Druckluftleitung legen

Hier könnt Ihr eure Werkstatt vorstellen.
bootefreddy
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Re: Druckluftleitung legen

Beitrag von bootefreddy » Di 19. Feb 2019, 11:14

Hallo Bastelfreunde,

War vor der selben Frage gestanden und habe dann letzt endlich einen Hazet Schlauchaufroller an guter Stelle montiert und mir das ganze Geraffel erspart.
Natürlich gleich den stärkeren Schlauch genommen, eine Hazet Wartungseinheit dazu, bin vollstens zufrieden, erreiche jede Maschine schmeiß den Schlauch durchs (offene) Fenster und wechsle so nebenbei noch die Reifen damit ...! Jederzeit wieder und super gelöst für mich.
:super:

Gruß,
Freddy

Wkzm
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Re: Druckluftleitung legen

Beitrag von Wkzm » Mi 13. Mär 2019, 12:16

mechabert hat geschrieben:
Di 19. Feb 2019, 01:24
Was spricht eigentlich gegen PE-Schläuche mit Push-In Fittings oder PEX-Rohre mit ebendiesen, bzw. eine Kombination daraus? Zamstecken, bissl zurechtbiegen und gut ists.

Edit:
Ach, weil Kupfer-Rohr da ist.

Naja, ein Glück dass die Schnellkupplungen auch auf Kupfer halten (sollen).

https://www.johnguest.com/de/ John Guest ist dein Freund, wobei es sicher genügend andere taugliche Anbieter gibt.
Wennst bissl rumstöberst oder per google nach "john guest copper" suchst, findest irgendwo die Info, dass sie Copper and PE Pipe verbinden mit den Dingern.
Hab die Fittings zwar in der Frima, aber nie Kupferrohr verwendet, könnte mir aber gut vorstellen dass das hinhaut.

Also könntest deine Kupferrohre verwenden, paar Push-In Fittings, bissl PE-Schlauch im passenden Durchmesser und die Sache ist erledigt ohne großes Trara.


Hallo,
so habe ich das auch gemacht, einfach mittels Kabelschellen den Kunstoffschlauch verlegt.
Jetzt habe ich 3 Anschlüsse, einen zur Auffahrt für Reifenwechsel, einen direkt in meinem Schuppen und einen hinten am Schuppen für Rasenmäher, Schubkarre, Einachsschlepper usw.
Da ich weder lackiere noch andere Geräte darüber betreibe, war das für mich die beste und einfachste Lösung.

Gruß
Philipp

KingKarch
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Re: Druckluftleitung legen

Beitrag von KingKarch » Fr 15. Mär 2019, 08:40

FP91 hat geschrieben:
Di 13. Nov 2018, 19:51
Hallo in die Runde!

Ich plane schon seit geraumer Zeit mir eine Druckluft Rundleitung zu legen. Genügend Kupferheizungsrohr und Fittings lägen auf dem Dachboden. Beim Systemdruck würde ich mich am Kompressor mit 10bar orientieren. Brauche ich beim Rohr eine besondere Wandstärke? Das vorhandene stammt von einer Photovoltaikinstallation und ist nicht besonders stark. Vllt. 0,8er Wandstärke?

Eine Hand voll fragen bleibt aber:

1. Wie werden die Druckluftschnappverschlüsse an die Kupferleitung angepasst? Werden die gelötet? Ich habe keine mit Lötvorbereitung gefunden. Nur zum schrauben.
2. Wie teste ich das Ganze hinterher? Aus Erfahrung weiß ich, dass auch mit geringen Druckluftvolumen nicht zu spaßen ist ...
3. Wie entkopple ich am besten Kompressor und Leitung?
4. Welche Anschlussdurchmesser sollte ich benutzen? Im Moment brauche ich die LUft nur mal zum kühlen oder ausblasen. In Zukunft werden aber wohl Gradschleifer, Schlagschrauber und vllt. eine billige Lackierpistole dazu kommen.
5. Was ist mit Neigung und entwässern? Kommt das Kondenswasser im Betrieb mit raus?

Grüße, Flo
Moin Flo,

kommt darauf an was du alles in naher Zukunft damit vor hast. Ich habe bei mir eine 3/4 Zoll Stahlleitung zum Verschrauben verbaut, statt verbinder habe ich T-Stücke verbaut und immer ein Y-Stück mit 2 Kupplungen verbaut. Es gibt nichts schlimmeres als zu bemerken das Mann zu wenig Druckluftanschlüsse hat ( ich habe auf 7 Metern 13 Stück ).

Getestet wird schon bei 2 Bar druck mit Glasreiniger um zu schauen ob sich Bläschen bilden wenn ja Nachdrehen. und erneut mit Glasreiniger einsprühen.

Willst du zwischen Kompressor einen Drucktank setzen oder direkt vom Kompressor an die Leitung ? Ich würde einen Schlauch mit Rückschlagventil setzen damit der Kompressor beim Anlaufen nicht sofort gegen den Druck arbeiten muss.

Kondenswasser wirst du immer haben, das kommt auf die Ansaugluft an die Verdichtet wird, ich würde dir einen Mobilen Wasserabscheider / Öler empfehlen. Einfach den Wasserabscheider / Öler auf ein Gestell bauen damit du es überall verwenden kannst. DA du für Druckluftwerkzeug einen Öler brauchst würde ich dir nicht empfehlen den Wasserabscheider / Öler direkt hinter den Kompressor zu bauen damit du dir deine Leitung Öl frei hältst.

Du solltest dir auch zwei Schläuche zu legen, einen für Druckluftwerkzeug mind. 13mm innen und einen zum Lackieren damit du ausschliessen kannst das evtl. Öl vom Öler im Schlauch ist, beim Lackieren nicht so geil.

Gruß Dominic
Meine "Halle" ist mein Rückzugsort, da hat eine Frau NIX zu suchen ( auch nicht Nackt ) !!!! :ironie:

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FP91
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Re: Druckluftleitung legen

Beitrag von FP91 » Di 31. Dez 2019, 12:54

Hallöchen!

So, ich melde Vollzug. Habe an zwei Nachmittagen etwa 20 m Kupferrohr verlötet und montiert. Das Ganze sieht erstmal super aus und das löten ging sehr einfach von der Hand. Im Prinzip ist das eine nicht ganz durchgehende Ringleitung auf 15 mm Cu-Rohr die an der Kante Decke zu Wand lang läuft. Alle paar Meter gehen insgesamt 4 Abgänge nach unten, dort ist jeweils eine Wandscheibe mit 1/2 Gewinde. In jedem Gewinde steckt eine weibliche Schlauchkupplung "Nennweite 7" die wenn nichts angesteckt ist dichten sollte.

Jetzt stehe ich aber vor einem neuen Problem: Die ganzen verflixten Anschlussmaße. Ich hab' hier inzwischen eine amtliche Kiste voll Druckluftzeug (Kupplungen, Adaptergewinde, Schlauchstecker) aber nichts passt irgendwie sinnvoll zusammen. Oder um es anders zu sagen: Ich kriege den Kompressor nicht an die Leitung.

Gibt es irgendwo eine Tabelle wo man mal das sinnvolle Verhältnis von der Nennweite (Kupplung) zu Innendurchmesser Schlauch und Gewindedurchmesser hat? Auch die Durchflussmengen wären ja mal interessant, da sind ja recht exakte Werte bei den Werkzeugen angegeben.

Gruß

Flo

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Re: Druckluftleitung legen

Beitrag von 1.2510 » Di 31. Dez 2019, 13:43

FP91 hat geschrieben:
Di 31. Dez 2019, 12:54
Gibt es irgendwo eine Tabelle wo man mal das sinnvolle Verhältnis von der Nennweite (Kupplung) zu Innendurchmesser Schlauch und Gewindedurchmesser hat? Auch die Durchflussmengen wären ja mal interessant, da sind ja recht exakte Werte bei den Werkzeugen angegeben.
Hier meine Lieblinge ...
Luftkupplungen.JPG
Weiter dann mit einem Schlauch mit 10mm Innendurchmesser. Dann kommt es gut!

Und, Spiralschläuche sind des Teufels; zu klein im Durchmesser und zu lange effektive Länge.

Dazu dies ...
Nomogramm_Druckabfall.pdf
(267.06 KiB) 35-mal heruntergeladen
Nachtrag: Auch noch nett https://www.kaeser.de/service/wissen/re ... uckabfall/
Es gibt zweierlei Menschen … "Yes-butter" und "Why-notter"
.
Grüsse
Rob

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DerRestaurator
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Re: Druckluftleitung legen

Beitrag von DerRestaurator » Di 31. Dez 2019, 14:24

Maggo hat geschrieben:
Mi 14. Nov 2018, 21:52
1.Kupferleitungen sollten bei Luft hart gelötet werden,2.weich hält aber auch, 3.kann aber bei schlecht gelöteten Leitungen zu angenehmen folgen führen.
4.klemmfittings wären hier optimaler.
1. Aber nur wegen der evtl im Rohr verbleibenden Flussmittelreste, diese können (wenn nicht ausgespült) Korrosion fördern.
2. Definitiv! Wäre mir sogar von der Festigkeit lieber, weil bei korrekter Ausführung die Rohre nicht aus-/weichgeglüht werden
3. Hartlötungen können auch schiefgehen, eine Überprüfung der Arbeit durch Druckprobe sollte immer durchgeführt werden
4. Ich würde sagen gleichwertig.
Auch in der Heizungsinstallation wurde die Kupferhartlötung lange Zeit vorgezogen, Nachteile hat die Weichlötung keine, im Gegenteil, sie lässt sich auch mal im Reparaturfall öffnen, was vielfach teure Rotgussverschraubungen einsparen kann.
So viel :klugscheiss: von mir.


Jetzt habe ich eine Frage:
Kompressor (7 bar Betriebsdruck) in einer Hütte auf dem Dachboden (woanders geht nicht), einen Teil der Leitung in der Hütte dadrunter und eine Leitung soll in die 10m entfernte Garage, vorzugsweise im Erdreich.
In der Garage soll es wieder wieder hoch auf Installations- bzw. Deckenhöhe. Meine Idee war PE-Wasserrohr frostfrei mit Gefälle zur Garage verlegt und in dieser einen Schacht mit Entwässerungspunkt. Dieser müsste aber sehr Tief (min. 100 cm) sein, damit ich das Wasser dann da auch irgendwie raus bekomme.
Habt ihr bessere Ideen?

:hi: Philipp
Wissen schützt vor Dummheit nicht...

Schwarzfinger
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Re: Druckluftleitung legen

Beitrag von Schwarzfinger » Di 31. Dez 2019, 15:13

DerRestaurator hat geschrieben:
Di 31. Dez 2019, 14:24
Maggo hat geschrieben:
Mi 14. Nov 2018, 21:52
1.Kupferleitungen sollten bei Luft hart gelötet werden,2.weich hält aber auch, 3.kann aber bei schlecht gelöteten Leitungen zu angenehmen folgen führen.
4.klemmfittings wären hier optimaler.
Jetzt habe ich eine Frage:
Kompressor (7 bar Betriebsdruck) in einer Hütte auf dem Dachboden (woanders geht nicht), einen Teil der Leitung in der Hütte dadrunter und eine Leitung soll in die 10m entfernte Garage, vorzugsweise im Erdreich.
In der Garage soll es wieder wieder hoch auf Installations- bzw. Deckenhöhe. Meine Idee war PE-Wasserrohr frostfrei mit Gefälle zur Garage verlegt und in dieser einen Schacht mit Entwässerungspunkt. Dieser müsste aber sehr Tief (min. 100 cm) sein, damit ich das Wasser dann da auch irgendwie raus bekomme.
Habt ihr bessere Ideen?

:hi: Philipp
Hallo
Ich würde da keine Wissenschaft draus machen.
Hinter den Kompressor einen möglichst großen Kessel, der fängt das meiste Wasser.
Ich habe ca 100m Pe Wasserrohr einfach in den Dreck gelegt,ohne Gefälle und Entwässerung im gewerblichen Dauereinsatz Einfach einen Wasserabscheider vor die Leitung.
Gab noch nie Probleme.
Grüße
Schwarzfinger

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Re: Druckluftleitung legen

Beitrag von DerRestaurator » Di 31. Dez 2019, 19:01

Ja, wahrscheinlich wird es bei mir dann ähnlich laufen.
PE-Rohr sollte Druckfest genug sein, jedenfalls das mit dem blauen Längsstreifen (bis 12 bar?). Lediglich die Kunststoffverschraubungen sind laut Wasserversorger bei Drücken über 6 bar nicht zulässig, hier muss es Rotguss sein. Und Druck ist ja Druck, egal ob Luft oder Wassser...
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Re: Druckluftleitung legen

Beitrag von dr.markus » Di 2. Jun 2020, 22:50

Die Sicherheitskupplungen sind schon was feines. Vor allem wenn man mal 20m 13mm Schlauch mit 11bar unvorsichtig ausgekuppelt hat, weiß man wofür die gut sind.
Und, Spiralschläuche sind des Teufels; zu klein im Durchmesser und zu lange effektive Länge.

Kommt immer drauf an. An den Maschinen und der Werkbank hab ich je eine Ausblaspistole fix an solchem Teufelswerk.
Und es gibt die auch mit größerer NW.
Viele Grüße, Markus

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