Laservermessung meiner Drehmaschine

Benutzeravatar
Stahlfussel
Beiträge: 1151
Registriert: Mi 5. Nov 2014, 17:28
Wohnort: Mainz
Germany

Re: Laservermessung meiner Drehmaschine

Beitrag von Stahlfussel » Di 14. Jun 2016, 21:22

@Jonny und pliester
es geht doch darum, wie man herausfinden kann, wie der in 1,5m (m für Meter) Entfernung stehende Reitstock zur Drehachse der Spindel steht.

Gruß,
Jochen

Doc Alex
Beiträge: 5319
Registriert: Sa 29. Nov 2014, 18:01
Germany

Re: Laservermessung meiner Drehmaschine

Beitrag von Doc Alex » Di 14. Jun 2016, 21:33

So, nu hab ich nochmals kurz probiert.

Man kann in den Morsekonus reinschauen, wenn man einen Spiegel nimmt. Dann ist der Kopf nicht im Strahl.

Man kan sehen, dass der Mk gut zentriert ist. dann han ich noch die MK3 500mm Prüfwelle reingeklopft und den Laser auf die Stirnseite projizieren lassen. Da konnte man deutlich sehen, dass das Zentrum deutlich verschoben ist. Die Achse des MK ist also schräg. Gut, dass ich die Pinole gerade nochmals neu mache!

Mal sehen, wohin diese Art der Messung mich führt!

Vielleicht sollte ich den Laser mal auf die Innenseite der Reitstockbohrung richten, eh ich viel in die Pinole investiere.

Einen riesen Vorteil hat das Licht in jedem Fall! Es wiegt nichts und verbiegt sich auch nicht, was eine 1000mm Prüfwelle wohl täte.

Viele Grüße

Doc Alex
Wer Kunststoff kennt nimmt Stahl!

pliester
Beiträge: 692
Registriert: Sa 28. Feb 2015, 21:00
Wohnort: Kölner Raum
Germany

Re: Laservermessung meiner Drehmaschine

Beitrag von pliester » Di 14. Jun 2016, 22:09

Dazu wird ein entsprechend langes Werkstück eingespannt.
Im Verstellweg des Planschlitten wird eine Messuhr eingeschleift, damit sichergestellt wird, das der Planschlitten an Anfangs/Futterpositon und an End/Reitstockposition gleich tief zugestellt wird.
Dann eine Fläche Futterseitig drehen und eine Fläche Reitstockseitig drehen.
Dann die erzeugten Durchmesser messen und man hat die Fehlstellung.
Diese Messung sagt allerdings nichts über die Genauigkeit des Hauptarbeitsbereiches aus.
Es läßt sich lediglich die Stellung des Spindelstocks ab Klemmstelle Futter (nicht Achsflucht Arbeitsspindel) und zur Lagerstelle Reitstock (nicht Achsflucht der Reitstockwelle) ermitteln.

gruß
pliester

Benutzeravatar
Stahlfussel
Beiträge: 1151
Registriert: Mi 5. Nov 2014, 17:28
Wohnort: Mainz
Germany

Re: Laservermessung meiner Drehmaschine

Beitrag von Stahlfussel » Di 14. Jun 2016, 22:13

Doc Alex hat geschrieben:Man kan sehen, dass der Mk gut zentriert ist. dann han ich noch die MK3 500mm Prüfwelle reingeklopft und den Laser auf die Stirnseite projizieren lassen. Da konnte man deutlich sehen, dass das Zentrum deutlich verschoben ist. Die Achse des MK ist also schräg. Gut, dass ich die Pinole gerade nochmals neu mache!
Das wiederspricht sich jetzt aber. Wenn Du sehen kannst, daß der MK gut zentriert ist, dann musst Du im Inneren einen Licht*kreis* gesehen haben. Wenn Du einen Kreis gesehen hast, dann heißt das aber auch, daß der MK exakt fluchet.

Wenn der MK laut Prüfdorn nicht fluchtet (weil dessen Stirnfläche nicht symmetrisch beleuchtet wird), dann müsstest Du eine Ei-förmige Lichtspur im MK gesehen haben (die Du aber vielleicht als solche nicht erkennen konntest).

Das ist jetzt zwar kein exaktes (quantitaives) Messergebnis, aber Du weisst zumindest, woran noch zu arbeiten ist (qualitatives Messergebnis).

Irgendwo habe ich mal gelesen, daß sich einer ebenfalls einen Laser ins Futter gespannt hat und eine weiße Tafel in einer definierten Entfernung fixiert hat, um mit den Wegen des Lichtpunktes rechnen zu können. Was er genau gemacht hatte, krieg ich aber nicht mehr ganz zusammen.

Gruß,
Jochen

Doc Alex
Beiträge: 5319
Registriert: Sa 29. Nov 2014, 18:01
Germany

Re: Laservermessung meiner Drehmaschine

Beitrag von Doc Alex » Di 14. Jun 2016, 22:26

Stahlfussel hat geschrieben:
Doc Alex hat geschrieben:Man kan sehen, dass der Mk gut zentriert ist. dann han ich noch die MK3 500mm Prüfwelle reingeklopft und den Laser auf die Stirnseite projizieren lassen. Da konnte man deutlich sehen, dass das Zentrum deutlich verschoben ist. Die Achse des MK ist also schräg. Gut, dass ich die Pinole gerade nochmals neu mache!
Das wiederspricht sich jetzt aber. Wenn Du sehen kannst, daß der MK gut zentriert ist, dann musst Du im Inneren einen Licht*kreis* gesehen haben. Wenn Du einen Kreis gesehen hast, dann heißt das aber auch, daß der MK exakt fluchet.

Wenn der MK laut Prüfdorn nicht fluchtet (weil dessen Stirnfläche nicht symmetrisch beleuchtet wird), dann müsstest Du eine Ei-förmige Lichtspur im MK gesehen haben (die Du aber vielleicht als solche nicht erkennen konntest).

Gruß,
Jochen
Nein. Es sind ja unterschiedliche Ebenen.

Im konus fluchtet der Konus mit der Drehachse des Futters. Steckt man eine 500mm Prüfwelle ein, dann projiziert der Laser einen Kreis auf die Stirnseite. Diese ist aber nun 550mm weiter richtung Futter. Auf meiner Prüfwelle ist das Zentrum angezeichnet. Ich kann sehr gut sehen, dass der Laser den Kreis nicht zentrisch um das Prüfwellenzentrum projiziert. Also sitimmt die Lage des MK, die Stirnseite aber nicht. Daher ist der MK schief drin!

Vg

Doc Alex
Wer Kunststoff kennt nimmt Stahl!

pliester
Beiträge: 692
Registriert: Sa 28. Feb 2015, 21:00
Wohnort: Kölner Raum
Germany

Re: Laservermessung meiner Drehmaschine

Beitrag von pliester » Di 14. Jun 2016, 22:49

Doc Alex hat geschrieben: Also sitimmt die Lage des MK, die Stirnseite aber nicht. Daher ist der MK schief drin!

Vg

Doc Alex
Genau so ist es,
das hängt mit der falschen Herstellungsreihenfolge der Reitstockpinole zusammen.

Und jetzt wird Lehrgeld gezahlt.

gruß
pliester

Benutzeravatar
Stahlfussel
Beiträge: 1151
Registriert: Mi 5. Nov 2014, 17:28
Wohnort: Mainz
Germany

Re: Laservermessung meiner Drehmaschine

Beitrag von Stahlfussel » Di 14. Jun 2016, 22:53

Doc Alex hat geschrieben: Daher ist der MK schief drin!
Richtig! Und deswegen darf die Lichtspur im MK nicht kreisrund sein. Das muss dann irgend ein Ei sein, was aber ggf. ob der engen Verhältnisse schlecht zu sehen ist.

Gruß,
Jochen

Benutzeravatar
Sepp9550
Beiträge: 3033
Registriert: Fr 24. Mai 2013, 15:31
Wohnort: Teisendorf (Oberbayern)
Germany

Re: Laservermessung meiner Drehmaschine

Beitrag von Sepp9550 » Di 14. Jun 2016, 23:09

Ein "Lichtkreis" der in eine leicht schiefe, Kegelige Bohrung Projiziert wird, ist immernoch fast ein Kreis, wenn er zufällig die Mitte Trifft. Das kann man garnicht sehen

Wenn die Pinole schief ist, würde ich die Abweichung eher mit einer Messuhr suchen.


PS. ich hab das mit dem Messen nach dem Aufstellen aufgegeben als ich festgestellt habe, dass die Spindel 0,2mm nach unten hängt (vielleicht die Lager), aber trotzdem kann ich alles drehen was ich will.
Mit freundlichen Grüßen, ein Stefan zu viel

...auf der suche nach dem verlegten Werkzeug

Drehmaschine: Quantum D310x910, Bohr(fräs)maschine: Optimum MB4, Deckel G1, Säge: S275N

Doc Alex
Beiträge: 5319
Registriert: Sa 29. Nov 2014, 18:01
Germany

Re: Laservermessung meiner Drehmaschine

Beitrag von Doc Alex » Mi 15. Jun 2016, 07:42

pliester hat geschrieben:
Doc Alex hat geschrieben: Also sitimmt die Lage des MK, die Stirnseite aber nicht. Daher ist der MK schief drin!

Vg

Doc Alex
Genau so ist es,
das hängt mit der falschen Herstellungsreihenfolge der Reitstockpinole zusammen.

Und jetzt wird Lehrgeld gezahlt.

gruß
pliester

Wa meinst Du mit falscher Herstellungsreihenfolge?
Wer Kunststoff kennt nimmt Stahl!

R2S5V0
Beiträge: 1268
Registriert: So 9. Feb 2014, 08:24

Re: Laservermessung meiner Drehmaschine

Beitrag von R2S5V0 » Mi 15. Jun 2016, 12:31

Wenn der Mk schief Gebohrt oder Gerieben/Geschliffen ist wirds dumm. Da Hilft warscheinlich auch keine neue Pinole was. Die Abweichung währe dann am Futter genau so. Da wird wohl vielleicht der Reitstock schief Gearbeitet sein. Ich mag China Kram :muahaha:

Antworten