VDF Böhringer 1957 Drehzahl bleibt nicht ganz stehen

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Gärlinger Damian
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VDF Böhringer 1957 Drehzahl bleibt nicht ganz stehen

Beitrag von Gärlinger Damian » So 14. Apr 2019, 19:29

Hallo zusammen , ich bin neu in diesem Forum mein Name ist Damian ich bin gelernter Zerspanungsmechaniker Drehtechnik , Metallbauermeister und Schweißfachmann und arbeite sonst an sehr Großen Anlagen bis 15m Länge und 4 m Durchmesser und habe gleich mal eine Frage . Ich habe Privat eine VDF Böhringer von 1957 gekauft Bilder hänge ich an . Und zwar geht es darum das die Planscheibe immer langsam dreht und nicht ganz stehen bleibt auch wenn der Hebel in 0 Stellung ist . Laut der Allgemeinen Betriebsanleitung von VDF die ich im Internet gefunden habe soll wohl eine Riemenbremse vorhanden sein , diese konnte ich aber nicht finden. Kann mir da jemand bei der Fehlersuche helfen ? Wäre euch sehr dankbar . Gruß Damian :thx:
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R2S5V0
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Re: VDF Böhringer 1957 Drehzahl bleibt nicht ganz stehen

Beitrag von R2S5V0 » So 14. Apr 2019, 21:02

Hallo. Hatten eine v3 in der Arbeit. Aber bei weitem nicht so farblich verirrt. Bei ihr hat sich auch in Stellung 0 das Futter gedreht. Auch wenn man beim schalten nicht gleich den richten Gang erwischt hat, War ausschalten und Gang einlegen angesagt. Scheint normal zu sein. Mich hat es nie gestört. Meines Wissens ist auch keine Vdf Böhringer sondern eine vdf Heidenreich und Harbeck. genauer eine v3 k. Zu sehen an der grossen 2 Fach untersetzten nonius Trommel an der Bettschlittenkurbel. Das ist an der normalen v3 nicht verbaut. Gute Maschine wenn sie technisch ok ist.

Gärlinger Damian
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Re: VDF Böhringer 1957 Drehzahl bleibt nicht ganz stehen

Beitrag von Gärlinger Damian » So 14. Apr 2019, 21:34

Danke dir , ja die Farbe ist etwas gewöhnungsbedürftig ist aber schon abgeschliffen . Technisch alles top nur halt das das Futter nicht stehen bleibt . Ich finde es blöd und etwas gefährlich jedes mal die Maschine auszuschalten um zu messen ? Kann ich mir nicht vorstellen das es normal sein soll 🤔

glenn
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Re: VDF Böhringer 1957 Drehzahl bleibt nicht ganz stehen

Beitrag von glenn » So 14. Apr 2019, 22:41

Hallo, das ist keine V3, sondern ich schätze eine V5. Kommt also wirklich von Boehringer.

Bremsband hat die Maschine scheinbar keins, aber eine Magnetkupplung/Magnetbremse. Ob sie Original ist...ka...sieht komisch aus so ungekühlt. Das ist das Teil unter dem Ölverteiler. Das sie nicht in Neutralstellung stehen bleibt ist ein Problem der ausgeschlagenen Kupplungsmechanik bzw. der Einstellung der Ortlinghauskupplung.

Gärlinger Damian
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Re: VDF Böhringer 1957 Drehzahl bleibt nicht ganz stehen

Beitrag von Gärlinger Damian » Mo 15. Apr 2019, 07:13

Denke auch das es eine v5 ist , ja ein bremsband könnte ich nirgends finden . Schaue mir mal die elektronische magnetische Bremse genauer an da sollten doch 15-30 v Dc anliegen oder ?

R2S5V0
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Re: VDF Böhringer 1957 Drehzahl bleibt nicht ganz stehen

Beitrag von R2S5V0 » Mo 15. Apr 2019, 08:05

Ui v5. Wieder was neues. Um noch dazu zu sagen war bei der Maschine die ich kenne das messen möglich. Das Futter stand schon still mit eingelegtem Gang und Hebel am schlosskasten auf 0. Nur wenn am Getriebe 0 geschaltet was hat sich das angefangen zu drehen.

Gärlinger Damian
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Re: VDF Böhringer 1957 Drehzahl bleibt nicht ganz stehen

Beitrag von Gärlinger Damian » Mo 15. Apr 2019, 10:45

Achso ok ne , bei der ist es im Moment so das der Hebel in Null geschaltet wird und das Futter meiner Meinung nach nur ausrollt bis er sich nur nich ganz langsam dreht. Man könnte das Futter mit der Hand stoppen , fängt aber sofort wieder langsam an zu drehen sobald man es loslässt .

derdeutzfreak
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Re: VDF Böhringer 1957 Drehzahl bleibt nicht ganz stehen

Beitrag von derdeutzfreak » Mo 15. Apr 2019, 22:07

Moin

Die Bremskupplung sitzt wie gesagt unter dem Ölverteiler,das ist das Teil wo die beiden Kabel rein gehen.
Ich hatte mal eine Heidenreich und Harbeck,die hatte das selbe Problem.Bei mir war die Wicklung von dem Elektromagneten der die Kupplung schaltet kaputt.
Bei dir im Schaltschrank der Maschine sitzt ein Trafo,der gibt die Spannung über den Schalter der die Maschine ein und aus schaltet in der Nullstellung von dem Schalter an die Wicklung.Bei meiner Maschine saß der Schalter auf der Rückseite der Maschine und wurde über das Gestänge mit geschaltet.Im Schaltschrank saß bei meiner noch ein aufgewickelter Widerstand auf diesem konnte man den Abnehmer hin und her schieben und dadurch die Spannung und Bremswirkung der Kupplung einstellen.
Du mußt also sehen ob Spannung an der Kupplung ankommt,wenn ja ist die Wicklung wohl durch,wenn nicht dann ist unterwegs irgendwas kaputt,zum Beispiel der Nulllagenschalter oder der Widerstand.
Ich hatte erst die Mechanik/Schalter geprüft konnte dann an einer Lüsterklemme im Getriebekasten prüfen bis Spannung anlag und habe dann denn Magneten ausgebaut,den habe ich dann neu gewickelt und neu vergossen und der tut immer noch seinen Dienst.
Ich versuche nnoch mal ein Paar Bilder zu finden von dem Magneten.

MFG Sönke

Also Bilder habe ich davon leider keine mehr,du kannst aber an dem Magneten direkt messen,einfach ein Multimeter an die Schraubklemme mit dem roten Draht und die andere Prüfleitung an das Gehäuse der Drehbank,ich schätze mal da liegt Wechselspannung an.

glenn
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Re: VDF Böhringer 1957 Drehzahl bleibt nicht ganz stehen

Beitrag von glenn » Mo 15. Apr 2019, 23:29

Ich kenne es eig von meiner H&H M530 so, dass die Elektrobremse bei Nulldurchgang wieder löst. Das heißt die Bremse hat mit dem beschriebenen Effekt nichts zutun. Meine Maschine rennt auch wieder los, aber nur wenn der selbsthemmende Widerstand vom Getriebe fehlt, weil ich keinen Gang eingelegt habe. Wer sich schonmal mit der Ortlinghauskupplung beschäftigen durfte versteht das Problem und wird bestenfalls versuchen die verantwortliche Kupplungshälfte ein paar Löcher lockerer zu Stellen ohne sie durchrutschen zu lassen und vlt. Spiel im Gestänge zu reduzieren damit die Kupplung genauer mittig gestellt wird bei Neutralstellung.

Gärlinger Damian
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Re: VDF Böhringer 1957 Drehzahl bleibt nicht ganz stehen

Beitrag von Gärlinger Damian » Di 16. Apr 2019, 09:11

Danke euch beiden erstmals. Sinke danke für die ausführliche Beschreibung werde es mal durchmessen und hinten im Kasten schauen ob alles abgeklemmt ist. Wenn es wirklich die Wicklung ist werde ich es ausbauen und zum Wickeln abgeben , bin aber guter Hoffnung das es nur ein kleines Problem ist. Die Maschine stammt aus einem Befreundeten Zerspanungsbetrieb und soll bis zum Abbau einwandfrei gelaufen haben. Stand jetzt nur 2 Jahre rum. Glenn dir auch danke, das mit der Kupplung und dem Spiel in der Zahnstange habe ich eingestellt, wenn ich diese Lockerer stelle läuft sie nicht mehr richtig an . Es muss eigentlich an der Bremse liegen ,weil die Maschine auch nur ausläuft und nicht stehenbleibt wie ich es gewohnt bin . Werde die Tage messen und schauen , ihr habt mir bis hierher sehr geholfen . Werde auf jeden Fall berichten wenn möglich mit Fotos .

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