Laservermessung meiner Drehmaschine

pliester
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Re: Laservermessung meiner Drehmaschine

Beitrag von pliester » Mi 15. Jun 2016, 14:19

Nach dem was ich in deinem Thread „Überarbeitung Reitstock GD 360“ gelesen und gesehen habe, war deine Herstellungsreihenfolge wohl in etwa so:
1. Werkstück im 3BF gespannt, andere Seite Zentrierbohrung +Körner.
2. Pinolendurchmesser vorgedreht.
3. Querschlitten eingerichtet.
4. Pinole im 3BF gespannt ca.3cm Überstand, auf Rundlauf geprüft?
5. Innenkegel gedreht und Senkung angebracht.
6. Pinole andersrum eingespannt, den Rest vom Durchmesser beigedreht, Plangezogen und Zentrierbohrung gesetzt. (Hier sitzt die Fehlerstelle, Zentrierbohrung li + re+ Mittelpunkte des Kegels müssen auf einer Linie sein).
7. Schleifen lassen. (Der Schleifer orientiert sich an den Zentrierbohrungen).
Der bessere Weg wäre:
1. Werkstück vordrehen, beide Seiten eine Zentrierbohrung.
2. Schleifen lassen.
3. Werkstück im 3BF spannen, Rundlauf prüfen auf „0“ am Futter und 100mm von diesem entfernt.
4. Innenkegel drehen.

Aber überprüfe doch die Pinole.
Ein Messdorn mit passenden Konus ist doch vorhanden.
Diesen im 3BF spannen, auf Rundlauf „0“ ausrichten, die Pinole aufstecken und den Rundlauf dieser prüfen.

gruß
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Re: Laservermessung meiner Drehmaschine

Beitrag von Doc Alex » Do 16. Jun 2016, 23:01

Jetzt verstehe ich!

Vein, die neue Pinole ist noch nicht eingebaut!

Ich habe hier mit der alten Pinole gemessen. Mir gings ums Messprinzip.

Da aber nun die Möglichkeit einer krummen Reitstockbohrung besteht, werde ich diese mir dem Zentrikator nachmessen, bevor ich viel Geld in die Pinole investiere.

Ich werde berichten.

Viele Grüße

Doc Alex
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Re: Laservermessung meiner Drehmaschine

Beitrag von alexg. » Sa 18. Jun 2016, 13:09

krum im Sinne von Bohrung nicht rund oder Bohrungsachse nicht parallel zu Bett/Spindelachse?

warum nicht die Ausrichtung der Bohrung mit dem Prüfdorn messen?

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Re: Laservermessung meiner Drehmaschine

Beitrag von Doc Alex » Sa 18. Jun 2016, 13:19

Kommt sofort:
Allmatic-0303.jpg
Ich muss sagen: Zur Überprüfung ist dieses Messverfahren echt nützlich.

Vielleicht hilft es, wenn man eine Gebrauchtmaschine kaufen möchte. Eine Prüfwelle und einen Laserpinter kann man gut mitnehmen. Mir ist kein anderes Verfahren bekannt, wie man so schnell und einfach die Ausrichtung einer Drehe messen kann. Das gilt insbesondere für die Messung uber das ganze Bett hinweg in der größten Entfernung.

Oder meintest Du eine mechanische Messung?

Die habe ich inzwischen auch gemacht siehe hier:

http://forum.zerspanungsbude.net/viewto ... 8&start=65

Viele Grüße

Doc Alex
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Re: Laservermessung meiner Drehmaschine

Beitrag von alexg. » Sa 18. Jun 2016, 13:52

ich habe eine mechanische Messung gemeint.

Da ich keinen Zentriekator habe hätte ich in klassischer Weise mit der Messuhr den MK3-Dorn in der Pinole abgefahren und damit die Ausrichtung der Reitstockbohrung bewertet-> was aber Blödsinn ist wie deine Messung mit Pinole, Prüfdorn und den Prismen auch gezeigt hat, man weiß nämlich nicht ob der Fehler von der Pinole oder der Reitstockbohrung kommt.

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Re: Laservermessung meiner Drehmaschine

Beitrag von alexg. » Sa 18. Jun 2016, 14:06

zum Laser: man sieht wirlich deutlich die Abweichung :o

mal ein kranker Gedanke: wenn man eine Scheibe mit sagen wir 100mm Durchmesser auf den Dorn aufschiebt kann man zwischen Anfange und Ende auf dem Prüfdorn "verfahren". Wenn die Scheibe eine Markierung hat (sozusagen Fadenkreuz/Referenzkreis) und den Laser darauf in Endlage ausrichtet kann man sehen wie der Laser immer weiter vom Referenzkreis abweicht wenn man die Scheibe verschiebt. Oder man sieht das die Achse zwar parallel aber nicht zentrisch ist zur Drehachse Spindelstock :|

Gruß Alex

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Re: Laservermessung meiner Drehmaschine

Beitrag von Doc Alex » Sa 18. Jun 2016, 14:17

Den Gedanken mit einer Zielscheibe hatte ich auch schon. Allerdings dachte ich eher an eine Version mit MK.

Was Du meinst braucht halt einen Laser, der auf dem Rand des Backenfutters montiert ist, um am Prüfdorn vorbeizukommen.

Dafür bräuchte es eine Spezielle Aufnahme für den Laser. Aber vielleicht lässt sich ja sowas erfinden.

Viele Grüße

Doc Alex
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Re: Laservermessung meiner Drehmaschine

Beitrag von pliester » Sa 18. Jun 2016, 18:24

Wenn etwas gemessen wird, läßt sich das in Werten festhalten, wie Meter, Millimeter, Gramm usw..

Mit einem Laserpointer für dem Bürobedarf läßt sich vielleicht etwas auf die schnelle grob überprüfen, allerdings kann keine Aussage über die Größe der Abweichung getroffen werden.

gruß
pliester

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Re: Laservermessung meiner Drehmaschine

Beitrag von Doc Alex » Sa 18. Jun 2016, 18:56

pliester hat geschrieben:Wenn etwas gemessen wird, läßt sich das in Werten festhalten, wie Meter, Millimeter, Gramm usw..

Mit einem Laserpointer für dem Bürobedarf läßt sich vielleicht etwas auf die schnelle grob überprüfen, allerdings kann keine Aussage über die Größe der Abweichung getroffen werden.

gruß
pliester
Wenn Dich der Börobedarf stört, ich bin sicher, Werkzeug Hoffmann liefert auch Laserpointer :muahaha:

Mir reicht es, wenn ich die Abweichung minimieren kann. Wie groß die dann ist, ist mir egal.

VG

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Re: Laservermessung meiner Drehmaschine

Beitrag von Metaller » Sa 18. Jun 2016, 19:10

Doc Alex hat geschrieben:...
Mir reicht es, wenn ich die Abweichung minimieren kann. Wie groß die dann ist, ist mir egal.
...
Hallo Alex.

Was heisst denn für dich minimieren? Von eiert viel zu eiert weniger? Wo liegt der Sinn deiner Lasershow, bzw. was willst du da 'vermessen'?

Würde mich interessieren.

Lieben Gruß,
Udo

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