Kaufberatung Drehbank

mrmeik
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Re: Kaufberatung Drehbank

Beitrag von mrmeik » Sa 12. Jan 2019, 22:43

Hallo Ihr Lieben,

Wow, ich bin überwältigt von eurer Hilfestellung!! Finde ich total klasse.

@Bernhard - klasse geschrieben. Ich habe alles verstanden. :) und ja, ich denke du hast recht. Mehr als 30mm aussen wird da kein Ring werden. Ich habe tatsächlich vor volles Holz zu verwenden, mal pur, mal mit Epoxy gemischt, oder mal pures Epoxy. Ganz selten kommt dann mal ein Kohlefaserrohr zum Einsatz um da evtl ein holzring reinzupressen. Ideen habe ich viele, und bin bereit alles zu lernen.

Mit Metall habe ich eigentlich gar nicht vor zu arbeiten.

Die Frage mit den meißeln habe ich mir noch gar nicht gestellt, und bin mal wieder schockiert über wie viele Möglichkeiten es da gibt.

@Viktor - die Idee mit dem Spanndorn ist auch klasse. Hatte mich schon die ganze Zeit gefragt wie ich die Außenseite bearbeite. Hatte die Idee den Ring auf das backenfutter zu spannen. Bei einem kleinen backenfutter müsste das doch auch gehen oder? Also umgekehrt wie in Bernhards Zeichnung... Ring außen an dem backenfutter. Aber Spanndorn finde ich da die viel bessere Lösung.

Könntest du mir ein link schicken wo ich so kleine Meißel und wendeplatten bekomme? Die scheinen genau richtig für mich zu sein.

Dürfte ich euch dann noch mal Fragen welche Meißel, Platten, und Zubehör sinnvoll wäre wenn ich die Maschine gekauft habe? Wäre für mich eine super Hilfe. :)


Aber leider muss ich die wichtigste Frage nochmal stellen weil ich echt unsicher bin:

Meint ihr das eine Emco Unimat V3 oder vergleichbare größe für meinen Einsatzzweck erst mal ausreicht? Oder sollte ich zwingend die 200 eur drauflegen und eine Md65 oder vergleichbare Größe kaufen?

Habe jetzt eine Emco V3 für 350 angeboten bekommen, und eine Optiturn 1503v für 500eur.

Was macht mehr Sinn? Bitte nur meinen Einsatzzweck bedenken.

Leider hängt es echt an der blöden Kohle. Aber hey, jeder fängt mal klein an. :)

Hier der link zu der optiturn:

https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anz ... pp_android

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Booze
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Re: Kaufberatung Drehbank

Beitrag von Booze » Sa 12. Jan 2019, 23:17

Ich würde die Optiturn nehmen, China hin oder her aber das ist die stabilere modernere Maschine, die kleinen Emco´s sind wirklich Spielzeug.
Wenn du kein Metall verarbeitest brauchst du auch keine Wendeplatten.
Für Ringe würde ich mir tatsächlich Formstähle Selber machen, weil du willst ja keine eckigen Ringe haben
Gruß Viktor




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mrmeik
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Re: Kaufberatung Drehbank

Beitrag von mrmeik » So 13. Jan 2019, 16:27

Hallo ihr lieben,

Noch ein Angebot bekommen:

Rotwerk EDM 300 DS mit Zubehör für 320eur. Das klingt super!!!

Hier die Bilder zu dem Teil die der Verkäufer mir geschickt hat.

Wie findet ihr die für den Preis?

Wünsche einen schönen Sonntag!!
Dateianhänge
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P1060499.JPG
P1060498.JPG

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Albego
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Re: Kaufberatung Drehbank

Beitrag von Albego » So 13. Jan 2019, 16:43

Hallo Meik,
Hatte die Idee den Ring auf das backenfutter zu spannen. Bei einem kleinen backenfutter müsste das doch auch gehen oder? Also umgekehrt wie in Bernhards Zeichnung... Ring außen an dem backenfutter.
2 Dimensional das zu Skizzieren was Du meinst geht nicht ganz so einfach. Aber dennoch habe ich das mal grob dargestellt.
innenspannung.png
innenspannung.png (11.01 KiB) 487 mal betrachtet
Und JaEien!
Wir versteh wohl was Du meinst, aber es geht, beziehungsweise es geht nicht.
Man kann wohl mit den Innenbacken auch Ringe, oder anders gesagt Rohre von Innen spannen. Jedoch ist das extrem Abgängig davon was für ein Backenfutter man hat. Genauer gesagt sind da die Backen das Maß aller Dinge. Denn sie haben eine bestimmte Breite und eine bestimmte Form. Und auf Grund dessen können sie nur einen ganz bestimmten Durchmesser als absolutes minimum spannen.
backen draufsicht.png
backen draufsicht.png (9.38 KiB) 487 mal betrachtet
Hier habe ich das mal wirklich ganz grob als draufsicht skizziert.
- Blau ist die oberste Backenstufe.
- Rot repräsentiert den minimum Spanndurchmesser dar.
Wobei jetzt dieser Durchmesser nicht bemaßt ist, da er mehr zeigen soll wo man den minimum Durchmesser spannen kann. Kleiner geht es Serienmäßig nicht.

Nicht überall findet man für jedes Backenfutter die Maßangaben wie man mit welchen Backen welchen Durchmesser spannen kann. Aber mal so als Beispiel kann ich folgendes sagen.
Ein Backenfutter ø 80mm kann mit den Innenbacken als absolutes minimum ein Rohr mit einem Innendurchmesser von so ca. 25mm spannen. Kleiner geht es bei diesem Backenfutter nicht. Und bei einem 100er Backenfutter wäre der minimum Durchmesser schon so ca. 30mm.

Jetzt ist das aber leider nicht so, das man irgendein noch kleineres Backenfutter auf jede Maschine aufspannen kann. Denn dazu müsste man sich erstmal selber einen Adapterflansch zurechtdrehen, was auch nicht ganz so einfach ist, wenn es denn überhaupt machbar ist.

Und von daher muss man sich nach anderen Spannmöglichkeiten umsehen, um Ringe von Innen zu spannen um die Außenbearbeitung durchzuführen können, wie z.B. der Schwerspanndübel.


Meint ihr das eine Emco Unimat V3 oder vergleichbare größe für meinen Einsatzzweck erst mal ausreicht? Oder sollte ich zwingend die 200 eur drauflegen und eine Md65 oder vergleichbare Größe kaufen?
Das lässt sich so nicht ohne weiteres sagen. Denn da spielt für dich ja das Thema Ringe und Backenfutter eine entscheidende Rolle.
Mach dich mal schlau was für eine größe an Backenfutter auf der Maschine ist. Ist es ein ø 80mm, ist es fraglich ob Du auch eins mit ø 100mm draufbauen kannst. Und warum das 100er? Wegen dem 30er Durchmesser. Denn das 100er kan mit den Innenbacken diesen Durchmesser spannen, das 80er kann es nicht.

Ich habe wohl ein 10er Backenfutter, aber keine Drehmaschine. Und von daher kann ich momentan auch nix verlässliches zu den benötigten Drehstählen und deren Bezugsquellen sagen, das müssten dann schon andere hier machen.



Es grüßt
Bernhard

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Re: Kaufberatung Drehbank

Beitrag von Booze » So 13. Jan 2019, 22:38

Hier eine Minilor
Drehbank aus Frankreich
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anz ... 6-249-2534
Gruß Viktor




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Re: Kaufberatung Drehbank

Beitrag von mrmeik » Mo 14. Jan 2019, 17:44

@Bernhard - Macht natürlich wieder total Sinn was du da schreibst. Klar wenn mal drüber nachdenkt und auch weiß wie so ein backenfutter aussieht.

Ich habe mich mal schlau gemacht. Da gibt es eine Firma in England die so ein Spanndorn extra für Ringe herstellt. Kosten ca 30 eur. Alternativ habe ich auch eine Anleitung gefunden wie man genau diesen spanndorn dreht. Wäre ja ein super Start Projekt. ;). Wird aus einem Alustab gedreht.

@Viktor - danke für den Link!!

Was haltet ihr von der Rotwerk mit dem ganzen Zubehör? Wären 320eur und nur 30km fahren zum abholen. :)

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Re: Kaufberatung Drehbank

Beitrag von Schulli » Mo 14. Jan 2019, 18:30

mrmeik hat geschrieben:
Mo 14. Jan 2019, 17:44
Was haltet ihr von der Rotwerk mit dem ganzen Zubehör? Wären 320eur und nur 30km fahren zum abholen
Ist für deine Anwendungen völlig ausreichend. Lass sie dir vorführen.
MfG
Lothar



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Re: Kaufberatung Drehbank

Beitrag von Booze » Mo 14. Jan 2019, 19:29

Wenn es den die Rotwerk sein muss, ich hätte die Französin genommen.
Bei der Rotwerk würde ich das ganze Zubehör und vor allem die "Drehmeißel" ganz schnell in der Mülltonne entsorgen. :pfeif:
Gruß Viktor




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Re: Kaufberatung Drehbank

Beitrag von mrmeik » Mo 14. Jan 2019, 22:27

@Viktor - die hätte ich auch gerne genommen, aber der Verkäufer wollte nicht verschicken. :( Und zum abholen definitiv zu weit.

Ich fahr am Wochenende jetzt mal da hin und guck mir das ganze mal an. Und wenn ich neue Meißel kaufen muss, dann ist es halt so. Kann ja erst mal nur die holen die ich minimum brauche und arbeite mich dann hoch. :) Wenn es klappt, freue ich mich schon auf das neue Spielzeug. :D

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Re: Kaufberatung Drehbank

Beitrag von 1093i3511 » Mi 16. Jan 2019, 19:45

Booze hat geschrieben:
Fr 11. Jan 2019, 21:11
bnitram hat geschrieben:
Fr 11. Jan 2019, 20:22

Die Unimat SL hörte sich wie eine Bohrmaschine im Nähmaschinen Style an. Ist ja auch im Grunde ein Nähmaschinen Motor ;)

MfG
Und deswegen würde ich die auch nicht kaufen. :thx:
Deswegen hängt bei mir ein 24V 150 Watt Dauerläufer mit PWM Drehzahlsteller an meiner SL. Gefühlt 6 mal leiser als der originale Motor. Umbaukosten weniger als 80 Toi!ronen.

Und um zur Kaufberatung beizutragen.

Die Unimat 3 hat keinen Dauerläufer; d.h. nach ein paar Minuten Last muss der Motor abkühlen. Ansonsten verabschiedet er sich nach nicht all zu langer Zeit. Das gängigste Motorenmodell der Unimat sieht nach 8min Dauerbetrieb eine Abkühlphase von 2 min vor.

Nachdem ich den Eingangsbeitrag gelesen hatte... sollte eine gut erhaltene Unimat durchaus in der Lage sein Deine Ansprüche zu erfüllen.

Die Emco Unimat Geräte haben halt den Vorteil : kompakt. Und ein Haufen Anbauvorrichtungen (zumindest theoretisch) erhältlich, so dass man damit auch fräsen, bohren und sägen kann.

Das wird mit einer Rotwerk oder einer Optimum nicht gehen. Die hätten aber Gewindeschneidfunktion und variable Vorschübe über Wechselräder. Das hätte die Unimat 3 nicht, es gibt zwar einen Vorschub zum nachrüsten, das ja. Aber das ist eine feste Übersetzung zur Spindeldrehzahl. Die Gewindeschneidvorrichtung für die Unimat 3 ist ein rares Anbauteil das zumeist überteuert gehandelt wird.

Dementsprechend kann ich nur bedingt zu einer Unimat 3 raten, weil sowohl bei der Unimat SL als auch der 3 veraltete Motortechnik verbaut ist. Die Emco Compact 5 und 8 hätten direkt Dauerläufer. Würden aber das Budget sprengen.
Grüße aus Bremen,
Jan

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Emco Unimat SL mit Fräsaufsatz & einigen Modifikationen

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