Meine Weiler LZD 220

AndiWM
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Re: Meine Weiler LZD 220

Beitrag von AndiWM » Mi 10. Dez 2014, 20:50

Nach langer Zeit melde ich mich heute auch mal wieder zu Worte!
Leider war in den letzten Wochen nicht genügend Zeit und Lust vorhanden mal ein paar Fortschritte vorzustellen.
Da aber zum Glück einiges voran gegangen ist möchte ich euch natürlich die entstandenen Bilder, Teile und sonstiges
nicht vorenthalten.

Als erstes kommen ein Paar Bilder von einer ungeplanten Reparatur... denn mir ist dummerweise ein Stück
aus dem Keilriemenrad (welches unten auf der Antriebsspindel zwischen Motor und Hauptspindel sitzt) ausgebrochen.
Das Teil musste also neu angefertigt werden! :andiearbeit:

Im Anschluss kommen dann die Bilder vom Lack. Ich habe die Maschine jetzt Lackieren lassen, da mir die Zeit
und die Möglichkeiten fehlen. Hinzu kommt dass die Halle in der die Maschine steht nicht beheizt ist und momentan
knapp über der Aussentemperatur liegt.
Dateianhänge
DSC_1241.JPG
Passt als wäre es dafür gemacht worden ;)
DSC_1238.JPG
DSC_1143.JPG
Und so sieht das ganze dann fertig aus
DSC_1135.JPG
So weit so gut! Nun muss ich das Teil nur noch aucf Länge bringen und die Passfedernut drahten lassen
DSC_1134.JPG
Zum auffangen nehme ich immer ein stückchen Rundmaterial, aber auch dabei muss man natürlich vorsichtig vorgehen!!!
DSC_1133.JPG
Dann wird das Teil noch entgratet und abgestochen
DSC_1132.JPG
...und dann gerieben... Ich hatte keine Lust die Bohrung auszudrehen da ich die Reibahle gerade passend da hatte.
DSC_1131.JPG
...angefast...
DSC_1129.JPG
...dann aufgebohrt...
DSC_1128.JPG
Jetzt wird die Passbohrung vorgebohrt...
DSC_1127.JPG
Das Profil habe ich dann bei 250U/min mit reichlich Kühlung eingestochen. Man hat schon gemerkt dass dabei recht große Schnittkräfte auftreten.
DSC_1123.JPG
Profildrehmeissel ausrichten. Als Schleiflehre dafür hat mir das alte Riemenrad gedient
DSC_1122.JPG
Das Profil Steche ich dann erst einmal mit einem Einstecher vor um später mit dem Profildrehmeissel nicht mehr so große Kräfte aufbringen zu müssen
DSC_1121.JPG
Absatz drehen und Zentrierung anbringen. Diese wird Später beim Stechdrehen und Profildrehen zum abstützen des Werkstückes benötigt, da die Einspanntiefe für die auftretenden Kräfte zu gering ist.
DSC_1120.JPG
Dann den Aussen Ø gedreht und die Sägekante geplant
DSC_1119.JPG
Erst einmal kurz zum Test überdreht.
DSC_1118.JPG
Aus einem Stück Schrott (Irgendein Guss aber keine Ahnung welcher genau!?) wird das Riemenrad entstehen
DSC_1093.JPG
Dann habe ich mir eine kleine Hilfsskizze angefertigt
DSC_1092.JPG
Zuerst muss das Riemenrad von der Welle
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AndiWM
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Re: Meine Weiler LZD 220

Beitrag von AndiWM » Mi 10. Dez 2014, 21:02

Und nun kommen die Bilder vom Lack. Einige sind wieder mitten in der Nacht ohne Tageslicht entstanden.
Als Decklack habe ich einen 2K EP Lack von Mipa genommen natürlich in Resedagrün (RAL6011).
Ich freue mich schon darauf die Teile demnächst zu montieren und das Maschinchen in absehbarer Zeit mal wieder in einem Stück zu sehen!!!
Die letzten Kleinteile werde ich dann mit der Dose Lackieren.

Schöne Grüße!

Andi
DSC_1253.JPG
Die vorbereiteten Teile
DSC_1254.JPG
Das geschweißte, gespachtelte, grundierte und geschliffene Untergestell
DSC_1255.JPG
DSC_1306.JPG
Die fertigen Einzelteile
DSC_1307.JPG
Das "Brandneue" Untergestell :D
DSC_1308.JPG
DSC_1309.JPG
Und zu guter letzt die Maschine
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Re: Meine Weiler LZD 220

Beitrag von eXact Modellbau » Mi 10. Dez 2014, 21:38

Hallo Andi

Von hier sieht es gut aus! :2up:
Gruß
Larry

Nehmen und geben! Es ist nicht der Sinn eines Forums, Informationen per PN auszutauschen!

www.die-minilok.de

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Re: Meine Weiler LZD 220

Beitrag von AndiWM » Do 11. Dez 2014, 09:10

eXact Modellbau hat geschrieben:Hallo Andi

Von hier sieht es gut aus! :2up:
Danke Larry!
Von nahem sieht es auch ganz gut aus :D
Ich bin sehr zufrieden mit der Arbeit

Gruß
Andi
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Re: Meine Weiler LZD 220

Beitrag von AndiWM » Do 8. Jan 2015, 17:51

Hallöchen liebe Forengemeinde!
Ich kam in meinem Urlaub endlich mal wieder dazu weiter an meiner Maschine zu Basteln.
Ich habe dem Motor einen Satz neue Lager verpasst und einige Baugruppen wieder zusammengesetzt.
Das entfernen des Kreppbandes hat mich schon einige Stunden gekostet. Das abkleben vorm Lackieren war es aber Wert.
Ich habe die Maschine und den Motor mal Probehalber auf einem Brett montiert um den Motor testen zu können.
Der Riemen den ich zur Verfügung hatte hat leider nicht die richtige Länge um den Motor gleich an der Maschine zu befestigen.
Insgesamt funktioniert alles schon ganz gut und ich konnte sogar mal ein kleines Probespänchen abnehmen :2up:
Leider ist es in der Werkstatt momentan zu kalt um das Spindelspiel korrekt einzustellen zu können. Aber vorerst gebe ich mich damit zufrieden (Axial ca 0,03mm, soll aber zwischen 0,008-0,012 liegen)
Unter der Bettbahn müssen noch einige Lackreste entfernt werden die noch den Lauf des Bettschlittens beeinträchtigen.
Die restlichen Anbauteile kommen an die Maschine wenn sie auf dem Sockel steht.

Zum Schluss noch einige Bilder.

Gruß
Andi
Dateianhänge
DSC_1443.JPG
Sieht schonwieder fast aus wie eine Drehmaschine :D:D:D
DSC_1441.JPG
DSC_1440.JPG
Und der Reitstock auch
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Der Bettschlitten darf mal Probesitzen
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Bettschlitten mit Plan- und Oberschlitten, die Schrauben für die Keilleiste am Oberschlitten muss ich noch erneuern
DSC_1436.JPG
DSC_1431.JPG
Für erste Versuche musste das Brett hinhalten
DSC_1430.JPG
Mal mit meinem selbst gedrehten Futterflansch und dem 125er Futter
DSC_1425.JPG
Zu Versuchszwecken habe ich noch keine PE Leiter angeschlossen. BITTE NICHT NACHMACHEN!
DSC_1424.JPG
Der alte Motor diente als Vorlage
DSC_1423.JPG
Nun muss die Verkabelung noch gemacht werden
DSC_1409.JPG
So soll das ganze Später dann mal aussehen. Natürlich mit passendem Riemen
DSC_1404.JPG
Der fertige Motor
DSC_1401.JPG
Da ist der Rotor noch Falsch herum eingebaut >.<
DSC_1396.JPG
Anschließend habe ich ihn wieder zusammengebaut
DSC_1400.JPG
DSC_1397.JPG
Als erstes hat der Rotor zwei neue gekapselte Lager bekommen
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Re: Meine Weiler LZD 220

Beitrag von bxschrauber » Fr 9. Jan 2015, 10:29

Hallo Andi, sehr schöne Arbeit mit viel Mühe. Ich denke, die haben die sich beim Hersteller nicht gemacht. Gelegentlich könntest du mal die Angaben zu Zahnriemen und ~scheibe mitteilen.
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Re: Meine Weiler LZD 220

Beitrag von mercruiser » Fr 9. Jan 2015, 10:48

Mit einem Wort Beeindruckend :super:

Uwe

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Re: Meine Weiler LZD 220

Beitrag von AndiWM » Fr 9. Jan 2015, 11:00

Hi bxschrauber!

Also ertsmal vielen Dank!
Ja zum Zahnriementrieb hab ich tatsächlich noch nicht viel gesagt!?
Also Der Riemen hat ein AT10 Profil und ist 25mm breit.
Die Länge ergibt sich dann durch die verwendeten Riemenscheiben und den Achsabstand.
Bei Mädler gibt es dazu ein ganz einfaches Tool zum ausrechnen.
Auf meinem Motor sitzt ein Riemanrad mit Z26 und auf der Zwischenwelle eins mit Z22.
Der Achsabstand lag glaube ich bei ca. 184mm. Ich habe mir jetzt auf jedenfall einen Riemen in 610mm länge bestellt.
Spannen werde ich dann mit Keil oder Gewindestangen. Eventuell reichen auch ein Paar Passscheiben aus.
Ich werde euch natürlich weiter auf dem laufenden halten.

Mal eine ganz andere Frage... Mit welchem Fett Schmierst du an der Hauptspindel und den anderen Stellen wo Fett angegeben ist?

Gruß
Andi!
Zuletzt geändert von AndiWM am Fr 9. Jan 2015, 11:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Meine Weiler LZD 220

Beitrag von AndiWM » Fr 9. Jan 2015, 11:01

PS: Kann es sein dass hier die Zeit noch nicht umgestellt wurde!? bei mir ist es jetzt 11:01 :D
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Re: Meine Weiler LZD 220

Beitrag von bxschrauber » Fr 9. Jan 2015, 11:54

Hallo Andi,
auch auf die Gefahr, dass ich hier einen Sturm-Thread lostrete: ich nehme ganz normales Multifunktionsfett.
Das Problem ist nicht das Nehmen, sondern das Reinkriegen. Ich habe mir so ein feines Nadelmundstück gekauft, das in die Flachschmiernippel reinpasst. Aber das Würmchen, das aus dem Mundstück herauskommt, ist in etwa so dick wie eine Nähnadel und das reicht m.E. nicht, um die Lager ausreichend zu schmieren, zumal man i.d.R. keine Möglichkeit hat, zu sehen, wieviel Fett man reindrückt. Der Versuch, die Bohrung im Mundstück aufzubohren, ist gescheitert. Ich weiß nicht, was das für ein Material ist, der Bohrer ist sofort stumpf.
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