Harrison M300 gekauft, Richtig?

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Flitzi
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Harrison M300 gekauft, Richtig?

Beitrag von Flitzi » Fr 22. Feb 2019, 21:57

Nach Monate langer suche habe ich endlich die hoffentlich richtige Drehmaschine für mich gefunden. Mit meiner Büco war ich zwar sehr zufrieden, hat aber von den Funktionen und der Kraft nicht mehr gereicht. Nun ist es eine Harrison M300 mit 635mm Spizenweite von 1989 geworden. Ich habe sie noch nicht live gesehen aber viele Fotos und 2 Videos und gehe davon aus, dass sie mich nicht enttäuscht. Leider habe ich ich hier im Forum und überhaupt sehr wenig dazu im Netz gefunden. (vor allem was die Deutsche Sprache betrifft)
Ich werde sie kommende Woche holen und wollte von Euch noch etwas darüber erfahren.
Hat jemand die Maschine noch, kann was darüber berichten, ist sie Solide, auf was sollte ich achten wenn ich sie mir anschaue, was sollte dabei sein? Hat vielleicht noch jemand ein Handbuch/Anleitung auf Deutsch vielleicht.
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Stephan L.
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Re: Harrison M300 gekauft, Richtig?

Beitrag von Stephan L. » Fr 22. Feb 2019, 22:04

Haben wir auf Arbeit. Eine sehr schöne und präzise Maschine.

maschi
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Re: Harrison M300 gekauft, Richtig?

Beitrag von maschi » Fr 22. Feb 2019, 23:45

Sevus,

wie ist das bei diesen Maschinen mit den Spindeln am Support? Gibt es da verschiedene Steigungen für den metrichen- und den Zoll/Inch Markt?

Gruß
Manfred

elmech
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Re: Harrison M300 gekauft, Richtig?

Beitrag von elmech » Fr 22. Feb 2019, 23:56

Hallo, wunderbare Maschine! Wird wohl Zeit, Dein Emblem zu ändern? Freundliche Grüsse Andi

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Rainer60
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Re: Harrison M300 gekauft, Richtig?

Beitrag von Rainer60 » Sa 23. Feb 2019, 07:45

Hoi Flitzi
Schaut wesentlich grösser als 635mm Spitzenweite aus und der Zustand scheint durchaus gepflegt. :2up:
Aufgrund der deutschen Beschriftung am Bett, ist davon auszugehen, dass sie Metrisch ausgestattet ist.

Wenn die Maschine angeschlossen ist, erst alle Funktionen wie Drehzahlen, Vorwärts/Rückwärts, Vorschübe, Steigungen und Vorschubrichtungen. Zu- und Abschaltung von Leit- und Zugspindel. Gängigkeit der Schlossmutter, Schlitten und Pinole. Ölstände? Spiel der Schlittenspindeln. Mehr fällt mir gerade nicht ein.

Als Zubehör Dreibackenfutter, Planscheibe, Lünette(!) und ein paar Multifix Halter sollten schon dabei sein.
Wichtiger als eine deutsche Betriebsanleitung sind die mechanischen Schnittzeichnungen und Stromlaufpläne. Es kann immer was sein und wenn man weiss wies zusammengebaut ist, getraut man sich eher einen beherzten Schlag mit dem Schonhammer ;-)

Die Flachstücke an den Handrädern erinnern mich an eine Maschine, an der ich mal gearbeitet habe. Kann das Fabrikat nicht mehr nennen, nur dass diese Flachstücke beim zustellen ein gutes Gefühl gaben. Muss mir direkt mal an der Schaublin was ran-improvisieren. Mal schauen ob sich das gute Gefühl einstellt wie in der Erinnerung.

Wünsche Glück und... „dreha ischt ned schwer - nur uf a letschta Span kommts an“ :-D
Der Friede sei mit Euch...
Gruss Rainer
————————————————————————————
Es gibt immer eine Lösung - machmal auch eine Andere

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Re: Harrison M300 gekauft, Richtig?

Beitrag von attagatta » Sa 23. Feb 2019, 08:35

Die Bedienungsanleitung schick ich dir in zwei Wochen. :2up: Und wenn das nicht die Version mit einem Meter Spitzenweite ist fress ich einen Besen.

LG,
Jörg

Tommel
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Re: Harrison M300 gekauft, Richtig?

Beitrag von Tommel » Sa 23. Feb 2019, 09:23

Moin,
hätte der Dealer damals nicht zuviel verlangt hätte ich auch eine.
Die kann alles. Das ist eine Profimaschine in "leicht".
Camlock, alle Gewindearten, gehärtetes Bett, hohe Drehzahl.
Das einzigst merkwürdige war die Bedienung links (Gewinde, Vorschub, Drehzahl): Man muss die Hebel zuerst reinschieben (oder ziehen ? weiß nicht mehr) und dann kann man erst drehen. Evtl notwendige Ersatzteile sind offenbar viele mit Colchester kompatibel. Ich glaube das war aber den 70ern sowieso die gleiche Firma.
Wenn das Bild nicht mit einem "Fischauge" gemacht worden ist, ist das die Langversion mit 1000mm

Glückwunsch!
Tommel

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Flitzi
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Re: Harrison M300 gekauft, Richtig?

Beitrag von Flitzi » Sa 23. Feb 2019, 10:42

Danke Euch, das beruhigt schon mal ungemein.
@Jörg, der Besen wird Dir nicht schmecken, es sollte schon die kleine sein, das Foto ist sehr weit winklig, mit einer Gopro gemacht (laut Exif-Daten) Sollte es doch die Große sein müsste ich die ganze Werkstatt umräumen. :steinigung: Aber ich finde auch, sie sieht viel größer aus. Die Bedienungsanleitung nehme ich sehr gerne! :handshake:

@Rainer, ich hatte vorher eine andere im Auge (https://www.maschinensucher.de/L-Z-Dreh ... /i-3847552) ist sogar etwas teurer aber 14 Jahre älter und hat sicher kein gehärtetes Bett. Ich finde auch das "meine" da sehr gut aussieht. Im Video habe ich die Skalenringe gesehen, 1,2; 1,4 -4,8 die gehen sicher bis 5,8, das werden mm sein. War aber auch meine Angst, das sie Zoll sein könnte.
Dann werde ich vor Ort die Maschine noch mal testen, wie von Dir geschrieben, Danke!
Eine Lünette und Planscheibe ist leider nicht dabei, schade, aber da werde ich noch eine zu kaufen bekommen. Für meine alte Drehbank hätte ich nur eine selbst bauen können. Ein Paar Multifixhalter "B" sind dabei und noch ein paar Teile mit den ich noch nichts anfangen konnte.
Mit den Flachstücken, klingt ja interessant, bin ich gespannt.

@Andi, schön, freue mich. Mein "Emblem werde ich bestimmt bald ändern. Wobei bei der Harrison das Schild auch weg ist. :-(

@ Manfred, ja bei den Maschinen habe ich im Handbuch 2 Baugruppen für Zoll und für mm gesehen. (Spindel, Spindelmutter, Skalenring, ein paar Scheiben) Es wird da beide Varianten geben und ich gehe fest von mm aus.
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Re: Harrison M300 gekauft, Richtig?

Beitrag von Andi75 » Sa 23. Feb 2019, 14:34

Wenn ich das mal richtig gelesen habe ist Harrison von Colchester.
Und bei der Master 2500 zb. gab es tatsächlich ein Schlosskasten für Rechts und Linkshänder.
Habe vor kurzem die Anleitung in der Hand,da unsere Master im Geschäft,an inkontinent Schlosskasten und defekter Handpumpe litt.
Habe kurzer Hand den kompletten Oberschlitten zerlegt gereinigt,Schlosskasten kompletten zerlegt gereinigt und
Ölpumpe und Dichtungen,so wie Wellendichtringe der Zugspindel ern.
Nun geht's wieder und ist Dicht.
Nur bei prüfen der Spindellager,mußte ich feststellen,das da Neue fällig sind.
Weiß Jemand aus dem Stehgreif wer das noch mit ET's unterstützt?
Das vordere Lager ist gestuft und besonders,im Amiforum wurden was von 1200$ gemeint.
Nachstellen ist nicht, das selbst nachstellend via 20 Federn am hinteren Lager.
Aber das kann 8/100 Radialspiel vorne auch nicht ausgleichen.
Aber eigentlich spielt der Preis kaum eine Rolle,für zu Hause würde ich da Bauweh bekommen,im Geschäft wird das sicher genehmigt.Den eine Neue ist ja zu teuer.
:muahaha: :ironie:
Grüße Andi

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Re: Harrison M300 gekauft, Richtig?

Beitrag von Andi75 » Sa 23. Feb 2019, 14:45

Ist offenbar wie bei rechts Hand Colchester,zumindest das Handrad für Längs. :pfeif:
Grüße Andi

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