles wird auch nicht benötigt. Jedenfalls nicht von jedem. Vieleicht ein Buch zum selbststudium. Wäre doch auch was.

servuskaiser
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Re: Welche Fräser - Bitte um Tips

Beitrag von servuskaiser » Fr 8. Feb 2019, 12:46

Wow, so viel gute Information!

Herzlichen Dank an @JollyRoger für die Liste, das hätt ich niemals selbst gefunden!

Danke an @Darko für die Tips, das Problem ist anfangs einfach das Vokabular und generelle Unwissenheit, da ist sowas spitze!

Danke nochmals an Andreas, kingt für mich nach "Weldon Aufnahme sicher nicht" und "Walzenstirnfräser vielleicht". Über Schlagzahn hab hier schon einiges gelesen, klingt für mich als könnte man da wirklich viel falsch machen, das werd' ich vielleicht erst ein bisserl später probieren.

Mit freundlichen Grüßen
Markus

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Re: Welche Fräser - Bitte um Tips

Beitrag von dr.markus » Sa 9. Feb 2019, 19:12

I'm. Prinzip braucht man für das Teil 2 Fräser und einen Bohrer, oder?
Vorbohren und mit einem 10mm Fräser die Nut fräsen. 14mm für die Senkung.
Den auch für die Aussenkonturen.
Die Fase hält mit nem Senker oder die Spindel kippen. Oder mit der Feile.
Viele Grüße, Markus

mechabert
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Re: Welche Fräser - Bitte um Tips

Beitrag von mechabert » So 10. Feb 2019, 03:21

Ich hätte auch gern einen Tip, womit kann ich denn 45° Fasen fräsen?

https://www.hoffmann-group.com/DE/de/ho ... /194020-20
Sowas wäre es wohl, aber das ist etwas teuer. Wie sagen denn die Chinesen zu sowas?

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Wyoming
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Re: Welche Fräser - Bitte um Tips

Beitrag von Wyoming » So 10. Feb 2019, 11:09

mechabert hat geschrieben:
So 10. Feb 2019, 03:21
Ich hätte auch gern einen Tip, womit kann ich denn 45° Fasen fräsen?
Normaler Senker ..
bg16.JPG
:hi:
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Albego
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Re: Welche Fräser - Bitte um Tips

Beitrag von Albego » So 10. Feb 2019, 11:33

Moin moin :hi:

@Markus
Da hier Wilmsmetall vorgeschlagen wurde, möchte ich auch meinen "Liebling" vorschlagen.
Horst zu Jeddeloh: http://zujeddeloh.de/
Dort bekommt man auch Halbzeug, die dementsprechende Rubrik dort heißt auch genau so. Nachteile beim dortigen Halbzeug gibt es auch, die ich nicht verschweigen will:
- Maximale Länge 500mm am Stück! 1 Meter oder mehr am Stück gibt es dort nicht.
- Materialauswahl ist kleiner, gegenüber Wilmsmetall.

Und manchmal muss man bei dem ein oder anderen Material genau vergleichen wo man es günstiger bekommt. Zwischen den beiden gibt es, wenn man auf 500mm länge vergleicht, schon so einige Preisunterschiede.

Aber der 'zu Jeddeloh' bietet auch noch viel mehr, als nur Halbzeuge. Brauchst du eine Schutzbrille, oder Handschuhe, gibt es dort.
Benötigst Du Nutensteine, kein Problerm, gibt es dort auch. Zum Beispiel in dieser Kategorie:
https://www.zujeddeloh.de/produkte/frae ... -_517.html
Achte aber darauf das Du die "T-Nutenstein, DIN 508" auswählst. Denn es gibt da auch welche die bedeutend billiger sind, und einfach nur "T-Nutenstein" heißen. Ich habe mir von dort die nach DIN 508 gekauft, welche für 8mm und auch für 10mm Nuten. Und ich bin über die Qualität dieser Nutensteine sehr erfreut. Das war jetzt aber nur mal so ein Beispiel.

Warum ich also den 'zu Jeddeloh' vorschlage, hat den einfachen Sinn: Für eine gewisse Grundausstattung bekommt man dort sehr vieles auf einmal. Man zahlt also nur einmal Versand, und man hat das was man so braucht.


@mechabert
Ich hätte auch gern einen Tip, womit kann ich denn 45° Fasen fräsen?
Da hatte doch schon eigentlich Darko Tipps gegeben.
Darko hat geschrieben: Die Fasen macht man mit dem Fasenfräser, es geht aber auch der NC-Anbohrer oder der Kegelsenker, natürlich 90°.
Es gibt da aber auch noch Entgratfräser (dein Suchbegriff für google & Co).
Und der Fasenfräser, wenn Darko das gleiche meint wie ich, ist eigentlich das "Schweizer Taschenmesser unter den Fräsern". Denn damit kann man nicht nur einfach "Entgraten", sonder noch viel mehr.
Hier mal ein Beispiellink wo an Hand von Skizzen deutlich gezeigt wird was damit alles möglich ist.
https://www.wtn-shop.de/Zerspanung/VHM- ... -0300.html
Du siehst dort also insgesamt 8 Anwendungsmöglichkeiten.
Ja okay. Ob man das nun braucht oder nicht, ist natürlich eine andere Frage.

Und dennoch jetzt noch ein Link wo es dieses Multitool in 60°, 90° und 120° Ausführung gibt. Und außerdem bis zum 22.02.2019 im Angebot ist (also günstiger).
https://www.schleiftechnik.com/vhm-fasenfraeser,113-195
Auf dieser Seite klickt man rechts auf die Gelbe Fläche mit dem Text "Größen, Preise und Baumaße". Und dann kann man sich nicht nur die verschiedenen Grade aussuchen, sondern auch die gewünschte Größe.
Aber aufgepasst!
Die 16,42€ beziehen sich nur auf die kleinste Größe mit einem Durchmesser von 3mm. Je größer der Durchmesser, desto teurer wirds (dürfte ja wohl Klar sein).


Was jetzt den verlinkten Winkelfräser betrifft, ist er erstens zu teuer, und zweitens für eine normale Fase von sagen wir mal 2mm x 45° viel zu groß. Wenn Du beispielsweise eine Nut mit einer breite von so ca. 8mm, oder ähnliches gefräst hast, dann kommst Du wohl kaum damit in die Nut rein, weil er halt einen zu großen Durchmesser hat.

Mal angenommen deine größte Fase soll so ca. 2,5mm x 45° sein, dann wäre ein Werkzeug mit einem Spitzenwinkel von 90° und einem Durchmesser von 6mm gut geeignet.

Wer jetzt aber meint: "Momentomale! 2 x 2,5 ist doch gleich 5, und nicht 6!" :schlaumeier:
So hat er recht.
Aber auch nur theoretisch, wenn man mit der Winkelfunktion Tangens rechnet.
Denn wenn man als Beispiel den eben erwähnten Fasenfräser nimmt, so hat er keine echte Spitze (Scharfkantige) Spitze, sondern er hat eine Querschneide die ca. 10% vom Nenndurchmesser groß ist.
Also:
5mm - 10% = 4,5mm
4,5mm / 2 = 2,25mm
Und warum / (geteilt durch) 2?
Weil 4,5mm dem Durchmesser entsprechen würde. Wir aber den Radius als Gegenkathete im rechtwinkligem Dreieck brauchen. Und die Ankathete entspricht der Tiefe der Fase.
Und da bei Tangens mit 45° die Gegenkathete und die Ankathete das gleiche Verhältnis haben, ergibt dann die 2,25mm sowohl die Tiefe, als auch den Radius.

Und jetzt die Gegenprobe mit dem Durchmesser von 6mm.
6mm - 10% = 5,4mm
5,4mm / 2 = 2,7mm
Also ist es mit dem 6er Durchmesser und einer Querschneide von ca. 0,6mm durchaus möglich eine 45° Fase mit einer Tiefe von 2,5mm herzustellen.

Okay, jetzt nehmen wir mal einen Entgratfräser der ja eine Spitze Spitze hat, also ohne Querschneide ausgestattet ist.
Fasentiefe 2,5mm.
2,5mm x 2 = ø5mm
Zur Erinnerung: Tangens 45° => Gegenkathete und Ankathete sind gleich lang.

Das sollte jetzt aber nur mal so als ein einfaches Rechenbeispiel dienen um per einfacher "Pi mal Daumenformel" herauszubekommen was für einen Durchmesser ein 90° Werkzeug haben muss, um eine bestimmte Fase herzustellen.

Und ein NC-Anbohrer hat auch eine Querschneide, und wenn mich nicht alles täuscht mit dem gleichen Prozentualem Duchmesserverhältnis.

Also, überleg dir wie groß deine größte Fase sein kann, und überleg dir dann was Du von den genannten Werkzeugen Du nehmen könntest, wurden ja jetzt reichlich welche genannt, und auch von Wyoming gezeigt :super: .



Es grüßt
Bernhard

mechabert
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Re: Welche Fräser - Bitte um Tips

Beitrag von mechabert » So 10. Feb 2019, 18:50

Ich hätte ihn aber gerne "größer", weil:
1) meine Fräse eh nicht so viel Drehzahl schafft und ich mir ...
2) beim Positionieren in der Höhe leichter tu... antasten, zustellen und gut ists, und auch mal bissl großzügigere Fasen machen...
Aber ja, zu groß ist natürlich auch nix. Werd mir vllt. den D=6 nehmen, alles darüber ist mir eh zu teuer.

Zur Materialquelle:
Ich kann den "Fixmetall" in A-2345 Empfehlen, tolles Geschäft, freundliche Leute, haben vor Ort Reste nach KG-Preis (auch mal Ronden etc.)... Preis ist okay meine ich, geht natürlich billiger, aber der Laden liegt geographisch ideal für mich. Barverkauf an Endkunden war bei mir nie ein Problem (wobei ich denen auch nie besonders am Sack gegangen bin). Sind auch recht freundlich und kompetent, gibts nix zu meckern.
Also wenn der liebe Südburgenlander öfter mal in Wien-Süd zu tun hat, kann ich einen Besuch dort empfehlen.

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