Laservermessung meiner Drehmaschine

Doc Alex
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Laservermessung meiner Drehmaschine

Beitrag von Doc Alex » Di 14. Jun 2016, 19:40

Moin,

Ich habe neulich die Flucht der Achse meiner Drehmaschine mit dem Reitstock vermessen. Direkt am Backenfutter ist das kein Problem. Doch wie siehts nach 1,5m aus?

Daher habe ich mir einen Laserpointer gekauft und diesen in das Backenfutter eingespannt. praktischerweise so, dass eine Backe auf den Ein Taster drückt.
Laser Drehe-0263.jpg
Dabei ist es völlig unwichtig, wie schräg oder gerade der Pointer im Futter sitzt. Dreht sich die Maschine, wird der Laserstrahl einen Kegel (genauer Doppelkegel und in einem Fall einen Zylinder) beschreiben, dessen Kegelachse zwangsläufig die Drehachse ist.

Fällt der Laser nun auf eine Fläche, die senkrecht zur Drehachse steht, wird ein Kreis projeziert, dessen Mittelpunkt auf der Drehachse liegt.

Hier fällt er auf den Reitstock:
Laser Drehe-0267.jpg
Meine Idee war nun zu untersuchen, ob der Kreis genau auf dem MK3 Konus meiner Drehe liegt.

Wie man sehen kann tut er das. Leider ist der Laser zu breit (ca. 2mm) und zu grell, als das man erkennen könnte (im 1/10mm Breich), ob die Achse stimmt.

Vielleicht hat ja von euch jemand eine Idee, wie man diese Messung zu Ende bringen könnte....

Viele Grüße

Doc Alex
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Stahlfussel
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Re: Laservermessung meiner Drehmaschine

Beitrag von Stahlfussel » Di 14. Jun 2016, 19:57

Hi Alex,
die Lösung für Dein Problem hat Dan Gelbart im Prinzip hier ab ca. Minute 2 gezeigt:
stecke einen Kegel in den Reitstock. Steht der Laser nicht im Zentrum, wirst Du ein Ei auf der Kegelwandung sehen. Nur wenn beide Achsen genau fluchten, wird der Laser einen Kreis auf den Kegel zeichnen. Selbst kleine Abweichungen haben einen großen Effekt.

Gruß,
Jochen

Edit: und noch ein Eff!
Zuletzt geändert von Stahlfussel am Di 14. Jun 2016, 20:08, insgesamt 1-mal geändert.

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Katana
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Re: Laservermessung meiner Drehmaschine

Beitrag von Katana » Di 14. Jun 2016, 20:08

Guude,rein theoretisch müsste es doch gehen wenn du zb. eine Lupe in die ausgemittelte Lynette spannst und so lange die Lynette verschiebst bis der Laser zentriert auf den Reitstock trifft.So ala Brennglas.Nur so als Denkanstoss :pfeif:
Oder ??.
gruss Michel

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Re: Laservermessung meiner Drehmaschine

Beitrag von Doc Alex » Di 14. Jun 2016, 20:25

Stahlfussel hat geschrieben: stecke einen Kegel in den Reitstock. Steht der Laser nicht im Zentrum, wirst Du ein Ei auf der Kegelwandung sehen. Nur wenn beide Achsen genau fluchten, wird der Laser einen Kreis auf den Kegel zeichnen. Selbst kleine Abweichungen haben einen großen Effekt

Super, Danke!

Er spricht aber von einem Zylinder - oder?

Vg

Doc Alex
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Re: Laservermessung meiner Drehmaschine

Beitrag von DDB » Di 14. Jun 2016, 20:41

Doc Alex hat geschrieben:Super, Danke!
Er spricht aber von einem Zylinder - oder?
ja, aber das sollte genauso mit einem Kegel gehen.
Unterschied ist aktuell nur dass er den Laser schräg zur Rotationsachse hat und dadurch über den Abstand zum Werkstück (= Reitstock) fokussieren kann. D.h. das Laserlicht trifft irgendwie mit einer Seitenkomponente auf das Objekt und bei Dir im wesentlichen frontal.
Du könntest den Laser vielleicht in ein kurzes Messstativ klemmen und dieses in das Futter (darf natürlich nicht wegfliegen). Dann könntest Du den Laser und dessen Einfallwinkel justieren.

sowas in der Art:
https://www.hoffmann-group.com/DE/de/ho ... 359680-120

Haben ja viele hier auch als Selbstbau.

Gruß

Frank

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Re: Laservermessung meiner Drehmaschine

Beitrag von Stahlfussel » Di 14. Jun 2016, 20:42

Doc Alex hat geschrieben:Er spricht aber von einem Zylinder - oder?
Jo, das tut er. Deswegen hab ich ja "im Prinzip" geschrieben.
Er leuchtet halt mit einem Lichtkegel auf einen Metallzylinder und nach einer kleinen Transferleistung :o) leuchten wir mit einem Lichtzylinder (oder mit einem relativ spitzen Lichtkegel) auf einen (relativ stumpfen) Metallkegel.

Gruß,
Jochen

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Re: Laservermessung meiner Drehmaschine

Beitrag von Doc Alex » Di 14. Jun 2016, 20:54

Stahlfussel hat geschrieben:
Doc Alex hat geschrieben:Er spricht aber von einem Zylinder - oder?
Jo, das tut er. Deswegen hab ich ja "im Prinzip" geschrieben.
Er leuchtet halt mit einem Lichtkegel auf einen Metallzylinder und nach einer kleinen Transferleistung :o) leuchten wir mit einem Lichtzylinder (oder mit einem relativ spitzen Lichtkegel) auf einen (relativ stumpfen) Metallkegel.

Gruß,
Jochen
Klingt für mich nach Prüfwelle: Ein Zylinder mit angebautem Mk3 im Reitstock.

Muss ich mal probieren.

Allerdings kann ich den Laser dann nicht mehr im Backenfutter spannen.

Oder nehm ich gleich den Innenkonus zum Projizieren?

Ich saus noch mal in die Werkstatt und probiers mal!
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Re: Laservermessung meiner Drehmaschine

Beitrag von Stahlfussel » Di 14. Jun 2016, 21:00

Doc Alex hat geschrieben:Oder nehm ich gleich den Innenkonus zum Projizieren?
Nicht "?" sondern "!". Wenn Du da noch reinschauen kannst, bzw. die Reflektion sehen kannst - vielleicht ganz vorne - , dann ist das eine super Idee.
Doc Alex hat geschrieben:Ich saus noch mal in die Werkstatt und probiers mal!
Ich bin gespannt!

Gruß,
Jochen

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Re: Laservermessung meiner Drehmaschine

Beitrag von Jonny311 » Di 14. Jun 2016, 21:03

Hi Alex,
Die Idee ist zwar ganz nett, aber wenn du es wirklich genau haben willst, kommst du nicht um einen guten Prüfdorn oder Welle herum ;)

Wofür du aber den Laser nehmen kannst, wäre im Reitstock gespannt um Teile im Vierbackenfutter grob auszurichten.

Gruß Jonny

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Re: Laservermessung meiner Drehmaschine

Beitrag von pliester » Di 14. Jun 2016, 21:10

Vergess den Laserpointer das Spielzeug und nicht für Messungen geeignet.
Da ist eine Prüfwelle/Prüfdorn + Messuhr + Ständer nötig, sonst wird das nichts.

gruß
pliester

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