Kaufberatung Drehbank

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Booze
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Re: Kaufberatung Drehbank

Beitrag von Booze » Fr 11. Jan 2019, 21:11

bnitram hat geschrieben:
Fr 11. Jan 2019, 20:22

Die Unimat SL hörte sich wie eine Bohrmaschine im Nähmaschinen Style an. Ist ja auch im Grunde ein Nähmaschinen Motor ;)

MfG
Und deswegen würde ich die auch nicht kaufen. :thx:
Gruß Viktor




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rawing
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Re: Kaufberatung Drehbank

Beitrag von rawing » Fr 11. Jan 2019, 21:14

Guck mal unter Bucht Kleinanzeigen. Da ist um 18:00 Uhr eine Emco Unimat PC eingestellt worden. Vielleicht ist das was für dich. Nein, ich bin nicht der Verkäufer.
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anz ... nt=app_ios
Gruß vom Niederr(h)ainer

Fast alles da was ich brauche, aber etwas fehlt immer.
Ich kann auch nett, bringt aber nix.

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Re: Kaufberatung Drehbank

Beitrag von JCM » Fr 11. Jan 2019, 22:17

FireOnBoard hat geschrieben:
Fr 11. Jan 2019, 19:44

Wenns nach dem lieben Geld geht, allerdings naja: Emco Unimat3 mit Zubehör :lupe: , ältere Emco 3 bzw. Vorgängermodel.
Das hier wäre ein Bastelhaufen, empfehle ich dir nicht!
Wenn dich (oder einen anderen hier) die erste Unimat interessieren sollte, dann melde dich falls du da hingehst, dann bekommst noch nen Kaffe und noch ne kleine Werkstatttour mit ein paar andere Drehmaschinenen... Ist ja nur die Strasse runter :-D

Ne, mal im ernst. Ne Unimat für 700 Steine ist schon stolz. Keine meiner Drehmaschinen hat so viel gekostet, nicht mal die South Bend. Ist also ein wirklich schlechter Kilopreis!

Die erste Anschaffung sollte aber eine Messuhr mit Halter sein, gerne alte Qualität, aus D oder Japan (Käfer, Mitotoyo...). Damit bewaffnet kann man dann auf gebraucht-jagt gehen. Misst man den Rundlauf vor Ort riskiert man nicht eine mit kaputter/schlechter Spindel zu kaufen.
mrmeik hat geschrieben:
Fr 11. Jan 2019, 20:10
Ja eine Md65 wäre schon was feines. Aber leider immer ca 300eur über meinem Budget.

Wenn du bis Mai oder Juni warten kannst, dann kosten sie rund 20-40% weniger als jetzt. Ist fast wie bei den Wohnwagen und Sportbooten im Herbst ;)
Die letzte MD65 die ich angeschaut habe hätte 450 gekostet mit Kistenweise zubehör... Habe sie nicht gekauft, sondern nur die Fräse, die auch billig war. Das war im Juli... ein paar tage später war sie auch verkauft.

LG aus Wien im 12.
Jakob
Gruss aus Wien
Jakob
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Drehmaschienen: Wolf & Jahn 70mm WW ~1930; South Bend 10K, 1960.

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Booze
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Re: Kaufberatung Drehbank

Beitrag von Booze » Fr 11. Jan 2019, 22:26

rawing hat geschrieben:
Fr 11. Jan 2019, 21:14
Guck mal unter Bucht Kleinanzeigen. Da ist um 18:00 Uhr eine Emco Unimat PC eingestellt worden. Vielleicht ist das was für dich. Nein, ich bin nicht der Verkäufer.
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anz ... nt=app_ios
Hier ein kleines Video zu dem Tischspielzeug

https://www.youtube.com/watch?v=3X5fBbUkQT4
Gruß Viktor




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Re: Kaufberatung Drehbank

Beitrag von audiomixer » Sa 12. Jan 2019, 10:37

Ich hab mit der MD65 angefangen, das war eigentlich ein guter startpunkt.

Michael
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Albego
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Re: Kaufberatung Drehbank

Beitrag von Albego » Sa 12. Jan 2019, 14:53

Hallo Meik,
Ich möchte mir eine kleine Drehbank kaufen, aber habe leider keine Ahnung welche. :)

[...]

Zweck der drehbank: ich möchte Ringe, Schmuck, drehen.
Tja, keine Ahnung, aber immerhin wissen was man herstellen will. Und das ist gut so.

Du musst jetzt nur richtig überlegen, und dementsprechend dich hier oder im restlichen WWW schlau machen. Bei dem Thema Ringe ist das eigentlich gar nicht so schwer, denn da kann Mann/Frau sich an den vorhandenen Fingern orientieren. Der ungefähre größte Innendurchmesser eines Ringes dürfte so bei ca. 24mm liegen. Und noch etwas Material außen drumherum kommt man dann so auf einen ungefähren Außendurchmesser von ca. 30mm. Also ist dadurch schon mal im groben festgelegt welchen Spannbereich ein Backenfutter so haben muss. Es müsste also dementsprechend von 0 - 30mm spannen können (so als ganz grobe Richtung).

Jetzt ist das aber so, das wer keine Ahnung von der Maschinenmaterie hat, mit diesen Angaben nicht viel anfangen kann.

Also nehmen wir mal als Orientierungsbeispiel die "Proxxon Micromot Drehmaschine FD 150/E". Und die soll einen Spannbereich von 1 - 60mm haben. Jedoch ist das aber so, das dieser Spannbereich nicht durchgehend ist, sondern von den Backen abhängig ist. Und der teilt sich wie folgt auf.
- Innenbacken 1 - 20mm
- Außenbacken 20 - 60mm

Um das zu verdeutlichen habe ich mein Backenfutter zeichnerisch genommen und das mal nachskizziert.
- Von links nach rechts: die ersten beiden stellen die Innenbacken dar, und die anderen beiden die Außenbacken.
- Hellgrün stellt den zu spannenden Durchmesser dar.
- Die Maßangaben darunter der zu spannende Durchmesser.
Backenfutter Innen-und Außenbacken.png
Das bedeutet jetzt aber auch, um bei dem Außendurchmesser Beispiel von ca. 30mm zu bleiben, das dieser Durchmesser nur mit den Außenbacken gespannt werden kann. Und das man in dieser Backenstellung nicht ohne Probleme eine Bohrung von so ca. 10mm einbringen kann, da man schnell beim Bohren auf die unterste Stufe der Backen stößt. Hätte man einen Außendurchmesser von so ca. 18mm, dann wäre das Spannen mit den Innenbacken kein Problem und man könnte eine Bohrung von beispielsweise 8mm einbringen.

Mit anderen Worten: Bis zu einer bestimmten Ringgröße wäre die eben genannte Drehmaschine samt ihrem Serienmäßigem Backenfutter kein Problem. Alles was über die bestimmte Ringgröße hinausgeht wird Probleme verursachen.

bnitram hat geschrieben: Drehmeißel(kannst auch direkt mit Wendeplatten anfangen sofern die Größen usw für deine Zwecke stimmen, sonst HSS geht immer)
Ein absolut nicht zu unterschätzender Punkt.
Drehstähle mit Wendeplatten sind wohl nicht schlecht, ABER wenn man eine, ich sags mal so rum "Microdrehe" (wie die genannte) hat, dann wird es schwer geeignete Drehstähle mit Wendeplatten zu bekommen, besonders dann wenn es um Bohrstähle zur Innenbarbeitung geht (Innen ausdrehen). Der Grund dafür ist nämlich der, das solche Drehstähle ganz schön hoch Bauen. Es wird problematisch sie richtig zu spannen. Und je nach größe der Bohrung kann es dann auch passieren, das diese Drehstähle gar nicht in die vorgebohrte Bohrung reingehen. Also muss man mit HSS arbeiten, da diese doch niedriger sind.

Und schon sind wir beim nächsten Punkt, der an das Thema HSS anschließt.
Du willst so wenig wie möglich ausgeben, wegen deinem Budget, aber wenn man mit HSS arbeiten will dann bleibt ein extrem wichtiges Zubehörteil dir leider nicht ersparrt. Und das ist ein Schleifbock. Denn ohne ihn kannst Du die Drehstähle nicht nacharbeiten nachschleifen. Hast Du schon einen eventuell geeigneten Schleifbock, dann ist gut, ansonsten musst Du dir so einen noch kaufen.




Es grüßt
Bernhard

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Re: Kaufberatung Drehbank

Beitrag von Booze » Sa 12. Jan 2019, 16:09

Albego hat geschrieben:
Sa 12. Jan 2019, 14:53

Ein absolut nicht zu unterschätzender Punkt.
Drehstähle mit Wendeplatten sind wohl nicht schlecht, ABER wenn man eine, ich sags mal so rum "Microdrehe" (wie die genannte) hat, dann wird es schwer geeignete Drehstähle mit Wendeplatten zu bekommen, besonders dann wenn es um Bohrstähle zur Innenbarbeitung geht (Innen ausdrehen). Der Grund dafür ist nämlich der, das solche Drehstähle ganz schön hoch Bauen. Es wird problematisch sie richtig zu spannen. Und je nach größe der Bohrung kann es dann auch passieren, das diese Drehstähle gar nicht in die vorgebohrte Bohrung reingehen. Also muss man mit HSS arbeiten, da diese doch niedriger sind.

Und schon sind wir beim nächsten Punkt, der an das Thema HSS anschließt.
Du willst so wenig wie möglich ausgeben, wegen deinem Budget, aber wenn man mit HSS arbeiten will dann bleibt ein extrem wichtiges Zubehörteil dir leider nicht ersparrt. Und das ist ein Schleifbock. Denn ohne ihn kannst Du die Drehstähle nicht nacharbeiten nachschleifen. Hast Du schon einen eventuell geeigneten Schleifbock, dann ist gut, ansonsten musst Du dir so einen noch kaufen.




Es grüßt
Bernhard
Ich könnte jetzt gemein sein und dir meine kleinen sehr scharfen Wendeplatten und Ausbohrstähle zeigen, da will ich sehen wie du die in dieser Größe auf dem Schleifbock machen willst?
Ich bin da absoluter VHM Fanboy, da muss man nichts schleifen immer scharf und wenn putt dann einfach neue drauf und gut.
Innenausdrehen in Microformat, zB. Horn oder ISCAR Picco

Um Ringe zu bearbeiten wäre ein Spanndorn sinnvoll.

[ externes Bild ]

https://www.entdecke-schmuck.eu/9446451 ... t4309.html
Gruß Viktor




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Re: Kaufberatung Drehbank

Beitrag von Albego » Sa 12. Jan 2019, 17:40

Hallo Viktor,
Ich könnte jetzt gemein sein und dir meine kleinen sehr scharfen Wendeplatten und Ausbohrstähle zeigen, da will ich sehen wie du die in dieser Größe auf dem Schleifbock machen willst?
Och bitte sei doch so gemein zu mir/uns und zeige sie doch.

Spaß beiseite.
Es gibt ja auch kleine Schleifböcke, und ich glaube sogar welche von Proxxon. Wenn mich nicht alles täuscht, wäre da wohl das "Proxxon 28030 Schleif- und Poliergerät SP/E" so ein Kandidat, will mich da aber nicht festlegen. Hier ein Beispiellink zu der amazone: Klick mich.

Um Ringe zu bearbeiten wäre ein Spanndorn sinnvoll.
Korrekt! Oder anders gesagt, Du hast dafür meine Zustimmung. :bindafuer:
Jedoch, was machst Du wenn Du ein Stück unbearbeitetes Rundmaterial hast?
Genau!
Auf gewünschte Lämge sägen und ab ins Backenfutter damit und Loch bohren. Da führt kein Weg dran vorbei. Es sei denn, man nimmt ein Stück dickwandiges Rohr und erspart sich das vorbohren (nur mal so als dumme überlegung). Innen muss dann aber noch immer ausgedreht werden.

Für die Außenbearbeitung ist dann aber ein Spanndorn wirklich von Vorteil. Und die verlinkte Seite finde ich in diesem Falle klasse. Ein Schwerspanndübel als Ausgangsbasis = :super: .



Es grüßt
Bernhard

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Re: Kaufberatung Drehbank

Beitrag von Booze » Sa 12. Jan 2019, 20:56

Albego hat geschrieben:
Sa 12. Jan 2019, 17:40
Hallo Viktor,

Och bitte sei doch so gemein zu mir/uns und zeige sie doch.





Es grüßt
Bernhard
So bitte schön
24235739-EF2F-4DBB-B72F-047875A30F61.jpeg
Mit dem kleinem Hörnchen kann man bereits ab 3,5mm Ausbohren.
Bei Ringen würde ich mit Spannzangen arbeiten und nach dem Innenausdrehen, den unfertigen Ring auf ein Spanndorn ziehen und die Aussenbearbeitung machen.
Gruß Viktor




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Re: Kaufberatung Drehbank

Beitrag von Albego » Sa 12. Jan 2019, 21:31

Danke schön fürs Foto. :2up:

Die Elektroniker ham da son schönen Spruch wenns um SMD geht, den man hier spaßeshalber auch schon fast anwenden kann.
"Guck ma hier! Schon wieder Hühnerfutter!" :muahaha:

Bitte nicht falsch verstehen. Wie Du vorgehen würdest, oder vorgehst (Stichwort Spannzangen) steht jetzt hier eigentlich nicht so im Vordergrund. Denn das ist Zubehör was wiederum kostet. Und Meik hat momentan ein bestimmtes Budget welches wohl durch solch Zubehör gesprengt würde, und das nicht zu knapp. Und so nebenbei ist das auch noch in gewisser Hinsicht vorübergehend Luxus.

Mein Hinweis auf den Schleifbock ist da schon berechtigt beim arbeiten mit HSS.



Es grüßt
Bernhard

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