Drehmaschine Tos sv 18 ra

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Wölfi
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Re: Drehmaschine Tos sv 18 ra

Beitrag von Wölfi » Di 18. Dez 2018, 00:46

Für meine Tarnow sind für die Spindel z.B. 6my angegeben. Das kann etwas variieren. Meine Buchsen sind für die Spindel ca. 120 mm lang mit Innendurchmesser 80 mm. Das einschaben auf diese Länge ist nicht ohne und wer das noch nie gemacht hat, sollte es lieber machen lassen. Nach deinen Messungen liegst du nach Flo bei 5my. Wie Flo schon zu den Schmiernuten geschrieben hat, sollten sie sich annähernd da befinden. Ich schreibe annähernd, denn wenn die Lagerbuchsen keine Fixierung gegen verdrehen haben, würde ich die leicht z.B nach 12 Uhr stellen, da sich beim anziehen der Mutter Nr. 39 sie evtl. leicht mit der Anzugsdrehrichtung verdreht. Die meisten Lagerbuchsen im Spindelbereich die ich gesehen habe, haben oft keine Verdrehsicherung.
Um dir eine Preisvorstellung für neue Lagerbuchsen zu geben, bewegen die sich für beide Buchsen zwischen 300 - 600 €, natürlich nach oben offen. Für die Tos sind die Buchsen kürzer als für die Tarnow, meistens zwischen 80 - 100 mm.

Gruß
Wölfi

Eifel_Schlosser
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Re: Drehmaschine Tos sv 18 ra

Beitrag von Eifel_Schlosser » Di 18. Dez 2018, 17:20

Habe heute noch mit einem Herrn gesprochen, der selbst Einzelteile einer Tos verkauft. Der meinte, das Tos die Lager noch verkauft und meinte das diese, also dir neuen Lager noch eingescharbt werden müssen. Die Spindel muss dafür 100% sein. Wenn das stimmt, müsste ich die Lager neu haben und die Spindel ist mit 5/1000 im Durchmesser hier und da nicht mehr 100% zylindrisch. Puhh das wird wohl teuer.... naja ich werde die Sachen mal bei Tos anfragen und mich überraschen lassen. Es soll wieder vernünftig werden. Bei der Genauigkeit bringt es ja nichts da was zusammen zu basteln.

Gruß ..
Drehmaschinen: Bernardo Profi 550 WQ; TOS sv 18 ra
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gerhard_56
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Re: Drehmaschine Tos sv 18 ra

Beitrag von gerhard_56 » Di 18. Dez 2018, 20:08

Hallo Eifel_Schlosser,
ich kenne Deine Maschine nicht und habe über hydrostatische Lager nur ein wenig gelesen. Dabei kommt mir das Bild in den Sinn, wo eine mehrere hundert kg schwere Granitkugel auf einem Wasserfilm schwebt und spielend leicht mit der Hand gedreht werden kann. Diese Kugel ist garantiert nicht auf ein paar µm genau geschliffen und trotzdem schwebt sie auf dem Wasser wenn ein ausreichend hoher Wasserdruck von unten aufgebaut wird.

Deine Überprüfungen sind nachvollziehbar und logisch, mir fehlt aber eine konkrete Aussage darüber, welchen Öldruck Deine Maschine für die Lager braucht und welchen sie tatsächlich aufbaut. Angenommen der wäre zu gering (falsches Öl, verschlissene Pumpe, Überdruckventil lässt zu früh ab), dann können die hydrostatischen Lager natürlich nicht richtig arbeiten, d.h. sie tragen die zu erwartenden Lasten nicht und die Spindel weicht aus -> Rattermarken beim drehen wobei der Rundlauf mit 0,005 eigentlich super ist, nur im Stand kannst Du die Spindel um 0,03 mm wegdrücken (war die Maschine dabei an oder aus, also Öldruck da oder nicht?). Und wenn da ein Mindestdruck notwendig ist, dann kann ich mir auch gut vorstellen, dass es eine Schutzschaltung gibt, die bei zu geringem Druck den Spindelantrieb abschaltet, weil sonst würden die Lager in kürzester Zeit durch Reibung Metall auf Metall ruiniert. Habe ich das im Video richtig interpretiert, dass die Spindel elektromagnetisch gestartet wird?

An Deiner Stelle würde ich diesen Punkt auf jeden Fall prüfen, denn trotz Deiner eigentlich schlechten Messbedingungen (µm Messung in einer ungeheizte Werkstatt !!) sind Deine Messwerte ja eigentlich nicht so schlecht, das man daraus auf ein wirklich defektes Hydrolager schliessen könnte, das müsste dann eigentlich auch erheblich Öl an den Dichtungen heraus gedrückt haben. Wenn aber an den Dichtungen nichts nennenswertes an Öl raus kam, dann sind die Lager aus meiner Sicht auch noch i.O. und die Ursache muss wo anders liegen, z.B. schwache Ölpumpe oder defektes Überdruckventil.
Viele Grüße, Gerhard

Eifel_Schlosser
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Re: Drehmaschine Tos sv 18 ra

Beitrag von Eifel_Schlosser » Sa 5. Jan 2019, 17:43

Hallo zusammen,
Kleines Update zur Tos sv 18 ra.
Habe einige eurer Ratschläge befolgt.
Gleitlager beide mit einem Spezialwerkzeug demontiert, da diese Konisch eingesetzt sind.
Habe die Pumpe überprüft, demontiert und das Überströmventil neu eingestellt. (Öldruck war viel zu schwach)
Habe noch mal die Spindel und die Lager vermessen und als O.K befunden.
Habe das Öl gewechselt (jetzt ein Mobile Veloctite NO.4) und alle Filter und Siebe gründlich gereinigt.
Nach dem Zusammenbau habe ich anstatt beide Gleitlager nur das an der Futterseite angezogen, da das Spiel nur am vorderen Lager vorhanden war.
Habe Schritt für Schritt die Mutter angezogen und jedes mal nach dem anziehen die Drehmaschine laufen lassen um zu Prüfen ob diese wieder klemmt.
Die Maschine habe ich gleich mal schön Warm laufen lassen und das Radialspiel der Spindel von 1/10mm auf kleiner 1/100mm reduziert. Ich habe darauf einige Drehproben gemacht uns siehe da
alles wunderbar. Fotos habe ich jetzt leider keine, da ich beim Zusammenbau davon ausgegangen bin, das es nicht Funktioniert und ich eh wieder alles demontieren muss.

Danke für die vielen Ratschläge waren doch sehr Hilfreich :thx: :thx:

Gruß der Eifel_schlosser
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gerhard_56
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Re: Drehmaschine Tos sv 18 ra

Beitrag von gerhard_56 » Sa 5. Jan 2019, 19:38

Es freut mich, dass Du die Maschine wieder hinbekommen hast.
Kannst vielleicht sagen, mit welchem Öldruck diese Lager versorgt werden müssen?
Viele Grüße, Gerhard

Eifel_Schlosser
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Re: Drehmaschine Tos sv 18 ra

Beitrag von Eifel_Schlosser » Mo 17. Jun 2019, 18:38

Hallo Gerhard,
Laut Betriebsanleitung 5 Bar 2Liter/min

Gruß
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gerhard_56
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Re: Drehmaschine Tos sv 18 ra

Beitrag von gerhard_56 » Mo 17. Jun 2019, 19:28

Eifel_Schlosser hat geschrieben:
Mo 17. Jun 2019, 18:38
Hallo Gerhard,
Laut Betriebsanleitung 5 Bar 2Liter/min

Gruß
:thx:
Viele Grüße, Gerhard

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