Getriebezahnrad ersetzen

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Nachtschwärmer
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Re: Getriebezahnrad ersetzen

Beitrag von Nachtschwärmer » Di 14. Jan 2020, 14:01

Muß ich mal eine Nacht drüber schlafen. Es gibt auch geschliffene ZR, der Preis ist entsprechend:
http://www.zahnrad24.com/Stirnraeder/SS ... G3-28.html
Dann muß die Qualität aber auch wirklich astrein sein.
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thomas56
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Re: Getriebezahnrad ersetzen

Beitrag von thomas56 » Di 14. Jan 2020, 17:52

Nachtschwärmer hat geschrieben:
Di 14. Jan 2020, 13:28
Hm, so richtig zufriedenstellend finde ich die Qualität des neuen ZR auch nicht. :(
Ist das eins von Mädler? :o

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capstan
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Re: Getriebezahnrad ersetzen

Beitrag von capstan » Di 14. Jan 2020, 19:02

Serienzahnräder werden nun mal wälzgefräst, da sieht die Oberfläche nicht aus wie geschliffen und poliert.
Meist sehen die Oberflächen auf Fotos auch schlechter aus als sie in Wirklichkeit sind.
In der Praxis macht das aber garnichts, die Zahnflanken polieren sich beim Abrollen gegenseitig nach einigen Betriebsstunden blitzblank.

Bernd

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Harald F.
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Re: Getriebezahnrad ersetzen

Beitrag von Harald F. » Di 14. Jan 2020, 21:29

Guten Abend
Nachtschwärmer hat geschrieben:
Di 14. Jan 2020, 13:28
Hm, so richtig zufriedenstellend finde ich die Qualität des neuen ZR auch nicht. :(
DSCN0177.JPG
ich habe mir zum Vergleich mal eines meiner BEA Zahnräder angesehen. Die sehen qualitativ sehr ähnlich aus. Auf Wunsch mache ich auch gerne ein Foto. Allerdings - das wurde ja auch schon geschrieben - sind solche Fotos eventuell auch irreführend, weil die sichtbare scheinbare Oberflächenqualität stark von Beleuchtung, Nachschärfung und beliebigen anderen Aufnahmeparametern abhängt.

Viele Grüße
Harald

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Re: Getriebezahnrad ersetzen

Beitrag von Nachtschwärmer » Di 21. Jan 2020, 22:10

thomas56 hat geschrieben:
Di 14. Jan 2020, 17:52
Ist das eins von Mädler? :o
Nein, aber heute bekam ich freundlicherweise von Mädler detaillierte Fotos ihrer gefrästen Zahnräder. Die Oberfläche ist kaum besser, so ist das nunmal bei gefrästen Rädern.

Wenn es klappt, preßt mir ein Freund heute in der Nachtschicht das alte ZR ab. 40 t stehen zur Verfügung. Danach kann ich schauen, welchen Ø die Welle hat, ob und welche Paßfeder vorhanden ist. Sofern ich ein geschliffenes ZR finde, das von der Bohrung her genau paßt und eine Nut hat, werde ich solch eins vermutlich nehmen, auch wenn das dann teuer in der Anschaffung wird. Es bringt nix, ein häßlich gefrästes ZR zu nehmen, was ich ausdrehen und in das ich eine Paßfedernut stoßen lassen muß, das kostet auch wieder...
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Re: Getriebezahnrad ersetzen

Beitrag von Nachtschwärmer » So 26. Jan 2020, 12:00

CIMG4408.JPG
War doch nur eine 25-t-Presse, das Manometer war schon im roten Bereich (700 bar). Vorher mußte noch das Lager abgezogen werden, dann ging es gerade so. Bohrung ist 36,00 mm, die Welle hat knapp 36,1 mm, keine Nut.

Derweil habe ich mich um den Getriebekasten gekümmert. Jede Menge schwarzer Schlamm, alles war mit einer schwarzen Dreckschicht überzogen. Ergebnis nach der Reinigung:
CIMG4405.JPG
Sieht fast so aus, als ob hinten in der Mitte mal die Lager gefressen hatten.

Habe mich gewundert, wieso die Abtriebswelle für die Umschaltung der Vorschub-Drehrichtung so schwergängig war. Ursache: 0,22 mm Schlag. :o
Ausziehvorrichtung bauen, ausbauen, richten, wieder einbauen, da war ein halber Tag weg. Nun läuft sie endlich wieder rund.
Der Kegelstift muß zuerst raus, dann läßt sich die Welle mit der Vorrichtung aus dem Gehäuse ziehen, alles andere bleibt im Getriebekasten zurück. Leider ist das Innengewinde der Welle nicht M10 (Durchmesser und Steigung größer); ich mußte ewig nach einer zöllischen Schraube suchen. Hat etwas geklappert, aber zumindest von der Steigung hat's genau gepaßt. Daran eine M10-Gewindestange angeschweißt, Abstützung und Mutter aufgefädelt, dann konnte die Welle endlich raus.
CIMG4404.JPG
CIMG4407.JPG
CIMG4410.JPG
Wellen sind wieder drin, die Antriebswelle vorerst natürlich ohne das kaputte ZR. Der Getriebedeckel wiegt schätzungsweise 40...50 kg, das war eine Schinderei.
Biebt die Frage: Das neue ZR fertig bearbeiten, Bohrung auf 36,00 drehen, dann härten? Oder doch lieber erst nach dem Härten ausdrehen?
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Spitzbube
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Re: Getriebezahnrad ersetzen

Beitrag von Spitzbube » So 26. Jan 2020, 12:50

moin nachtschwärmer
mein tip, nach erfolgreichen härten/anlassen auf soll-maß bringen. durch drehen,schleifen oder läppen. welches härteverfahren möchtest du verwenden? (verzundern!)
mfg
der spitzbube

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Re: Getriebezahnrad ersetzen

Beitrag von Nachtschwärmer » So 26. Jan 2020, 13:52

Hallo Spitzbube!
Wir haben einen Muffelofen, der bringt die nötigen Temperaturen und läßt sich genau einstellen - also ohne Schutzgasatmosphäre. Abschrecken würde ich in Öl oder warmem Wasser, da bin ich mir noch unschlüssig (ebenso bei der Wahl der Anlaßtemperatur).
Würdest Du es 2/10 kleiner ausdrehen vor dem Härten, um die harte Schicht zu erhalten? Wenn ich da 10 mm wegnehme, ist die Bohrung natürlich nicht mehr hart.
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Re: Getriebezahnrad ersetzen

Beitrag von Spitzbube » So 26. Jan 2020, 14:31

moin nachtschwärmer
wegen den härten musst du mal hier "blättern" >>> https://www.haerterei.com/fileadmin/use ... zuegen.pdf <<<
wegen dem "untermaß" kommt es beim glühen zu einer zunderbildung? das währe totes unnützes material und muss weg!
wegen "abschrecken" ich würde öl benutzen.
weisst du die genaue stahlsorte von dem neuen zahnrad?
mfg
der spitzbube

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Re: Getriebezahnrad ersetzen

Beitrag von Spitzbube » So 26. Jan 2020, 14:52

nachtrag zum härteverfahren auswahl >>> https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q ... J4xqWVnfq6 <<<
ist ein bisschen umfangreich aber gut und verständlich erklärt.
mfg
der spitzbube

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