Welcher Maschinenschraubstock?

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zuendler
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Re: Welcher Maschinenschraubstock?

Beitrag von zuendler » Do 7. Feb 2019, 05:44

Ich habe "den grauen" jetzt bekommen.
Manche würden das Grauen bekommen.
Aber der Reihe nach:
Habe ihn zuerst auf die Maschine gepackt, ja bissl gross, aber geht noch.
Würde man den Drehteller weglassen würde es besser aussehen.
Apropos: Der Skalenstrich fehlt auf dem Oberteil. :scheisse:
Muss ich mir selbst was ritzen.

Dann ein Stück Alu ganz oben eingespannt und gemessen wie weit die Backe hoch geht.
Läppische 25/100. Nein, das ist nicht gut.
Dann der Schleifschraubstock zum Vergleich: 6/100.
Dessen bewegliche Backe ist 4mal kürzer, der ist geometrisch eigentlich im Nachteil.
Der hat Spiel bis 5/100 und dann packt er zu. Allerdings habe ich für den keinen Hebel,
nur den Drehknopf der da dran ist.

Habe beim grauen festgestellt, dass er viel zu viel Spiel hat.
Lösung war den etwas abzufräsen. Dabei festgestellt, dass die bewegliche Backe von vier 4,8er Schrauben gehalten wird.
Also die mussten weg, ersetzt durch bessere und vorne war zum Glück noch Platz für ne zweite Schraube. Musste Inbus werden
da die nahe zusammen mussten. Also wesentlich mehr Kraft vorne um die Backe unten zu halten. Feintuning erfolgte mit
Folien, hatte etwas zuviel abgefräst. Aber so kamen die Schrauben auch auf die nötige Vorspannung.
Jetzt läuft er satt mit leichtem Widerstand. Die (ehemals krummen) Blechleisten tragen vorne auf 5cm Länge. Wenn ich mal Bock habe
kann man die auch gegen was gescheites ersetzen. Die biegen sich sicherlich auch durch.

Ergebnis ist jetzt, dass sich die Backe 2-3/100 anhebt bei vergleichbarer Kraft wie mit dem anderen Schraubstock.
Allerdings hat man mit dem Hebel ja enorme Kraft, wenn man ihn so anzieht wie ich es dem Alu zumuten würden geht er 5/100 hoch,
und wenn man ihn richtig stramm anzieht, kommt man auf 9/100.

In jedem Fall kann man das Werkstück aber noch runterklopfen.
Mich würde mal interessieren was eure Gerätschaften so von sich geben.

Von dem Schleifschraubstock bin ich sehr überrascht. Wenn ich dort auch soviel Aufwand reinstecke bekomme ich ihn vielleich auf fast das selbe Niveau.

Bilder jetzt mal unsortiert dazu:
IMG_20190207_004419.jpg
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stefangtwr
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Re: Welcher Maschinenschraubstock?

Beitrag von stefangtwr » Do 7. Feb 2019, 06:42

Von dem Schleifschraubstock bin ich sehr überrascht. Wenn ich dort auch soviel Aufwand reinstecke bekomme ich ihn vielleich auf fast das selbe Niveau.
:D

Deswegen ists ja ein Schleifschraubstock ;)

Noch besser sind die mit schräger Anzugsschraube - Wir haben bereits vor Jahren alle regulären Maschinenschraubstöcke (Hilma glaub ich waren das) von den ganzen Cnc Maschinen runtergeworfen und Schleifschraubstöcke draufgespaxt.
Bei denen bleibt die bewegliche Backe noch besser da wo sie sein soll und für unsere bescheidenen Arbeiten ist die Spannkraft hinreichend stark.

gruß
Stefan
Onlinekatastrophentourist.

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Re: Welcher Maschinenschraubstock?

Beitrag von 1.2510 » Do 7. Feb 2019, 07:06

zuendler hat geschrieben:
Do 7. Feb 2019, 05:44
Manche würden das Grauen bekommen.
Ist so, sieht nicht gut aus, viel zu gross!
.
zuendler hat geschrieben:
Do 7. Feb 2019, 05:44
... Dabei festgestellt, dass die bewegliche Backe von vier 4,8er Schrauben gehalten wird.
Also die mussten weg, ersetzt durch bessere ...
Aber steifer wird dadurch nix.
.
E-Modul Stahl.JPG
E-Modul Stahl.JPG (17.36 KiB) 384 mal betrachtet
Grüsse, Rob

Kompliziert kann jeder ...

Smogporter
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Re: Welcher Maschinenschraubstock?

Beitrag von Smogporter » Do 7. Feb 2019, 08:33

Ich hab den hier, vielleicht ist der was für dich, ich bin sehr zufrieden :-D

https://www.ebay.de/itm/Maschinenschrau ... 1438.l2649
Viele Grüße
Reinhold

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Re: Welcher Maschinenschraubstock?

Beitrag von Limbo » Do 7. Feb 2019, 09:03

Mein 125mm "Grauer" von Dema hat solche Mängel nicht und der Skalenstrich war auch vorhanden.
An deiner Stelle hätte ich ihn auch nicht gleich nachgearbeitet, sondern mangelhafte Ware zurückgeschickt. Das kannst Du jetzt nicht mehr.
Wie ich oben gleich geschrieben habe, ist der Schraubstock auf deiner Maschine zu groß.
Meine Fräse ist größer, da passt der 125er. Für größere Werkstücke, -Schuhkartongröße und mehr-, habe ich einem geteilten 160er "Elephant" Maschinenschraubstock. Lange Werkstücke pratze ich direkt auf den Tisch.

Deinem Schraubstock kannst Du von unten noch einen Steg anschrauben, der genau in die Tischnuten passt, dann kannst Du den Schraubstock immer gleich ausgerichtet aufspannen.

Hans
Drehmaschine Dema LSDM 6133
Fräsmaschine VF 45FG (MB4 Clon)
Hobel Gastl RG200 ST-E
3D-Drucker Creality E2
Bandsäge Flex SBG 4910
StichelSchleifMaschine HBM Typ U3

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zuendler
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Re: Welcher Maschinenschraubstock?

Beitrag von zuendler » Do 7. Feb 2019, 11:49

Ob er zu groß ist muss man doch am Werkstück festmachen. Das ist jetzt halt mein großer, den anderen habe ich ja immernoch.
Wenn ich ein Teil planen will wie das das jetzt drin ist, ist der doch viel besser als der 5cm schmälere kleine.

Dazu hole ich mir noch nen kleineren Schleifschraubstock, dann habe ich drei.

Ich hatte ehrlicherweise nicht die Hoffnung einen besseren zu bekommen wenn ich den zurück schicke.
Auf fröhliches Lotto bis es passt hatte ich keine Lust, dachte der ist schneller nachgearbeitet.
Ging dann doch viel länger als gedacht.
Ich sag mal auch mit der Nacharbeit wars unterm Strich ein guter Kauf, er hat ja nur läppische 69€ gekostet.
An einem 150€ Teil wärs schon ärgerlich gewesen.

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Wyoming
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Re: Welcher Maschinenschraubstock?

Beitrag von Wyoming » Do 7. Feb 2019, 12:14

Hallo

Habe mir auch so einen geholt.
Der hat die gleichen Probs wie deiner.

Der Strich fehlt ...
ba2.JPG
Das Werkstück wird hochgedrückt .. 0,02
ba3.JPG
Und dann liegt die feste Backe nicht auf der Anschlagkante auf sondern auf den Schrauben.
Sind Gewinde sind einfach zu hoch :pfeif:
ba1.JPG
Aber wie du schon gesagt hast .. 70€ Kann ich mit leben.
TB Interkrenn
Drehe Robling
Kasto Bügelsäge BSM 190/240
CAD Inventor AutoCAD Mechanical

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zuendler
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Re: Welcher Maschinenschraubstock?

Beitrag von zuendler » Do 7. Feb 2019, 12:28

Wenn ich das Werkstück so einspanne wie du drückt es bei mir auch 2/100 hoch. Bis auf 3/100 wenn man ihn voll anknallt.
Aber das reicht für meine Anforderungen auch. Verkippen finde ich schlimmer.
Achja, die Backen waren bei meinem nicht parallel zueinander, da war ich froh dass die Schrauben das Spiel hergeben um das
passend auszurichten. :-D
Ja das Ding ist halt eine Gurke out of the Box, aber man kann ihn für Hobbyansprüche hinbekommen.

Ich setze bei mir ja immer die Anforderungen in Relation. Du kannst nicht überall das Beste haben, sonst hätte ich mir gar keine Fräse leisten können. Das ist ja auch nur ne Hobbygurke aus China :-D Aber es tuts (bis jetzt). Wenn mir mal ein Schnäppchen über den Weg läuft ist ein Upgrade aber immer vorstellbar :2up:

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Re: Welcher Maschinenschraubstock?

Beitrag von C3250 » Do 7. Feb 2019, 20:22

@ zuendler
In jedem Fall kann man das Werkstück aber noch runterklopfen.
Mich würde mal interessieren was eure Gerätschaften so von sich geben.

Ich hab einen 125er und einen 90er.
Die Marke weiß ich nicht genau, aber ich denke es sind Kessel.
Bin sehr zufrieden damit, der Kleinere ist nicht ganz so stabil, beide haben eine Verstärkung mit Hydraulik.

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k-1.JPG (95.08 KiB) 200 mal betrachtet
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k-3a.JPG (76.49 KiB) 200 mal betrachtet
Packen angelegt und niedergeklopft, dann voll zugemacht.
Sind sicher 4bis 5 Tonnen, darf man mit Alu oder Messing nicht machen.

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k-4.JPG (78.26 KiB) 200 mal betrachtet
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k-5.JPG (65.85 KiB) 200 mal betrachtet
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k-6.JPG (89.56 KiB) 200 mal betrachtet

Der kleinere gibt etwas mehr nach, aber auch voll zugedreht.

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k-7.JPG (65.83 KiB) 200 mal betrachtet
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k-8.JPG (48.2 KiB) 200 mal betrachtet
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Gruß. Karl

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Re: Welcher Maschinenschraubstock?

Beitrag von zuendler » Do 7. Feb 2019, 20:45

Das sind auch ordentliche Trümmer für den gewerblichen Einsatz.
Hast du da ein Flachmaterial hochkant reingelegt?
Das wär dann zu vergleichen mit den 2/100 die der graue hoch geht.

Das andere war ein 10x40mm Alu auf Parallelunterlagen.

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