WMW-Eisenschweindrehmaschine - Prüfung & Aufarbeitung

42crmo
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Re: WMW-Eisenschweindrehmaschine - Prüfung & Aufarbeitung

Beitrag von 42crmo » Mo 14. Apr 2014, 06:23

Zum fliegend Drehen brauchst du dein Futter nicht ausschleifen.
Ebenso wenig für eine verlorene Spitze.


Als Richtwert für die fliegende Aufspannung gilt 3xD.Bei weichem Alu sollte auch 4xD noch gehen.Das wäre bei einer 50er Aluwelle somit 200mm Messweg.

Die gesamte Bettlänge hinsichtlich Verschleiss Prüfen(nicht Messen) wäre schon sinnvoll.

Nach Din 8605? wird über die Länge von 300mm? mittels Prüfdorn in der Spindel und Messuhr
gemessen.Die exakten Werte habe ich nicht im Kopf,müsste ich Nachlesen.

Jedenfalls muss zuerst der Spindelstock eingestellt werden bevor du dich an den Reitstock begibst.

Die 5/100mm Radialspiel an der Spindel sind etwas viel, da wirst du allerdings das Problem mit einem eirig eingelaufenen Gleitlager haben wenn du bei diesem Spiel eine Temperaturerhöhung bemerkst oder die Schmierung passt nicht.
Die Oberflächenqualität scheint weitestgehend Gleitlager typisch zu sein.Viel besser wirds kaum werden.
Kannst noch versuchen die Spindellager vorsichtig nachzustellen aber viel Aufriss würde ich nicht mehr machen wenn du mit der Drehe so zufrieden bist.Reinigen und gut.
Jetzt kannst du schön bemerken wie das Drehen mit schwereren Maschinen plötzlich so einfach und angenehm wird. :-)

Michael

diggi
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Re: WMW-Eisenschweindrehmaschine - Prüfung & Aufarbeitung

Beitrag von diggi » Mo 14. Apr 2014, 19:46

42crmo hat geschrieben:Zum fliegend Drehen brauchst du dein Futter nicht ausschleifen.
Ebenso wenig für eine verlorene Spitze.
Hi Michael,

naja, eigentlich nicht, aber da bei mir die Backen in Längsachse ballig sein, kann ich nichts stabil spannen. Ich bastel mir eine Bohrmaschinenhalterung, dann wird geschliffen. Wollte ich für Rundschleifarbeiten ohnehein schon lange machen. Wegschmeissen kann ich das Futter ja immer noch...
42crmo hat geschrieben: Als Richtwert für die fliegende Aufspannung gilt 3xD.Bei weichem Alu sollte auch 4xD noch gehen.Das wäre bei einer 50er Aluwelle somit 200mm Messweg.
Das stimmt schon, eine 1m-Welle kriege ich ohne Abstützung - so wie eingangs gedacht bzw. missverstanden - nie im Leben verbiegefrei gedreht, also doch mit Reitstock. Ich mach einfach beides mal - also lang mit Reitstock und kurz fliegend.
[/quote]
42crmo hat geschrieben: Jetzt kannst du schön bemerken wie das Drehen mit schwereren Maschinen plötzlich so einfach und angenehm wird. :-)
Ich fürchte, daran kann man sich gewöhnen... :2up: :2up: :2up:
Gruß
Dirk

Frittn
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Re: WMW-Eisenschweindrehmaschine - Prüfung & Aufarbeitung

Beitrag von Frittn » Mo 14. Apr 2014, 20:01

Grüße,

viel Wichtiger ist zu Wissen, brauchst du jemals die 1m oder 1,5m Spitzenweite deiner Maschine?
Drehst du wirklich mal sowas langes ab?
Die meiste Zeit wirst du dich vorne am Futter rumbeißen!
Von daher sollten die angesprochenen 200mm-300mm Reichen, oder?

Zu deiner Aussage Digitalanzeige!
In Ebay gibt es "Digi Mac", soll laut Forum hier eigentlich gut Funktionieren und machen was es soll.
Dort kannst du für 529€ 3 Stäbe auswählen.

http://www.ebay.de/itm/NEU-3-Achsen-Dig ... 3cc50a733c

Vllt wäre das eine Option für dich.

Gruß Vincent

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Re: WMW-Eisenschweindrehmaschine - Prüfung & Aufarbeitung

Beitrag von 42crmo » Mo 14. Apr 2014, 20:10

Das stimmt schon, eine 1m-Welle kriege ich ohne Abstützung - so wie eingangs gedacht bzw. missverstanden - nie im Leben verbiegefrei gedreht,
Den Verschleiss an der Bettführung würde ich mit einem langen Haarlineal und Lampe prüfen.
Anhand des Lichtspalt lässt sich das schon abschätzen.
Aber im Normalfall nutzt man fast nie die gesamte Bettlänge und wenn doch kann man das
Eingespannte immer noch mit der Messuhr abfahren.
Ebenso würde ich zur Überprüfung auch das schlecht spannende Futter nutzen.
Ist in diesen Fall wohl unerheblich.Die Aufspannung sollte stabil genug sein wenn du das Futter gut zuknallst.Ballig hin oder her.Mal fünfe gerade sein lassen.

Michael

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Re: WMW-Eisenschweindrehmaschine - Prüfung & Aufarbeitung

Beitrag von diggi » Mi 16. Apr 2014, 21:39

Frittn hat geschrieben:
viel Wichtiger ist zu Wissen, brauchst du jemals die 1m oder 1,5m Spitzenweite deiner Maschine? Drehst du wirklich mal sowas langes ab? Die meiste Zeit wirst du dich vorne am Futter rumbeißen!
Hi Vincent,

klar, das ist eher selten, aber es sollte dennoch funktionieren denke ich. Ein Anwendungsfall wären die Rollen für die in der to-do-Warteschlange befindliche Rollbiegemaschine ;-)
Frittn hat geschrieben: Von daher sollten die angesprochenen 200mm-300mm Reichen, oder?
Tjaaa...das ist die Frage. Irgendwie hab ich bei dem Thema wohl einen Synapsenknoten :steinigung: Wenn ich die 300mm fliegend drehe und einen Kegel produziere, weiss ich doch eigentlich nicht genau, ob das jetzt durch den dejustierten Spindelstock oder durch das eingelaufene Bett zustande kommt, oder!?

Wenn ich nun eine lange Welle mittels Reitstockabstützung drehen würde, dann müsste doch die Längskontur - sofern nicht zylindrisch - dem eingelaufenen Bett folgen. Andererseits würde der verstellte Spindelstück ja auch hier zu einem Konus führen. Ich probier das einfach mal und sehe was rauskommt.
Frittn hat geschrieben:
Zu deiner Aussage Digitalanzeige!
In Ebay gibt es "Digi Mac", soll laut Forum hier eigentlich gut Funktionieren und machen was es soll.
Dort kannst du für 529€ 3 Stäbe auswählen.
http://www.ebay.de/itm/NEU-3-Achsen-Dig ... 3cc50a733c
Cooler Tip - ist hiermit gespeichert! Danke!
42crmo hat geschrieben: Den Verschleiss an der Bettführung würde ich mit einem langen Haarlineal und Lampe prüfen. Anhand des Lichtspalt lässt sich das schon abschätzen.
Hallo Michael,

das habe ich heute mal gemacht (Hab leider nur ein 600mm Alu-Lineal). Mir ist dabei was Interessantes aufgefallen: wenn ich das Lineal in Höhe Futter auf dem zum Bediener zeigenden Prisma anlege, sehe ich einen ziemlichen Spalt - schätze einen Millimeter. Das muss ich nochmal mit Hilfe und einer Fühlerlehre ausmessen. Allerdings wenn ich das Lineal erst rechts der herausnehmbaren Bettbrücke anlege ist der Spalt weg :o . Das lässt für mich nur den Schluß zu, dass die Bettbrücke nicht korrekt auf Höhe ist! Andererseits fluchte beide Seiten der Brücke mit dem restlichen Bett...

An der hinteren Flachführung ist kein Spalt auszumachen...

Ist denn Zwingend ein Haarlinial erforderlich? das müsste in meinem Fall ja mindestend 1,30 lang sein - dat kostet richtig Asche. :o

Noch eine Frage zum Bettschlitten: Die unteren Leisten scheinen keine Möglichkeit zur Nachstellung zu haben. Dazu 4 Hypothesen:
1. Man ging bei der Konstruktion davon aus, dass der Schlitten nur durch Eigengewicht "fixiert" und die Leisten nur ein Abheben verhindern sollen.
2. Man kompensiert den Verschleiß durch Nacharbeiten der Leisten an der "Schraubenseite".
3. Man ging davon aus, dass die Maschine wenn verschlissen weggeschmissen wird (zu DDR-Zeiten wohl eher unwarscheinlich!?)
4. Ich bin zu blind uns sehe die nicht...
42crmo hat geschrieben: Aber im Normalfall nutzt man fast nie die gesamte Bettlänge und wenn doch kann man das
Eingespannte immer noch mit der Messuhr abfahren.
Das habe ich nicht ganz verstanden? Meinst du zur Prüfung der Geometrie oder wenn man das Werkstück gedreht hat?
42crmo hat geschrieben: Ebenso würde ich zur Überprüfung auch das schlecht spannende Futter nutzen.
Ist in diesen Fall wohl unerheblich.Die Aufspannung sollte stabil genug sein wenn du das Futter gut zuknallst.Ballig hin oder her.Mal fünfe gerade sein lassen.
Das werde ich mal versuchen ;-)
Gruß
Dirk

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Re: WMW-Eisenschweindrehmaschine - Prüfung & Aufarbeitung

Beitrag von diggi » Mi 16. Apr 2014, 22:02

Hi zusammen,

heute gings noch einen weiteren kleinen Schritt weiter. Ich wollte mich mit dem Axialspiel befassen und weil mir das Einstellungsprocedere noch nicht ganz klar war, habe ich das hintere Lager einfach mal aufgeschraubt. Siehe da - antriebsseitig gibt es Axialkugellager innen/aussen und ein Radialrollenlager :2up:. Leider hats daus äussere Axiallager zerlegt... Es ist ein 51116 und ist mit 30€ ja nahzu preiswert...
IMAG2024 (Medium).jpg
IMAG2025 (Medium).jpg
IMAG2026 (Medium).jpg
Ich habe dann alles grob gereinigt und die Kugeln erstmal mit Fett wieder eingesetzt - ganz schönes Gefummel :wall: Vorher aber noch die Überwurfmutter futterseitig aussen aufgemacht.
IMAG2035 (Medium).jpg
IMAG2029 (Medium).jpg
Hier ist die Spindel schon ca. 20mm Richtung Reitstock verschoben
Wie ich festgestellt habe, ist futterseitig ein Innenkonusgleitlager verbaut. So wie auf dem Foto, also mit herausgezogener Spindel habe ich deutliches Radialspiel, horizontal und vertikal gleichermaßen. Dieses ist komplett weg, wenn ich die Spiendel wieder zurückschiebe und das Axialspiel vollständig eliminiere.

Das bedeutet erstmal für mich, dass das Erneuern des defekten Lagers und das korrekte Einstellen des Axialspiels die halbe Miete sein sollten!? Sollte dennoch ein Radialspiel futterseitig feststellbar sein, sollte ich dieses durch Verschieben der Lagerbüchse Richtung Futter mittels der beiden Überwurfmuttern innen/aussen nachstellen können, oder?

Hier nochmal ein Foto vom Aufbau der antriebsseitigen Lagerung.
IMAG2034 (Medium).jpg
IMAG2037 (Medium).jpg
Nachdem ich für die Getriebe-Spindeleinheit grünes Licht geben würde, bleibt noch ein Fragezeichen bzgl. Bett. Ich drehe also nochmal eine kurze Welle fliegend und eine lange mit Reitstockabstützung ab und vermesse und berichte, ok!?

Wenn euch der ganze Klumpatsch hier langweilt, gebt Bescheid, dann beschränke ich mich auf das Minimum an Fragen...

Danke!

Ps: Hakenschlüssel habe ich - die nützen bloß nix, weil die Nuten so dermaßen vergnackelt sind, dass er keinen Halt findet :wall:
Gruß
Dirk

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Re: WMW-Eisenschweindrehmaschine - Prüfung & Aufarbeitung

Beitrag von 42crmo » Do 17. Apr 2014, 06:17

Deine Fragen müssen auch erstmal Verdaut und Überlegt werden.
Das bedeutet erstmal für mich, dass das Erneuern des defekten Lagers und das korrekte Einstellen des Axialspiels die halbe Miete sein sollten!? Sollte dennoch ein Radialspiel futterseitig feststellbar sein, sollte ich dieses durch Verschieben der Lagerbüchse Richtung Futter mittels der beiden Überwurfmuttern innen/aussen nachstellen können, oder?
Soweit richtig bis auf das verschieben des vorderen Gleitlager Richtung Futter.
In diese Richtung wird das Lager weiter und das Radialspiel grösser.
Das Spiel sollte an der inneren Mutter eingestellt werden wenn zuvor die äussere Mutter gelockert wurde.

Michael

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Re: WMW-Eisenschweindrehmaschine - Prüfung & Aufarbeitung

Beitrag von diggi » Fr 18. Apr 2014, 21:40

42crmo hat geschrieben: Soweit richtig bis auf das verschieben des vorderen Gleitlager Richtung Futter.
In diese Richtung wird das Lager weiter und das Radialspiel grösser.
Das Spiel sollte an der inneren Mutter eingestellt werden wenn zuvor die äussere Mutter gelockert wurde.
Michael
Hi Michael,

deine Aussage bezieht sich auf ein außen konisches Lager, oder? Ich vermute bei mir jedoch einen Innenkonus mit Gegenkonus auf der Spindel, weil erstens das Radialspiel größer wird, je weiter die Spindel Richtung Futter gezogen wird und zweitens ist kein Längsschlitz im Lager zu erkennen ist.

Um Das Spiel kümmere ich mich später, erstmal ging es heute hiermit weiter, wenns euch interessiert: (Bitte lacht mich nicht aus ob der stümperhaften Vorgehensweise. Ich muss mich mit der schweren Technik sowie dem genauen Messen erstmal vertraut machen. Ausserdem flößt mir die Masse der Maschine - besonders in Bewegung - ziemlich Respekt ein. Es soll ja auch halbwegs sicher sein. Die bleibt sicher nicht stehen, wenn sich etwas oder gar der Bediener am Werkstück verhakt :o )
IMAG2038 (Medium).jpg
IMAG2039 (Medium).jpg
Nun etwas Ernüchterung! Die Durchmesser sind relativ gleich, bis auf Nr 2+3 (vom Futter aus gezählt). Hier messe ich 2/10 mehr Durchmesser! Erstmal muss ich sagen, dass ich hierfür nur einen Nonius-Messschieber verwendet habe und es mal wieder fix gehen musste (draussen Arbeiten ist im April Mist :heul: ). Trotzdem ist dieser "Buckel" da - man sieht ihn ganz gut im Lichtspalt. Das Lineal ist vorn am futterseitigen Bearbeitungsbeginn aufgedrückt und zeigt somit die zum Buckel steigende Rampe. Lege ich es auf den Buckel auf, sieht es nicht so wild aus...
IMAG2046 (Medium).jpg
Was mich so irritiert ist, dass der Fehler nicht konisch ist sondern eben ein Buckel über ca. 200mm Länge. Am Futter passt es dann wieder :nixweiss: Hierfür den Bettverschleiß verantwortlich zu machen, scheint mir nicht plausibel. Der Bettschlitten ist ca. 600mm lang, das sollte sich mehr egalisieren. Ausserdem müsste es ja theoretisch aus einem Fehler auf der Rückseite des vorderen Prismas herrühren, die dafür sorgt, dass der Schlitten weiter vom Werkstück weg kann. Hier ist aber - im Gegensatz zur Prismenvorderseite - kein Verschleiß sichtbar.
Eine Erklärung wäre, dass der Bettschlitten in besagtem Bereich irgendwie angehoben wird und dadurch vom Werkstück weg kann. Die unteren Klemm- bzw. Umfassungsleisten liessen das ja zu.

Naja, ich gehe der Sache morgen nochmal nach. Ich nehme noch einen Span ab, denn wegen der dürftigen Zentrierung reitstockseitig gibts derzeit noch unterbrochenen Schnitt :pfeif: ;-)

Ggf. muss ich den Bettschlitten mal abnehmen um die Klemmleisten ansehen zu können. Dann nehme ich mal die Bettbrücke raus und prüfe die auf korrekten Sitz. Ggf. mache ich die Probedrehung nochmal ohne Brücke.

Weiterhin würde ich noch an einem Fräsdorn im Futter mit der Meßuhr entlangfahren, ob der Buckel so auch reproduzierbar ist.

Achja, ich hab die hintere Flachführung mal mit der Bügelmessschraube vermessen - kein nennenswerter Verschleiß feststellbar über die Länge :2up:

Hier nochmal ein paar Fotos:
IMAG2047 (Medium).jpg
Prisma im Bereich hinter der Bettbrücke
IMAG2048 (Medium).jpg
Prisma mit Bettbrücke
IMAG2040 (Medium).jpg
IMAG2041 (Medium).jpg
IMAG2042 (Medium).jpg
Dateianhänge
IMAG2043 (Medium).jpg
Gruß
Dirk

42crmo
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Re: WMW-Eisenschweindrehmaschine - Prüfung & Aufarbeitung

Beitrag von 42crmo » Sa 19. Apr 2014, 00:33

Was mich so irritiert ist, dass der Fehler nicht konisch ist sondern eben ein Buckel über ca. 200mm Länge.
Sieht nach Stahlwelle aus.Diese auf der Länge ohne mittige Abstützung überdrehen ist sportlich.

Da wird der Drehstahl die Welle verbiegen und deshalb der Fehler.Der Schnittdruck steigt und steigt bis der sich irgendwo mittig "Entläd".
Verscheiss am Bett äussert sich so das der Durchmesser grösser bleibt.
Bei mitlaufender Lünette ist der Fehler sicherlich weg.
deine Aussage bezieht sich auf ein außen konisches Lager, oder? Ich vermute bei mir jedoch einen Innenkonus mit Gegenkonus auf der Spindel, weil erstens das Radialspiel größer wird, je weiter die Spindel Richtung Futter gezogen wird und zweitens ist kein Längsschlitz im Lager zu erkennen ist.
Aussen konisches Lager.Richtig.

Gegenkonus an der Spindel kenne ich nicht bei Maschinen dieser Grössenordnung.

Der Schlitz im Gleitlager ist sicherlich vorhanden.Oft Verschmoddert und meistens mit Hartpapier Verschlossen.

Michael

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Re: WMW-Eisenschweindrehmaschine - Prüfung & Aufarbeitung

Beitrag von Sepp9550 » Sa 19. Apr 2014, 11:23

Der Buckel in der Mitte der Welle kommt nicht vom Bett, sondern von der Welle und der Aufspannung.

Das Problem liegt also nicht an der Maschine sondern am Werkstück.
wie ich schon sagte, die alten Maschinen sind trotz Verschleiß relativ genau, in diesen Fall bin ich mir sicher dass du von der Maschine aus genauer drehen könntest als es das Werkstück zulässt ;-)
Eine H7 Passung ist auf die ganze Länge sicher nicht möglich, aber das braucht man ja nicht.

auch kann ich mir schwer vorstellen dass es den Bettschlitten abhebt, die Zerspankräfte drücken ihn eigentlich zuverlässig auf das Bett. Damit hast du gegenüber manchen CNC- Schrägbettmaschinen einen wesentlichen Vorteil, die haben nach Aussage einiger Kollegen bei einigen teilen erhebliche Probleme wenn die Meisel umgekehrt montiert werden.


Das einzige was mir nicht so gefällt ist die Sache mit der Bettbrücke, aber das sollte man ja irgendwie ausgleichen können.
Wo das aber herkommt kann ich mir nicht erklären, ich weiß nur das ich eine Bettbrücke für total sinnlos halte, man sieht ja bei dir das man damit eigentlich höchstens Scherereien hat, aber keinen nutzen, aber dagegen kann man nichts machen.


Aber kontrolliere den Spalt unbedingt mit einer Fühlerlehre, ein Harrlinial übertreibt immer gewaltig, der Spalt ist oft weniger als man denkt

PS. bring die Maschine endlich ins trockene, so eine obdachlose Maschine kann man ja nicht mitansehen. Wenn du keinen Platz hast, kannst du sie ja in meiner Werkstatt aufstellen ;-)
Mit freundlichen Grüßen, ein Stefan zu viel

...auf der suche nach dem verlegten Werkzeug

Drehmaschine: Quantum D310x910, Bohr(fräs)maschine: Optimum MB4, Deckel G1, Säge: S275N

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