Meine Weiler LZD 220

AndiWM
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Re: Meine Weiler LZD 220

Beitrag von AndiWM » Do 21. Aug 2014, 11:59

AndiWM hat geschrieben:Ich nehme an, die Bohrungen sind für das Backenfutter ?
Hi Horschl

Richtig angenommen!
Das sind die Bohrungen womit das Futter nachher am Flansch befestigt wird.
Ich musste meine nicht ausmessen sondern hab eine Tabelle dabei gehabt in der der Lochkreis Ø stand.

Hätte ich diese nicht gehabt hätte ich wohl die Bohrungsabstände gemessen und wäre über die Winkelfunktion ran gegangen.
Oder ich hätte mir zwei kleine teile gedreht, einmal eine M8 schraube mit zentrierung die in eine Gewindebohrung kommt)
und dann noch ein Stück Rundmaterial auch mit Zentrierbohrung welches dann im Futter eingespannt werden kann.
Dann könnte man mit einem Zirkel den Abstand vom Futerzenter zur Bohrungsmitte abnehmen.
Das ganze würde ich bei einem Flansch machen bei dem die Bohrungen um 120° versetzt sind (also drei Stück)

Bei vier Bohrungen (90° versetzt) kann man einfach den Bohrungsabstand über 180° halbieren.
Am einfachsten geht das mit einem digitalen Messschieber, damisst man einfach einen Bohrungs Ø,
nullt dann den Messschieber und misst dann mit den Innenmessschneiden den Abstand.
Das sollte dann dein Lochkreis Ø sein.
Mit einem Analogen Messschieber geht das natürlich auch da musst du dann halt von dem gemessenen Wert
einen Bohrungs Ø abziehen.

Bei mir hat die Tabelle auf jeden Fall gestimmt :D
Ist ein Ø125mm Futter der Lochkreis Ø ist 108mm also bin ich von der mitte 54mm nach aussen gefahren ( in X oder Y ist ja egal)
Dateianhänge
DSC_0826[1].JPG
Der AussenØ wird noch angepasst oder ich lasse ihn so mal sehen !?
DSC_0825[1].JPG
Passt, als wäre er direkt dafür hergestellt worden! ... Moment mal das wurde er ja auch :D
DSC_0827.JPG
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Hoschl
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Re: Meine Weiler LZD 220

Beitrag von Hoschl » Do 21. Aug 2014, 12:37

Danke für die Erklärung :-)

Ich werde demnächst auch eine Adapterplatte machen müssen. Daher hat es mich so interessiert. Nur das ich keine Fräsmaschine habe und das dann anreißen muß.

Gruß
Achim

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Re: Meine Weiler LZD 220

Beitrag von AndiWM » Do 21. Aug 2014, 12:52

Wenn man sich mühe gibt und sauber arbeitet sollte das auch kein Problem sein die Bohrungen anzureißen.
Das geht mit einem Anreißzirkel auch ganz gut.
Man muss einfach mehrfach messen und überprüfen bevor man bohrt :D

Viel Erfolg dabei!

Gruß
Andi
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Re: Meine Weiler LZD 220

Beitrag von DDB » Do 21. Aug 2014, 13:30

Hoschl hat geschrieben:Ich werde demnächst auch eine Adapterplatte machen müssen. Daher hat es mich so interessiert. Nur das ich keine Fräsmaschine habe und das dann anreißen muß.
Max (Spansau) hat eine sehr schöne Excel-Tabelle mit der Du über verschiedene Messfunktionen den Lochkreis ermitteln kannst.
Hoschl hat geschrieben:Ich werde demnächst auch eine Adapterplatte machen müssen. Daher hat es mich so interessiert. Nur das ich keine Fräsmaschine habe und das dann anreißen muß.
Rundtisch ist sicher ideal, aber zum Anreißen kannst Du ggf. die Drehbank selbst bemühen. Platte irgendwie auf/in das Futter; möglichst zentriert, sofern es nicht schon eine Bohrung gibt. Die drei Backen geben stellen eine schöne 120°-Teilung dar. Stift / Reißnadel statt Meißel einspannen.

Frank

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Hoschl
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Re: Meine Weiler LZD 220

Beitrag von Hoschl » Do 21. Aug 2014, 20:34

Danke Frank, werde ich mir merken ! So, genug :offtopic:

Vielen Dank, das ich Deinen Thread nutzen durfte :thx:

Gruß
Achim

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Re: Meine Weiler LZD 220

Beitrag von AndiWM » Di 2. Sep 2014, 19:52

So liebe Forumsgemeinde!

Heute habe ich für einen Freund noch einen Futterflansch gedreht und ein Zahnriemenrad für meinen Antrieb ausgedreht.
Die Passfedernut im Zahnriemenrad lasse ich mir von einem bekannten Drahten.

Mit meiner Maschine geht es langsam vorwärts... viel Spachteln und Schleifen :wall:
Ich hoffe ich kann sie diesen Monat noch lackieren.

Wenn es mal weiter geht kommen natürlich wieder neue Fotos 8-)


Gruß
Andi
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Meine Spindel musste mal wieder als Lehrdorn hinhalten
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Die Antriebswelle die später zwischen Motor und Spindel sitzt hat schon ein Paar neue Lager bekommen und passt Saugend in das Zahnriemenrad
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Fertig ausgedreht
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Als erstes habe ich die Weichen Backen für den Ø52mm ausgedreht und das Rad aufgebohrt, den Rest habe ich dann Ausgedreht, da die Welle schon um 0,1mm eingelaufen ist und nich mehr Ø22,00mm hat sondern nur noch Ø19,90mm
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Re: Meine Weiler LZD 220

Beitrag von brennmeisterxl » Di 2. Sep 2014, 20:56

hurrah
mein Flansch schaut klasse aus
ein dickes :22: an den Andi !!!

stefang
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Re: Meine Weiler LZD 220

Beitrag von stefang » Di 2. Sep 2014, 21:00

Die Passfedernut im Zahnriemenrad lasse ich mir von einem bekannten Drahten
Dekadent geht die Welt zugrunde ;-)

Saubere Arbeit! Ich schau hier immer gerne rein, schöne Fotos und tolle Ausführung.

gruß
Stefan

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Re: Meine Weiler LZD 220

Beitrag von AndiWM » Di 2. Sep 2014, 21:18

stefang hat geschrieben:Dekadent geht die Welt zugrunde
Ich weiss :D... ein bisschen übertrieben vielleicht, aber Möglichkeiten zum Stoßen hab ich nich so richtig,
auch wenn ich es gerne mal machen würde.
Und um mir einen Stoßkopf oder sowas in der Art selber zu bauen fehlt mir momentan leider die Zeit.

Wenn jemand noch andere Vorschläge zum herstellen einer Passfeder hat (ausser Feilen) hör ich mir die gerne an :D
Hab mich noch nicht weiter dazu belesen da es ja eh gedrahtet wird^^

Danke nochmal und einen schönen Abend noch!

Andi
Weiler LZD 220 , EmcoMAT 17 D

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Re: Meine Weiler LZD 220

Beitrag von Azubi » Di 2. Sep 2014, 22:52

Hi Andi,

Gratuliere wirklich super Arbeit :2up:
ich mache gerade dasselbe durch wie Du, nur mit einer Gema LZ160.
Die Lackierarbeiten habe ich zum Glück größten Teils abgeschlossen, für das schleifen hatte ich nicht so lange Geduld.
Der Untergrund war bei mir tlw. leicht angerostet, darum habe ich alles gestrahlt.
Ich habe auch lange nach einem vernünftigen Lack gesucht, habe dann einen EP-Lack verwendet.
Die Grundierung ist super, da kannste richtig auftragen fast wie Spritzspachtel.
In der Lackierkabine bei meinem Kumpel lackiert, aber nur mit 60°C getrocknet dass er nicht ganz aushärtet und abplatzt wenn etwas drauffällt.
Habe auch ein Beitrag erstellt, kannst ja mal reinschauen ob Dir der Lack gefällt, ist nicht jedermanns Sache.
Bei Industrie-Drehmaschinen-Gema LZ160 Erfahrung, neu aufbauen

wünsche Dir auch weiterhin viel Erfolg, werde es natürlich weiter verfolgen.
Gruß Roland
:andiearbeit:
Dateianhänge
IMAG2115 Lack.jpg
Lack EPODUR OPACO-LS172 von Lechler
IMAG2092 Grundierung.jpg
CV-Grundfüller EP 801-703 von Glasurit

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