Eine Carsten für den Anfänger

Airhead
Beiträge: 55
Registriert: Mi 10. Dez 2014, 09:34
Wohnort: Altes Land
Germany

Eine Carsten für den Anfänger

Beitrag von Airhead » Mi 10. Dez 2014, 10:36

Moin!

Mein Name ist Florian und ich bin Zerspanunglaie.

Ich bin gelernter Kfz Teiletauscher, betreibe die Schrauberei
allerdings nur noch hobbymäßig. Ich teile mir eine kleine Werkstatt
mit einem Freund in welcher wir unsere älteren und neueren
Motorräder beschrauben.

Der Wunsch nach einer Drehbank/Fräsmaschine bestand schon länger.
Irgendwas ist ja immer an den alten Zweirädern und eine Distanzhüsle
oder Buchse verschwindet immer wieder unauffindbar unter irgendeiner
Werkbank.

Tja und plötzlich sah ich eine mir sehr sympathische Drehbank , nicht weit weg
und mein Freund der etwas mehr von der Materie versteht war ebenfalls
angetan. Natürlich sorgte ein spontanes Gebot auf Ebay für ein Gespräch
mit der Dame zuhause... :stupid:

Ja wie erwähnt habe ich keinerlei Ahnung von der Materie und vielleicht hab
ich auch voll ins Klo gegriffen... aber das wird sich noch zeigen. Ansonsten
hab ich einen verdamt hübschen Briefbeschwerer für 560euro gekauft.
Außer dem Tabellenbuch , einem Kumpel als Werkzeugtechniker
(schon länger her), einem Freund welcher Zerspaner ist (leider weit weg von hier),
einem Bekannten mit einer Zerspanungsbude (wohnt noch weiter weg) und dem
Schwiegervatti der seit 30Jahren rund macht, denke ich das Internet und ihr werdet
mir helfen mich nicht selbst dabei umzubringen.

So und nun zu der Drehmaschine wovon ich auch nicht soviel weiß...

[ externes Bild ]
[ externes Bild ]
[ externes Bild ]
[ externes Bild ]
[ externes Bild ]
[ externes Bild ]
[ externes Bild ]
[ externes Bild ]
[ externes Bild ]
[ externes Bild ]
[ externes Bild ]

Zubehör
[ externes Bild ]
[ externes Bild ]
[ externes Bild ]

Das gute: Sie läuft , dies hat und der Vorbesitzer(ca.70) bei dem sie 15jahre stand uns demonstriert
Das schlechte: Sie läuft noch nicht bei uns. Wir haben da noch ein kleines Stromproblem.

Hier die Info von meinem Kumpel über die Maschine:
"Leit- und Zugspindel Drehmaschine mit Vorgelege und stufenlosem PVM Getriebe,
Spitzenhöhe 130 mm (Drehdurchmesser 260mm über Bett)
3 Vorschub-Geschwindigkeiten, Vorgelege
Spitzenweite 500mm
Spindeldurchlass: 25 mm

Zubehör:
Drei- und Vierbackenfutter 125 mm (beide mit Futterflansch), zentrisch spannend
Je 1 Satz Backen zum Innen- und Außenspannen
Spannzangenaufnahme in der Hauptspindel
38 Spannzangen von 1 bis 20 mm – um 0,5 mm steigend, nur die 19,5 mm fehlt ( Kostenvoranschlag für die Nachfertigung....580€ :shock: )
Schnellspannvorrichtung für Spannzangen
Kompletter Rädersatz zum Gewindeschneiden
Stahlhalter (der Multifix mit 6 Haltern war leider schon weg.....Shit!)
25 HM-Drehstähle zum Teil mit Wendeplatten
Planscheibe 250 mm Durchmesser mit einzeln, verstellbaren Backen
Planscheibe 185 mm Durchmesser
Flansch für Drehherz 110 mm Durchmesser
Mitlaufende Körnerspitze, feste Körnerspitze in Spannzange
Präzisionsbohrfutter „Albrecht“ 0 bis 8 mm
Reitstock mit gefühltem MK 0,5 und ein paar Bohrer dazu"


Motor und Getriebe unten im Tisch stammen aus er Hand des Vorbesitzers.
Wir haben leider keinen Kraftstrom in der Werkstatt, deswegen stehen auch das Schweißgerät und
der Plasmaschneider still. Leider wird es wohl darauf hinauslaufen das wir uns einen
Stromerzeugen anschaffen müssen.
Auserdem Ich hab schon das ein oder andere Spiel festgestellt.... nunja nach 60,70,80 Jahren ganz
normal. Aber wer möchte schon einfach nur arbeiten damit und nicht daran. Aber dazu später
mehr bzw. wie ihr mit mir das minimiert.

Fragen? Wünsche? Anträge? :hi:

Benutzeravatar
kärger
Beiträge: 2295
Registriert: Mo 26. Sep 2011, 14:25
Wohnort: Lahn-Dill-Kreis

Re: Eine Carsten für den Anfänger

Beitrag von kärger » Mi 10. Dez 2014, 12:03

:welcome: Florian
Ist schon irre,was so mancher für Schätzchen aufreisst :-D
fürs Mopped-Teile bauen resp.Bearbeiten ist die gut
und über die Genauigkeit,würde ich mir anfangs erstmal keinen Kopf machen
trotzdem ist es gut mal alles zu reinigen/entrosten Ölen usw.
Und anschliessend vermessen,damit man weiß,was genau auf einen zukommt(zumal der Support ja wohl schon des öfteren Kontakt mit dem sich drehenden Futter hatte :o

Glückwunsch zu dem Teil

Nachtrag.
Oups.
Sehe gerade erst die Bilder,da ist ja schon nen Haufen Zeug dabei.....also habt ihr ja schon fast alles was glücklich macht
Extrem 8-)
LG
Nicola

everything i do brings me closer to the blues






Wer keinen Sinn für Ironie besitzt,sollte meine Beiträge gar nicht erst lesen

Benutzeravatar
Orwell
Beiträge: 571
Registriert: Di 25. Sep 2012, 21:53
Denmark

Re: Eine Carsten für den Anfänger

Beitrag von Orwell » Mi 10. Dez 2014, 13:35

Hallo Flo,

Glückwunsch zu der Maschine.
Das sieht ja mit dem Zubehör recht vollständig aus. Das ist sicher kein Griff ins Klo.

Das Stromproblem kann man wahrscheinlich auch mit eimen Frequenzumrichter lösen, wenn man den Motor auf 230V schalten kann. Mach doch mal ein Bild von dem Typenschild.

Gruß

Georg

PS: Hast eine PN

Benutzeravatar
Torte
Beiträge: 1077
Registriert: So 16. Jan 2011, 10:23
Wohnort: Hamburg
Germany

Re: Eine Carsten für den Anfänger

Beitrag von Torte » Mi 10. Dez 2014, 15:37

Hallo Flo

Da hast du wirklich eine schöne Maschine.

So wie Georg schreibt könnte man es mit einem Fu lösen.

Aber hast du denn garkein Stom in der Bastelstube/ Werkstatt?

Wenn ein Sicherungskasten dort vorhanden ist und vielleicht dort auch Kraftstrom anliegt, aber Ihr nur 230V Steckdosen habt ist es ein leichtes eine 400V Steckdose zusätzlich anzubauen.

Dafür würde ich mich anbieten(bin gelernter Elektriker).

Mfg Torsten
Wenn Du dir was vornimmst, versuche es zu machen, Jahre später ärgerst du dich, das du es nicht versucht hast, es zu machen!

Drehe: Interkrenn IKD 400 /400V mit FU
Fräse: Bernardo KF25 Vario MK3
Bohrmaschine: Einhell mit Drehstrommotor 370W/400V und FU

Airhead
Beiträge: 55
Registriert: Mi 10. Dez 2014, 09:34
Wohnort: Altes Land
Germany

Re: Eine Carsten für den Anfänger

Beitrag von Airhead » Mi 10. Dez 2014, 16:59

Zum Thema Stromversorgung...
In der Werkstatt haben wir 220V und einige Verbraucher
(Viele Leuchtstoffröhren) , ein kleiner Baumarkt Kompressor
(Ich glaub 1,5kw) das läuft alles klanglos. Außer man schmeißt
Den Heißluftfön an, dann wird's eng.
Ein Zweikolbenkompressor (Baumarkt) lässt die Sicherung fliegen
(Kann aber auch am Kompressor selber liegen).

Die Werkstatt befindet sich in einem Nebengebäude abgetrennt vom Haus.
Wenn die Sicherung in der Werkstatt kommt ( Sicherungskasten nicht
Zugänglich) gehen auch im Haus der 70jährigen Besitzerin die Lichter aus und
Die 4 Gefriertruen tauen auf. Wenn Sie nicht zuhause haben wir ein Problem.
Auch wollten Wir Kraftstrom in die Werkstatt legen ink. Kostenübernahme, das
Material haben wir da. Leider möchte die gute Frau das nicht.
Das Haus und die Elektrick sind ähnlich alt wie die gute und oder meine
Drehbank.
Ich hatte indes auch überleg einen 220 V Motor zu montieren. Aber erlich gesagt
übersteigt das Thema Haus und Geräte Elektrik meinen Horizont. Hätte das alles
6 oder 12v wär kein Problem. :-D

Und damit wir die anderen Gerätschaften nutzen können wäre ein
Aggregat schon sinnvoll. Mit Sicherheit würde das mehr Kosten
Als die Drehbank.
Aber ich werd mal Fotos machen wenn ich ein Typenschild finde.

Danke für eure Angebote und Hilfestellung!

Benutzeravatar
udowet
Beiträge: 1158
Registriert: Fr 12. Nov 2010, 18:27
Germany

Re: Eine Carsten für den Anfänger

Beitrag von udowet » Mi 10. Dez 2014, 20:50

Moins.

Vor allem schmieren, wuerd ich sagen. Das sieht nach Gleitlagern aus, und die moegen ueberhaupt nicht trocken laufen (die Fuehrungen haben das auch nicht gern).

Man bekommt die Maschine sicher irgendwie auch mit 220 V ans rennen. Aber die Stromerzeuger sind auch nicht mehr so teuer, wie man meint. Und dann haettet ihr gleich die anderen Geraete mit erschlagen.

Viel Spass, und viel Glueck mit der Drehbank.

Gruss,

Udo

Benutzeravatar
Orwell
Beiträge: 571
Registriert: Di 25. Sep 2012, 21:53
Denmark

Re: Eine Carsten für den Anfänger

Beitrag von Orwell » Mi 10. Dez 2014, 21:16

udowet hat geschrieben:Moins.

Vor allem schmieren, wuerd ich sagen. Das sieht nach Gleitlagern aus, und die moegen ueberhaupt nicht trocken laufen (die Fuehrungen haben das auch nicht gern).
Moin,
das sind Gleitlager. 4-5 Grad Engler bei 50°C ist normales Maschinenöl.

Gruß
Georg
cschmierpl.jpg

uli12us
Beiträge: 12184
Registriert: Di 11. Dez 2012, 23:43

Re: Eine Carsten für den Anfänger

Beitrag von uli12us » Do 11. Dez 2014, 10:00

Das ist zwar leider keine Leidspindeldrehbank, aber das hat lediglich den Nachteil nicht direkt Gewinde schneiden zu können. Manchmal gibts eine indirekte Methode indem die Zugspindel an die Oberschlittenspindel gekoppelt wird.
Ansonsten aber ein nettes Maschinderl das wenn ich mir die 2 Scheiben anschaue auch schon eine Drehzahlsteuerung hat. Da könntest du (oder besser jemand, der sich damit auskennt) den Motor von Stern auf Dreieck umklemmen und mit nem MP-Kondensator am 220V Netz zum laufen bringen. Trotzdem würde ich mit der Frau noch mal reden, weil wenn bei dir die Sicherung fliegt und gleichzeitig im Haus, dann ist das nicht in Ordnung.
Da sollte schon eine Selektivität eingebaut werden, dass wenn deine Sicherung fliegt, die im Haus nicht auslöst.
Normalerweise sollte das Kabel in die Garage bzw Werkstatt eigens abgesichert werden und nicht nur als ein Anschluss unter vielen anderen an einer Sicherung hängen.

Benutzeravatar
Workshop Tom
Beiträge: 1006
Registriert: Sa 9. Mär 2013, 12:51
Wohnort: 67354

Re: Eine Carsten für den Anfänger

Beitrag von Workshop Tom » Do 11. Dez 2014, 17:02

uli12us hat geschrieben:Das ist zwar leider keine Leidspindeldrehbank, ...................
.............. ist es doch!
Die ist nämlich "im" Bett untergebracht (auf Bild 2 und 3 zu erkennen. Der Wellenstummel neben der Riemenscheibe).
Clevere Konstruktion! Gut vor Schmutz geschützt. :2up:
Hatte auch mal eine, deswegen weiß ich das. ;-)

Grüße aus der Pfalz
Tom
Jede neue Maschine wird auf einer "Gebrauchten" hergestellt.

uli12us
Beiträge: 12184
Registriert: Di 11. Dez 2012, 23:43

Re: Eine Carsten für den Anfänger

Beitrag von uli12us » Do 11. Dez 2014, 20:24

Dann hab ich nix gesagt, auf alle Fälle ists erfreulich eine Leitspindel zur Verfügung zu haben. Auch wenn die meistens nicht häufig genutzt wird.

Antworten