Drehmaschine Kaufberatung

Doc Alex
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Re: Drehmaschine Kaufberatung

Beitrag von Doc Alex » Di 9. Mai 2017, 11:36

Ach noch was: ich finde 16mm Drehstähle sind nicht viel, wenn man 1,5kW abfordern will.

Ich hab gerne meine 2525 Stähle. Wesentlich stabiler.

Das ist aber eine Frage des Halters und nicht der Maschine.

Du wirst wahrscheinlich über kurz oder lang bei Multifix haltern landen.

Es ist vielleicht ne gute Idee mal bei Pewe anzurufen und zu fragen, was da für ein Multifix draufpasst.

Dann kannste gucken, was da für Meißel reinpassen.

Dann entscheiden.

Willste bei Vielfachhalter bleiben einen für 2525 Meißel hätt ich noch über.

Vg

Alexander
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Alexoc
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Re: Drehmaschine Kaufberatung

Beitrag von Alexoc » Di 9. Mai 2017, 20:36

Dann sehe ich das ja richtig, dass ich mit der PM4000 nicht so viel falsch machen würde wenn ich mir die hole. Messsystem steht erstmal nicht auf der Liste. Die 38mm Spindeldurchlass sollten eigentlich auch reichen. Die Beispielwelle aus meinem ersten Post hat auf dem größten Teil 36mm Durchmesser. Das würde also durchpassen. Wobei dann sicher immer ein Teil kommt wo der Durchlass dann nicht mehr reichen wird ;)

In den Keller würde ich die schon irgendwie runter bringen. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg ;). Mal schauen ob ich eine Info bekomme wie schwer das Maschinenbett ist. Ansonste werde ich wohl Holzplatten auf die Treppe legen zum Schutz und das Maschinenbett dann mit einem Kettenzug oder ähnlichem hinabrutschen lassen.

Das mit dem Halter werde ich mal noch nachfragen. Wenn bedarf an dem Halter bestehen sollte geb ich dir bescheid.


Gruß

Alex
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Doc Alex
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Re: Drehmaschine Kaufberatung

Beitrag von Doc Alex » Di 9. Mai 2017, 21:56

Wenn Du eine eher leichtere Maschine suchst, ist die sicher gut geeignet.

Nach meiner Meinung wesentlich besser als die Maschinen, die Du zuerst ausgesucht hattest.

Gutes Gelingen

Und schön weiter berichten!

Vg

Alexander
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Re: Drehmaschine Kaufberatung

Beitrag von uli12us » Di 9. Mai 2017, 22:45

Da bleibst du beim Unfall im Zweifelsfall Sieger.

SparkyFX
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Re: Drehmaschine Kaufberatung

Beitrag von SparkyFX » Mi 10. Mai 2017, 05:32

Die PM4000 sieht mal grundsolide aus. Wenn sie auf einer Palette geliefert wird, plane die gleich in deine Bewegungen ein. Also evtl. Rollen mit geeigneter Belastbarkeit drunterschrauben oder damit per Winde/Kettenzug die Treppe runterrutschen lassen. Befestigung natürlich an den Aufhängungspunkten der Maschine selbst und ohne z.B. die Leitspindel beim Transport zu verbiegen. Wenn man das Ding mal schubsen muss (bei 500kg muss man kräftig schubsen), halt an den richtigen Stellen schon einen Griff montiert haben.
Manche Maschinen haben im Bett Löcher an denen man Stangen durchschieben kann. Auf den Bildern der PM4000 war da nichts zu erkennen, also frage am besten an wo da Aufhängungspunkte sind.

Ich hab auch eine Maschine im Auge die im gleichen Werk gebaut wird. Wird aber wohl eine Kombinationsmaschine - da viel zu wenig Platz vorhanden. Sollte ich irgendwann mal mehr Platz kriegen können, kann man ja weiter sehen.
Doc Alex hat geschrieben:@SparkyFX
Du kaufst die, im Verhältnis zur Getriebeversion teurere Vario Version, um dann den schlechten DC Motor gegen einen Drehströmer mit FU zu tauschen? :steinigung:
Sorry, hab das missverständlich ausgedrückt. Bei einigen in meinem Preis-/Gewichtssegment gibt es nur die Auswahl zwischen Riemenwechsel oder DC-Vario. Die Vario ist so gesehen "einfacher" auf Drehstrom mit FU umrüstbar, und manchmal auf höhere Leistung ausgelegt. Das ganze im Sinne von: sollte man den FU bei der falschen Getriebestellung zu schnell oder mit zuviel Drehmoment drehen droht dort kein größerer Schaden an dem komplexeren Getriebe, ist also weniger anfällig für diese Art Anfängerfehler. Heißt nicht das da gar nichts kaputt gehen kann.... das macht mich halt nervös um mich für eine Maschine mit Getriebe zu entscheiden, dann lieber Vario. Evtl. sieht Alexoc das auch so.

Unter (Nenn-)Last anfahren ist vermutlich nicht der übliche Anwendungsfall, eher variable Lasten im Betrieb, insofern sind Antrieb und Getriebe etc. vermutlich darauf dimensioniert. Rüstet man auf FU um mit höherem Drehmoment bei niedrigeren Drehzahlen will ich diese konstruktiven Grenzen ja auch nicht überschreiten, sonst gibts Bruch. So zumindest meine Denke... kann mit der Annahme auch falsch liegen. Ok, für einen Riementrieb gilt das nur begrenzt, der rutscht halt oder schlägt. Dagegen kann man was machen... neue Riemen/-scheiben, Zahnriemen usw. Die Vario hat das Problem auch nicht, da für weiten Drehzahlbereich gebaut.

Das sieht man halt alles erst sobald man die Maschine hat und dann ist es zu spät für Änderungen, insofern sind solche Fragestellungen vorab interessant für mich. Bei großen Maschinen stellen sich solche Fragen vermutlich weniger, die sind entweder gebaut wie ein Panzer oder vom Anschluss und Antrieb her schon kaum mit Spielraum ausgestattet an dem man rumbasteln könnte oder sollte. Sowas macht da schlichtweg keiner, sofern als Dauerläufer konzipiert und damit vom Öl usw. her festgelegt. Diese Getriebe bedeuten ja auch Leistungsverlust, d.h. dort wird auch Hitze durch Lager umgesetzt.
Im Hobbybereich und dem Preissegment ist die Einschaltdauer vermutlich im Design per se schon runtergeschraubt worden, damit entfällt die Überwachung sowieso auf den Nutzer - oder man kauft vom Importeur zum doppelten Preis und hat so "Garantie", deutsches Handbuch und Service erkauft.

Das heißt mitnichten dass Getriebemaschinen schlecht sind, sie sind teilweise deutlich besser für die Drehmomente in ihrem Geschwindigkeitsbereich, außer man stellt halt fest dass einem die 750W nicht mehr genügen und man nur den Antrieb aufrüsten will. Dann hat man ggf. eine Sackgasse die sich nur durch Tausch der Maschine lösen lässt. Als Anfänger weiß man noch nicht so recht was man tun kann oder will. Man beschränkt sich dann auf das was die Maschine kann oder braucht eine neue. Für den Importeur der sein Angebot so gestaltet ist das sicher gut, für meinen Geldbeutel leider nicht.
Warum kaufst Du nicht eine Getriebeversion mit Drehströmer und rüstest dann den FU nach? Vorteil: mehr Gänge, mehr Drehmoment, billigeres Umrüsten.
Wäre schön, die ersten Teile werde ich sowieso mit der Maschine im Anlieferungszustand machen "müssen". D.h. auch, erstmal ist nur Einphasenanschluss vorhanden, 3 Phasen könnte ich ggf. selbst legen, für ~2kW Aufnahmeleistung aber noch nicht zwingend notwendig, mit FU ggf. unnötig. Die Aufrüstpläne sind eher was für später, die Teile für eine Umrüstung müssten ja auch erst mal gedreht werden.

In dem Preis- und Gewichtssegment komme ich wohl sowieso nicht um Anpassungen etc. herum, also warum nicht ein paar neue Funktionen dafür einplanen, die Basis lernen und dann eben nicht in einer Sackgasse stecken die durch die Auswahl der Maschine festgelegt wurde. Sollte der Vario Antrieb doch gut genug sein kann man das auch bleiben lassen. Es wurmt mich natürlich auch da sowas rauszureißen. Allerdings stehen in der Ersatzteilliste der Riementriebversion für 550W/750W Zahnräder mit Plastikanteil. Ich hoffe ich kann das durch Kauf einer 1,1kW Vario-Version gleich umgehen. Zahnräder fertigen, Härten oder Spindeln umbauen sind für mich (noch) Utopie. Aber in die Richtung will ich hin, die Maschine ist so gesehen ihr eigenes Projekt, neben allen anderen für die ich sie brauche.

Das sieht sicher nicht jeder so, wenn das Teil einfach nur funktionieren soll, stabil und genügend Leistung schon ab Kauf haben muss, dann gibt es kostentechnisch kaum Begrenzung nach oben bis Raum und Logistik Grenzen setzen.
Abgesehen davon haben alle Variomaschinen irgend ein Getriebe halt mit weniger Gängen.
Wieso ollte ein 2 Gang Getriebe leiser sein als ein ähnliches 6 Gang Getriebe.
Wenn die zwei Gänge nur am Spindelantrieb sind, ist das die minimale Anzahl Wellen die man dann eben haben kann. Das meiste an Lärm kommt ggf. von den Hilfswellen und dem Leitspindelabtrieb - je nach Einstellung und Öl usw.. Der Unterschied an/aus ist auf Youtube manchmal gut hörbar. Es ist aber nur ein zweitrangiges Problem, lautlos gibt es das eh nicht, die sind meist geradverzahnt, die Bearbeitung macht sowieso Geräusche. Nicht so sehr wegen mir, eher wegen den Nachbarn. Ist auch nicht so dass die Maschine im Dauerbetrieb laufen soll, aber der Spaß wäre schnell begrenzt wenn man deswegen Ärger hat. Eine satt laufende Maschine ist auch was schönes, die lenkt nicht so sehr ab vom Wesentlichen, man hört Probleme leichter raus. Ein gewisses Maß an Geräuschen kann man nicht vermeiden, Zahnspiel und Verschleiß sind da ein Kompromiss, Lager sind vermutlich auch nicht die besten drin.

Doc Alex
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Re: Drehmaschine Kaufberatung

Beitrag von Doc Alex » Mi 10. Mai 2017, 09:58

SparkyFX hat geschrieben:Sorry, hab das missverständlich ausgedrückt. Bei einigen in meinem Preis-/Gewichtssegment gibt es nur die Auswahl zwischen Riemenwechsel oder DC-Vario.
Ebend Ich würde dann die Riemenversion kaufen und nen Drehströmer oder besser Synchronservo einbauen. Arbeiten "out of the Box" kann man mit so einer Maschine problemlos.

Emco hat das bei den kleinen Maschinen über Jahrzehnte mit Riemengetriebe angeboten: Polumschaltbaren Motor und ein Riemengetriebe:

http://static.webshopapp.com/shops/0367 ... ccesso.jpg

Wenn Du Angst hast, etwas kaputtzumaschen, würde ich einen Scherbolzen in die Antriebsscheibe einbauen. Anstatt darauf zu hoffen, dass nur Plastikzahnräder kauputt gehen.

Es sit aber ein Widerspruch an sich, eine starke Maschine zu wollen, die bösen Stahl in kleine Bröckchen verwandeln kann und gleichzeitig seidenweich stehenbleiben soll, wenn der Drehstahl auf einen guten Stahl trifft. :ironie:

Viele Grüße

Alexander
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Re: Drehmaschine Kaufberatung

Beitrag von depitter » Mi 10. Mai 2017, 10:29

Ich habe mir damals die Sieg SC10 von Paulimot geholt, weil die den FU eingebaut hatte, Camlock Futter hatte und einen grossen Spindeldurchlass, ich bin da sehr zufrieden mit.
Mir hat da noch nie Leistung gefehlt, ist aber auch sicher die Frage was man damit vorwiegend macht.
Ich habe wirklich selten Dinge mit 150 oder 200mm Durchmesser an denen ich arbeite, über 60mm geht es bei mir selten!
Ich kann die meisten Gewinde drehen ohne Räder zu wechseln, die Maschine ist angenehm leise und ich habe mit einer Drehung, die Drehzahl die ich gerne möchte.
Ich bin mir sicher das die Getriebemaschine in der Klasse mehr Kraft hat! Aber mann muss das auch benötigen, wenn nicht, ist die Vario Variante definitiv angenehmer.

Ist halt wie mit allen Sachen es gibt überall eine Schokoladenseite und alles haben kann man nicht.
Gruß
Dieter

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Re: Drehmaschine Kaufberatung

Beitrag von Doc Alex » Mi 10. Mai 2017, 11:31

depitter hat geschrieben: Ich bin mir sicher das die Getriebemaschine in der Klasse mehr Kraft hat! Aber mann muss das auch benötigen, wenn nicht, ist die Vario Variante definitiv angenehmer.

Ist halt wie mit allen Sachen es gibt überall eine Schokoladenseite und alles haben kann man nicht.
Anders ausgedrückt: "No lunch is for free". Da hast Du sicher recht. Vor allem die Größe ist für viele eine Problem. Preislich scheint es bei ca. 2500€ einen Sprung zu geben, bei dem man von einer kleine Maschine SW 600 auf ca 1000mm kommt. Damit geht einher ein Zahnradschaltgetriebe.

Ich hab halt auch mal größere Sachen, EIne Crepesplatte

http://forum.zerspanungsbude.net/viewto ... 2&p=260402

oder neulich hatte ich eine Buchse für die Digitalanzeige, die nicht wackeln sollte: 100mm Rundmaterial auf 60mm länge auf 35mm runterdrehen und innen ein 30mm Loch rein. ich wollte damit auch irgendwann ferig werden. Schnittdaten:
150m/min (Drehzahl 460), Vorschub 0,2, Schnittiefe (Radius) 2mm. Da hatte meine Drehe schon was zu tun. Ging aber sehr gut.

Viele grüße

Alexander
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SparkyFX
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Re: Drehmaschine Kaufberatung

Beitrag von SparkyFX » Mi 10. Mai 2017, 17:34

Doc Alex hat geschrieben:Wenn Du Angst hast, etwas kaputtzumaschen, würde ich einen Scherbolzen in die Antriebsscheibe einbauen. Anstatt darauf zu hoffen, dass nur Plastikzahnräder kauputt gehen.
Gute Idee!
Es sit aber ein Widerspruch an sich, eine starke Maschine zu wollen, die bösen Stahl in kleine Bröckchen verwandeln kann und gleichzeitig seidenweich stehenbleiben soll, wenn der Drehstahl auf einen guten Stahl trifft. :ironie:
Stimmt natürlich. Also... da gibt es bösen und guten Stahl :-) Aussortiert wird vermutlich an der Kasse für Ersatzteile ;-) Die sind jetzt nicht so teuer (für Lehrgeld; senkt die Ausbildungskosten), also ist wohl eher so dass ich mich besser schon mal an den Gedanken gewöhne notfalls auch mal was instandzusetzen wenn doch was schief ging, ohne das einzuplanen. Man hört solche Stories ja immer nur von Leuten die ein Problem zu berichten haben, die die keines haben werden sich selten melden. Das verschiebt die Erwartungshaltung automatisch etwas - ohne konkreten Nachweis dass einen genau das treffen wird.

Zu früh zuviel wollen ist ohnehin nicht gut... aber ich hab auch nix dagegen wenn die Maschine mitwächst. Das eine oder andere kann man sicher auch so an nem Varioantrieb ändern wenn man sich mit der Steuerung auseinandersetzt. Der FU ist halt deutlich besser dokumentiert.

Doc Alex
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Re: Drehmaschine Kaufberatung

Beitrag von Doc Alex » Mi 10. Mai 2017, 18:28

Wenn Du an nem DC Motor was machen willst, vielleicht hilft das hier.

http://forum.zerspanungsbude.net/viewto ... 40&t=26321

Vg

Alexander
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