Frage nach Bearbeitungszentrum HQ500

Hier könnt Ihr eure Werkstatt vorstellen.
Limbo
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Re: Frage nach Bearbeitungszentrum HQ500

Beitrag von Limbo » Fr 13. Sep 2019, 14:30

Elfenspan hat geschrieben:
Fr 13. Sep 2019, 09:29
Einige der Großmaschineneigner schwadronieren mal wieder hanebüchenen Unsinn, wie üblich bei Dingen, die nicht ihren dekadenten Ansprüchen genügen. Und nicht jeder hat 400V zur Verfügung. Natürlich hat die Maschine ihre Grenzen, so wie jede noch so tolle Maschine auch.
Trotzdem würde ich vom Kauf der HQ500 abraten. Für knapp 2 Kiloeuro kriegt man mit etwas Gedult Besseres.
Falls Du mich damit meinst, liegst Du falsch.
Meine Maschinen sind zwar größer, aber auch für größere Werkstücke gedacht.
Nach meiner Meinung soll sich jeder die passende Maschine für seine Ansprüche, seine Räumlichkeiten und nach seinem Budget kaufen. Wobei da immer am oberen Ende kein Fehler sein sollte, mit steigender Fertigkeit steigen meist auch die Ansprüche. ;-)

Was die Fräsergröße betrifft, habe ich die Maße nur beispielhaft erwähnt, ich kenne die Fräsleistung der Maschine nicht, aber die Motorisierung deiner Maschine entspricht auch nicht dem Lieferzustand. :hi:

Selbstverständlich muss man bei einer Kombimaschine mehr Rüstzeit einplanen, da man nicht von einer eingerichteten Maschine auf die andere, vorbereitete Maschine wechseln kann, dafür spart man Geld bei der Anschaffung, was für Hobbyzwecke ein echtes Argument ist. :-)

Hans
Drehmaschine Dema LSDM 6133
Fräsmaschine VF 45FG (MB4 Clon)
Hobel Gastl RG200 ST-E
3D-Drucker Creality E2
Bandsäge Flex SBG 4910
StichelSchleifMaschine HBM Typ U3

Span2019
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Re: Frage nach Bearbeitungszentrum HQ500

Beitrag von Span2019 » Fr 13. Sep 2019, 20:18

Es gibt die Möglichkeit, eine komplette Werkstatt im unteren PReis-Segment beispielsweise mit Güde aufzubauen.

Die haben auch so etwas ähnliches wie die HQ500, heißt HQ 400 T, wo genau die Unterschiede liegen, weiß ich nicht. Der PReis ist 1700

Alternativ gibt es von Güde eine kleine Drehbank, die GMD 400, mit 40 kg so ganz spielzeugartig nicht, aber für 550 E zu kriegen (dagegen ist die Proxxon 250er mit 12 kg ein echtes SPpielzeug, und das für 1000 Euro !!!! ),

sowie die Fräsmaschine GBF 550 in der 50 kg Klasse, was auch gehen könnte, sehr preiswert unterhalb 700 Euro. Für wenig mehr gäbe es was von Paulimot mit 120 kg.

UNd als dritte Maschine droht ja dann die Metallbandsäge, von Güde eine 125er für 300 Euro, dann hat man den Grundstock ohne WErkzeug unterhalb 2000 Euro erledigt.

Meine letzte Fräsmaschine war sehr groß und sehr schwer, ich hatte größte Probleme, die zu verkaufen, weil die im Keller nicht stellbar war. Nur ebenerdig.

Sowas kriegt man nicht verkauft!

Also kann man mit den kleinen Maschinen ruhig mal einen Versuch machen, weil

1) KLein = preiswert schont die Finanzreserve und

2) wenn man sich verkauft hat, kriegt man die auch gut und schnell wieder los.

Aufstocken ist immer einfach, Größe reduzieren immer mit Verlusten verbunden.

Die Frage wäre eben, ob man für die benötigte Stückgröße und Toleranzen immer teure und saugute Maschinen braucht oder es auch mal mit beschweidenerer Ausstattung reicht.

Ich bin mit der neuen Werkstatt noch sehr unschlüssig, das muß sich erstmal sortieren

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Rainer4x4
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Re: Frage nach Bearbeitungszentrum HQ500

Beitrag von Rainer4x4 » Sa 14. Sep 2019, 12:33

Span2019 hat geschrieben:
Fr 13. Sep 2019, 20:18
Die haben auch so etwas ähnliches wie die HQ500, heißt HQ 400 T, wo genau die Unterschiede liegen, weiß ich nicht. Der PReis ist 1700


Die Frage wäre eben, ob man für die benötigte Stückgröße und Toleranzen immer teure und saugute Maschinen braucht oder es auch mal mit beschweidenerer Ausstattung reicht.
Ich bin mit der neuen Werkstatt noch sehr unschlüssig, das muß sich erstmal sortieren
Die HQ400 ist der etwas kleinere und leichtere Bruder zur HQ500. Sie ist nur einmotorig ausgestattet. Die Mechanik zur Kraftübertragung in den Bohr/Fräskopf ist Zahnrad bestückt und daher lauter als bei der HQ500. Ausserdem bereitet die Kupplung gelegentlich Probleme.

Eine Kombimaschine stellt immer an irgend einer Stelle ein Kompromiss dar, garkeine Frage. Es ist aber lange nicht so, das sie an allen Dingen eingeschränkt arbeitet.
Mit nem Trecker kann ich pflügen und reissen, mit nem PKW kann ich auf der Autobahn kompfortabel rasen. Mit meinem Landrover kann ich auch holzrücken und pflügen, aber nicht so kräftig. Und auf der Autobahn kann ich damit auch fahren, aber langsamer und weniger kompfortabel.
Man muss eben wissen was man sich zulegt, und ggf in einigen Punkten kompromissbereit sein!
Gruß Rainer
Damatomacchine Master 520 3L, baugleich Smithy MIDAS 1220 LTD oder Bolton Tools Combo AT520
https://www.ecosia.org/ Die Suchmaschine die Bäume pflanzt!

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Re: Frage nach Bearbeitungszentrum HQ500

Beitrag von Elfenspan » Sa 14. Sep 2019, 12:59

Limbo hat geschrieben:
Fr 13. Sep 2019, 14:30

Falls Du mich damit meinst, liegst Du falsch.
Nein, nicht perönlich sondern allgemein, weil immer wieder die Behauptung auftaucht, daß man damit nicht vernünftig arbeiten kann.
Limbo hat geschrieben:
Fr 13. Sep 2019, 14:30
Was die Fräsergröße betrifft, habe ich die Maße nur beispielhaft erwähnt, ich kenne die Fräsleistung der Maschine nicht, aber die Motorisierung deiner Maschine entspricht auch nicht dem Lieferzustand. :hi:
Der Stärkere Motor steht bisher nur betriebsbereit daneben. Ob das dem vorhandenem Antiebsmotor hilft, kann ich nicht sagen. Den 20er Fräser schafft die Maschine mit dem original Antrieb. Natürlich sind keine gigantischen Zustellungen und Vorschübe drin.
A..hoi

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Re: Frage nach Bearbeitungszentrum HQ500

Beitrag von Span2019 » Sa 14. Sep 2019, 14:30

Rainer4x4 hat geschrieben:
Sa 14. Sep 2019, 12:33
Eine Kombimaschine stellt immer an irgend einer Stelle ein Kompromiss dar, garkeine Frage.
Es besteht mit der Kombimaschine natürlich die Gefahr, daß man nach kurzer Zeit feststellt:

Weder beim Drehen noch beim Fräsen genügt die Maschine meinen Ansprüchen.

PROBLEM DANN *************************** : man hätte mit der HQ500 eine recht teure Maschine, die absolut nicht "gängig" ist, sondern ein Nischenprodukt, und wer soll die dann kaufen?

WEnn man für das Geld erstmal nur eine Maschine kauft, Drehe oder Fräse, die aber den Ansprüchen genügt, und auf die zweite dann etwas anspart, wär das auch eine Taktik.

Vor langen Jahren hab ich viel mit der Proxxon pd 400 gearbeitet und war auch sehr zufrieden damit. Sie hat aber kein Zubehör wie FU oder Glasmeßstäbe und ist für ca. 50 kg mit 2400 EURO in einer sehr fürstlich-barocken Preisklasse. Und die Stabilität mit den 56kg bewegt sich auch so im unteren Bereich.

Für diesen PReis (nämlich 2200 Euro) ist mir bei Paulimot diese Maschine ins Auge gefallen (es gibt bei Paulimot Getriebe/Ölbad und Vario-Ausführungen, letztere auch mit FU, was ´ne gute Lösung ist). Allerdings, die Digitalanzeige fertig eingebaut, gibt es nur bei den Getriebemaschinen:

PM 2500 mit 400 VOlt und Glasmeßstäben/Digitalanzeige schon montiert.
Spitzenweite 450 (bloß nicht mehr, dann wird alles instabil), Futter D = 125, Ölbad-SChaltgetriebe (wichtig fürs Gewindeschneiden statt Zahnräder zu wechseln), das Gewicht ist mit 170 kg schön massig, einzig der Rundlauf ist so grenzwertig mit <0,04 mm, da bin ich mir nicht sicher, ob die das ernst meinen.

Bei der Proxxon steht da nicht 0,04, sondern 0,005, so sollte es eigentlich sein.

Bei Optimum steht bei 0,04 am Futter routinemäßig 0,009 an der Spindelnase.

Würde sich lohnen, deswegen bei Paulimot mal anzurufen, die haben lt. Internet eine "Fachberatung" mit Tel.-Nr.

https://www.paulimot.de/drehmaschinen/pm2500/dro

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MasterOD
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Re: Frage nach Bearbeitungszentrum HQ500

Beitrag von MasterOD » Sa 14. Sep 2019, 15:47

Booze hat geschrieben:
Fr 13. Sep 2019, 13:59
Deine Maschine ist übrigens auch wenn vom Prinzip ähnlich, doch eine andere Liga.
Aber auch da wirst du schnell merken, dass die Aufspannfläche viel zu klein ist. :pfeif:
[/quote]

Hallo Viktor,

Ich habe mir einen gemäß Nutenabstand passenden Schraubstock bestellt, Backenbreite und Öffnung je 80 mm. Die Verfahrwege an der Drehbank sind 425 mm längs und 72 mm plan; welche ich natürlich nicht komplett unter dem Fräser nutzen kann. Fräskopfverfahrweg an der Schwalbenschwanzführung sind nominal 280 mm, der Pinolenweg ist 50 mm. Für die Nutzung muß natürlich noch die Werkzeuggröße abgezogen werden. Trotzdem: Ein darüber hinausgehendes Fräsverfahrvolumen kann ich mir für meine Hobbyaktivitäten eher selten vorstellen.
Gruß Rüdiger :hi:
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Re: Frage nach Bearbeitungszentrum HQ500

Beitrag von Booze » Sa 14. Sep 2019, 16:15

Span2019 hat geschrieben:
Sa 14. Sep 2019, 14:30

Bei der Proxxon steht da nicht 0,04, sondern 0,005, so sollte es eigentlich sein.

Bei Optimum steht bei 0,04 am Futter routinemäßig 0,009 an der Spindelnase.

Würde sich lohnen, deswegen bei Paulimot mal anzurufen, die haben lt. Internet eine "Fachberatung" mit Tel.-Nr.

https://www.paulimot.de/drehmaschinen/pm2500/dro
Was glaubst du warum die kleine Proxxon so teuer ist?

Die Paulimot :o
Der Glasmessstab ist ja super angebracht an dem winzigen Oberschlitten :popoklatsch:
Gruß Viktor




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Re: Frage nach Bearbeitungszentrum HQ500

Beitrag von wolfs » Sa 14. Sep 2019, 17:14

Hallo Leute

Es kommt immer drauf an was für Teile man hauptsächlich fertigt ,ein Freund von mir hat so eine nicht diese aber so aufgebaut und sein Trumpf ist wenn ein Teil mehrmals bearbeitet werden muss ,spart er sich das Aus- und Einspannen und wie wir alle wissen geht jedes Unspannen zu Lasten der Praezision ...hier liegt die Stärke solch eines Gespanns brauche ich das aber nur selten ist man mit zwei seperaten Maschinen besser dran . ich wäre aber schon öfter Mal froh um sowas gewesen...

Grüße Wolfs
Drehe:Schreiner D290V Sino DRO
Fräse: Optimum Bf16 CNC Umbau
Bandsäge : Holzmann BS 125
Schleifer:Scheppach 150TX +2 x Bandschleifer
Schweisser:Gysmi 160A+WIG
Werkzeugschleifm.: QUORN Selbstbau
Haerteofen:Conrad Naber, Bremen

Span2019
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Re: Frage nach Bearbeitungszentrum HQ500

Beitrag von Span2019 » Sa 14. Sep 2019, 18:39

Booze hat geschrieben:
Sa 14. Sep 2019, 16:15

Was glaubst du warum die kleine Proxxon so teuer ist?

Die Paulimot :o
Der Glasmessstab ist ja super angebracht an dem winzigen Oberschlitten :popoklatsch:
Vom Oberschlitten kann man den Glasmeßstab gleich wieder abnehmen, braucht kein Mensch. WEnn der auf WInkel steht, müßte man ja die Zustellung trigonometrisch umrechnen. Vergiß es.

Meine letzte Drehe hatte 920 SPitzenweite, wog über 400 kg und war so instabil, daß alles voller Riefen war, im Reitstock und auch im Futter. Spitzenweite zu groß, man muß wahrscheinlich die Füße in Beton vergießen, damit das funzt. Große Drehteile hat die gut geschafft, kleine nur in schlechter qualität, vor allem die OBerfläche saumäßig..

Auf meinen kleinen Drehen hatte ich bei kleinen Stücken immer bessere ERgebnisse. Die besten, was Maßhaltigkeit, Rundlauf und Oberflächengüte angeht, auf der PD 400.

Das Problem ist, man kann diese Maschinen nicht ausprobieren. Muß vom Katalog aussuchen, das ist das Risiko. AUch die HD500 wird man nirgendwo zum testen vorfinden. Was man auf youtube sehen kann, führt auch nicht wirklich weiter.

Bei der HQ500 heißt es an einer Stelle, für den Modellbau ungeeignet, aber für Auto- und MOtorradbastler o.k. Bei mir geht das eher Richtung Modellbau.

SparkyFX
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Re: Frage nach Bearbeitungszentrum HQ500

Beitrag von SparkyFX » Sa 14. Sep 2019, 22:14

Span2019 hat geschrieben:
Sa 14. Sep 2019, 14:30
man hätte mit der HQ500 eine recht teure Maschine, die absolut nicht "gängig" ist, sondern ein Nischenprodukt, und wer soll die dann kaufen?
So Nische sind die gar nicht, wird letztlich von mehreren Importeuren angeboten, zu einer ordentlichen Marge (vgl. Herstellerpreise auf alibaba).
Allerdings gibt es selten welche auf dem Gebrauchtmarkt. Entweder sind die wirklich sehr selten oder nicht so schlecht (genügen den Anforderungen der Käufer).

Allgemein werden im Hobby-Sektor oft gewerbliche Erfahrungswerte herangezogen, da kommt die ganze Preisklasse ohnehin nicht ran. Dass die 2t Eisensau mit 5kW Antrieb bestimmte Probleme nie haben wird ist klar. Sobald man also Teile in Stahl (oder generell in haltbar) selbst fertigen möchte sind das alles Kompromisse.

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