Meine "neue" Präwema LZNK8

mcmace
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Re: Meine "neue" Präwema LZNK8

Beitrag von mcmace » Mi 28. Sep 2016, 20:34

Ich brauche mal dringend eure Hilfe.

Ich hatte die Spindel fertig eingebaut und die Maschine lief auch schon. Es funktioniert also soweit alles am Antrieb.
Das Lagerspiel hatte ich eingestellt, sodass ich wenig axiales Spiel und geringes radiales Spiel (0,01mm) hatte.
Die Spindel ließ sich von Hand mit etwas Kraft drehen. Lief gut aber eben nicht ganz kraftfrei.
Ich hatte die Spindel dann mal bei geringen Umdrehungen etwas laufen lassen und das war ganz ok.
Rundlauf auch voll im Rahmen.
Am nächsten Tag habe ich dann das Getriebe mal durchgeschaltet und bei 2000 und 3000 U/min wurde das Lager vorne schon gut handwarm.
Außerdem kamen leichte metallische Geräusche dazu.

Mir ist dann auch aufgefallen, dass zwischen den beiden Halbscheiben (Pos. 5 auf dem Bild) und dem Flansch der Spindel ein Spalt ist.
Ich glaube mich daran zu erinnern, dass das Lager über diese Halbscheiben eingestellt wird. Das Lager hat einen konischen Innenring und sitzt auf einem Konus der Spindel.
Durch verschieben des Lagers beim Festschrauben wird die Lagerluft eingestellt. Die Halbscheiben bilden dann einen Anschlag auf der anderen Seite. Stimmt das so?
Ich müsste sie dann neu anfertigen (lassen).
IMG_20160925_105440_HDR.jpg
Also habe ich die Spindel erstmal wieder ausgebaut.
IMG_20160928_140650_HDR.jpg
Ich habe dann das Lager im ausgebauten Zustand mal auf die Spindel gebaut und der Spalt ist ca. 1,25mm breit. Die Halbscheiben sind 3,25mm, also müsste ich mit ca. 4,50mm ganz gut hinkommen.

Wie würdet ihr beim Einbau/Einstellen vorgehen?
Die Spindel ist folgendermaßen aufgebaut:
Aufbau Spindel.png
2 - Zylinderollenlager
4 - Dichtungsring
5 - Geteilte Scheibe
7 - Dichtungsring
9 - Nutmutter

Ich habe mir überlegt die Spindel wieder einzubauen, die Lager leicht vorzuspannen und die Maschine laufen zu lassen bis die Lager auf Temperatur kommen.
Dann das Lagerspiel einstellen und zu messen wie dick ich die Halbscheiben fertigen (lassen) muss.

Ich habe auf der Seite von SKF mal gelesen wie diese Lager montiert werden... das ist eine Wissenschaft für sich und weder besitzte ich das Messequipment noch die Erfahrung um es so zu machen.
Habt ihr noch Ratschläge?

Gruß Matthias
Gruß Matthias

mcmace
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Re: Meine "neue" Präwema LZNK8

Beitrag von mcmace » Di 1. Nov 2016, 21:42

Es ist viel passiert mittlerweile. Ich habe auch ein paar Bilder gemacht und werde die nächsten Tage noch etwas dazu schreiben.
Die Maschine steht jetzt jedenfalls in der Garage an ihrem finalen Platz.
IMG-20161101-WA0001.jpg
Sie wartet nur noch auf ein paar Teile, die ich noch fertigen muss und den Anbau des Getriebekastens, sowie Leit- und Zugspindel.
Beim durchsehen der Abdeckungen habe ich endlich das Baujahr gefunden :freu:
IMG_20161101_202149_HDR.jpg
Dort lese ich auch zum ersten mal ein bekanntes Öl, das Shell Tellus 33. Anhand der Bedienungsanleitung habe ich in Tabellen ein 46er Öl heruasgesucht.
Am Wochenende hoffentlich mehr.
Lg Matthias
Gruß Matthias

bierer95
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Re: Meine "neue" Präwema LZNK8

Beitrag von bierer95 » Di 1. Nov 2016, 22:11

Super Bericht.

Wie hast du das Bett nun vom Rost befreit? Sieht ja auf dem letzten Foto wortwörtlich glänzend aus.

Wenn ich das Shell Tellus 33 in Google eingebe, wird mir bei den drei erste Ergebnisse die ich anklicke, jeweils ein Öl mit ISO VG 68 empfohlen.
Aciera F3

mcmace
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mcmace

Beitrag von mcmace » Di 1. Nov 2016, 22:38

Ich habe es so gemacht: viewtopic.php?f=30&t=17343
Wegen dem Öl muss ich dann nochmal schauen. Das 46er ist halt schon da und sollte eigentlich ganz gut passen.
Gruß Matthias

mcmace
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Re: Meine "neue" Präwema LZNK8

Beitrag von mcmace » Sa 5. Nov 2016, 19:11

Wie versprochen, versuche ich mal ein bisschen nachzuholen was bisher passiert ist.

Ende September habe ich angefangen die Schlitten und das Bett zu reinigen.
IMG_20160922_151123_HDR.jpg
Dazu musste ich das ganze auseinanderbauen, was auch bis auf eine extrem festsitzende Handkurbel sehr gut funktioniert hat.
IMG_20160922_160619_HDR.jpg
Mit viel Hitze, passend gemachten Unterlegscheiben und der Einstellmutter, konnte ich sie dann abziehen.
IMG_20160922_162838_HDR.jpg
Auch hier habe ich die Methode mit Zitronensäure angewendet, wie in meinem Post davor verlinkt.
Genau wie beim Planschlitten, hier habe ich auch ein Vorher-Nachher-Bilder.
IMG_20161006_152801_HDR.jpg
IMG_20161006_155525_HDR.jpg
Beim Bett hat es auch recht gut funktioniert. Auf den Bildern sieht man an der linken Seite, wie das Bett eingeflext wurde. Keine Ahnung wer so etwas macht... ist das, damit die Kühlflüssigkeit besser ablaufen konnte... :o ?
IMG_20161007_153814_HDR.jpg
IMG_20161007_162904_HDR.jpg
Und alle gereinigten Teile.
IMG_20161007_180058_HDR.jpg
IMG_20161013_135458_HDR.jpg
Der Zusammenbau gestaltete sich extrem schwierig, da wie an vielen anderen Stellen der Maschine gestümpert wurde. Die Spindelmutter war sowas von krumm zurechtgefräst, dass ich fast aufgegeben hätte. Auch wenn es jetzt gut funktioniert, muss da definitiv eine neue gefertigt werden!
Den Reitstock habe ich auch mal auseinandergenommen, aber gereinigt ist er noch nicht.
IMG_20161012_124509_HDR.jpg
IMG_20161012_132315_HDR.jpg
Als nächstes ist der Nortonkasten dran.
IMG_20161030_222452_HDR.jpg
Die Gewindetabelle der Maschine ist extrem rampuniert, zum Glück habe ich dafür Ersatz.
IMG_20161102_152709_HDR_1478096851201.jpg
Beim Nortonkasten muss ich ein Bronzegleitlager erneuern und die dazugehörige Wellenlagerfläche abtragen und mit einer Hülse auf das usprüngliche Maß bringen.
Danach sollte die Maschine wieder komplettiert werden können.
Gruß Matthias

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Re: Meine "neue" Präwema LZNK8

Beitrag von FP91 » Sa 5. Nov 2016, 20:44

Heyho!

Weißt du schon, wie du das mit Hülse machst? Habe gleiches vor. Witzigerweise an einer LZNK7. Eigtl. müsste die doch gehärtet werden?

LG Flo

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Re: Meine "neue" Präwema LZNK8

Beitrag von mcmace » Sa 5. Nov 2016, 20:55

Also normalerweise härtet und schleift man die Wellen, ja.
Ich denke jedoch, dass alles besser ist, als der jetzige Zustand ;-)
Gruß Matthias

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Re: Meine "neue" Präwema LZNK8

Beitrag von mcmace » So 6. Nov 2016, 22:43

Vorgehen wollte ich in etwa so:

-Loch in 42CrMo4 Stück drehen
-Welle soweit abdrehen, dass Hülse am Ende 5/10 Stärke hat
-42CrMo4 Stück erwärmen, aufpressen und auf Wunschmaß abdrehen

Ich hatte dazu schonmal verschiedentlich Forenbeiträge gelesen und denke, dass das so ohne viel Aufwand möglich sein sollte.
Falls jemand noch besser Möglichkeiten kennt, dann geren her damit.
Gruß Matthias

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Re: Meine "neue" Präwema LZNK8

Beitrag von FP91 » So 6. Nov 2016, 22:55

Gibts nicht so fertige Aufschrmpfhülsen für Wellen? Die müsste schon gehärtet sein. Meine von den Lagerherstellern.

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Beitrag von mcmace » So 6. Nov 2016, 23:46

Ja, habe ich auch gesehen. Die sind aber vor allem für Dichtlippen vorgesehen und eher kurz.
Gruß Matthias

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