Welche Bohr-/Fräsmaschine?

henrik22
Beiträge: 65
Registriert: Do 8. Nov 2018, 17:27

Welche Bohr-/Fräsmaschine?

Beitrag von henrik22 » Di 22. Jan 2019, 14:35

Hi,

als Ergänzung zur Drehmaschine suche ich noch eine etwas kleinere Fräsmaschine mit einem Gewicht bis ca. 300kg und 230V. Dabei bin ich auf Hersteller wie Optimum, HBM, Bernardo, SWM etc. gestoßen. Ich fräse keine großen Teile, brauche diese nur für den Hobbybereich. Aber eine gewisse Genauigkeit von Zehntel bis Hundertstel sollte sie bei Stahl schon bieten.

Preislimit wäre bei 2500€ inkl. Zubehör. Kann jemand Maschinen empfehlen?

HansD
Beiträge: 18102
Registriert: Sa 6. Nov 2010, 18:19

Re: Welche Bohr-/Fräsmaschine?

Beitrag von HansD » Di 22. Jan 2019, 14:45

henrik22 hat geschrieben:
Di 22. Jan 2019, 14:35
Preislimit wäre bei 2500€ inkl. Zubehör.
Nach der Faustregel sollte man für das Zubehör 100% des Maschinenpreises rechnen. Im Endeffekt muss man m. E. eher mit 150% kalkulieren.
Also darf deine Fräase nicht mehr als 1.200€ kosten.
Nur mal so als Gedankenanregung zur Maschinemgrösse.

Hans

Limbo
Beiträge: 4203
Registriert: Fr 10. Jul 2015, 18:32
Wohnort: Hannover
Germany

Re: Welche Bohr-/Fräsmaschine?

Beitrag von Limbo » Di 22. Jan 2019, 14:55

HansD hat geschrieben:
Di 22. Jan 2019, 14:45
Nach der Faustregel sollte man für das Zubehör 100% des Maschinenpreises rechnen. Im Endeffekt muss man m. E. eher mit 150% kalkulieren.
Also darf deine Fräase nicht mehr als 1.200€ kosten.
Hans
Klares Jein!
Nach der Anschaffung der Maschine braucht man nicht sofort das volle Zubehör.
Außer eine kleineren Grundausstattung, -Spannmittel u. Werkzeugaufnahmen, erste Fräser-, kann man das Zubehör nach und nach anschaffen, bzw. auf Gelegenheiten warten.

Hans, der auch noch 3 Jahre nach der Anschaffung Zubehör ergänzt.
Drehmaschine Dema LSDM 6133
Fräsmaschine VF 45FG (MB4 Clon)
Hobel Gastl RG200 ST-E
3D-Drucker Creality E2
Bandsäge Flex SBG 4910
StichelSchleifMaschine HBM Typ U3

mechabert
Beiträge: 172
Registriert: Mi 30. Nov 2016, 12:37
Austria

Re: Welche Bohr-/Fräsmaschine?

Beitrag von mechabert » Di 22. Jan 2019, 16:04

Spannangensatz und Schraubstock braucht man mal zwingend, und ein bisschen so Kram.
Wenn man dafür 500€ rechnet passt das erstmal, würde ich meinen.

Parallelunterlagen sind doch Luxus. Wenn man schon eine Drehbank hat, kann man sich ausm China-Meißel einen billigen Flycutter bauen, Rundtisch und sonstiger Spaß sammelt sich dann im Lauf der Zeit an (und beildet dann nach einer gewissen Zeit auch die 150% vom Maschinenwert).

Also wären noch 2000 für die Fräse.
Wobei ich dazu tendieren würde, ein möglichst solides Grundgerät zu nehmen, und später mit Zubehör etc. aufzumotzen. Man hat ja nichts von einer Wackelmaschine mit Vollausstattung, da ist dann später keine Luft mehr nach oben. Und das "weiter entwickeln" ist ja das schöne am Hobby.

PS: Riemenantrieb ist super!

Benutzeravatar
JollyRoger
Beiträge: 10321
Registriert: So 26. Dez 2010, 22:40
Austria

Re: Welche Bohr-/Fräsmaschine?

Beitrag von JollyRoger » Di 22. Jan 2019, 16:47

Hallo,

leider sind die 230V eine große Einschränkung aber gut.

Ich habe sowas hier, nur von Optimum:
https://www.kami-maschinen.de/werkzeugm ... 0volt.html
Als Bohrmaschine sehr gut, als Fräse ist meine Opti mittlerweile zu klein. Mehr Verfahrweg in Y wäre toll wenn man z.B. mal ein größeres Zahnrad mittels Teilkopf fräsen muss. Sie ist stabiler als eine BF20, hat eine SK30-Aufnahme und ja... ich kann damit leben. Die Riemenübersetzung ist sehr leise und laufruhig, allerdings dauert jeder Drehzahlwechsel verhältnismäßig lange. Durch den großen Abstand zwischen Spindelnase und Tisch kannst du auch mal was größeres zum Bohren aufspannen.

Von den "Kleingeräten" wäre das hier momentan meine Wahl
https://www.kami-maschinen.de/werkzeugm ... -sk40.html
Hat Gewicht, Dampf, eine SK40-Spindel aber benötigt leider 400V. Ich werfe sie dennoch ins Rennen, denn man könnte sie ja mittels FU von 1x230V/3x230V (Maschine auf Dreieck geschaltet) betreiben, denke ich zumindest.

Elektrisch kann man meist was machen, und wenns ein anderer Motor ist, aber eine Maschine dehnen geht leider nicht.

henrik22
Beiträge: 65
Registriert: Do 8. Nov 2018, 17:27

Re: Welche Bohr-/Fräsmaschine?

Beitrag von henrik22 » Di 22. Jan 2019, 17:38

Also bei den Drehbänken hat man wesentlich mehr Auswahl für 230V oder irre ich mich :nixweiss: Mit 230V komme ich eigentlich ganz gut zu recht. Wenn man etwas mehr zustellt merkt man schon das der Motor arbeiten muss, je nach Durchmesser/Hebelwirkung. So große Teile fertige ich gar nicht das der Motor mal an seine Grenzen kommen würde.

Ja mit FU wäre eine Option, der fließt aber dann auch wieder in den Preis mit rein. Zwecks der Ausstattung würde ich das nach und nach kaufen. Wenn ein passendes Werkzeug fehlt stellt man das ja schnell fest.

Benutzeravatar
Booze
Beiträge: 1241
Registriert: Mi 17. Nov 2010, 11:54
Wohnort: Mainhatten
United States of America

Re: Welche Bohr-/Fräsmaschine?

Beitrag von Booze » Di 22. Jan 2019, 19:03

Bei einer Fräse sollte man schon ein Budget für ein guten Schraubstock einplanen und damit meine ich nicht diese krummen Chinadinger. :-D
Gruß Viktor




Angelini AVM 125
Hobbymat MD65
Hauser Fräsmaschine
DaVinci 1.0 Pro 3D Drucker

mechabert
Beiträge: 172
Registriert: Mi 30. Nov 2016, 12:37
Austria

Re: Welche Bohr-/Fräsmaschine?

Beitrag von mechabert » Di 22. Jan 2019, 20:24

Wobei diese Kami-250 ganz anständig aussieht, ein RF30 Abkömmling?

Ich weiss ja nicht, wie diese qualitativ einer alten RF30 gegenübersteht, aber wenn die Führungen soweit okay sind, finde ich das für 1800 exkl. voll in Ordnung.
Ist zwar preislich ziemlich an deinem Limit, aber eine RF30 ist okay. Die Riemen sind toll (schön leise, und so oft wechselt man ja nicht Drehzahl, 1000/1500/2000 kann man mit umlegen eines Riemens ohne Riemen abnehmen machen, damit deckt man die ganzen kleineren Fräser und die ganze Alu-Geschichte ab...), 230V hat sie, und der Verfahrensweg passt auch (ich mach Zylinderköpfe auf der RF30, und die werden schön...).

Aber ich meine, für diese Preisklasse, Größenordnung und 230V Betrieb lässt sich damit schon was anfangen.
Das schöne am Riemen: Da kann kein Getriebe kaputt gehen, es kann nicht ungenau gearbeiet sein, nicht laut sein... und im schlimmsten Fall hast du eine Art "Rutschkupplung".

henrik22
Beiträge: 65
Registriert: Do 8. Nov 2018, 17:27

Re: Welche Bohr-/Fräsmaschine?

Beitrag von henrik22 » Di 22. Jan 2019, 20:38

Hm.. Was würdet ihr denn Vorschlagen wenn mein Preislimit an der Grenze ist? Soll schon bei so einer kompakten Fräse bleiben, die schweren grünen Teile sind zwar robust, aber viel zu groß :-D

Benutzeravatar
Booze
Beiträge: 1241
Registriert: Mi 17. Nov 2010, 11:54
Wohnort: Mainhatten
United States of America

Re: Welche Bohr-/Fräsmaschine?

Beitrag von Booze » Di 22. Jan 2019, 21:05

Mein Favorit ist die Sieg SX3L
1000W Bürstenloser Motor, Riemenantrieb, Gewindeschneidfunktion
Z- Verstellung von vorne

https://www.paulimot.de/fraesmaschine/sx3l
Gruß Viktor




Angelini AVM 125
Hobbymat MD65
Hauser Fräsmaschine
DaVinci 1.0 Pro 3D Drucker

Antworten