Meine Weiler LZD 220

AndiWM
Beiträge: 153
Registriert: Sa 28. Jun 2014, 10:10
Wohnort: Berlin

Re: Meine Weiler LZD 220

Beitrag von AndiWM » So 7. Sep 2014, 20:37

Wieder ist ein Wochenende vorbei und ich hab ein bisschen was geschafft..

Die Lackierarbeiten sind echt Nervtötend... besonders wenn man nicht wirklich Ahnung davon hat :nixweiss:
Am Freitag hab ich mich dann mal an der Grundierung probiert.
Ich wollte erst den Spindelstock und die linke Seite von Bett Innen Streichen, damit ich den Spindelstock wieder montieren kann
und danach wieder die riesen Lücken zuspachteln kann um im Anschluss die Maschine komplett zu Spachteln/ Grundieren.
Also hab ich mir 150ml Farbe in einem Mischbecher angemischt um nicht zu wenig zu haben ;D Mischverhältnis war 2:1
Die Farbe der Grundierung gefällt mir super für Innen und ließ sich auch schön Satt mit dem Pinsel auftragen.

Als ich mit den Innenflächen fertig war hatte ich noch so viel Farbe übrig dass ich gleich den Reitstock, den Bettschlitten, den Deckel innen
und auch das Maschinengestell auf der Oberseite noch angepinselt hab (Der Tisch kam zuletzt um die restliche Farbe nicht wegkippen zu müssen)
Zum Lackieren der großen Flächen wollt eich eig. eine Rolle nehmen die ich auch schon da habe nur noch nicht benutzen wollte.

Naja auf jeden Fall sind die glatten Flächen mit dem Pinsel echt nicht so schön geworden wie ich dachte.
Der Lack hat sich nicht so verteilt, wie ich gehofft hatte.
Geschliffen werden muss die Grundierung danach ja eh nochmal aber ich bin jetzt nicht mehr sicher ob ich den Decklack in Resedagrün später überhaupt mit der Rolle streichen kann.
Ich möchte Später schon eine schöne Oberfläche haben... so wie die Grundierung aussieht geht garnicht!!! Dafür steckt jetzt schon zu viel Arbeit drinnen.

Ich hoffe ihr habt vielleicht ein paar Tipps! Nächstes Wochenende werde ich mal ein Stückchen mit der Rolle Lackieren um mal zu sehen wie es dann aussieht.

Die Spindel ist jetzt auch wieder eingebaut mit neuen Lagern und Riemen.
Ansonsten hab ich noch ein bisschen Kleinkram gemacht dass seht ihr dann auf den Bildern :D

Schönen Abend noch!

Gruß
Andi
Dateianhänge
DSC_0951.JPG
DSC_0949.JPG
Die Schrauben(M8 Klasse 8.8) habe ich dann mit einem Drehmoment von 20 Nm über Kreuz angezogen
DSC_0948.JPG
Um die vier Schrauben ordentlich festzuziehen habe ich mir schnell einen Langen Innensechskantschlüssel gebaut.
DSC_0946.JPG
Jetzt darf der Spindelstock mal wieder Probesitzen! Ich habe alle Lackreste und sonstige Verunreinigungen zwischen beiden Teilen gründlich entfernt.
Der Spindelstock wird meiner Meinung nach ja einfach nur über das Prisma im Bett ausgerichtet, eine andere Möglichkeit sehe ich zumindest nicht!?!?
DSC_0945.JPG
Nun sind die Teile alle Größtenteils wieder verbaut!
Das Spindelspiel (axial) stelle ich später ein wenn die Maschine mal Betriebsbereit ist.
Das Linke Lager erwärme ich vorher auch wieder auf der Herdplatte.
DSC_0944.JPG
So langsam wird wieder eine Einheit daraus!
DSC_0943.JPG
Die ganzen anderen Teile habe ich dann erst auf der Presse montiert. Man muss darauf achten dass die Passfeder genau zur Passfedernut im Zahnrad steht um diese nicht zu zerdrücken!
Die Schnittdarstellung in der Anleitung hat mir übrigens auch gut weiter geholfen
DSC_0942.JPG
Als erstes habe ich die Aussenringe der Kegelrollenlager in das Gehäuse eingesetzt.
Danach kam die untere Exzenterwelle mit dem Vorgelege Zahnrad dran.
Die Riemen sollte man nicht vergessen :D
DSC_0938.JPG
Dann erstmal die ganzen Teile zusammengesucht die alle benötigt werden
DSC_0937.JPG
Nun geht es an die Montage der Spindel.
Das Lager habe ich auf der Herdplatte erwärmt um mir unnötiges Einpressen zu ersparen. Hat super geklappt
DSC_0926.JPG
Auch hier verläuft die Farbe nicht wirklich
DSC_0925.JPG
Wohin mit dem Rest Farbe!?!?! Naja rauf auf den Tisch geschliffen werden muss ja eh dachte ich mir!
DSC_0923.JPG
Da sieht man schön wie unschön es geworden ist...
DSC_0922.JPG
Erstmal alles grob übergepinselt?!?!
DSC_0921.JPG
Dann ging es später auch mit den Lackiervorbereitungen los
DSC_0920.JPG
und die Länge der Schraube
DSC_0919.JPG
Den Kopfdurchmesser habe ich etwas verringert...
DSC_0918.JPG
Bevor ich die Spindel wieder einbauen kann hab ich mir noch eine Schraube als Verdrehsicherung für die Spannzangen angepasst. Von der alten Schraube war nur noch der Kopf da!?!?!
Weiler LZD 220 , EmcoMAT 17 D

Benutzeravatar
eXact Modellbau
Beiträge: 7157
Registriert: Mi 17. Aug 2011, 08:04
Wohnort: Bad Doberan (Mecklenburg)
Kontaktdaten:
Germany

Re: Meine Weiler LZD 220

Beitrag von eXact Modellbau » So 7. Sep 2014, 21:28

Die Farbe war zu dickflüssig und der Pinsel war zu hart. Da kannst Du nur noch Spritzspachtel drüber spritzen und viel schleifen.
Gruß
Larry

Nehmen und geben! Es ist nicht der Sinn eines Forums, Informationen per PN auszutauschen!

www.die-minilok.de

AndiWM
Beiträge: 153
Registriert: Sa 28. Jun 2014, 10:10
Wohnort: Berlin

Re: Meine Weiler LZD 220

Beitrag von AndiWM » Mo 8. Sep 2014, 08:30

eXact Modellbau hat geschrieben:Die Farbe war zu dickflüssig und der Pinsel war zu hart. Da kannst Du nur noch Spritzspachtel drüber spritzen und viel schleifen.
Hi Larry!

Meinst du ich kann den Lack einfach mit dem geeigneten Verdünner verdünnen?
Mit Spritzspachtel komm ich dann bestimmt auch nicht weiter.. denn Schleifen muss ich ja eh. Und vond er Deckkraft her ist die Grundierung schon ganz gut.

Danke schonmal im vorraus!

Gruß
Andi
Weiler LZD 220 , EmcoMAT 17 D

casi
Beiträge: 561
Registriert: So 25. Nov 2012, 17:31
Wohnort: bei Stuttgart
Germany

Re: Meine Weiler LZD 220

Beitrag von casi » Mo 8. Sep 2014, 08:55

Ich bin zwar nicht Larry,
aber - ja - dafür ist der Verdünner schließlich da.
Ein Lack wird immer für die Verarbeitung eingestellt. Da gibt es spezielle Trichter mit denen man die Viskosität über die Fliessgeschwindigkeit prüft.
Einfacher - mal das Datenblatt zum Lack durchschauen, da müsste sich was zum Mischungsverhältnis entsprechend der Verarbeitungsweise finden.
Und - wie Larry schon schrieb - evtl. einen weicheren Pinsel verwenden.
Gruß
Carsten

Jonathan9192
Moderator
Moderator
Beiträge: 504
Registriert: Di 3. Apr 2012, 22:13
Wohnort: 17489 Greifswald
Kontaktdaten:
Germany

Re: Meine Weiler LZD 220

Beitrag von Jonathan9192 » Mo 8. Sep 2014, 13:57

Hallo Andi,

bei den Mipa-Lacken und der Grundierung habe ich mit 5-7% Verdünnung mit Pinsel und Rolle gute Erfahrungen gemacht.
Kann man auch noch anpassen wenn nach ner guten Stunde der Lack dickflüssiger wird...

Viele Grüße,
Jonathan
Rettet die Hobler!
Wie man Millionär wird: Beginne als Milliardär und mache die Restauration von Maschinen zu deinem Hobby.
Plosions are bad, dosnt matter if they are Ex or Im, plosions are bad.

brennmeisterxl
Beiträge: 11
Registriert: Mi 16. Jul 2014, 21:55

Re: Meine Weiler LZD 220

Beitrag von brennmeisterxl » Di 9. Sep 2014, 21:03

Andi, wie ich Dir schon ge-emailt habe - ich habe die GANZE Maschine mit der Schaumstoffrolle gemacht, da kommste mit 'Gemansche' (Schaumstoff ist flexibel) auch in jede Ecke rein; die Rolle macht super Oberflaeche und wenn Du zu viel Farbe aufgetragen hast, kannste mit ner zweiten, leere(ren) Rolle wieder abnehmen; Spritzen ist m.E. nicht noetig und Geldverschwendung, auch wg. der noetigen Vorarbeit; mind my words :-) - und viel Erfolg

Benutzeravatar
eXact Modellbau
Beiträge: 7157
Registriert: Mi 17. Aug 2011, 08:04
Wohnort: Bad Doberan (Mecklenburg)
Kontaktdaten:
Germany

Re: Meine Weiler LZD 220

Beitrag von eXact Modellbau » Di 9. Sep 2014, 21:23

Ja, sehe ich auch so. Spritzen ist natürlich die Oberklasse. Aber mit guter Farbe und guten Pinseln bekommt man das schon sehr gut hin.

[ externes Bild ]
Gruß
Larry

Nehmen und geben! Es ist nicht der Sinn eines Forums, Informationen per PN auszutauschen!

www.die-minilok.de

AndiWM
Beiträge: 153
Registriert: Sa 28. Jun 2014, 10:10
Wohnort: Berlin

Re: Meine Weiler LZD 220

Beitrag von AndiWM » So 14. Sep 2014, 21:25

Hallo liebe Berufs- und Hobbyzerspaner und natürlich auch alle anderen!

Ich habe wieder ein Paar Fortschritte an meiner Maschine gemacht die ich euch natürlich Präsentieren möchte :D
Ich habe mir aufgrund eurer Tipps noch die passende Mipa EP Verdünnung gekauft und mit beigemischt.
Die erste Schicht habe ich mit einer Baumarkt Rolle (angeblich extrem Strapazierfähig und für 2K EP Lacke geeignet) gerollt.
Zum Ende hin hat sich die Rolle dann in Ihre Einzelteile aufgelöst und die eine Flache der einen Säule sah aus wie ein gerupftes Huhn :scheisse:

Naja gut geschliffen werden musste eh also war das nicht ganz so Wild.
Ansonsten sah der Lack schon deutlich besser aus als nach meinem Pinselversuch. Kleine Bläschen hat er trotzdem noch geworfen.
Am nächsten Tag habe ich dann alles geschliffen und nochmal mit einer Schaumstoffrolle (welche wiederum auch nicht Überlebt hat) übergerollt.
Das Ergebnis gefiel mir schon deutlich besser aber macht mich immer noch nicht 100% glücklich. Eine leiche Orangenhaut lässt sich wohl nicht vermeiden beim Grundieren mit der Rolle? Ich hab zumindest keine Ahnung davon... also wenns jemand richtig kann darf er mir gerne erzählen wie es richtig gemacht wird :D
Ich bin für jede Hilfe dankbar!

Hier nochmal an Larry:
Das Teil was du da Lackiert hast sieht :super: aus!
Was für Lacke, Mischverhältnisse und Rollen/Pinsel hast du da benutzt? Und wie hast du vorgearbeitet? Ich würde meine Maschine gerne auch so zum Glänzen bekommen!
Vielleicht ein bisschen matter aber das weiß ich noch nicht genau.

PS: Die Farbe soll Kieselgrau darstellen!?!?! Keine Ahnung wer sich da die Namen für hat einfallen lassen aber Graue Kiesel sehen anders aus^^
Der Farbton gefällt mir aber trotzdem :D

Schönen Sonntag Abend noch!

Gruß
Andi
Dateianhänge
DSC_0997.JPG
Die Oberfläche sieht auf jeden Fall besser aus als mit der anderen Rolle aber trotzdem gefällts mir noch nicht
DSC_0996.JPG
Eig. wollt ich nur die beiden Deckel mal mit der Schaumstoffrolle testen... naja den Restlack habe ich dann auf dem Gestell verteilt
DSC_0990.JPG
Nach dem Schleifen
DSC_0985.JPG
Hier nochmal bei Tageslicht
DSC_0984.JPG
Für unten hatte die Farbe nicht mehr gereicht :D
DSC_0983.JPG
Bei Tageslicht siehts schon ganz gut aus
DSC_0982.JPG
Die Oberfläche überzeugt mich noch nicht
DSC_0979.JPG
Mitten in der Nacht bin ich damit dann fertig gewesen
DSC_0975.JPG
DSC_0974.JPG
Das Sortiment zum Lackieren, Entfetten und Reinigen
DSC_0973.JPG
Zum Rollen habe ich sie dann auf einen Hund gestellt
DSC_0971.JPG
Oben habe ich alles schön Glatt geschliffen. Das ging trotz des Pinselstrichs ganz gut
Weiler LZD 220 , EmcoMAT 17 D

mercruiser
Moderator
Moderator
Beiträge: 3132
Registriert: Mo 5. Dez 2011, 19:20
Wohnort: NRW
Germany

Re: Meine Weiler LZD 220

Beitrag von mercruiser » So 14. Sep 2014, 22:09

Die Oberfläche sieht genauso aus, wie sie eine Schaumstoffrolle hinterlässt.

Nimm mal eine feine (teure aus dem Malergeschäft) Kurzhaar Lammfellrolle und ggf. den Lack noch ein wenig dünner,
dass wird fast wie lackiert mit der Lackierpistole !

Uwe :hi:

Benutzeravatar
DerRestaurator
Beiträge: 2745
Registriert: Sa 16. Mär 2013, 23:41
Wohnort: LK Lüneburg, Grenze zum LK Uelzen
Germany

Re: Meine Weiler LZD 220

Beitrag von DerRestaurator » So 14. Sep 2014, 22:18

Die kleinen Bläschen bekommt man weg, indem man den Lack etwas anziehen lässt und dann mit der 'leergestrichenen' Rolle nahezu ohne Druck noch einmal die pusteligen Stellen nacharbeitet.


:hi: Philipp, dessen Traktor nur gerollt und in den Ecken getupft ist
Das Gefährlichste ist das Leben als solches - und immer mit Todesfolge!

Antworten