Leinen LZ 43 Grundüberholung

Benutzeravatar
pipi
Beiträge: 1470
Registriert: Fr 28. Nov 2014, 13:59
Wohnort: Scheibbs
Kontaktdaten:
Austria

Re: Leinen LZ 43 Grundüberholung

Beitrag von pipi » Fr 7. Dez 2018, 14:31

Ich fürchte ab 400 U/min wird die Drehe das Öl schnell ausgewechselt haben.
Ohne Dichtung am Deckel und zur Riemenscheibe.
Hier sollte wohl vor Arbeitsbeginn das Innenleben geölt werden.
Aber andere Leinen Besitzer wissen da sicher mehr drüber.

Ich kann da nur von meiner F.Ondricek sprechen, da habe ich Ölbäder.
Ohne Deckeldichting, sogar in der Ganzen Werkstatt...

mfg Patrick
Vilh Pedersen VPU1; Klopp Schnellhobler 450; Csepel Säulenbohrmaschine; Oscar Ehrlich Drehe; Friedrich Ondricek Drehe; Frikla WS1; Prusa I3 3d Drucker;
Aber egal was du hast, das was du brauchst, fehlt immer ^^

0815^
Beiträge: 159
Registriert: Fr 30. Mär 2018, 11:57
Germany

Re: Leinen LZ 43 Grundüberholung

Beitrag von 0815^ » Fr 7. Dez 2018, 15:33

Ich verstehe die Kritik an alten „ausgemusterten“ Maschinen auch nicht. Solange da nicht alles wüst ausgeschlagen ist, und das sieht man vorm Kauf, kann man damit noch sehr gut zu Hause arbeiten.

Dass damit nicht mehr problemlos und ausfallsicher im täglichen 3-Schichtbetrieb produziert werden kann, ist wohl nur logisch, aber man kann sehr wohl, mit etwas Fingerspitzengefühl, Passungen drehen. Es dauert eben länger.

Am Anfang war ich bei unserer Meuser auch etwas skeptisch, die Reitstockführung ist schon etwas eingelaufen, das ganze Bett hat auch Verschleiß, dennoch kann man Passungen drehen. Über die gesamte Spitzenweite von 1,5m sicher nicht mehr, aber ich glaube das wird selbst mit ner neuen Maschine anspruchsvoll.


Ich hatte noch nie den Fall, dass ich etwas mit der alten Maschine nicht hätte fertigen können. Aber rückblickend enorm viele Fälle die ich mit einer neuen Drehmaschine die ich für das Geld bekommen hätte definitiv nicht hätte machen können.

Benutzeravatar
Oliver M
Beiträge: 2141
Registriert: Do 13. Feb 2014, 09:34
Germany

Re: Leinen LZ 43 Grundüberholung

Beitrag von Oliver M » Fr 7. Dez 2018, 16:04

Hab gerade mal in die Anleitung geschaut.
Da sollen in die Spindellager ca. 5ml öl pro Woche (Shell JY1= ISO VG10 Spindelöl)
Und in das Vorgelege 10ml Voltol II, dafür nimmst du einfach ein 68er Gleitbahnöl, das haftet auch an den Zahnrädern, und einen Deckel gibt es da ja auch.
Es reich ja, wenn die Räder gerade so in das Öl eintauchen.

Gruß Martin
Früher war alles:
A: besser B: aus Holz C: mit Schlitzschrauben

GT-Karl
Beiträge: 66
Registriert: Mi 29. Nov 2017, 00:51
Germany

Re: Leinen LZ 43 Grundüberholung

Beitrag von GT-Karl » Fr 7. Dez 2018, 20:32

Ins Wendeherz und ins Vorgelege kommt natürlich Öl, du wirst feststellen, dass dort eher mehr Öl sein wird als dir lieb ist, denn das dünne Spindelöl läuft zum größten Teil von den Spindellagern nach unten genau in die "Gehäuse" dieser Getriebe! Und wenn der Ölstand ein gewisses Niveau überschritten hat, dann wird vom Vorgelege aus der Antriebsriemen gleich mitgeschmiert ;-) ! Daher wirst du eher Öl ablassen als einfüllen :pfeif: !

Gruß und viel Spaß bei der Wiederherrichtung!

Karl

P.S.: die Blechstreifen aus den Nuten der Spindellager hast du hoffentlich markiert und bis zum Wiedereinbau gut weggelegt !

GT-Karl
Beiträge: 66
Registriert: Mi 29. Nov 2017, 00:51
Germany

Re: Leinen LZ 43 Grundüberholung

Beitrag von GT-Karl » Fr 7. Dez 2018, 23:45

Die Dochte bzw. Filze sind in der Schnittzeichnung des Spindelstocks übrigens wunderbar zu sehen, hier lernt man was :P ! Ich habe mich nämlich oft gefragt, was diese dunkle schraffierte Fläche unterhalb der Lagerbuchse sein soll, jetzt weiß ich es :-) !
Habe bisher die Finger von den Spindellagern lassen können, muss ich auch nicht haben....immer schön ölen ;-) !

Gruß
Karl

Benutzeravatar
leowuli
Beiträge: 29
Registriert: So 25. Nov 2018, 16:40
Germany

Re: Leinen LZ 43 Grundüberholung

Beitrag von leowuli » Sa 8. Dez 2018, 17:35

Stimmt, da hilft die Zeichnung wirklich. Werde mir mal eine Dicke Filzplatte organisieren, und dann einen Docht ausschneiden. Bei der Gelegenheit kann ich auch gleich vg 10 shoppen.
Über das "Öl in der ganzen Werkstatt" Problem mache ich mir später nochmal Gedanken. Mir schwebt da so ein innerer Spritzschutz vor :pfeif:
Blechstreifen habe ich nie herausgenommen.

Benutzeravatar
Oliver M
Beiträge: 2141
Registriert: Do 13. Feb 2014, 09:34
Germany

Re: Leinen LZ 43 Grundüberholung

Beitrag von Oliver M » Sa 8. Dez 2018, 18:21

Dann schau das du richtigen Wollfilz bekommst.
Es gibt auch welchen der ist so hart das du damit Metall polieren kannst.

Gruß Martin
Früher war alles:
A: besser B: aus Holz C: mit Schlitzschrauben

GT-Karl
Beiträge: 66
Registriert: Mi 29. Nov 2017, 00:51
Germany

Re: Leinen LZ 43 Grundüberholung

Beitrag von GT-Karl » Mo 10. Dez 2018, 01:29

leowuli hat geschrieben:
Sa 8. Dez 2018, 17:35

Blechstreifen habe ich nie herausgenommen.

Dann bin ich beruhigt 8-) !

Gruß

Karl

Benutzeravatar
leowuli
Beiträge: 29
Registriert: So 25. Nov 2018, 16:40
Germany

Re: Leinen LZ 43 Grundüberholung

Beitrag von leowuli » Do 13. Dez 2018, 14:42

Mal ein kleines Update:

Die Einzelteile des Spindelstocks sind alle soweit Instand gesetzt und warten auf den Wiedereinbau.
20181207_150456.jpg
Derweilen habe ich die Drehe weiter zerlegt und bin gerade dabei das Bett zu reinigen. Die grüne Farbe geht gut mit Spachtel und Schraubenzieher ab. Das grau bleibt tlw. drauf. Der Dreck geht auch gut zusammen mit dem Lack ab, einzig die Verstrebungen unten sind etwas lästig.
20181212_180902.jpg
20181212_184459.jpg

GT-Karl
Beiträge: 66
Registriert: Mi 29. Nov 2017, 00:51
Germany

Re: Leinen LZ 43 Grundüberholung

Beitrag von GT-Karl » Do 13. Dez 2018, 21:02

Das sieht doch schon hoffnungsvoll aus ;-) !

Du hattest geschrieben, dass das Vorschubgetriebe hakt oder sich festsetzt.

Wenn du es zerlegt hast, prüfe die Hülsen auf denen die Zahnräder laufen sehr genau auf Risse! Die sind manchmal so haarfein, dass man sie übersehen kann, ich spreche aus Erfahrung !

Ich denke, dass man in jener Zeit nicht die besten Stählel zur Verfügung hatte und deshalb zu sehr durchgehärtetes Material verwendet hat. Bei unsachgemäßer Behandlung, bei unserer LZ40 war eine Passfeder total verformt, da hat wohl jemand das Futter als Anschlag missbraucht, ist das spröde Material dann schnell mal gerissen! Nur so als Tip, hoffentlich ist es nur Schmutz der zu den Problemen führt!

Gruß

Karl

Antworten